Fahrkostenrechner 2026 — Vollkosten pro km
Was kostet mich eine Fahrt wirklich, wenn ich alles einrechne? Fahrzeugdaten und Fahrleistung eingeben — Vollkosten pro km und Jahreskosten sofort.
Ihre Fahrtkosten
- Wertverlust ist der größte Kostentreiber — Der Wertverlust (Differenz Anschaffungspreis minus Restwert, geteilt durch Haltejahre) macht bei Neuwagen 40–60 % der Gesamtkosten aus. Ein 35.000-€-Auto verliert in 5 Jahren typisch 15.000–20.000 € an Wert = 3.000–4.000 €/Jahr, das sind 20–27 ct/km bei 15.000 km. Wertverlust richtig einschätzen: ADAC-Restwertprognosen oder Schwacke/DAT-Listen für das konkrete Modell.
- Kraftstoffkosten richtig berechnen — Verbrauch × Preis × km/100 = Jahreskosten. Bei 7L/100km, 1,72 €/L und 15.000 km: 0,07 × 1,72 × 15.000 = 1.806 €/Jahr. Die variablen Kraftstoffkosten sind der einzige Posten der direkt mit der Fahrleistung skaliert — alle anderen Fixkosten fallen auch an wenn das Auto steht.
- Pauschale für Wartung und Reparaturen — Richtwert: 1–2 % des Fahrzeugwerts pro Jahr. Bei einem 20.000-€-Gebrauchtwagen: 200–400 €/Jahr für Wartung. Dazu: HU/AU alle 2 Jahre (ca. 100 €), Reifenwechsel, Inspektionen. Fahrzeuge über 10 Jahre: deutlich höher kalkulieren (800–2.000 €/Jahr möglich). E-Autos haben niedrigere Wartungskosten (kein Ölwechsel, weniger Bremsenverschleiß).
Vollkosten pro km nach Fahrzeugklasse — ADAC-Richtwerte 2026
| Fahrzeugklasse | Beispiel | Kosten/km | Jahreskosten (15 Tkm) |
|---|---|---|---|
| Kleinstwagen | VW Up, Fiat 500 | ~28–35 ct/km | ~4.200–5.250 €/J. |
| Kleinwagen | VW Polo, Opel Corsa | ~35–45 ct/km | ~5.250–6.750 €/J. |
| Kompaktklasse | VW Golf, Ford Focus | ~45–60 ct/km | ~6.750–9.000 €/J. |
| Mittelklasse | VW Passat, BMW 3er | ~60–80 ct/km | ~9.000–12.000 €/J. |
| SUV kompakt | VW Tiguan, BMW X3 | ~65–90 ct/km | ~9.750–13.500 €/J. |
| Oberklasse | Mercedes E-Klasse, Audi A6 | ~80–120 ct/km | ~12.000–18.000 €/J. |
| Elektro kompakt | VW ID.3, Hyundai Ioniq 6 | ~40–55 ct/km | ~6.000–8.250 €/J. |
| Elektro mittel | Tesla Model 3, BMW i4 | ~50–70 ct/km | ~7.500–10.500 €/J. |
Quelle: ADAC Autokostenvergleich 2026, Neuwagen-Berechnungen mit 15.000 km/Jahr, 5 Jahre Haltedauer. Vollkosten inkl. Kraftstoff/Strom, Versicherung, Steuer, Wartung, Wertverlust, Finanzierung (wenn relevant). E-Autos: höherer Anschaffungspreis, niedrigere Betriebskosten.
Wohin fließt Ihr Autogeld? — Kostenstruktur nach Klasse
| Kostenart | Kleinwagen | Kompaktklasse | SUV |
|---|---|---|---|
| Wertverlust | ~35 % (ca. 1.800 €/J.) | ~40 % (ca. 3.200 €/J.) | ~45 % (ca. 5.200 €/J.) |
| Kraftstoff | ~25 % (ca. 1.300 €/J.) | ~22 % (ca. 1.750 €/J.) | ~20 % (ca. 2.300 €/J.) |
| Versicherung+Steu. | ~20 % (ca. 1.000 €/J.) | ~18 % (ca. 1.450 €/J.) | ~15 % (ca. 1.750 €/J.) |
| Wartung+Reparatur | ~12 % (ca. 600 €/J.) | ~12 % (ca. 960 €/J.) | ~12 % (ca. 1.400 €/J.) |
| Finanzierungskosten | ~8 % (ca. 400 €/J.) | ~8 % (ca. 640 €/J.) | ~8 % (ca. 950 €/J.) |
Prozentwerte auf 15.000 km/Jahr gerundet. Wertverlust dominiert besonders bei Neuwagen in den ersten 3 Jahren. Kraftstoff: bei E-Autos durch Strom ersetzt (ca. 15–20 % günstiger). Finanzierung: bei Barkauf entfällt, stattdessen entgangene Zinsen einkalkulieren (Opportunitätskosten).
Fahrgemeinschaft oder Carsharing: wann ist es günstiger?
Die Vollkostenrechnung zeigt: Wer ein eigenes Auto hat, zahlt bei 15.000 km/Jahr ca. 45–60 ct/km. Das ist die relevante Vergleichsgröße für alle Alternativen. Carsharing (z. B. Sixt Share, Miles, Stadtmobil): 20–40 ct/km inklusive aller Nebenkosten — klingt günstiger, aber: nur für gelegentliche Nutzung rentabel. Ab ca. 10.000 km/Jahr wird ein eigenes Auto günstiger. Fahrgemeinschaft: teilt man alle Fixkosten auf 2 Personen, halbiert sich der Kostensatz. Bahncard 100 zum Vergleich: ca. 5.000 €/Jahr für unbegrenzte Fahrten — erst ab ca. 25.000–30.000 Bahn-km rentabel.
Die ehrlichste Faustregel: Wer unter 8.000 km/Jahr fährt und in einer gut erschlossenen Stadt wohnt, spart mit einer Kombination aus ÖPNV + gelegentlichem Carsharing deutlich gegenüber einem eigenen Auto. Wer über 15.000 km/Jahr fährt oder auf dem Land wohnt, kommt am Auto meist nicht vorbei — dann lohnt die Vollkostenrechnung um das richtige Modell zu wählen.
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Häufige Fragen zum Fahrkostenrechner
Was ist der Unterschied zwischen variablen und fixen Fahrtkosten?
Variable Kosten entstehen nur wenn Sie fahren: Kraftstoff, Reifen (anteilig), Bremsbeläge (anteilig). Fixe Kosten entstehen unabhängig von der Fahrleistung: Versicherung, Kfz-Steuer, Stellplatz, Finanzierungskosten, Wertverlust (zumindest teilweise). Wichtige Erkenntnis: Ein Auto das im Schnitt 40 ct/km kostet, kostet das auch wenn Sie nur 5.000 km/Jahr fahren — die Fixkosten verteilen sich dann auf weniger Kilometer, der Kosten/km-Wert steigt dramatisch.
Wie berechne ich den Restwert meines Autos?
Drei Quellen: (1) Schwacke-Liste oder DAT-Fahrzeugbewertung — kostenpflichtig, aber präzise, wird von Banken und Versicherungen genutzt. (2) mobile.de oder AutoScout24: aktuelle Verkaufspreise ähnlicher Fahrzeuge (gleiche Ausstattung, ähnliche Laufleistung, Region). (3) ADAC-Restwertprognose in der ADAC-Mitglieder-App. Faustformel: Kompaktwagen verlieren in 5 Jahren ca. 45–55 % des Neupreises, Premium-Marken oft weniger (35–45 %).
Lohnt sich ein Neuwagen im Vergleich zum Gebrauchtwagen?
Finanziell fast nie. Ein 2–3 Jahre alter Gebrauchtwagen hat den stärksten Wertverlust (erste 3 Jahre: ca. 30–40 % des Neuwerts) bereits hinter sich. Kaufpreis deutlich niedriger, Restwertentwicklung flacher. Nachteil: keine Herstellergarantie (oder Anschlussgarantie nötig), eventuell höhere Wartungskosten. Ausnahme: attraktive Leasingangebote oder Herstellerprämien machen Neuwagen manchmal wirtschaftlich konkurrenzfähig. Gebrauchtwagenkauf mit Fahrzeugbericht (CARFAX, HU-Bescheinigung) schützt vor versteckten Mängeln.
Kann ich Fahrtkosten steuerlich absetzen?
Ja, in mehreren Konstellationen: (1) Pendlerpauschale für Arbeitnehmer: 0,38 €/km einfache Strecke zur ersten Tätigkeitsstätte, unabhängig vom Verkehrsmittel (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG). (2) Dienstreisen: tatsächliche Kosten oder 0,30 €/km Pauschale. (3) Selbstständige: Betriebliche Fahrten vollständig absetzbar (Fahrtenbuch oder 1-%-Regelung). (4) Umzugsbedingte Fahrten: unter bestimmten Bedingungen absetzbar. Fahrtenbuch führen: lohnt sich wenn betrieblicher Anteil über 50 % liegt.
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