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Stromkostenrechner 2026

Von  ·  Aktualisiert Juni 2026

Was kostet mich Strom pro Jahr? Jahresverbrauch und Arbeitspreis eingeben — Jahreskosten, Einsparpotenzial und Bundesland-Vergleich sofort.

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So funktioniert es
  1. Verbrauch aus dem Zähler ablesen — Den Jahresverbrauch finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung oder können ihn über zwei Zählerablesung berechnen. Typische Richtwerte: 1 Person 1.500–2.000 kWh, 2 Personen 2.500–3.000 kWh, 4 Personen 4.000–5.000 kWh. E-Auto: +2.000–4.000 kWh. Wärmepumpe: +3.000–6.000 kWh.
  2. Arbeitspreis inkl. MwSt vergleichen — Vergleichen Sie immer den Gesamtpreis inkl. aller Steuern und Abgaben und inklusive 19 % MwSt. Anbieter werben teils mit Netto-Preisen. Der BDEW-Durchschnitt 37 ct/kWh ist bereits inkl. MwSt.
  3. Wechselpotenzial nutzen — Zwischen teuerstem und günstigstem Anbieter in Deutschland liegen oft 8–12 ct/kWh Unterschied. Bei 3.500 kWh: bis zu 420 €/Jahr Ersparnis. Wechselportale (Verivox, Check24) vergleichen kostenlos.

Strompreise nach Bundesland 2026 (Ø Arbeitspreis inkl. MwSt)

Bundeslandct/kWh ØJahreskosten 3.500 kWhTendenz
Bayern36,5 ct~1.277 €
Baden-Württemberg37,2 ct~1.302 €
NRW38,1 ct~1.334 €Teuer (dichte Netze)
Hessen37,8 ct~1.323 €
Hamburg36,9 ct~1.292 €
Berlin38,5 ct~1.348 €Teuer
Brandenburg38,8 ct~1.358 €Teuer (Netzausbau)
Sachsen36,2 ct~1.267 €Günstiger
Thüringen36,0 ct~1.260 €Günstiger
Mecklenburg-Vorp.39,2 ct~1.372 €Teuer (geringe Dichte)

Quelle: BDEW Strompreisanalyse 2026, Verivox Marktdaten. Preisunterschiede entstehen hauptsächlich durch regionale Netzentgelte (Netzbetreiber-Monopol). Wechsel zum günstigsten Anbieter im Netzgebiet immer möglich.

Typischer Stromverbrauch nach Haushaltsgröße

HaushaltVerbrauch/J.Kosten Ø (37 ct)Richtwert Quelle
1 Person, Wohnung1.500–2.000 kWh~555–740 €BDEW 2025
2 Personen, Wohnung2.500–3.000 kWh~925–1.110 €BDEW 2025
4 Personen, EFH4.000–5.000 kWh~1.480–1.850 €BDEW 2025
EFH + E-Auto (15.000 km)5.500–7.000 kWh~2.035–2.590 €E-Auto ~3.000 kWh/J.
EFH + Wärmepumpe6.000–9.000 kWh~2.220–3.330 €WP ~5.000 kWh/J. Ø

E-Auto-Mehrverbrauch bei Heimladung ~3.000 kWh/Jahr (15.000 km, Ø 20 kWh/100 km). Wärmepumpe: stark abhängig von Gebäudedämmung und COP. Richtwerte BDEW Haushaltsstudie 2025.

Warum sind Strompreise regional so unterschiedlich?

Der Strom selbst (Energiebeschaffung) ist im deutschen Binnenmarkt einheitlich — die Börsenpreise gelten überall gleich. Die regionalen Unterschiede entstehen fast ausschließlich durch die Netzentgelte. Jede Region hat einen Netzbetreiber (Monopol), der Leitungen, Transformatoren und Infrastruktur betreiben muss. In dünn besiedelten Regionen (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg) werden hohe Investitionskosten auf wenige Kilowattstunden verteilt → teuer. In dicht besiedelten Gebieten (München, Stuttgart) sind die Kosten pro kWh niedriger.

Der Netzbetreiber ist nicht wählbar — er ist regional festgelegt. Nur der Stromanbieter kann gewechselt werden. Das bedeutet: Wer in einer teuren Netzregion wohnt, zahlt immer mehr als in einer günstigen Region — egal bei welchem Anbieter. Der einzige Weg zu echten Einsparungen in teuren Regionen: Verbrauch senken (LED, effiziente Geräte, Lastverschiebung) oder eigenen PV-Strom produzieren.

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Häufige Fragen zum Stromkostenrechner

Wann lohnt sich ein Anbieterwechsel?

Fast immer. Zwischen Grundversorger (oft teuerster Anbieter im Netzgebiet) und günstigstem Anbieter im selben Netzgebiet liegen oft 5–12 ct/kWh. Bei 3.500 kWh und 8 ct Unterschied: 280 €/Jahr Ersparnis. Wechselportale (Verivox, Check24) finden günstigste Anbieter kostenfrei. Wechsel dauert ca. 6 Wochen, der neue Anbieter kümmert sich um alles. Einziges Risiko: Bonusangebote die nach dem ersten Jahr teuer werden — immer Vertragslaufzeit und Preisgarantie prüfen.

Was kostet eine Kilowattstunde im Detail?

Bei 37 ct/kWh (Ø 2026) entfällt auf: Energiebeschaffung ~7 ct, Netzentgelte ~9 ct, Steuern und Abgaben (~Stromsteuer 2,05 ct, EEG-Umlage aktuell 0 ct, Konzessionsabgabe ~1,7 ct, § 19-Umlage etc.) ~10 ct, Umsatzsteuer 19 % ~5,9 ct, Vertrieb und Gewinn ~3 ct. Die Stromsteuer und EEG-Umlage machen damit ca. 5,5 ct aus — also 15 % des Gesamtpreises sind Staatsabgaben.

Wie kann ich meinen Stromverbrauch senken?

Die effektivsten Maßnahmen: LED-Beleuchtung statt Halogen/Glühbirne: spart 80–90 % der Beleuchtungskosten. Standby abschalten: 50–100 € Ersparnis je nach Geräteanzahl. Alte Kühlschränke (Klasse D oder schlechter) gegen A++ austauschen: bis 100 €/Jahr. Waschmaschine bei 40° statt 60°: 50–70 % weniger Energie beim Waschen. Spülmaschine statt Handwaschen: spart 15–20 L Wasser und Energie. Gesamt möglich: 500–1.000 kWh/Jahr = 185–370 €.

Wie lese ich meine Stromrechnung richtig?

Wichtige Positionen: Arbeitspreis (ct/kWh) × Verbrauch = variabler Anteil. Grundpreis (€/Jahr oder €/Monat) = Fixkosten unabhängig vom Verbrauch. Zählermiete (falls vorhanden, oft 15–25 €/Jahr). Abschlag und Abrechnung: Unterjährig zahlen Sie Abschläge (Vorauszahlungen) basierend auf dem Vorjahresverbrauch. Die Jahresabrechnung gleicht Mehr- oder Minderverbrauch aus. Tipp: Zählerstand jährlich fotodokumentieren — falls der Ablesedienst nicht kommt.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Energie. Dort finden Sie weitere Rechner für Gas, Heizkosten, Photovoltaik und Balkonkraftwerk.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Strompreis Ø 37,0 ct/kWh für Haushaltskunden (BDEW 2026). Regionale Unterschiede erheblich — von 30 ct bis 45 ct/kWh. Grundpreis variiert je Anbieter.