Standby-Kostenrechner: Geräte messen und Maßnahmen vergleichen
Messen oder dokumentieren Sie den Ausgangsverbrauch und vergleichen Sie eine konkrete Alternative. Der Eigenverbrauch von Timer oder Smart Plug wird der Alternative vollständig zugerechnet.
Wählen Sie für alle Geräte entweder eine Leistungsrechnung oder eine gemessene Energiemenge als Ausgangsbasis.
Brutto-Arbeitspreis Ihres Stromtarifs in Euro je kWh; Grundpreis und Boni gehören nicht in dieses Feld.
Kurze Bezeichnung für Gerät 1, damit Ausgang und Maßnahme im Ergebnis eindeutig zugeordnet bleiben.
Anzahl bau- und nutzungsgleicher Geräte, für die dieselben Werte von Gerät 1 gelten.
Dokumentiert den betrachteten Betriebszustand von Gerät 1; die Auswahl ersetzt keine Messung.
Mittlere gemessene Leistung des Ausgangszustands von Gerät 1 in Watt, nicht die maximale Typenschildleistung.
Tägliche Dauer des Ausgangszustands von Gerät 1; aktive Nutzung und Bereitschaft nicht doppelt zählen.
Am Messgerät abgelesene Energie von Gerät 1 für genau die unten angegebene Messdauer.
Dauer der Energiemessung von Gerät 1 in Stunden; sie muss zum eingegebenen kWh-Wert passen.
Nur „Ja“ wählen, wenn die Messung typische Nutzungs-, Ruhe- und Schaltphasen von Gerät 1 abbildet.
Zahl der Tage pro Jahr, an denen der betrachtete Zustand von Gerät 1 tatsächlich vorkommt.
Verbleibende mittlere Leistung von Gerät 1 nach der Maßnahme; bei vollständiger Trennung kann sie 0 W betragen.
Tägliche Dauer des verbleibenden Alternativzustands von Gerät 1 nach der Maßnahme.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle6 Bereiche
Gerät 1 – Maßnahme 3 Felder
Eigenverbrauch eines Smart Plugs, Timers oder anderen Steuergeräts für Gerät 1 in Watt.
Tägliche Betriebsdauer des Steuergeräts für Gerät 1; oft sind 24 Stunden relevant.
Einmalige Anschaffungskosten der Abschalt- oder Steuermaßnahme für Gerät 1.
Gerät 2 – Ausgang 9 Felder
Kurze Bezeichnung für Gerät 2, damit Ausgang und Maßnahme im Ergebnis eindeutig zugeordnet bleiben.
Anzahl bau- und nutzungsgleicher Geräte, für die dieselben Werte von Gerät 2 gelten.
Dokumentiert den betrachteten Betriebszustand von Gerät 2; die Auswahl ersetzt keine Messung.
Mittlere gemessene Leistung des Ausgangszustands von Gerät 2 in Watt, nicht die maximale Typenschildleistung.
Tägliche Dauer des Ausgangszustands von Gerät 2; aktive Nutzung und Bereitschaft nicht doppelt zählen.
Am Messgerät abgelesene Energie von Gerät 2 für genau die unten angegebene Messdauer.
Dauer der Energiemessung von Gerät 2 in Stunden; sie muss zum eingegebenen kWh-Wert passen.
Nur „Ja“ wählen, wenn die Messung typische Nutzungs-, Ruhe- und Schaltphasen von Gerät 2 abbildet.
Zahl der Tage pro Jahr, an denen der betrachtete Zustand von Gerät 2 tatsächlich vorkommt.
Gerät 2 – Alternative 5 Felder
Verbleibende mittlere Leistung von Gerät 2 nach der Maßnahme; bei vollständiger Trennung kann sie 0 W betragen.
Tägliche Dauer des verbleibenden Alternativzustands von Gerät 2 nach der Maßnahme.
Eigenverbrauch eines Smart Plugs, Timers oder anderen Steuergeräts für Gerät 2 in Watt.
Tägliche Betriebsdauer des Steuergeräts für Gerät 2; oft sind 24 Stunden relevant.
Einmalige Anschaffungskosten der Abschalt- oder Steuermaßnahme für Gerät 2.
Gerät 3 – Ausgang 9 Felder
Kurze Bezeichnung für Gerät 3, damit Ausgang und Maßnahme im Ergebnis eindeutig zugeordnet bleiben.
Anzahl bau- und nutzungsgleicher Geräte, für die dieselben Werte von Gerät 3 gelten.
Dokumentiert den betrachteten Betriebszustand von Gerät 3; die Auswahl ersetzt keine Messung.
Mittlere gemessene Leistung des Ausgangszustands von Gerät 3 in Watt, nicht die maximale Typenschildleistung.
Tägliche Dauer des Ausgangszustands von Gerät 3; aktive Nutzung und Bereitschaft nicht doppelt zählen.
Am Messgerät abgelesene Energie von Gerät 3 für genau die unten angegebene Messdauer.
Dauer der Energiemessung von Gerät 3 in Stunden; sie muss zum eingegebenen kWh-Wert passen.
Nur „Ja“ wählen, wenn die Messung typische Nutzungs-, Ruhe- und Schaltphasen von Gerät 3 abbildet.
Zahl der Tage pro Jahr, an denen der betrachtete Zustand von Gerät 3 tatsächlich vorkommt.
Gerät 3 – Alternative 5 Felder
Verbleibende mittlere Leistung von Gerät 3 nach der Maßnahme; bei vollständiger Trennung kann sie 0 W betragen.
Tägliche Dauer des verbleibenden Alternativzustands von Gerät 3 nach der Maßnahme.
Eigenverbrauch eines Smart Plugs, Timers oder anderen Steuergeräts für Gerät 3 in Watt.
Tägliche Betriebsdauer des Steuergeräts für Gerät 3; oft sind 24 Stunden relevant.
Einmalige Anschaffungskosten der Abschalt- oder Steuermaßnahme für Gerät 3.
CO₂-Bilanz 6 Felder
Aktiviert eine optionale Emissionsdifferenz; ohne dokumentierten Faktor bleibt die Ausgabe bewusst aus.
Emissionsfaktor in g CO₂ je kWh für die gewählte Strom-Systemgrenze.
Datenjahr des verwendeten Emissionsfaktors, nicht automatisch das Nutzungsjahr des Geräts.
Beschreibt, ob der Faktor etwa Strommix, Verbrauch oder Erzeugung und welche Emissionsstufen umfasst.
Herausgeber oder Datensatz, aus dem der eingegebene Emissionsfaktor stammt.
Kennzeichnet den Faktor als vorläufig, endgültig oder als eigene Annahme.
Ausgang, Alternative und Nettoersparnis
- Messung vor Watt-Schätzung — Nutzen Sie möglichst einen repräsentativen Messwert. Bei Watt × Zeit muss die eingegebene Leistung den tatsächlichen Betriebszustand abbilden.
- Alternative vollständig eintragen — Berücksichtigen Sie Restleistung, verbleibende Stunden und den Eigenverbrauch eines Timers oder Smart Plugs.
- Gerätefunktion zuerst prüfen — Router, NAS, Sicherheits-, Heizungs-, Aquarium-, Medizin- und Geräte mit Nachlauf oder Reinigungszyklen dürfen nicht pauschal abgeschaltet werden.
Was kostet Standby wirklich?
Der Rechner summiert den Bereitschafts- oder Dauerverbrauch von bis zu drei Geräten aus Messung oder Watt × Zeit. Eine Alternative enthält ausdrücklich Restverbrauch, Smart-Plug-/Timer-Verbrauch und Anschaffungskosten.
Eine Abschaltmaßnahme spart nur dann netto Energie, wenn Alternative und Steuergerät zusammen weniger verbrauchen als der Ausgangszustand.
Formeln für Standby und Maßnahme
Jedes Gerät wird zunächst separat und anschließend als Gesamtbilanz gerechnet.
Negative Nettoersparnis bleibt als Mehrverbrauch sichtbar; eine nicht repräsentative Messung wird nicht automatisch auf ein Jahr hochgerechnet.
Ausgang und Alternative vollständig bilanzieren
Standby-Grenzwerte sind keine Verbrauchsgarantie
Die EU-Ökodesign-Verordnung setzt Anforderungen für bestimmte Produktgruppen und Betriebszustände. Sie ersetzt keine Messung Ihres konkreten Geräts, und nicht jedes dauerhaft aktive Gerät ist bloß vermeidbarer Standby.
Die CO₂-Ausgabe ist standardmäßig deaktiviert. Sie erscheint nur mit sichtbar dokumentiertem Faktorjahr, Systemgrenze, Quelle und Status.
Kontrollbeispiel für ein Gerät im Bereitschaftsbetrieb
| Kennzahl | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Leistung | 1 W | konkreter Betriebszustand, nicht Typenschildleistung |
| Bereitschaftszeit | 20 Stunden pro Tag | 365 Tage pro Jahr |
| Ausgangsverbrauch | 7,3 kWh pro Jahr | 1 W × 20 h × 365 ÷ 1.000 |
| Strompreis | 0,37 €/kWh | editierbarer April-2026-Startwert |
| Jahreskosten | 2,70 € | vor einer Abschaltmaßnahme |
| Alternative | ebenfalls 7,3 kWh | keine Nettoersparnis und keine Amortisation |
Messen, Betriebszustand benennen und Zeitraum prüfen
Ein Wattwert ist nur dann aussagekräftig, wenn klar ist, welchen Zustand er beschreibt: Bereitschaft, Netzwerkbereitschaft, Schein-Aus, Dauerbetrieb oder eine notwendige Schutzfunktion. Multiplizieren Sie nicht die maximale Typenschildleistung mit der Standby-Zeit. Besser ist eine repräsentative Messung über mehrere typische Nutzungs- und Ruhephasen.
Kurze Messungen können Updatezyklen, Nachlauf, Kühlung oder saisonale Betriebsweisen verpassen. Dokumentieren Sie Gerät, Messdauer, Datum, angezeigte kWh und die beobachtete Nutzung. Der Stromkosten-Geräte-Rechner eignet sich für aktive Betriebsphasen und mehrere Leistungszustände; der Standby-Rechner bleibt auf kleine Dauerlasten und konkrete Abschaltmaßnahmen begrenzt.
Im Beispiel entstehen aus 7,3 kWh bei 37 ct/kWh genau 2,701 €. Die Anzeige rundet auf 2,70 €, während intern mit dem ungerundeten Wert weitergerechnet wird. Ein anderer Strompreis verändert die Kosten, aber nicht den gemessenen Energieverbrauch.
Abschaltmaßnahme als vollständigen Alt-Neu-Vergleich rechnen
Eine schaltbare Steckdose, Zeitschaltuhr oder ein Smart Plug kann selbst Energie benötigen. Tragen Sie daher Restleistung, verbleibende Bereitschaftszeit und den Eigenverbrauch des Steuergeräts ein. Nur die Differenz zwischen vollständigem Ausgangs- und Alternativszenario ist eine Nettoersparnis. Ist sie null oder negativ, bleibt die Amortisationsdauer leer.
Anschaffungskosten geteilt durch eine positive jährliche Kostenersparnis ergeben nur eine einfache Amortisation. Lebensdauer, Ersatz, Finanzierung, Wartung und mögliche Komfortverluste sind nicht enthalten. Prüfen Sie mit dem Stromverbrauchsrechner, welchen Anteil die Dauerlast am Jahresverbrauch hat. Der kWh-Preisrechner hilft anschließend, einen dokumentierten effektiven Preis aus Rechnung und Verbrauch abzuleiten.
Die optionale CO₂-Differenz verwendet nur den ausdrücklich ausgewählten Faktor. Für das Beispiel ergäbe eine Null-Energieersparnis auch bei 344 g CO₂/kWh genau null Kilogramm. Faktorjahr und Systemgrenze bleiben sichtbar, damit die Emissionsangabe nicht als zeitloser Gerätewert missverstanden wird.
Soll ich Messung oder Watt verwenden?
Eine repräsentative Messung ist meist besser. Watt × Zeit ist sinnvoll, wenn die Leistung des konkreten Zustands belastbar dokumentiert ist.
Warum kann die Ersparnis negativ sein?
Wenn Restverbrauch und Steuergerät zusammen mehr Energie benötigen als der Ausgangszustand, entsteht rechnerisch Mehrverbrauch. Dieser wird nicht auf null gesetzt.
Darf ich Router oder Sicherheitsgeräte komplett abschalten?
Nicht pauschal. Prüfen Sie Herstellerhinweise, notwendige Netzwerk-, Sicherheits-, Kühl- und Updatefunktionen sowie mögliche Nachlaufzyklen.
Quellen und Grundlagen
Verbindliche Ökodesign-Anforderungen für Aus-, Bereitschafts- und vernetzte Bereitschaftszustände; sie sind keine Messgarantie für ein konkretes Gerät.
EU-Verordnung 2023/826Praktische Hinweise zum Auffinden und Messen von Standby- und Dauerlasten im Haushalt.
Verbraucherzentrale – Strom sparen im Haushalt344 g CO₂/kWh für den deutschen Stromverbrauch 2025 werden nur bei aktivierter, dokumentierter CO₂-Option verwendet.
Umweltbundesamt – Strommix 2025