Standby-Kostenrechner 2026 — Was kostet Standby wirklich?
Wie viel kosten meine Geräte im Standby-Modus pro Jahr? Geräteanzahl und Leistung eingeben — Jahreskosten, Einsparpotenzial und CO₂-Verbrauch sofort.
Ihre Standby-Kosten
- Standby-Verbrauch messen statt schätzen — Standby-Werte sind oft unbekannt. Lösung: Energiemessgerät (Brennenstuhl PM 231 E, ca. 20 €) an die Steckdose stecken — zeigt Watt-Verbrauch exakt. Besonders überraschend: WLAN-Router (8–15 W, 24h = 88–131 kWh/Jahr = 33–49 €/Jahr), alte Mikrowellen (5–10 W Standby), Set-Top-Boxen (10–20 W), Spielkonsolen mit Schnell-Start (Xbox: 15 W). Insgesamt: Ø-Haushalt zahlt 50–150 €/Jahr für Standby.
- Abschalten mit Steckerleisten automatisieren — Smarte Steckerleisten mit Zeitschaltuhr (15–30 €): schalten TV-Bereich oder Home-Office nachts automatisch aus. Mit Slave-Buchse (Master-Slave-Steckerleiste): wenn TV ausgeht, schalten alle anderen Geräte (Soundbar, Konsole, Receiver) automatisch mit ab. Smart Plugs mit App (Shelly, TP-Link Kasa: 10–20 €/Stk.): Fernsteuerung und Verbrauchsmessung. Amortisation: oft unter 4 Monaten.
- WLAN-Router Zeitplan einrichten — WLAN-Router nachts ausschalten kann 20–40 kWh/Jahr sparen (8–15 €). Lösung: Zeitschaltuhr an der Steckdose (8 €), oder im Router-Menü WLAN-Zeitplan einstellen (kostenlos, aber Router läuft weiter). Moderne AVM Fritz!Box: WLAN kann per Zeitplan deaktiviert werden, Router selbst verbraucht trotzdem Strom. Vollständig abschalten spart am meisten. Bei Smarthome oder Ring-Kamera: Zeitplan prüfen ob Verbindung unterbrochen werden darf.
Standby-Jahreskosten der 15 größten Standby-Verbraucher 2026
| Gerät | Standby-Leistung | Jahreskosten (20h/Tag) | Einsparmöglichkeit |
|---|---|---|---|
| WLAN-Router (24h Betrieb) | 8–15 W | 22–42 €/Jahr | Zeitschaltuhr nachts |
| Xbox Series X (Schnell-Start) | 15 W | 41 €/Jahr | Energiesparmodus aktivieren |
| Alte Mikrowelle | 5–10 W | 14–27 €/Jahr | Steckdose ausschalten |
| Set-Top-Box / Receiver | 10–20 W | 27–55 €/Jahr | Steckerleiste mit Schalter |
| Spielkonsole PS5 (Ruhe) | 1,5 W | 4 €/Jahr | Ausschalten statt Standby |
| Fernseher modern 55" | 0,3–0,5 W | 1–1,5 €/Jahr | Vernachlässigbar |
| Fernseher alt (vor 2015) | 5–10 W | 14–27 €/Jahr | Steckerleiste, Neukauf |
| Drucker (Netzwerkdrucker) | 5–8 W | 14–22 €/Jahr | Ausschalten wenn nicht nötig |
| Hi-Fi-Anlage / Soundbar | 3–8 W | 8–22 €/Jahr | Slave-Steckerleiste |
| DSL-Telefon / Basisstation | 2–5 W | 5–14 €/Jahr | Zeitschaltuhr nachts |
| Kaffeevollautomat (Standby) | 5–10 W | 14–27 €/Jahr | Abschalten nach Nutzung |
| Ladegeräte (leer, eingesteckt) | 0,1–1 W | 0,3–2,7 €/Jahr | Herausziehen nach Laden |
| Aquariumspumpe (24h) | 20–50 W | 55–138 €/Jahr | Nicht reduzierbar |
| NAS-Server (Heimnetz) | 10–30 W | 27–82 €/Jahr | Zeitplan Tiefschlaf |
| Smart-TV Box (Apple TV, Chromecast) | 2–5 W | 5–14 €/Jahr | Zeitschaltuhr |
Standby-Leistungen: Fraunhofer IEE Standby-Datenbank 2024, Herstellerangaben. Jahreskosten bei 20h Standby täglich und 37 ct/kWh. Router: oft 24h. Aquarium: grundsätzlich 24h, kaum einsparbar. Gesamt Ø-Haushalt Standby: 100–200 kWh/Jahr = 37–74 €/Jahr. Durch einfache Maßnahmen: auf 30–60 kWh reduzierbar.
Steckerleisten und Smart Plugs — Vergleich der Abschalt-Lösungen
| Lösung | Kosten | Einsparung/Jahr | Am besten für |
|---|---|---|---|
| Einfache Steckerleiste mit Schalter | 3–8 € | 10–30 €/Jahr | TV-Bereich manuell |
| Steckerleiste mit Zeitschaltuhr | 8–20 € | 15–40 €/Jahr | Router, TV nachts |
| Master-Slave-Steckerleiste | 15–30 € | 20–50 €/Jahr | TV + alle Peripheriegeräte |
| Smart Plug mit App (Shelly 1) | 10–15 € | 15–40 €/Jahr | Fernsteuerung + Messung |
| Smart Plug mit Zeitplan (TP-Link) | 15–25 € | 15–40 €/Jahr | Automatisierung + App |
| Smart Steckerleiste (4 Buchsen) | 25–40 € | 30–80 €/Jahr | Komplettes Home-Office |
Amortisation aller Lösungen: 1–6 Monate bei typischem Standby-Haushalt. Master-Slave: Hauptgerät (TV) bestimmt Stromfluss — geht TV aus, schalten alle Slave-Buchsen ab. Smart Plugs: Energiemessung zeigt echte Watt-Verbrauch. Shelly-Geräte: lokale Steuerung ohne Cloud möglich (Datenschutz). Keine Lösung für Geräte die 24h laufen müssen (Router bei Smart-Home, NAS, Sicherheitskameras).
Der Phantom-Verbrauch — und warum er dennoch klein bleibt
Standby-Kosten werden oft dramatisiert. Die Realität: Selbst bei 150 W Gesamtstandby (was sehr hoch wäre) für 8.760 Stunden/Jahr: 1.314 kWh × 37 ct = 486 €/Jahr — das ist real und sparen lohnt sich. Aber: Ein alter Kühlschrank allein verbraucht 300–400 kWh/Jahr, ein Wäschetrockner 400–500 kWh — beide übertreffen oft den Gesamtstandby-Verbrauch eines Haushalts. Priorität: große Verbraucher zuerst optimieren.
Die einfachste Faustregel: Alles was leuchtet oder einen Ventilator-Geräusch macht wenn nicht aktiv genutzt, verbraucht Strom. LEDs und Displays im Standby: oft vernachlässigbar (0,1–0,5 W). Echte Problemgeräte: alle mit Netzteil das immer-an ist (Router, NAS, alte Elektronikhardware), Geräte mit mechanischen Teilen im Standby (Receiver mit laufendem Festplatte), schlecht regulierte Ladegeräte aus Fernost (oft 0,5–2 W leer). Drei smarte Steckdosen mit Zeitschaltuhr lösen 80 % des vermeidbaren Standby-Verbrauchs.
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Häufige Fragen zu Standby-Kosten
Wie hoch sind die durchschnittlichen Standby-Kosten eines deutschen Haushalts?
Nach Fraunhofer IEE Studie 2024: Ø-Haushalt zahlt 70–120 €/Jahr für Standby-Verbrauch aller Geräte. Spanne: 30 € (sehr effizienter Haushalt) bis 300 € (viele alte Geräte, NAS, Gameserver, Aquarium). Wichtigste Verbraucher: Router (meist 24h an), Set-Top-Box, alte Spielkonsolen, Kaffeevollautomaten. Trend: neuere Geräte haben deutlich geringeren Standby (EU-Ökodesign-Verordnung: max. 0,5 W Standby für die meisten Geräte seit 2013).
Ist es schädlich, einen PC komplett vom Strom zu trennen?
Nein — ein PC kann bedenkenlos durch Steckerleiste komplett vom Strom getrennt werden wenn er nicht genutzt wird. Ausnahme: wenn automatische Updates oder Backups nachts ausgeführt werden sollen (dann Zeitschaltuhr statt dauerhaftes Trennen). Das BIOS-CMOS läuft auf einer internen Knopfzelle und behält Uhrzeit und Einstellungen auch ohne Netzstrom. SSD und Daten: keine Beeinträchtigung durch Stromtrennung. Tipp: PC-Netzteil auf Standby-Effizienz prüfen (80-PLUS-Zertifizierung) — mindere Netzteile verbrauchen auch im Standby mehr.
Warum verbraucht mein Router so viel Strom?
WLAN-Router laufen 24 Stunden, 365 Tage. Typischer Verbrauch: 8–15 W. Das ergibt 70–131 kWh/Jahr = 26–49 €/Jahr. Ursache: WLAN-Sender, Ethernet-Anschlüsse und CPU laufen permanent. Neuere Router (Wi-Fi 6, 2023+): effizienter (5–10 W). Fritz!Box 7590 AX: ca. 10–12 W. Günstigste Lösung: WLAN per Fritz!Box-Zeitplan nachts abschalten (spart 0 W Sendeleistung, CPU läuft aber weiter — ca. 5–8 W gespart). Komplettes Abschalten: Zeitschaltuhr an Steckdose (ca. 30–50 kWh/Jahr Ersparnis).
Lohnt sich ein Smart Plug nur für Standby-Abschaltung?
Ja, wenn der Standby-Verbrauch des Geräts über 3–4 W liegt. Smart Plug 15 € ÷ 37 ct/kWh: Break-Even bei ca. 40 kWh gesparter Energie. 5 W Standby × 6h abschalten täglich = 10,95 kWh/Jahr — Amortisation in 4 Jahren (knapp). 10 W Standby × 12h abschalten = 43,8 kWh/Jahr — Amortisation unter 1 Jahr. Zusatznutzen: Verbrauchsmessung zeigt echte Werte, Fernsteuerung per App, Zeitpläne. Für kleine Standby-Verbraucher unter 1 W: lohnt sich wirtschaftlich nicht.
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