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Gaskostenrechner 2026

Von  ·  Aktualisiert Juni 2026

Was kostet mich Gas pro Jahr? Jahresverbrauch und Gaspreis eingeben — Jahreskosten und Wechselpotenzial sofort.

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So funktioniert es
  1. Gasverbrauch in kWh oder m³ — Auf Ihrer Gasrechnung finden Sie den Verbrauch meist in m³ (Kubikmeter). Umrechnung: m³ × Brennwert (meist ~10 kWh/m³) = kWh. Den Brennwert finden Sie auf der Rechnung oder beim Gasversorger. Bei Unklarheit: m³-Wert × 10 als Näherung.
  2. Typischer Jahresverbrauch — Gut gedämmtes EFH 120 m²: 12.000–15.000 kWh/Jahr. Altbau EFH 120 m²: 18.000–25.000 kWh/Jahr. 3-Zimmer-Wohnung: 8.000–12.000 kWh/Jahr. Diese Werte gelten für reine Heizung + Warmwasser mit Gasheizung.
  3. Wechselpotenzial prüfen — Zwischen Grundversorgungstarif und günstigstem Anbieter können 2–4 ct/kWh Unterschied liegen. Bei 15.000 kWh: 300–600 €/Jahr Ersparnis. Preisvergleich auf Verivox oder Check24.

Gaspreis-Entwicklung 2018–2026

ZeitraumØ ArbeitspreisEreignisJahreskosten (15k kWh)
2018~5,5 ct/kWhNormales Preisniveau~825 €
2020~5,2 ct/kWhCOVID, Nachfragerückgang~780 €
Jan 2022~7,0 ct/kWhErste Preissteigerungen~1.050 €
Sep 2022~18,0 ct/kWhKrise-Höhepunkt Ukraine-Krieg~2.700 €
2023~12,0 ct/kWhGaspreisbremse, Normalisierung~1.800 €
2024~9,8 ct/kWhWeiterer Rückgang~1.470 €
Juni 2026~9,5 ct/kWhStabile Phase~1.425 €

Quellen: BDEW, Verivox Preisdaten. Preisangaben inkl. MwSt, Ø Haushaltskunden. Krisenhöhepunkt Sep 2022: Gaspreis mehr als dreimal so hoch wie 2020. Aktuell ca. 80 % Normalisierung.

Gasverbrauch nach Gebäudetyp und Dämmung

GebäudetypVerbrauch kWh/m²/J.Jahresverbrauch 120 m²Jahreskosten (9,5 ct)
Neubau (KfW 55)50–706.000–8.400 kWh~570–800 €
Modernisierter Altbau100–13012.000–15.600 kWh~1.140–1.482 €
Altbau unmodernisiert150–20018.000–24.000 kWh~1.710–2.280 €
Altbau schlecht gedämmt200–30024.000–36.000 kWh~2.280–3.420 €

Energiebedarf für Heizung und Warmwasser. Quelle: IWU Energiebilanz-Richtwerte. Gute Dämmung kann Gasverbrauch um bis zu 60 % senken — und macht Wärmepumpe wirtschaftlich attraktiver.

Gasheizung 2026: Pflichten und Perspektive

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) schreibt vor: Jede neu eingebaute Heizung muss zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Für bestehende Gasheizungen gilt ein Bestandsschutz — sie dürfen bis zum Lebensende weiterbetrieben werden. Reparaturen sind erlaubt. Nur bei Neubau oder vollständigem Heizungstausch gelten die neuen Anforderungen.

Was bedeutet das praktisch? Wer eine funktionierende Gasheizung hat, muss nichts tun. Wer in den nächsten 5–10 Jahren eine neue Heizung plant, sollte jetzt die Alternativen (Wärmepumpe, Pellets, Fernwärme) wirtschaftlich durchrechnen. Förderprogramme (BEG — Bundesförderung effiziente Gebäude) machen den Umstieg aktuell besonders attraktiv: bis zu 70 % Förderung für Wärmepumpen in Bestandsgebäuden.

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Häufige Fragen zum Gaskostenrechner

Wie lese ich meinen Gaszähler ab?

Gaszähler zeigen m³ an. Den aktuellen Zählerstand notieren, nach einem Jahr erneut ablesen — die Differenz ist der Jahresverbrauch in m³. Umrechnung in kWh: m³ × Brennwert (steht auf der Gasrechnung, meist 9,5–11,5 kWh/m³) = kWh. Oder direkt den Jahresverbrauch aus der letzten Jahresabrechnung entnehmen — dort steht er meistens.

Kann ich den Gasanbieter wechseln?

Ja — der Gasspeichermarkt ist liberalisiert. Sie können jeden zugelassenen Lieferanten wählen, der in Ihr Netzgebiet liefert. Der Netzbetreiber (Netz) ist unabhängig vom Lieferanten und bleibt der gleiche. Wechselportale (Verivox, Check24) zeigen alle verfügbaren Anbieter. Lieferwechsel: ca. 6 Wochen, der neue Anbieter kündigt beim alten. Keine Unterbrechung der Gasversorgung.

Lohnt sich eine Gastherme noch oder besser Wärmepumpe?

Kommt auf die Situation an. Neuinstallation heute: Wärmepumpe in gut gedämmtem Gebäude (Haus nach 2000 oder saniert) fast immer günstiger — niedrigere Betriebskosten, hohe Förderung. In schlecht gedämmten Altbauten: Wärmepumpe erst nach Dämmung wirtschaftlich. Bestehende Gastherme: Weiterbetrieb bis Lebensende sinnvoll, dann Alternativen kalkulieren. Gaspreise bleiben unsicher — politisches Risiko einplanen.

Was ist Biogas und lohnt sich ein Biogas-Tarif?

Biogas wird aus organischen Abfällen (Gülle, Bioabfall, Energiepflanzen) gewonnen und ins normale Erdgasnetz eingespeist. Ein Biogas-Tarif garantiert, dass dieselbe Menge Biogas ins Netz eingespeist wird wie Sie verbrauchen. Klimavorteil: 70–90 % weniger CO₂ als Erdgas. Kostennachteil: 1–3 ct/kWh teurer als konventionelles Erdgas. Bei 15.000 kWh/Jahr: 150–450 € Aufpreis. Sinnvoll wenn man CO₂-neutraler heizen will ohne auf Wärmepumpe umzurüsten.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Energie. Dort finden Sie weitere Rechner für Strom, Heizkosten und Photovoltaik.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Gaspreis: Richtwert ~9,5 ct/kWh (Haushalte, Verivox Ø Juni 2026 inkl. MwSt). Regionale Unterschiede und individuelle Tarife abweichend.