Heizkostenrechner 2026
Was kostet mich das Heizen pro Jahr und welche Heizungsart ist am günstigsten? Wohnfläche und Heizungstyp eingeben — vollständiger Kostenvergleich sofort.
Ihre Heizkosten
- Wirkungsgrad entscheidet mit — Eine moderne Gasbrennwerttherme hat einen Wirkungsgrad von ~95 %. Eine Wärmepumpe mit COP 3,5 nutzt 1 kWh Strom für 3,5 kWh Wärme — effektiv 350 % Wirkungsgrad. Die Wärmepumpe ist deshalb trotz höherem Strompreis oft günstiger als Gas in gut gedämmten Gebäuden.
- GEG 2024 beachten — Neue Heizungen ab 2024 müssen zu 65 % aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Gasheizungen erfüllen das nicht mehr allein. Ausnahmen: Bestandsgebäude dürfen vorhandene Gasheizungen bis zum Lebensende weiterbetreiben.
- Förderung einplanen — Der Wechsel zu Wärmepumpe, Pellets oder Fernwärme wird über das Bundesförderprogramm BEG mit bis zu 70 % der Investitionskosten gefördert. Das verändert die Wirtschaftlichkeitsrechnung erheblich.
Heizungsarten im Kostenvergleich 2026 (120 m², gut gedämmt, 9.600 kWh Heizbedarf)
| Heizungsart | Jahreskosten | CO₂ (kg/J.) | Investition Tausch |
|---|---|---|---|
| Gasheizung | ~1.450 € | ~1.920 kg | 8.000–15.000 € |
| Ölheizung | ~1.680 € | ~2.880 kg | 10.000–18.000 € |
| Wärmepumpe L/W | ~1.015 € | ~640 kg | 15.000–25.000 € |
| Pelletheizung | ~1.080 € | ~480 kg | 18.000–30.000 € |
| Fernwärme | ~1.440 € | Variiert | 2.000–8.000 € Anschluss |
| Direktstrom | ~3.552 € | ~640 kg | 2.000–5.000 € |
Wärmepumpe: COP 3,5, Jahresarbeitszahl (JAZ). Pellets: 7,5 ct/kWh, Wirkungsgrad 92 %. Fernwärme: 12 ct/kWh. Investitionskosten ohne Förderung. Mit BEG-Förderung (bis 70 %): Wärmepumpe Nettokosten ab ~4.500 €.
Heizenergiebedarf nach Gebäudezustand (kWh/m²/Jahr)
| Gebäudeklasse | kWh/m²/J. | 120 m² Haus | Energieausweis |
|---|---|---|---|
| Neubau KfW 55 | 40–55 | 4.800–6.600 kWh | Klasse A+ |
| Passivhaus | < 15 | < 1.800 kWh | Klasse A++ |
| Modernisiert, gut | 70–100 | 8.400–12.000 kWh | Klasse B–C |
| Teilsaniert | 120–150 | 14.400–18.000 kWh | Klasse D–E |
| Altbau unmodernisiert | 180–250 | 21.600–30.000 kWh | Klasse F–G |
| Sehr alter Altbau | > 250 | > 30.000 kWh | Klasse H |
Quelle: IWU Energiebilanz-Richtwerte, DIN 18599. Energieausweis-Klassen nach GEG 2024. Dämmung reduziert Heizbedarf um 30–60 % — macht Wärmepumpe in Altbauten erst wirtschaftlich.
Wann lohnt sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe?
Die Wärmepumpe ist im Betrieb günstiger als Gas, sobald das Verhältnis Strompreis/Gaspreis unter den COP der Anlage fällt. Formel: Wenn Strompreis ÷ Gaspreis < COP, ist die Wärmepumpe günstiger. 2026: 37 ct Strom ÷ 9,5 ct Gas = Faktor 3,9. Bei COP 3,5 (typisch Luft/Wasser): Wärmepumpe ist günstiger. Entscheidend: Hoher COP durch gute Gebäudedämmung und niedrige Vorlauftemperaturen (Fußbodenheizung ideal).
In unsanierten Altbauten mit Radiatoren (Vorlauftemperatur 70–80°) sinkt der COP auf 2–2,5 — dann ist Gas günstiger. Wer eine Wärmepumpe plant, sollte zuerst dämmen (Dach, Fassade, Fenster), dann umsteigen. Die BEG-Förderung (BAFA) fördert beides: Dämmung und Wärmepumpe. Mit 70 % Förderung auf eine 20.000-€-Wärmepumpe kostet sie den Eigentümer netto nur 6.000 €.
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Häufige Fragen zum Heizkostenrechner
Was kostet Heizen durchschnittlich in Deutschland?
Ein durchschnittlicher Haushalt in einem 120-m²-Haus gibt 2026 ca. 1.400–1.700 €/Jahr für Heizung und Warmwasser aus (Gasheizung, mittlerer Dämmstandard). Vor der Energiekrise 2022 waren es ca. 800–1.000 €. Heizkosten sind nach Kaltmiete und Strom der drittgrößte Haushaltsposten. Große Unterschiede je nach Dämmzustand: ein unsanierter Altbau kostet gut 2–3× mehr als ein Neubau.
Was ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe?
Die JAZ (Jahresarbeitszahl) ist das reale Jahres-Verhältnis von erzeugte Wärme zu verbrauchtem Strom — also der reale Jahres-COP über alle Witterungsbedingungen. Der COP ist der Momentanwert bei definierten Temperaturen (z. B. A2/W35 = 2°C Außen, 35°C Vorlauf). JAZ liegt typisch 10–20 % unter dem COP-Nennwert. Eine gute Luft-Wasser-Wärmepumpe hat eine JAZ von 3,0–3,5 in Bestandsgebäuden, 3,5–4,5 in Neubauten mit Fußbodenheizung.
Kann ich meine Heizkosten in der Steuererklärung absetzen?
Für selbst genutzte Immobilien: Nein. Heizkosten sind private Lebenshaltungskosten. Ausnahmen: Wenn Sie als Vermieter Heizkosten tragen (nicht auf Mieter umgelegt), können diese als Werbungskosten abgesetzt werden. Für Mieter: Die Heizkosten in der Nebenkostenabrechnung sind bereits in der gezahlten Warmmiete enthalten — nicht separat absetzbar. Handwerkerleistungen für Heizungswartung und -reparatur können über haushaltsnahe Handwerkerleistungen (§ 35a EStG) zu 20 % steuerlich angerechnet werden.
Wie kann ich Heizkosten ohne Investition senken?
Sofortmaßnahmen ohne Kosten: Heizkörper-Thermostate richtig einstellen (nachts und tagsüber bei Abwesenheit auf 2–3 reduzieren = 1 Stufe = 1°C = ca. 6 % Ersparnis). Hydraulischen Abgleich prüfen (kostenlos vom Versorger oft). Nicht lüften mit permanent gekippten Fenstern — lieber 5 Minuten Stoßlüften 3× täglich. Heizkörper entstauben und Möbel nicht davor stellen. Richtige Raumtemperatur: Wohnzimmer 20°C, Schlafzimmer 17°C, Bad 22°C. Gesamt: 10–20 % Einsparung möglich.
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