Fernwärme-Rechner: Arbeitspreis, Leistungspreis und Abschlag
Übernehmen Sie alle Komponenten aus demselben lokalen Preisblatt. Arbeitspreis, Grund- oder Leistungspreis, Messung, Service, Steuerbasis und Abschläge bleiben getrennt nachvollziehbar.
Berechnen Sie ein Preisblatt oder vergleichen Sie zwei Tarife mit identischem Verbrauch und derselben Preisbasis.
Jahresverbrauch, auf den alle Preisbestandteile und beide Vergleichstarife angewendet werden.
Wählen Sie die Einheit genau so, wie sie im Preisblatt angegeben ist; der Rechner normalisiert sie auf Euro je kWh.
Variabler Arbeitspreis von Tarif A in der ausgewählten Einheit.
Geben Sie an, ob der feste Anteil jährlich, monatlich, leistungsabhängig oder gemischt berechnet wird.
Grundpreis von Tarif A auf der durch den Basismodus festgelegten Zeitbasis.
Jährlicher Preis je Kilowatt Anschlussleistung laut Preisblatt.
Vertraglich angesetzte Anschlussleistung; der Rechner dimensioniert sie nicht technisch.
Anzahl der Vorauszahlungen, auf die die berechneten Jahreskosten verteilt werden.
Variabler Arbeitspreis von Tarif B in derselben Einheit wie Tarif A.
Zeit- oder Leistungsbasis des festen Preisbestandteils von Tarif B.
Grundpreis von Tarif B auf der gewählten Basis.
Jährlicher Leistungspreis von Tarif B je Kilowatt Anschlussleistung.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle5 Bereiche
Tarif A – Steuerbasis 2 Felder
Kennzeichnet, ob die eingegebenen Preisbestandteile bereits Umsatzsteuer enthalten.
Umsatzsteuersatz, der nur bei Nettoangaben auf die Tarifkomponenten angewendet wird.
Tarif A – weitere Kosten 2 Felder
Jährlicher Mess- oder Zählerpreis, sofern er nicht bereits im Grundpreis enthalten ist.
Weitere jährliche Service- oder Abrechnungskosten aus demselben Preisblatt.
Dokumentation 2 Felder
Name, Versionsstand oder Gültigkeitsdatum des Preisblatts von Tarif A.
Name, Versionsstand oder Gültigkeitsdatum des Preisblatts von Tarif B.
Abschlag und Saldo 1 Feld
Summe der bereits gezahlten Abschläge; sie verändert nur den erwarteten Saldo, nicht die Jahreskosten.
Tarif B – weitere Kosten 2 Felder
Jährlicher Mess- oder Zählerpreis von Tarif B.
Weitere jährliche Service- oder Abrechnungskosten von Tarif B.
Preisblatt, Jahreskosten und Abschlag
- Ein lokales Preisblatt verwenden — Arbeitspreis, Grund- oder Leistungspreis, Messung, Service und Steuerbasis müssen aus demselben Tarif und Zeitraum stammen.
- Preis-Einheit korrekt wählen — ct/kWh, €/kWh und €/MWh werden zuerst auf €/kWh normalisiert.
- Tarife nur gleichartig vergleichen — Tarif A und B verwenden denselben Verbrauch, dieselbe Anschlussleistung und dieselbe Netto-/Bruttobasis.
Wie werden Fernwärmekosten berechnet?
Die Jahreskosten bestehen aus Verbrauch × normalisiertem Arbeitspreis sowie Grund-, Leistungs-, Mess- und Servicekosten. Nettoangaben werden mit dem eingegebenen Umsatzsteuersatz auf dieselbe Bruttobasis gebracht. Ein Tarifvergleich ist nur aussagekräftig, wenn Verbrauch, Anschlussleistung und Preisbasis identisch sind.
Ein günstiger Arbeitspreis kann durch hohe feste oder leistungsabhängige Kosten überkompensiert werden.
Komponenten des Fernwärmepreises
Die Preisblattpositionen werden nicht zu einer undurchsichtigen Pauschale verschmolzen.
Vollbenutzungsstunden = Jahresverbrauch ÷ Anschlussleistung; das ist eine Kennzahl, keine automatische Neuauslegung der Anlage.
Vom Preisblatt zum Gesamtpreis
Tarifgrenzen und weitere Heizkosten
Messbasis und Maßnahmen bleiben im Energiesparpotenzial-Rechner getrennt. Einen reinen Stromheizpfad bildet der Elektroheizung-Kostenrechner ab; CO₂-Szenarien gehören in den CO₂-Einspar-Rechner.
Die eingegebene Anschlussleistung wird nicht technisch optimiert. Der Rechner bewertet außerdem keine Preisgleitklausel und keine mietrechtliche Umlage.
Kontrollbeispiel für Preisblatt A
| Komponente | Jahreswert | Einordnung |
|---|---|---|
| Arbeit | 1.950,00 € | 15.000 kWh × 13 ct/kWh |
| Fixkosten | 480,00 € | Grund-/Messkomponenten |
| Gesamt | 2.430,00 € | 202,50 € bei 12 Abschlägen |
| Effektiv | 16,20 ct/kWh | Gesamtkosten durch Verbrauch |
Jahresverbrauch und Preisblatt vollständig abbilden
Das eingefrorene Beispiel verwendet 15.000 kWh, einen Brutto-Arbeitspreis von 13 Cent je kWh und 480 Euro jährliche Fixkosten. Daraus entstehen 2.430 Euro Jahreskosten. Für einen Vergleich mit Gas, Wärmepumpe, Pellets oder anderen Heizsystemen verwenden Sie den Heizungsvergleich-Rechner. Der Fernwärme-Rechner bewertet ausschließlich das eingegebene Preisblatt und den zugehörigen Verbrauch. Abschläge sind Vorauszahlungen; sie ändern weder Verbrauch noch Tarifkosten. Der effektive Preis je kWh verteilt alle eingegebenen Arbeits- und Fixkosten auf denselben Jahresverbrauch.
Arbeitspreis, Grundpreis, Leistungspreis, Messung, Anschluss, Service und Steuern müssen aus demselben Preisblatt und Abrechnungszeitraum stammen. Monatliche und jährliche Basen sind vor dem Addieren zu vereinheitlichen. Eine Änderung im laufenden Jahr benötigt getrennte Segmente mit passenden Zählerständen oder einer ausdrücklich begründeten Verbrauchsaufteilung; eine reine Zeitquote kann saisonale Wärme falsch verteilen.
Vollbenutzungsstunden entstehen aus Jahresverbrauch geteilt durch Anschlussleistung und dienen nur als Kennzahl. Sie dimensionieren weder Anschluss noch Gebäude. Für Vergleiche speichern Sie Preisblattname, Stand, Steuerbasis, Verbrauch, Leistung und jede Kostenkomponente gemeinsam. Der Rechner prüft keine Preisanpassungsklausel, Umlagefähigkeit oder Rechnung rechtlich.
Szenarien und Plausibilitätskontrolle
Für eine Niedrig-, Basis- und Hochbetrachtung sollte jeweils nur eine klar bezeichnete Annahme geändert werden, etwa Verbrauch oder Arbeitspreis. Fixkosten bleiben gleich, solange dasselbe Preisblatt gilt. Werden mehrere Größen gleichzeitig verändert, lässt sich der Treiber der Differenz nicht mehr eindeutig erkennen. Die Szenarien sind keine Tarif- oder Verbrauchsprognose.
Eine Rückprobe multipliziert den ungerundeten Jahresverbrauch mit dem Arbeitspreis, vereinheitlicht alle Fixkosten auf ein Jahr und addiert erst danach. Netto- und Bruttopreise dürfen nur nach offengelegter Umsatzsteuerbasis verglichen werden. Teilen Sie die Gesamtkosten durch dieselben kWh, um den effektiven Preis zu prüfen, und bewahren Sie Rechnung oder Preisblatt zusammen mit der Kalkulation auf.
Ergebnis weiterverwenden
Übertragen Sie in eine weitere Planung nicht nur den Jahresbetrag, sondern auch Verbrauch, effektiven Preis, Fixkostenanteil und Preisblattstand. Ein niedrigerer Gesamtbetrag kann aus weniger Verbrauch oder einem anderen Tarifaufbau entstehen. Für Maßnahmenvergleiche bleibt die gemessene Ausgangsperiode getrennt von einem frei gewählten Zukunftsszenario. Technische Verluste, Gebäudewärmebedarf und Emissionen sind keine Bestandteile dieser reinen Preisblattrechnung und benötigen jeweils einen eigenen dokumentierten Rechenweg.
Dokumentationshinweis
Bewahren Sie alle Preisblattannahmen zusammen mit dem exportierten Ergebnis dauerhaft auf.
Kann ich einen Preiswechsel im laufenden Jahr rechnen?
Nur als getrennte Segmente mit passenden Zählerständen oder belastbarer Verbrauchsaufteilung. Ein bloßer Zeitanteil kann bei saisonalem Wärmeverbrauch irreführen.
Was sind Vollbenutzungsstunden?
Jahresverbrauch geteilt durch Anschlussleistung. Die Kennzahl beschreibt die Nutzung, ersetzt aber keine technische Dimensionierung.
Prüft der Rechner meine Fernwärmerechnung rechtlich?
Nein. Er prüft nur die eingegebene Arithmetik und keine Klauseln, Fristen oder Umlagefähigkeit.
Quellen und Grundlagen
Die AVBFernwärmeV regelt allgemeine Bedingungen der Fernwärmeversorgung. Der Rechner bildet Preisbestandteile arithmetisch ab und prüft keine Vertrags- oder Preisanpassungsklausel.
AVBFernwärmeVDie FFVAV regelt Verbrauchserfassung und Abrechnungsinformationen bei Fernwärme und Fernkälte; sie liefert keine lokalen Tarifpreise.
FFVAVDie Verbraucherzentrale erläutert die Abschlagsberechnung aus aktuellem Brutto-Arbeits- und Grundpreis sowie dem erwarteten Jahresverbrauch.
Verbraucherzentrale: passender Energieabschlag