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Heizkostenrechner 2026

Von  ·  Aktualisiert Juni 2026

Was kostet mich das Heizen pro Jahr und welche Heizungsart ist am günstigsten? Wohnfläche und Heizungstyp eingeben — vollständiger Kostenvergleich sofort.

Ihre Heizkosten

Jahresheizkosten
Energiebedarf Heizung+Warmwasser (kWh/Jahr)
Nutzenergiebedarf (nach Wirkungsgrad)
CO₂-Emissionen (kg/Jahr)
Mögliche Ersparnis mit Wärmepumpe
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So funktioniert es
  1. Wirkungsgrad entscheidet mit — Eine moderne Gasbrennwerttherme hat einen Wirkungsgrad von ~95 %. Eine Wärmepumpe mit COP 3,5 nutzt 1 kWh Strom für 3,5 kWh Wärme — effektiv 350 % Wirkungsgrad. Die Wärmepumpe ist deshalb trotz höherem Strompreis oft günstiger als Gas in gut gedämmten Gebäuden.
  2. GEG 2024 beachten — Neue Heizungen ab 2024 müssen zu 65 % aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Gasheizungen erfüllen das nicht mehr allein. Ausnahmen: Bestandsgebäude dürfen vorhandene Gasheizungen bis zum Lebensende weiterbetreiben.
  3. Förderung einplanen — Der Wechsel zu Wärmepumpe, Pellets oder Fernwärme wird über das Bundesförderprogramm BEG mit bis zu 70 % der Investitionskosten gefördert. Das verändert die Wirtschaftlichkeitsrechnung erheblich.

Heizungsarten im Kostenvergleich 2026 (120 m², gut gedämmt, 9.600 kWh Heizbedarf)

HeizungsartJahreskostenCO₂ (kg/J.)Investition Tausch
Gasheizung~1.450 €~1.920 kg8.000–15.000 €
Ölheizung~1.680 €~2.880 kg10.000–18.000 €
Wärmepumpe L/W~1.015 €~640 kg15.000–25.000 €
Pelletheizung~1.080 €~480 kg18.000–30.000 €
Fernwärme~1.440 €Variiert2.000–8.000 € Anschluss
Direktstrom~3.552 €~640 kg2.000–5.000 €

Wärmepumpe: COP 3,5, Jahresarbeitszahl (JAZ). Pellets: 7,5 ct/kWh, Wirkungsgrad 92 %. Fernwärme: 12 ct/kWh. Investitionskosten ohne Förderung. Mit BEG-Förderung (bis 70 %): Wärmepumpe Nettokosten ab ~4.500 €.

Heizenergiebedarf nach Gebäudezustand (kWh/m²/Jahr)

GebäudeklassekWh/m²/J.120 m² HausEnergieausweis
Neubau KfW 5540–554.800–6.600 kWhKlasse A+
Passivhaus< 15< 1.800 kWhKlasse A++
Modernisiert, gut70–1008.400–12.000 kWhKlasse B–C
Teilsaniert120–15014.400–18.000 kWhKlasse D–E
Altbau unmodernisiert180–25021.600–30.000 kWhKlasse F–G
Sehr alter Altbau> 250> 30.000 kWhKlasse H

Quelle: IWU Energiebilanz-Richtwerte, DIN 18599. Energieausweis-Klassen nach GEG 2024. Dämmung reduziert Heizbedarf um 30–60 % — macht Wärmepumpe in Altbauten erst wirtschaftlich.

Wann lohnt sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe ist im Betrieb günstiger als Gas, sobald das Verhältnis Strompreis/Gaspreis unter den COP der Anlage fällt. Formel: Wenn Strompreis ÷ Gaspreis < COP, ist die Wärmepumpe günstiger. 2026: 37 ct Strom ÷ 9,5 ct Gas = Faktor 3,9. Bei COP 3,5 (typisch Luft/Wasser): Wärmepumpe ist günstiger. Entscheidend: Hoher COP durch gute Gebäudedämmung und niedrige Vorlauftemperaturen (Fußbodenheizung ideal).

In unsanierten Altbauten mit Radiatoren (Vorlauftemperatur 70–80°) sinkt der COP auf 2–2,5 — dann ist Gas günstiger. Wer eine Wärmepumpe plant, sollte zuerst dämmen (Dach, Fassade, Fenster), dann umsteigen. Die BEG-Förderung (BAFA) fördert beides: Dämmung und Wärmepumpe. Mit 70 % Förderung auf eine 20.000-€-Wärmepumpe kostet sie den Eigentümer netto nur 6.000 €.

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Häufige Fragen zum Heizkostenrechner

Was kostet Heizen durchschnittlich in Deutschland?

Ein durchschnittlicher Haushalt in einem 120-m²-Haus gibt 2026 ca. 1.400–1.700 €/Jahr für Heizung und Warmwasser aus (Gasheizung, mittlerer Dämmstandard). Vor der Energiekrise 2022 waren es ca. 800–1.000 €. Heizkosten sind nach Kaltmiete und Strom der drittgrößte Haushaltsposten. Große Unterschiede je nach Dämmzustand: ein unsanierter Altbau kostet gut 2–3× mehr als ein Neubau.

Was ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe?

Die JAZ (Jahresarbeitszahl) ist das reale Jahres-Verhältnis von erzeugte Wärme zu verbrauchtem Strom — also der reale Jahres-COP über alle Witterungsbedingungen. Der COP ist der Momentanwert bei definierten Temperaturen (z. B. A2/W35 = 2°C Außen, 35°C Vorlauf). JAZ liegt typisch 10–20 % unter dem COP-Nennwert. Eine gute Luft-Wasser-Wärmepumpe hat eine JAZ von 3,0–3,5 in Bestandsgebäuden, 3,5–4,5 in Neubauten mit Fußbodenheizung.

Kann ich meine Heizkosten in der Steuererklärung absetzen?

Für selbst genutzte Immobilien: Nein. Heizkosten sind private Lebenshaltungskosten. Ausnahmen: Wenn Sie als Vermieter Heizkosten tragen (nicht auf Mieter umgelegt), können diese als Werbungskosten abgesetzt werden. Für Mieter: Die Heizkosten in der Nebenkostenabrechnung sind bereits in der gezahlten Warmmiete enthalten — nicht separat absetzbar. Handwerkerleistungen für Heizungswartung und -reparatur können über haushaltsnahe Handwerkerleistungen (§ 35a EStG) zu 20 % steuerlich angerechnet werden.

Wie kann ich Heizkosten ohne Investition senken?

Sofortmaßnahmen ohne Kosten: Heizkörper-Thermostate richtig einstellen (nachts und tagsüber bei Abwesenheit auf 2–3 reduzieren = 1 Stufe = 1°C = ca. 6 % Ersparnis). Hydraulischen Abgleich prüfen (kostenlos vom Versorger oft). Nicht lüften mit permanent gekippten Fenstern — lieber 5 Minuten Stoßlüften 3× täglich. Heizkörper entstauben und Möbel nicht davor stellen. Richtige Raumtemperatur: Wohnzimmer 20°C, Schlafzimmer 17°C, Bad 22°C. Gesamt: 10–20 % Einsparung möglich.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Energie. Dort finden Sie weitere Rechner für Gas, Strom, Photovoltaik und CO₂.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Energiepreise 2026: Gas ~9,5 ct/kWh, Heizöl ~1,05 €/L, Strom ~37 ct/kWh, Pellets ~7,5 ct/kWh, Fernwärme ~12 ct/kWh. COP Wärmepumpe Ø 3,5. Richtwerte — individuelle Verhältnisse abweichend.