Heizungsvergleich-Rechner: Betriebskosten und Lebenszyklus
Vergleichen Sie zwei Heizsysteme auf derselben Nutzwärmebasis. Energiepreis, Effizienz, laufende Kosten und Lebenszyklusannahmen bleiben für System A und B getrennt sichtbar.
Wählen Sie nur jährliche Betriebskosten oder den erweiterten Lebenszyklus mit Investition und Barwert.
Jährliche Nutzwärme für Raumheizung, die beide Systeme in gleicher Höhe bereitstellen müssen.
Jährliche Nutzwärme für Warmwasser; für beide Systeme identisch abgrenzen.
Jahreskennzahl von System A: bei Brennstoffsystemen als Dezimalwert, bei Wärmepumpen als Jahresarbeitszahl.
Preis je bezogener kWh Endenergie für System A auf dokumentierter Brutto- oder Nettobasis.
Jahreskennzahl von System B auf derselben Nutzwärme- und Zeitbasis wie System A.
Preis je bezogener kWh Endenergie für System B auf derselben Preisbasis wie System A.
Anzahl der Jahre, über die Investition, laufende Kosten, Ersatz und Restwert verglichen werden.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle5 Bereiche
System A – Betrieb 6 Felder
Nur „Ja“ wählen, wenn alle für die gewählte Vergleichsebene relevanten Kosten von System A enthalten sind.
Jährliche tarif- oder vertragsbedingte Fixkosten von System A.
Regelmäßig erwartete jährliche Wartungskosten von System A.
Jährliche Kosten für Inspektion, Schornsteinfeger oder vergleichbare Prüfungen von System A.
Weitere wiederkehrende Kosten von System A, die noch nicht separat erfasst sind.
Eigener dokumentierter Faktor in kg je kWh mit derselben Systemgrenze wie bei System B.
System A – Investition 6 Felder
Bruttoinvestition von System A einschließlich der in beiden Angeboten gleich abgegrenzten Nebenarbeiten.
Nur bestätigten Zuschuss eintragen; der Rechner prüft keine Förderfähigkeit.
Jährliche prozentuale Änderung der laufenden Kosten als Szenarioannahme.
Jahr innerhalb des Analysezeitraums, in dem Ersatzkosten angesetzt werden; 0 deaktiviert den Ersatz.
Einmalige Ersatzkosten von System A im angegebenen Ersatzjahr.
Geschätzter positiver Restwert von System A am Ende des Analysezeitraums.
System B – Betrieb 6 Felder
Nur „Ja“ wählen, wenn alle für die gewählte Vergleichsebene relevanten Kosten von System B enthalten sind.
Jährliche tarif- oder vertragsbedingte Fixkosten von System B.
Regelmäßig erwartete jährliche Wartungskosten von System B.
Jährliche Kosten für Inspektion, Schornsteinfeger oder vergleichbare Prüfungen von System B.
Weitere wiederkehrende Kosten von System B, die noch nicht separat erfasst sind.
Eigener dokumentierter Faktor in kg je kWh mit derselben Systemgrenze wie bei System A.
System B – Investition 6 Felder
Bruttoinvestition von System B mit demselben Leistungsumfang wie System A.
Nur bestätigten Zuschuss eintragen; eine mögliche Förderung ist keine automatische Zusage.
Jährliche prozentuale Änderung der laufenden Kosten als Szenarioannahme.
Jahr innerhalb des Analysezeitraums, in dem Ersatzkosten angesetzt werden; 0 deaktiviert den Ersatz.
Einmalige Ersatzkosten von System B im angegebenen Ersatzjahr.
Geschätzter positiver Restwert von System B am Ende des Analysezeitraums.
Vergleichsannahmen 2 Felder
Diskontsatz zur Umrechnung künftiger Zahlungen auf einen heutigen Barwert.
Datum oder Stand der Angebote, Tarife, Förderbestätigung und sonstigen Annahmen.
Ergebnis, Rechenweg und Aussagegrenze
- Gleiche Nutzwärme verwenden — Beide Systeme müssen dieselbe Raum- und Warmwasserwärme liefern.
- Alle wiederkehrenden Kosten erfassen — Arbeitspreis, Fixpreis, Wartung, Inspektion und weitere Kosten bleiben separat.
- Lebenszyklus vollständig machen — Investition, bestätigte Förderung, Analysezeitraum, Diskontsatz, Ersatz und Restwert sind Szenarioannahmen.
Wie lassen sich Heizsysteme fair vergleichen?
Der Rechner setzt beide Systeme auf dieselbe jährliche Nutzwärme. Daraus entstehen über Wirkungsgrad oder JAZ die jeweiligen Energiemengen, die mit Ihren Tarifen und laufenden Kosten bewertet werden. Im Lebenszyklusmodus kommen Investition, bestätigte Förderung, Kostenänderungen, Ersatz, Restwert und Diskontierung hinzu.
So wird eine simple Brennstoffpreis-Rangliste vermieden.
Betriebskosten und Barwert
Die Berechnung verwendet nur eingegebene Annahmen.
Eine einfache Amortisation erscheint nur bei positiven Einsparungen und positiver Mehrinvestition.
Gemeinsame Systemgrenze
Kontrollbeispiel zweier Heizsysteme
| Schritt | Wert | Kontrolle |
|---|---|---|
| Nutzwärme | 18.000 kWh/Jahr | Für beide Systeme gleich |
| System A | 2.600,00 €/Jahr | 90 % Nutzung, 11 ct/kWh plus Fixkosten |
| System B | 1.842,86 €/Jahr | JAZ 3,5, 30 ct/kWh plus Fixkosten |
| Betriebsdifferenz | 757,14 €/Jahr | Noch ohne Investitionsvergleich |
Vergleichsgrenze vor dem Kostenvergleich festlegen
Das Kontrollbeispiel hält die Nutzwärme mit 18.000 kWh pro Jahr für beide Systeme konstant. System A benötigt bei 90 Prozent Jahresnutzungsgrad 20.000 kWh Endenergie und kostet mit Arbeitspreis und laufenden Fixkosten 2.600 Euro pro Jahr. System B benötigt bei einer Jahresarbeitszahl von 3,5 rund 5.143 kWh Strom und kostet 1.842,86 Euro. Die Differenz von 757,14 Euro ist zunächst nur eine Betriebskostendifferenz unter den eingegebenen Annahmen.
Ein fairer Vergleich beginnt nicht bei Brennstoff- oder Strommengen, sondern bei derselben bereitgestellten Nutzwärme. Raumheizung und Warmwasser müssen auf beiden Seiten gleich abgegrenzt sein. Jahresnutzungsgrad und Jahresarbeitszahl sind Systemkennzahlen; Nennwirkungsgrad, Kesselwirkungsgrad oder Geräte-COP dürfen sie nicht stillschweigend ersetzen. Auch Wartung, Inspektion, sonstige laufende Kosten und Fixpreise werden symmetrisch erfasst.
Der Lebenszykluspfad ergänzt Investition, bestätigte Förderung, Analysejahre, Diskontsatz, Preissteigerung, Ersatzinvestition und Restwert. Jede dieser Größen ist ein Szenario. Nominale Summen und Barwerte beantworten unterschiedliche Fragen und dürfen nicht ohne Kennzeichnung verglichen werden. Eine niedrigere Modellkostensumme ist weder technische Empfehlung noch Garantie, weil Gebäudezustand, Auslegung, Verfügbarkeit, Komfort und Vertragsrisiken außerhalb der reinen Arithmetik liegen.
Brennstoffkosten und Jahresbilanz vertiefen
Für die Bestellung, Bestandsbilanz oder Reichweite eines Ölsystems steht der Heizölkostenrechner bereit. Eine vollständige Jahreskostenbilanz mit weiteren Kostenarten kann im Heizkostenrechner fortgeführt werden. Übertragen Sie dabei Nutzwärmegrenze, Verbrauchsperiode, Preise und laufende Kosten gemeinsam, damit aus einer Systemdifferenz keine unzulässige Mischung verschiedener Jahre oder Leistungsumfänge entsteht.
Szenarien nachvollziehbar prüfen
Eine Sensitivitätsanalyse verändert pro Durchlauf möglichst nur eine Annahme: Energiepreis, Systemleistung, Investition oder Analysehorizont. So bleibt erkennbar, wodurch sich die Rangfolge ändert. Bei gleichzeitiger Änderung mehrerer Größen ist das Resultat ein kombiniertes Szenario. Der Rechner verwendet keine automatisch erwarteten Energiepreise und keine pauschale Lebensdauer; alle zukunftsbezogenen Werte müssen benannt und datiert werden.
Förderbeträge werden nur berücksichtigt, wenn sie bestätigt oder ausdrücklich als Szenario eingegeben sind. Der Rechner entscheidet weder Förderfähigkeit noch Antragsreihenfolge. Emissionsvergleiche bleiben ohne passende, gleich abgegrenzte Faktoren deaktiviert. Für die Dokumentation gehören Angebote, Systemgrenzen, Nutzwärmegrundlage, Preisstände, Wartungsannahmen, Analysezeitraum und Diskontsatz zusammen. Erst diese Unterlagen ermöglichen später eine belastbare Rückprobe.
Plausibilitätskontrolle des Systemvergleichs
Kontrollieren Sie vor der Entscheidung, ob beide Systeme dieselbe Nutzwärme, denselben Zeitraum und einen vergleichbaren Kostenumfang abdecken. Investitionsangebote sollten entweder beide Nebenarbeiten enthalten oder beide ausschließen. Laufende Preise und Leistungsvorgaben brauchen einen dokumentierten Stand. Wenn sich die Rangfolge schon bei kleinen Änderungen einer Annahme dreht, ist das Ergebnis sensitiv und sollte als Bandbreite statt als eindeutiger Sieger dargestellt werden.
Warum gibt es keinen automatischen Sieger?
Fehlende Investitions-, Wartungs- oder Machbarkeitsdaten können die Rangfolge ändern. Bei als unvollständig markierten Systemen wird deshalb kein Gewinner ausgegeben.
Was sind äquivalente Jahreskosten?
Sie verteilen den Barwert des gesamten Szenarios mit dem Annuitätenfaktor auf vergleichbare Jahresbeträge.
Ist die Förderung automatisch rechtssicher?
Nein. Der Vergleich zieht nur einen von Ihnen bestätigten Zuschuss ab; die Förderfähigkeit wird nicht entschieden.
Quellen und Grundlagen
Die aktuelle Bundesförderung für effiziente Gebäude dient nur zur Prüfung einer bereits bestätigten Förderannahme. Der Rechner entscheidet weder Förderfähigkeit noch Antragszeitpunkt oder Förderhöhe.
Bundesministerium: BEG HeizungsförderungVDI 2067 Blatt 1 beschreibt Grundlagen der Wirtschaftlichkeits- und Kostenberechnung gebäudetechnischer Anlagen. Der Rechner bildet davon einen transparenten, nutzergefüllten Vergleich ab.
VDI 2067 Blatt 1