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Heizungsvergleich-Rechner 2026

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Welche Heizung ist für mein Haus am günstigsten? Heizenergiebedarf und Gebäudetyp eingeben — vollständige Matrix aller Heizungsarten mit Kosten und CO₂ sofort.

kWh/Jahr

Ihr Heizungsvergleich

Günstigste Option (Jahresbetriebskosten)
Jahreskosten Gasheizung (Ø 9,5 ct/kWh)
Jahreskosten Wärmepumpe (JAZ 3,5, 37 ct)
Jahreskosten Pelletheizung (Ø 6,5 ct/kWh)
CO₂-Ersparnis WP vs. Gas (kg/Jahr)
Was bedeutet das?
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So wird der Rechner verwendet
  1. Jahresheizenergiebedarf ermitteln — Den Wert finden Sie in der Heizkostenabrechnung: Verbrauch in kWh oder m³ Gas (1 m³ Erdgas ≈ 10 kWh) × Heizwert. Alternativ: Energieausweis des Gebäudes (Endenergiebedarf in kWh/(m²·a) × Wohnfläche). Oder: Schornsteinfegerprotokoll mit Jahresgasverbrauch. Typische Werte: Gut gedämmtes EFH 120 m²: 8.000–12.000 kWh/Jahr. Unsanierter Altbau 120 m²: 20.000–35.000 kWh/Jahr.
  2. JAZ der Wärmepumpe realistisch einschätzen — Die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe hängt stark von der Gebäudedämmung ab: Gut gedämmt (Fußbodenheizung, Vorlauf 35°C): JAZ 3,8–4,5. Teilsaniert (Heizkörper, Vorlauf 50°C): JAZ 2,8–3,5. Unsaniert (Vorlauf 65°C): JAZ 2,0–2,8. Unter JAZ 2,5 ist Gas-Brennwert preislich günstiger (bei 37 ct Strom vs. 9,5 ct Gas).
  3. Investitionskosten in Gesamtrechnung einbeziehen — Betriebskosten allein entscheiden nicht — die Investitionskosten pro Jahr (Annuität) müssen dazugerechnet werden. Gasheizung: 8.000–14.000 € Investition, Lebensdauer 20 Jahre = ca. 500–700 €/Jahr Kapitalkosten. Wärmepumpe: 15.000–25.000 € nach BEG-Förderung, 20 Jahre = 750–1.250 €/Jahr. Pellets: 18.000–28.000 €, 20 Jahre = 900–1.400 €/Jahr.

Vollständige Heizungsarten-Matrix 2026 — Jahreskosten, CO₂, Investition

HeizungsartJahreskosten (15 MWh)CO₂/JahrInvestition
Gas-Brennwert~1.425–1.650 €~3.015 kg CO₂8.000–14.000 €
Heizöl (leicht)~1.800–2.250 €~3.990 kg CO₂8.000–15.000 €
Wärmepumpe (JAZ 3,5)~1.586 €~1.629 kg CO₂15.000–25.000 € (nach BEG)
Wärmepumpe (JAZ 4,0)~1.388 €~1.425 kg CO₂15.000–25.000 € (nach BEG)
Pelletheizung~975 €~375 kg CO₂18.000–28.000 €
Fernwärme (Ø D)~1.350–1.950 €stark regional0 € (Anschluss: 3.000–8.000 €)
Elektro-Direktheizung~5.550 €~5.700 kg CO₂2.000–5.000 € (günstigste Invest.)
BHKW (Mikro-KWK)~800–1.200 €~1.500 kg CO₂15.000–30.000 €
Solarthermie + Gas~1.000–1.350 €~2.010 kg CO₂12.000–22.000 €
Fernwärme Ökostrom~1.200–1.600 €< 100 kg CO₂Anschlussgebühr

Basis: 15.000 kWh Heizenergiebedarf/Jahr (EFH 120 m², mittlerer Zustand). Gas: Ø 9,5 ct/kWh, η = 98 %. Öl: Ø 12 ct/kWh, η = 95 %. WP: 37 ct Strom, JAZ 3,5 bzw. 4,0. Pellets: 6,5 ct/kWh. Strom-Direktheizung: 37 ct, η = 100 %. CO₂-Faktoren: UBA 2025. Wärmepumpe-Investition nach BEG-Förderung (30–55 %). Quelle: BDEW, BWP, BAFA 2026.

Welche Heizung für welches Gebäude? — Entscheidungshilfe

GebäudetypEmpfohlene HeizungNicht geeignetHinweis
Neubau (EH 40/55)Wärmepumpe (Pflicht GEG)Gas-NeuanschlussFußbodenheizung ideal für WP
Gut gedämmter AltbauWärmepumpe oder PelletsElektro-DirektJAZ > 3,5 erreichbar
Teilsanierter AltbauPellets oder WP (mit HK-Tausch)Elektro-DirektHK-Größe prüfen
Unsanierter AltbauPellets oder FernwärmeWärmepumpe (JAZ zu niedrig)Erst dämmen, dann Heizung
Stadtlage mit FernwärmeFernwärme (Öko-Variante)BHKWEinfachste Lösung
Ländlich, kein GasnetzPellets oder WPGas-NeuanschlussÖl: Auslaufmodell
DenkmalschutzSolarthermie + PelletsWP (Vorlauf zu hoch)Planung mit Energieberater

GEG 2024: Neuanschlüsse an Gas- und Ölheizung stark eingeschränkt. Ab 2028: neue Heizungen müssen zu 65 % auf Erneuerbaren basieren. Bestehende Gasheizungen dürfen bis Ende ihrer Lebensdauer weiterbetrieben werden — kein Zwangsaustausch. Quelle: GEG 2024, BMWSB Heizungsratgeber.

Das GEG 2024 und die 65-%-Regelung — was gilt wirklich?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in der Fassung 2024 schreibt vor: Neue Heizungsanlagen müssen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Gilt für Neueinbau, nicht für Reparaturen oder Austausch einer defekten Heizung (Übergangsregelungen bis 2028 gelten). Bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen weiterlaufen solange sie funktionieren — kein Zwangsaustausch. Bei Heizungsausfall: 3 Jahre Übergangsfrist für die Umrüstung.

Erlaubte Systeme nach GEG 2024: Wärmepumpe, Pellet- oder Hackschnitzelheizung, Solarthermie (als Hybridlösung), Fernwärme (wenn überwiegend erneuerbar oder Abwärme), Wasserstoff-ready Heizungen (zukunftssicher), Wärmenetze. Gasheizungen nur noch als Hybrid (65 % Solar oder WP) erlaubt. Öl-Neuanlagen: faktisches Verbot in Neubauten und bei Netzanschluss-Option.

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Häufige Fragen zum Heizungsvergleich

Muss ich meine alte Gasheizung sofort austauschen?

Nein. Das GEG 2024 schreibt keinen Zwangsaustausch funktionierende Heizungen vor. Bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen bis zum natürlichen Lebensende (typisch 15–20 Jahre) weiterbetrieben werden. Erst wenn die Heizung kaputt geht oder Sie sie freiwillig tauschen, greift die 65-%-Regelung. Ausnahme: Öl- und Kohleheizungen über 30 Jahre alt müssen in Gebäuden mit mehr als 2 Wohnungen ausgetauscht werden (§ 72 GEG), sofern der Eigentümer nicht selbst darin wohnt.

Was kostet Fernwärme und lohnt sie sich?

Fernwärmepreise variieren stark je nach Anbieter und Region: 8–15 ct/kWh ist die typische Spanne 2026. Vorteil: kein Platz für Heizanlage nötig, kein Wartungsaufwand, kein Schornstein. Nachteil: Monopol des Versorgers (keine Anbieterwahl), oft hohe Grundgebühren, schwankende Preisgestaltung. Tipp: bei Abschluss langen Vertrag (10–20 Jahre) sorgfältig prüfen — Preisanpassungsklauseln können teuer werden. Ökologisch interessant: viele Städte stellen Fernwärme auf Geothermie oder industrielle Abwärme um.

Kann ich eine Pelletheizung selbst befüllen und warten?

Pellets müssen regelmäßig nachgefüllt werden (Pelletlager oder Sackware). Ein Pelletlager für 5 Tonnen (reicht ca. für eine Heizsaison EFH) benötigt ca. 10 m² Kellerraum. Befüllung: Pelletlieferant bläst Pellets direkt ins Lager (wie Heizöl). Wartung: jährliche Inspektion durch Fachbetrieb, Reinigung der Brennkammer und Aschebehälter alle 2–4 Wochen selbst möglich. Pelletheizungen sind heute weitgehend automatisiert — Komfort ähnlich wie Gas. Asche: ca. 1–2 kg pro 100 kg Pellets (guter Kompost).

Lohnt sich eine Hybridheizung aus Wärmepumpe + Gas?

Ja, als Übergangslösung für schlecht gedämmte Altbauten. Die Wärmepumpe übernimmt ca. 80–90 % der Heizlast im gemäßigten Klima, der Gasbrenner springt nur bei sehr tiefen Außentemperaturen (unter −5 bis −10 °C) zu. Ergebnis: JAZ-Effekt auch bei ungünstiger Gebäudegeometrie, geringere Investition als reine WP-Anlage, Gasanschluss bleibt. GEG-konform wenn WP-Anteil ≥ 65 %. Nachteil: weiterhin Gaskosten und CO₂-Emissionen bei Spitzenlast. Sinnvoll als 10-Jahres-Brückenlösung bis zur vollständigen Sanierung.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Energie. Dort finden Sie weitere Rechner für Wärmepumpe, Heizkosten, Sanierung und Dämmung.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Betriebskosten: Heizenergie ÷ Wirkungsgrad × Energiepreis. Wärmepumpe: Heizenergie ÷ JAZ × Strompreis. CO₂: Gas 0,201 kg/kWh, Strom 0,380 kg/kWh (UBA 2025), Pellets 0,025 kg/kWh, Öl 0,266 kg/kWh. Preise 2026. Keine individuelle Heizungsberatung.