kWh-Preisrechner 2026: effektiven All-in-Preis berechnen
Verteilen Sie Arbeitspreis, Grundpreis, Messkosten und weitere Tarifbestandteile auf den Verbrauch. Bonus, Einmalkosten und alte Salden bleiben als getrennte Effekte sichtbar.
Wählen Sie bereinigte Rechnung, statischen Tarif, Tarifvergleich oder verbrauchsgewichtete dynamische Intervalle.
Energiemenge in kWh, auf die alle Kosten des gewählten Zeitraums verteilt werden.
Energie- und Lieferkosten der Rechnung, die tatsächlich zum eingegebenen Verbrauch gehören.
Wiederkehrende Zusatzkosten desselben Abrechnungszeitraums, etwa Grund- oder Messkosten.
Variabler Arbeitspreis von Tarif A in Cent je verbrauchter Kilowattstunde.
Fester Grundpreis von Tarif A; die Zeitbasis wird separat ausgewählt.
Kennzeichnet, ob der Grundpreis monatlich, jährlich oder täglich angegeben ist.
Arbeitspreis von Tarif B für denselben Verbrauch und Zeitraum wie Tarif A.
Jährlicher Grundpreis von Tarif B.
Verbrauch des ersten Preisintervalls in kWh.
Vertraglich relevanter Endkundenpreis des ersten Intervalls in ct/kWh.
Verbrauch des zweiten Preisintervalls in kWh.
Vertraglich relevanter Endkundenpreis des zweiten Intervalls in ct/kWh.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle4 Bereiche
Einmalige Rechnungseffekte 4 Felder
Einmalige Kosten der ersten Periode; sie werden nicht in den dauerhaften wiederkehrenden Preis übernommen.
Einmaliger Bonus für den betrachteten Zeitraum; nur bei tatsächlich erfüllten Bedingungen ansetzen.
Bestätigt, ob der eingetragene Bonus nach Vertrag und Verbrauch tatsächlich berücksichtigt werden darf.
Alter Saldo, Mahnkosten oder sonstiger Betrag, der nicht zum aktuellen Verbrauch gehört und deshalb ausgeschlossen wird.
Tarif A – weitere Angaben 4 Felder
Jährliche Mess- oder sonstige Fixkosten von Tarif A, sofern sie nicht im Grundpreis enthalten sind.
Wählen Sie Brutto, wenn die Tarifwerte Umsatzsteuer bereits enthalten, sonst Netto.
Umsatzsteuersatz zur Umrechnung eingegebener Nettopreise auf Brutto.
Anzahl der Zahlungen, auf die der berechnete Jahresbetrag rein mathematisch verteilt wird.
Tarif B – weitere Angaben 2 Felder
Einmaliger Bonus von Tarif B; nicht mit dem dauerhaften Preis verwechseln.
Brutto- oder Nettobasis von Tarif B; beide Tarife müssen auf eine gemeinsame Basis gebracht werden.
Weitere dynamische Angaben 3 Felder
Optionaler Verbrauch eines dritten Preisintervalls.
Preis des optionalen dritten Intervalls in ct/kWh.
Fixkosten des dynamischen Tarifs für denselben betrachteten Zeitraum.
Effektiver Preis und Kostenbestandteile
- Passenden Modus wählen — Nutzen Sie Rechnung für eine bereinigte Abrechnung, Tarif für Arbeitspreis plus Fixkosten, Vergleich für A/B oder dynamisch für eigene Preis-Verbrauchs-Intervalle.
- Einmaliges getrennt halten — Bonus, Einmalkosten und alte Salden gehören nicht in den dauerhaften wiederkehrenden kWh-Preis.
- Netto und Brutto nicht mischen — Zwei Tarife werden nur auf derselben Preisbasis direkt verglichen; bei Nettopreisen wird der eingegebene Umsatzsteuersatz angewendet.
Effektiven wiederkehrenden kWh-Preis berechnen
Der Rechner verteilt variable Energiekosten und wiederkehrende Fixkosten auf den eingegebenen Verbrauch. Im statischen Standardfall mit 3.500 kWh, 35 ct/kWh Arbeitspreis und 12 Euro Grundpreis pro Monat ergeben sich 1.369 Euro laufende Jahreskosten und ein All-in-Preis von 39,11 ct/kWh. Bonus und Einmalkosten werden nur für die Erstperiode gezeigt. Die Methode vergleicht dokumentierte Rechnungen, Tarife oder dynamische Intervalle; sie liefert keinen Marktpreis.
Arbeitspreis und All-in-Preis sind nur dann gleich, wenn keine laufenden Fixkosten anfallen.
Vom Vertrag zum All-in-kWh-Preis
Formeln für Rechnung, Tarif und Intervalle
Kontrollbeispiel für einen statischen Tarif
| Position | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Jahresverbrauch | 3.500 kWh | gemeinsame Vergleichsbasis |
| Variable Kosten | 1.225,00 € | 3.500 × 0,35 € |
| Fixkosten | 144,00 € | 12 × 12 € |
| Wiederkehrende Kosten | 1.369,00 € | ohne Bonus und Einmalkosten |
| All-in-Preis | 39,11 ct/kWh | inklusive 4,11 ct/kWh Fixkostenanteil |
| Zwölf Zahlungen | 114,08 € | rechnerischer Betrag je Zahlung |
Den passenden Modus und Zeitraum wählen
Im Rechnungsmodus werden nur Positionen verwendet, die zum betrachteten Verbrauchszeitraum gehören. Alte Salden, Mahnkosten, Guthaben aus Vorjahren oder fremde Messstellen bleiben getrennt. Soll aus Verbrauch, Arbeitspreis, Grundpreis und weiteren Tarifbestandteilen die gesamte Jahresrechnung entstehen, verwenden Sie den Stromkostenrechner. Der kWh-Preisrechner liefert dagegen eine vergleichbare Kosteneinheit und nicht automatisch den vollständigen Zahlbetrag. Beide Wege benötigen dieselbe Brutto- oder Nettobasis; eine Mischung würde den Vergleich verzerren.
Der Vergleichsmodus setzt zwei Tarife auf denselben Verbrauch. Er prognostiziert nicht, wie sich der Verbrauch nach einem Anbieterwechsel ändert. Der dynamische Modus benötigt für jedes Intervall sowohl den Preis als auch die zugehörigen kWh. Ein einfacher Mittelwert aus niedrigen und hohen Preisen ist falsch, wenn in den Intervallen unterschiedlich viel Strom verbraucht wurde.
Energiearten dürfen nicht allein anhand eines ct/kWh-Werts verglichen werden. Heizöl enthält andere Einheiten, Wirkungsgrade und Fixkosten. Für einen Systemvergleich dient der Heizungsvergleich-Rechner; für dokumentierte Brennstoffmengen der Heizölkosten-Rechner. Dieser Rechner bleibt bei elektrischen Kosten je bezogener kWh.
Bonus, Einmalkosten und Umsatzsteuer
Ein Bonus wird nur abgezogen, wenn seine Bedingungen im betrachteten Fall erfüllt sind. Neukundenstatus, Mindestlaufzeit, fristgerechte Zahlung oder Verbrauchsgrenzen können entscheidend sein. Der Rechner besitzt deshalb eine ausdrückliche Berechtigungsangabe. Ein unsicherer Bonus gehört in ein eigenes Szenario und nicht in den dauerhaft erwarteten Preis.
Einmalkosten können Anschluss, Bereitstellung oder andere einmalige Positionen betreffen. Sie verändern die erste Periode, aber nicht jeden Folgezeitraum. Für einen mehrjährigen Vergleich sollten laufender Preis und Erstperiodenpreis getrennt bleiben. Andernfalls erscheint ein kurzfristiger Bonus wie eine dauerhafte Tarifsenkung.
Nettopreise werden nur mit dem eingegebenen Umsatzsteuersatz in Bruttowerte überführt. Der Rechner beurteilt nicht, ob eine Position steuerpflichtig ist. Tarif A und Tarif B müssen dieselbe Preisbasis und denselben Zeitraum verwenden. Prüfen Sie außerdem, ob der Grundpreis monatlich, jährlich oder pro Messstelle angegeben ist.
Ergebnis als Szenario verwenden
Fixkosten wirken bei niedrigem Verbrauch stärker je kWh. Rechnen Sie deshalb einen niedrigen, einen erwarteten und einen hohen Verbrauch mit demselben Preisblatt. Im Standardbeispiel beträgt der Fixkostenanteil 4,11 ct/kWh. Sinkt der Verbrauch, steigen die verteilten Fixkosten je kWh, obwohl der absolute Grundpreis gleich bleibt.
Für dynamische Tarife sollten die Intervalle aus einem Zähler- oder App-Export stammen. Negative Börsenpreise bedeuten nicht automatisch einen negativen Endkundenpreis, weil Aufschläge, Steuern, Netzentgelte und Fixkosten hinzukommen können. Geben Sie ausschließlich die vertraglich relevante Preisstufe ein und dokumentieren Sie, welche Bestandteile bereits enthalten sind.
Der berechnete Zahlbetrag ist eine mathematische Aufteilung der betrachteten Kosten. Tatsächliche Abschläge können Prognosen, Rundungen oder einen abweichenden Zahlungsrhythmus verwenden. Vergleichen Sie den Jahresbetrag mit Rechnung und Preisblatt, bevor Sie einen Abschlag anpassen.
Warum ist der All-in-Preis höher als der Arbeitspreis?
Weil Grundpreis, Messkosten und weitere wiederkehrende Fixkosten auf den Verbrauch verteilt werden. Bei niedrigem Verbrauch wirkt dieser feste Anteil je kWh stärker.
Warum wird ein Bonus getrennt ausgewiesen?
Ein Bonus gilt meist nur einmal oder nur unter Bedingungen. Er verändert die erste Periode, aber nicht automatisch den dauerhaft wiederkehrenden Tarifpreis.
Wie werden dynamische Preise gemittelt?
Jeder Intervallpreis wird mit dem tatsächlichen Verbrauch dieses Intervalls gewichtet. Ein einfacher Mittelwert der Preisstufen wäre bei unterschiedlichem Verbrauch falsch.
Quellen und Grundlagen
Die Bundesnetzagentur erläutert Arbeitspreis, Grundpreis, Messentgelt und weitere Tarifbestandteile. Der Rechner übernimmt daraus keine Marktpreise, sondern strukturiert ausschließlich Ihre Rechnung oder Ihren Tarif.
Bundesnetzagentur – StromrechnungDie Verbraucherzentrale erläutert die Ableitung eines Abschlags aus Jahreskosten und Zahlungsrhythmus. Der Rechner verteilt den eingegebenen Betrag lediglich mathematisch.
Verbraucherzentrale – passender Energieabschlag