kWh-Preisrechner 2026
Was zahle ich wirklich pro kWh inklusive Grundpreis? Jahresrechnung und Verbrauch eingeben — echter Gesamtpreis pro kWh und Vergleich mit Bundesdurchschnitt sofort.
Ihr echter kWh-Preis
- Warum der Arbeitspreis allein nicht reicht — Der ausgewiesene Arbeitspreis (ct/kWh) auf dem Tarifblatt enthält nicht den Grundpreis. Der Grundpreis (z. B. 12 €/Monat = 144 €/Jahr) muss auf den Verbrauch umgelegt werden. Bei 3.500 kWh: 144 ÷ 3.500 = 4,1 ct/kWh extra. Echter Preis = Arbeitspreis + Grundpreis-Umlage. Nur so sind verschiedene Tarife mit unterschiedlichen Grundpreisen vergleichbar.
- Jahresrechnung als Grundlage nutzen — Am einfachsten: Jahresgesamtbetrag aus der Jahresabrechnung des Versorgers ÷ Jahresverbrauch in kWh = echter Durchschnittspreis. Dieser Wert ist der verlässlichste, da er alle Komponenten (Arbeit, Grundpreis, MwSt., mögliche Preisanpassungen im Jahr) enthält.
- Wann lohnt sich ein Tarifwechsel? — Wenn Ihr echter kWh-Preis mehr als 3–5 ct über dem Bundesdurchschnitt liegt: Vergleichsportale nutzen (Verivox, Check24). Bei 3.500 kWh/Jahr und 5 ct Unterschied: 175 €/Jahr Ersparnis. Tarife mit Preisgarantie bevorzugen — Preiserhöhungen in den letzten Jahren haben kurzfristige Billigtarife oft teuer gemacht. Laufzeit maximal 12 Monate ohne Preisgarantie abschließen.
Strompreiszusammensetzung 2026 — was steckt in den 37 ct/kWh?
| Preiskomponente | ct/kWh | Anteil | Regulierbar? |
|---|---|---|---|
| Energiebeschaffung + Vertrieb | ~11,0 ct | ~30 % | Ja (Tarifwahl) |
| Netzentgelte (regional) | ~9,5 ct | ~26 % | Nein (regional fix) |
| Stromsteuer (§ 3 StromStG) | ~2,05 ct | ~6 % | Nein (bundesweit fix) |
| EEG-Umlage (seit 2023: 0 €) | ~0 ct | ~0 % | Abgeschafft 2022 |
| Konzessionsabgabe (§ 48 EnWG) | ~1,7 ct | ~5 % | Nein (kommunal) |
| KWK-Umlage (§ 26 KWKG) | ~0,3 ct | ~1 % | Nein |
| Offshore-Netzumlage (§ 17f EnWG) | ~0,7 ct | ~2 % | Nein |
| Mehrwertsteuer (19 %) | ~5,9 ct | ~16 % | Nein |
| Marge/Gewinn Versorger | ~5,8 ct | ~16 % | Teilweise (Wettbewerb) |
Quelle: BDEW Strompreisanalyse H1 2026, Bundesnetzagentur. Summe: ~37 ct/kWh Haushaltsstrom-Ø. EEG-Umlage wurde Juli 2022 auf 0 gesetzt und aus Bundeshaushalt finanziert — kein Bestandteil mehr des Verbraucherpreises. Netzentgelte regional stark unterschiedlich: 5–15 ct/kWh je nach Netzbetreiber und Region.
Strompreisvergleich nach Bundesland — Unterschiede 2026
| Bundesland | Ø ct/kWh | Ø Jahreskosten (3.500 kWh) | Netzentgelt-Faktor |
|---|---|---|---|
| Hamburg | ~34 ct | ~1.190 € | Günstig (städtisch) |
| Bremen | ~35 ct | ~1.225 € | Mittel |
| Bayern | ~36 ct | ~1.260 € | Mittel |
| NRW | ~37 ct | ~1.295 € | Bundesdurchschnitt |
| Berlin | ~38 ct | ~1.330 € | Mittel-hoch |
| Brandenburg | ~40 ct | ~1.400 € | Hoch (ländlich) |
| Mecklenburg-Vorp. | ~42 ct | ~1.470 € | Sehr hoch (ländlich) |
| Sachsen-Anhalt | ~43 ct | ~1.505 € | Höchste Netzentgelte D. |
Quelle: Bundesnetzagentur Monitoringbericht 2025/2026, VERIVOX Marktdaten. Haupttreiber der Unterschiede: Netzentgelte regional stark unterschiedlich. Ländliche Netze haben höhere Netzentgelte (weniger Verbraucher teilen Netzkosten). Stadtstaaten und dichte Ballungsräume: niedrigste Netzentgelte.
Grundpreis-Falle: Warum niedrige Kilowattpreise täuschen können
Viele Anbieter locken mit niedrigen Arbeitspreisen (z. B. 28 ct/kWh) bei gleichzeitig hohem Grundpreis (z. B. 25 €/Monat = 300 €/Jahr). Ein Haushalt mit 3.500 kWh/Jahr zahlt dann: 3.500 × 0,28 + 300 = 1.280 €. Vergleichsangebot: 35 ct/kWh ohne Grundpreis: 3.500 × 0,35 = 1.225 €. Das scheinbar günstigere Angebot mit 28 ct ist also teurer. Die Lösung: Immer den echten Gesamtpreis auf den eigenen Jahresverbrauch hochrechnen — genau das macht dieser Rechner.
Für Geringverbraucher (1-Personen-Haushalt, 1.500–2.000 kWh/Jahr) ist ein niedriger Arbeitspreis wichtiger als ein niedriger Grundpreis. Für Großverbraucher (Familie mit E-Auto, 8.000+ kWh) ist es umgekehrt — da macht der Arbeitspreis pro kWh einen riesigen Unterschied und der Grundpreis relativiert sich. Optimal: eigenen Verbrauch kennen und auf dieser Basis echte Angebote vergleichen.
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Häufige Fragen zum kWh-Preisrechner
Was bedeutet Arbeitspreis und Grundpreis beim Strom?
Der Arbeitspreis (ct/kWh) ist der verbrauchsabhängige Teil — Sie zahlen ihn für jede verbrauchte Kilowattstunde. Der Grundpreis (€/Monat) ist eine Fixgebühr unabhängig vom Verbrauch — für Zählermiete, Netzbereitstellung und Messung. Typische Aufteilung: Grundpreis 8–20 €/Monat, Arbeitspreis 28–45 ct/kWh. Der Grundpreis macht bei einem Durchschnittshaushalt (3.500 kWh) ca. 8–14 % der Gesamtkosten aus.
Warum sind Netzentgelte in manchen Regionen so viel teurer?
Netzentgelte werden von den regionalen Netzbetreibern festgesetzt und von der Bundesnetzagentur genehmigt. In ländlichen Gebieten müssen die Netzkosten (Bau und Betrieb von Freileitungen und Trafostationen) auf weniger Verbraucher umgelegt werden — deshalb sind die Netzentgelte dort höher. In Sachsen-Anhalt zahlt ein Haushalt ca. 13–14 ct/kWh Netzentgelt, in Hamburg nur ca. 4–5 ct/kWh. Das ist kein Vertrag, den man kündigen kann — der Netzbetreiber ist regional monopolistisch.
Wann lohnt sich ein Wechsel des Stromanbieters wirklich?
Faustregel: Wenn Sie mehr als 5 ct/kWh über dem günstigsten Vergleichsangebot liegen, lohnt sich der Wechsel. Bei 3.500 kWh: 5 ct Unterschied = 175 €/Jahr. Wechsel kostet: keinen Cent (im Gegenteil: Neukunden-Boni von 50–200 € sind üblich). Risiko: Preiserhöhung nach Erstjahr. Schutz: Tarife mit Preisgarantie für 12–24 Monate wählen. Empfehlung: jährlich vergleichen — entweder selbst über Verivox/Check24 oder Strom-Sparbrief-Dienste nutzen.
Gibt es Sondertarife für Wärmepumpe und Elektroauto?
Ja. Wärmepumpentarife: günstigerer Arbeitspreis (oft 25–33 ct/kWh) für separaten Wärmepumpenzähler. Netzbetreiber dürfen die Wärmepumpe zu Spitzenlastzeiten kurz abschalten (max. 2h/Tag). Lohnt sich bei Wärmepumpen-Jahresverbrauch von 4.000–8.000 kWh erheblich. E-Auto-Tarife: Nachttarife oder dynamische Tarife für günstigeres Laden. Energieversorger wie EnBW, E.ON und viele Stadtwerke bieten solche Tarife an. Separate Zähler nötig — Elektroinstallateur fragen.
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