Schwangerschaftsrechner 2026 — Geburtstermin berechnen
Wann ist mein Geburtstermin und welche Vorsorgeuntersuchungen stehen wann an? Letzten Periodenstart eingeben — errechneter Termin und vollständiger SSW-Plan sofort.
Ihr Geburtstermin
- Naegele-Regel für die Berechnung — Der errechnete Geburtstermin wird nach der Naegele-Regel berechnet: Letzter Periodenstart + 1 Jahr − 3 Monate + 7 Tage = ET (bei 28-Tage-Zyklus). Bei abweichendem Zyklus wird um die Differenz zu 28 Tagen korrigiert. Der ET ist ein Richtwert: Nur ca. 5 % aller Geburten finden genau am errechneten Termin statt. Der normale Geburtszeitraum liegt zwischen SSW 38 und SSW 42 (± 2 Wochen).
- SSW zählen wie Gynäkologen — Schwangerschaftswochen (SSW) werden ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung gezählt, nicht ab der Empfängnis. Die tatsächliche Befruchtung findet ca. 14 Tage nach Periodenstart statt (bei 28-Tage-Zyklus). SSW 1+0 = erster Tag der letzten Periode. SSW 12+0 = Ende des ersten Trimesters. SSW 40+0 = errechneter Geburtstermin.
- Früh-Ultraschall für genaue Datierung — Die zuverlässigste Geburtstermin-Bestimmung erfolgt per Ultraschall in SSW 9–12: der Gynäkologe misst die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) des Embryos und korrigiert den ET bei Abweichung. Abweichungen > 7 Tage vom rechnerischen ET führen zur Korrektur im Mutterpass. Frauen mit unregelmäßigem Zyklus sollten immer den Ultraschall-basierten ET verwenden.
Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft — vollständiger Zeitplan
| Untersuchung | Empfohlene SSW | Was passiert? | Pflicht/Option |
|---|---|---|---|
| Erstkonsultation | SSW 5–8 | Bestätigung, Blutbild, Urin, Blutgruppe, Röteln-Antikörper | Pflicht (Mutterpass) |
| Ultraschall 1 (1. Screening) | SSW 9–12 | Lagekontrolle, SSL, Herzton, Nackentransparenz-Screening | Pflicht + optional NT |
| 2. Vorsorge-Termin | SSW 13–16 | Blutdruckkontrolle, Gewicht, Urin, Herzton, Mutterpass-Eintrag | Pflicht |
| 3. Vorsorge-Termin | SSW 17–20 | Wie oben + Lagekontrolle, Gebärmuttergröße | Pflicht |
| Ultraschall 2 (2. Screening) | SSW 19–22 | Fehlbildungsultraschall, Organentwicklung, Lage | Pflicht (GKV) |
| Antikörpersuchtest | SSW 24–27 | Erneuter Antikörpertest bei Rhesus-neg. Müttern | Pflicht |
| Glukosetoleranztest | SSW 24–28 | Schwangerschaftsdiabetes-Screening (75g-oGTT) | Pflicht (GKV) |
| Ultraschall 3 (3. Screening) | SSW 29–32 | Wachstum, Fruchtwasser, Plazenta-Lage, Kindslage | Pflicht (GKV) |
| CTG-Kontrollen | Ab SSW 28 | Herzfrequenz-Überwachung Kind, Wehentätigkeit | Pflicht ab SSW 36 |
| B-Streptokokken-Test | SSW 35–37 | Abstrich Scheide + Enddarm | GKV-Leistung |
| Abschlussuntersuchungen | SSW 38–42 | Wöchentlich CTG, Ultraschall, Wehen-Check | Pflicht |
Quelle: Mutterschafts-Richtlinien des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss), gültig 2025. Alle Pflichtleistungen werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Optionale Zusatz-Leistungen (erweiterte Antikörper-Tests, 3D/4D-Ultraschall, NIPT-Bluttest): auf Privatrechnung, Kosten variieren.
Schwangerschaftswoche — wichtige Meilensteine
| SSW | Meilenstein | Wichtige Termine |
|---|---|---|
| SSW 1–4 | Befruchtung, Einnistung | — |
| SSW 5–8 | Herzschlag nachweisbar | Erstkonsultation Gynäkologe |
| SSW 9–12 | Ende Embryonalphase, alle Organe angelegt | 1. Ultraschall-Screening |
| SSW 12 | Ende 1. Trimester | Nackentransparenz-Messung |
| SSW 16 | Bewegungen beginnen (oft nicht spürbar) | U2-Termin |
| SSW 20 | Halbzeit der Schwangerschaft | 2. Ultraschall-Screening (Fehlbildungen) |
| SSW 24 | Lebensfähigkeitsgrenze (medizinisch) | Glukosetoleranztest |
| SSW 28 | Ende 2. Trimester — 3. Trimester beginnt | 3. Ultraschall, CTG beginnt |
| SSW 32 | 3. Screening | Wachstum und Lage prüfen |
| SSW 36 | Mutterschutz beginnt (Beschäftigungsverbot) | B-Streptokokken-Test |
| SSW 38 | Frühtermin (reif, alle Systeme bereit) | Wöchentliche CTG |
| SSW 40 | Errechneter Geburtstermin | — |
| SSW 42+0 | Übertragung — Einleitung empfohlen | Klinische Überwachung |
SSW = Schwangerschaftswoche, ab erstem Tag der letzten Regelblutung gerechnet. Mutterschutz-Beschäftigungsverbot: 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt (§ 3 MuSchG). Frühzeitig Hebamme buchen: Kapazitäten oft bereits ab SSW 8–12 begrenzt.
Was ist beim Mutterpass und der Hebammensuche zu beachten?
Der Mutterpass wird beim ersten Gynäkologen-Termin ausgestellt und dokumentiert den gesamten Schwangerschaftsverlauf. Er sollte immer mitgeführt werden — bei Notfällen, im Krankenhaus und bei Arztbesuchen. Er enthält: Blutgruppe und Rhesusfaktor, Antikörperstatus, alle Vorsorge-Eintragungen, Ultraschallergebnisse und den errechneten Geburtstermin. Ohne Mutterpass keine Entbindung in deutschen Kliniken (außer in Notfällen).
Hebamme frühzeitig suchen: In vielen Regionen Deutschlands ist die Hebammenversorgung knapp — besonders in Großstädten. Empfehlung: ab SSW 8–10 beginnen zu suchen. Suche über: das-netzwerk-der-hebammen.de, Hebammenverband.de, lokale Krankenhäuser. Hebamme hat Anrecht auf GKV-Abrechnung — die Grundversorgung (Vorsorge, Geburtsbegleitung, Wochenbett) ist kostenlos für die Mutter. Hausgeburten und Geburtshäuser: Abklärung mit Krankenkasse vor der Buchung.
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Häufige Fragen zum Schwangerschaftsrechner
Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?
Der errechnete Termin (ET) ist ein statistischer Mittelwert — nur ca. 5 % aller Kinder kommen genau am ET zur Welt. 80 % kommen zwischen SSW 38 und SSW 41. Der ET ist in erster Linie für die medizinische Überwachung wichtig: Ab SSW 41+0 werden engmaschigere Kontrollen empfohlen, ab SSW 42+0 wird die Einleitung der Geburt empfohlen. Der Ultraschall in SSW 9–12 ist genauer als die rechnerische Methode — Abweichungen von > 7 Tagen führen zu einer Korrektur des ET im Mutterpass.
Was ist der Unterschied zwischen SSW und Schwangerschaftsmonat?
Die Schwangerschaft dauert 40 Wochen (280 Tage) aber umgangssprachlich "9 Monate". Der Unterschied: Kalendermonat hat 30–31 Tage, Schwangerschaftsmonat in der Medizin = 4 Wochen (28 Tage). 40 Wochen ÷ 4 = 10 Schwangerschaftsmonate aber nur ~9 Kalendermonaten. Die Ärzte rechnen immer in SSW — im Alltag sagen die meisten Frauen "ich bin im 3. Monat" und meinen SSW 9–12 (Ende des 1. Trimesters).
Wann sollte ich den Gynäkologen zum ersten Mal aufsuchen?
Beim ersten positiven Schwangerschaftstest: direkt Termin machen — aber warten bis SSW 5–8 (Herzton ist zu früh oft noch nicht nachweisbar). Frühere Symptome (starke Übelkeit, Blutungen, Unterleibsschmerzen): sofort in die Notaufnahme oder zum Bereitschaftsdienst. Erster regulärer Termin: SSW 5–8 für Bestätigung, Mutterpass, Blutuntersuchungen. Wichtig: Folsäure (400 µg/Tag) bereits VOR der Schwangerschaft oder ab dem ersten positiven Test nehmen — reduziert Neuralrohrdefekte um bis zu 70 %.
Hat der Zyklus Einfluss auf den Geburtstermin?
Ja. Bei einem 35-Tage-Zyklus findet der Eisprung ca. 21 Tage nach Periodenstart statt (statt 14 Tage bei 28 Tagen). Der ET verschiebt sich entsprechend: +7 Tage. Die Naegele-Regel gilt streng nur für 28-Tage-Zyklen — dieser Rechner berücksichtigt die Zykluslänge. Frauen mit sehr unregelmäßigem Zyklus oder nach Absetzen der Pille sollten sich beim ersten Ultraschall auf das Messergebnis (Scheitel-Steiß-Länge) verlassen, nicht auf die rechnerische Methode.
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