Schwangerschaftsrechner: Geburtstermin, SSW und Untersuchungsfenster
Dokumentierten Geburtstermin übernehmen oder aus regelmäßiger letzter Periode, bekanntem Eisprung oder bestätigtem Embryotransfer berechnen. SSW, ET-Orientierung und G-BA-Zeitfenster anzeigen.
Bevorzugen Sie einen klinisch dokumentierten Termin. Andere Methoden liefern eine rechnerische Schätzung aus dem jeweiligen Basisdatum.
Im Mutterpass oder klinisch dokumentierter voraussichtlicher Geburtstermin. Der Rechner übernimmt ihn unverändert.
Erster Tag der letzten Periode. Die Methode setzt einen regelmäßig verlaufenden Zyklus mit bekannter Länge voraus.
Bestätigen Sie nur einen tatsächlich regelmäßig verlaufenden Zyklus mit bekannter üblicher Länge.
Übliche Zykluslänge in Tagen. Sie korrigiert die 28-Tage-Annahme der LMP-Methode.
Nur ein bekanntes oder medizinisch bestätigtes Datum eintragen, nicht ein erneut aus einem Kalender geschätztes Datum.
Klinisch dokumentiertes Datum des Embryotransfers.
Die IVF-Berechnung wird nur für einen bestätigten klinischen Transfer freigegeben.
Dokumentiertes Embryoalter am Transfertag zwischen zwei und sechs Tagen.
Kalendertag, für den die Schwangerschaftswoche als vollendete Wochen plus Tage ausgegeben wird.
Blutung, starke Schmerzen oder andere akute Beschwerden benötigen sofortige medizinische Einordnung statt einer Kalenderberechnung.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle1 Bereich
Optionale MuSchG-Ausgabe 1 Feld
Bestätigen Sie dies nur für den gewöhnlichen Beschäftigungsfall, auf den die vorgeburtliche Schutzfrist nach MuSchG angewendet werden kann.
Ihr Ergebnis
- Dokumentierten Termin bevorzugen — Ein im Mutterpass oder klinisch dokumentierter ET wird unverändert übernommen und klar als dokumentiert gekennzeichnet.
- Schätzmethode passend wählen — Die LMP-Methode ist nur bei regelmäßigem Zyklus mit bekannter Länge unterstützt. IVF benötigt einen bestätigten Transfer und das Embryoalter.
- Medizinische und rechtliche Ausgaben trennen — SSW und Untersuchungsfenster sind medizinische Orientierung; die MuSchG-Ausgabe erscheint nur nach ausdrücklicher Bestätigung.
Vier Datierungswege mit sichtbarem Status
Der Rechner unterscheidet dokumentierten ET, regelmäßige letzte Periode, bekannten Eisprung und bestätigten Embryotransfer. Danach werden SSW, ein ET-Orientierungsfenster und feste G-BA-Zeitfenster aus Kalendertagen abgeleitet.
Weniger als fünf Prozent der Geburten fallen exakt auf den errechneten Termin; die klinische Datierung bleibt maßgeblich.
Methodenrouter und getrennte Ergebnisachsen
Datierung und Schwangerschaftswoche
Alle Ergebnisse beruhen auf ganzen Gregorianischen Kalendertagen.
Kontrollbeispiel mit eingefrorenen Eingaben
| Kennzahl | Ergebnis |
|---|---|
| Hauptergebnis | 08.10.2026 |
| Kontrolle 1 | SSW 28+2 am 18.07.2026 |
| Kontrolle 2 | geschätzter Termin aus letzter Periode · ET-Orientierung 28.09.2026 bis 18.10.2026 |
| Kontrolle 3 | G-BA-Fenster siehe Tabelle |
| Kontrolle 4 | 27.08.2026 |
Rechenweg und fachliche Grenze
Der Schwangerschaftsrechner ordnet ein bestätigtes Basisdatum kalendarisch ein. Ein dokumentierter erwarteter Geburtstermin wird unverändert übernommen; aus dem ersten Tag der letzten Periode oder einem bekannten Befruchtungsdatum entsteht nur eine rechnerische Schätzung. Die Methode muss deshalb neben dem Datum sichtbar bleiben.
Schwangerschaftswochen werden als vollendete Wochen plus zusätzliche Tage ausgegeben. SSW 28+2 bedeutet nicht die 28. Woche, sondern zwei Tage nach 28 vollendeten Wochen. Der Referenztag beeinflusst die Anzeige, nicht den gespeicherten Datierungsursprung.
Die dargestellten Untersuchungsfenster folgen dem ausgewiesenen Richtlinienstand und dienen der Terminorientierung. Ärztliche Datierung, individuelle Befunde, Mehrlingsschwangerschaft, Zyklusabweichungen und medizinische Entscheidungen werden nicht aus einem Kalender berechnet.
Ausgangsdaten eindeutig dokumentieren
Als Ausgangsdaten dienen die gewählte Datierungsmethode, das zugehörige Basisdatum und der Referenztag. Halten Sie fest, welche Angabe dokumentiert ist und welche nur als Rechenannahme verwendet wird.
Prüfen Sie die Reihenfolge von Basisdatum, errechnetem Termin, Referenztag und Schwangerschaftswoche. Vertauschte Termine, Stufen oder Bezugsgrößen führen zu einem rechnerisch sauberen, aber sachlich falschen Ergebnis.
Bei Varianten verändern Sie möglichst nur die Datierungsmethode oder das bestätigte Ausgangsdatum. Dadurch bleibt nachvollziehbar, ob die neue Zahl aus einer anderen Eingabe oder aus einer anderen Methode stammt.
Bewahren Sie Datierungsbefund, Eingabedatum, gewählte Methode und angezeigtes Terminfenster zusammen mit dem Ergebnis auf. Eine spätere Kontrolle muss erkennen können, welcher Datenstand tatsächlich gerechnet wurde.
Ergebnis und Spannweite richtig lesen
Das Hauptergebnis ist eine kalendarische Einordnung von Schwangerschaftswoche und voraussichtlichem Termin. Es ist weder eine Zusage noch eine vollständige fachliche Beurteilung des Einzelfalls.
Lesen Sie vollendete Wochen, zusätzliche Tage, errechneten Termin und Orientierungsfenster als zusammengehörige Rechenstufen. Einzelne Kontrollwerte verlieren außerhalb dieses Zusammenhangs schnell ihre Bedeutung.
Eine Gegenprobe ist über das Zählen der Kalendertage zwischen Basisdatum und Referenztag möglich. Abweichungen sollten sich aus Datum, Eingabe oder Rundung erklären lassen.
Vergleichen Sie nur Fälle mit derselben Datierungsmethode und demselben bestätigten Ausgangsdatum. Andernfalls wird eine methodische Abweichung fälschlich als sachlicher Unterschied dargestellt.
Prüfgrenzen und verantwortlicher nächster Schritt
Fachliche Unterstützung ist besonders bei abweichenden Befunden, Beschwerden, Blutungen, Schmerzen oder Unsicherheit über die Datierung erforderlich. Der Rechner kann diese Prüfung nicht übernehmen.
Zu den wichtigen Nachweisen gehören Mutterpass, ärztlicher Datierungsbefund und bestätigte Angaben zu Eisprung oder Embryotransfer. Sie bestimmen den belastbaren Ausgangspunkt der Berechnung.
Geben Sie das Ergebnis nur mit Methode, Basisdatum, Referenztag, Schwangerschaftswoche und Hinweis auf die ärztliche Datierung weiter. So bleibt erkennbar, was berechnet wurde und welche Entscheidung noch offen ist.
Rundung, Zeitbezug und Änderungsprüfung
Die Rundung erfolgt in ganzen Kalendertagen; Schwangerschaftswochen werden als vollendete Wochen plus Tage dargestellt. Eine vorzeitige Kürzung kann bei mehreren Zeitabschnitten oder Stufen sichtbare Differenzen erzeugen.
Vermerken Sie bei jeder Neuberechnung, ob sich Befund, Referenztag oder ärztlich festgelegter Termin geändert hat. Eine reine Darstellungsänderung darf den zugrunde liegenden Rechenwert nicht verändern.
Quellen und Grundlagen
BIÖG erläutert die gebräuchliche Schätzung mit 280 Tagen ab letzter Periode beziehungsweise 266 Tagen ab Befruchtung und betont den orientierenden Charakter des Termins.
BIÖG: Geburtstermin berechnenDas BIÖG-Lexikon beschreibt die Nägele-Regel und weist darauf hin, dass nur ein kleiner Anteil der Geburten genau am berechneten Termin stattfindet.
BIÖG: Geburtstermin Lexikon§ 3 MuSchG regelt die vorgeburtliche Schutzfrist anhand des ärztlich oder hebammenseitig bescheinigten voraussichtlichen Entbindungstermins.
MuSchG § 3Die Mutterschafts-Richtlinien des G-BA bestimmen Umfang und zeitliche Einordnung der regulären Vorsorge; individuelle Befunde bleiben ärztlich zu beurteilen.
G-BA Mutterschafts-Richtlinien