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Elektroauto-Reichweiten-Rechner 2026: Batterie und Reserve

Von · Aktualisiert Juli 2026 · Geprüft 28. Juli 2026

Berechnen Sie die energiebasierte Reichweite bis zur gewünschten Reserve und prüfen Sie, ob die eingegebene Strecke rechnerisch möglich ist.

kWh

Nutzbare Batteriekapazität laut Fahrzeugdaten oder belastbarer Messung. Nicht die größere Bruttokapazität verwenden.

kWh/100 km

Erwarteter Fahrverbrauch in kWh je 100 km für Temperatur, Geschwindigkeit und Streckenprofil des Szenarios.

%

Ladestand beim Start in Prozent der nutzbaren Batterie.

%

Ladestand, der am Ziel nicht unterschritten werden soll.

km

Geplante Fahrstrecke ohne automatisch ergänzte Umwege oder Rückfahrt.

%

Angenommener Ladestand nach einem späteren Stopp. Er dient nur zur Berechnung eines Energiepakets, nicht der Ladezeit.

Reichweite, Reserve und Ladebedarf

Reichweite bis zur Reserve
Theoretische Vollbatterie-Reichweite
Verfügbare Energie bis zur Reserve
Energieüberschuss oder -defizit
Einfacher Mindest-Ladebedarf
Was bedeutet das?
So wird der Rechner verwendet
  1. Nutzbare Kapazität verwenden — Geben Sie nicht die Brutto-Batteriegröße ein, sondern die nutzbare Energie, sofern der Hersteller beide Werte nennt.
  2. Verbrauch zum Szenario passend wählen — Nutzen Sie einen eigenen Messwert oder einen plausiblen Fahrzeugwert für Temperatur, Tempo und Strecke. Ein WLTP-Wert ist nur ein standardisierter Vergleichswert.
  3. Reserve und Ladeziel offenlegen — Der Mindest-Ladebedarf ist eine reine Energiebrücke. Er kennt keine Ladeorte, Umwege, Ladeleistung oder Ladekurve.
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Was berechnet der Elektroauto-Reichweiten-Rechner?

Der Elektroauto-Reichweiten-Rechner ermittelt, wie viel Energie zwischen Start-Ladestand und gewünschter Reserve verfügbar ist. Diese Energiemenge wird durch den eingegebenen Fahrverbrauch geteilt. Zusätzlich zeigt der Rechner die theoretische Reichweite bei voller nutzbarer Batterie, den Energiebedarf einer geplanten Strecke und einen einfachen Mindest-Ladebedarf. Das Ergebnis ist eine Energiebilanz und keine Routenplanung: Ladeleistung, Ladekurve, Wetterprognose, Verkehr und verfügbare Säulen werden nicht berechnet.

nutzbare Batterieeigener VerbrauchReserve sichtbar

Es wird bewusst kein pauschaler Winter-, Autobahn- oder Wetterfaktor eingesetzt, weil die Abweichung stark vom Fahrzeug und Einsatzprofil abhängt.

Von nutzbarer Energie zur Reichweite

Batterieenergie, Reserve und ReichweiteNutzbare Energie bis zur Reserve wird durch den Fahrverbrauch geteilt; eine geplante Strecke zeigt Energieüberschuss oder Defizit.Wie weit reicht die nutzbare Energie?Reserve bleibt in der Batterie und wird nicht als Fahrenergie versprochenBatterie 60 kWh10 % Reserve54 kWhVerbrauch20 kWhje 100 kmVerbrauch eingebenReichweite270 kmbis ReserveVoll: 300 kmStreckencheck270 km300 kmDefizit: 6 kWhEnergiebilanz, keine Routenplanung oder Fahrzeugmessung.
Die Rechnung verwendet den eingegebenen Verbrauch unverändert. Ein standardisierter WLTP-Wert ist keine Garantie für reale Bedingungen.

Batterie, Verbrauch und Reserve

Zwischenergebnisse bleiben ungerundet.

Verfügbare Energienutzbare Batteriekapazität × (Start-SOC − Reserve-SOC) ÷ 100
Reichweite bis Reserveverfügbare Energie ÷ Verbrauch × 100
FahrtenergieStrecke × Verbrauch ÷ 100
Energie je späterem LadefensterKapazität × (Ladeziel − Reserve) ÷ 100

Der Mindest-Ladebedarf ist die auf ganze Ladefenster aufgerundete Energielücke. Er ist keine Aussage über reale Stopps oder Ladezeiten.

Beispiel: 60-kWh-Batterie und 300-km-Fahrt

RechenschrittBeispielwertErgebnis
Volle theoretische Reichweite60 kWh ÷ 20 kWh/100 km300 km
Energie bis 10 % Reserve60 kWh × (100 % − 10 %)54,0 kWh
Reichweite bis Reserve54 kWh ÷ 20 kWh/100 km270 km
Fahrtbilanz300 km benötigen 60 kWh−6,0 kWh Defizit
Mindest-LadebedarfLadefenster von 10 % auf 80 %1 Energie-Kapazitätsstopp

Welche Batteriekapazität und welcher Verbrauch passen?

Verwenden Sie die nutzbare, nicht die Brutto-Batteriekapazität. Die Differenz ist der vom Hersteller reservierte Puffer und steht für die Fahrt nicht vollständig zur Verfügung. Hat die Batterie bereits Kapazität verloren, sollte ein belastbarer aktueller Nutzwert eingegeben werden; der Rechner schätzt keinen State of Health. Start-Ladestand und Zielreserve begrenzen das tatsächlich nutzbare Energiefenster. Eine Reserve von zehn Prozent bedeutet daher nicht, dass zehn Prozent der Nennenergie gefahren werden sollen, sondern dass dieser Anteil am Ziel unangetastet bleibt.

Der Verbrauch muss zum geplanten Szenario passen. Ein eigener Messwert lässt sich im Fahrzeug-Verbrauchsrechner herleiten. Netzstrom und Ladeverluste gehören dagegen in den Elektroauto-Ladekosten-Rechner. Für Anschaffung, Wertverlust und weitere Fahrzeugkosten nutzen Sie den TCO-Fahrzeug-Rechner. So bleiben Energiebedarf, Ladekosten und vollständige Eigentumskosten voneinander getrennt.

Warum der Ladehalt nur ein Kapazitätsminimum ist

Für eine Strecke berechnet der Rechner zunächst die benötigte Fahrtenergie und zieht die beim Start bis zur Reserve verfügbare Energie ab. Ein Defizit wird anschließend durch das eingegebene spätere Ladefenster geteilt und auf eine ganze Zahl aufgerundet. Das beantwortet nur, wie viele solcher Energiepakete mindestens nötig wären. Es sagt nicht, ob auf der Route passende Säulen stehen, ob das Fahrzeug dort die angenommene Energiemenge aufnehmen kann oder wie lange ein Stopp dauert.

Wetter, Gegenwind, Geschwindigkeit, Höhenprofil, Verkehr, Reifen und Innenraumklimatisierung können den realen Verbrauch verändern. Auch die Ladeleistung fällt typischerweise mit dem Ladestand und hängt von Batterietemperatur und Säule ab. Planen Sie deshalb eine belastbare Sicherheitsmarge und prüfen Sie die konkrete Route separat. Ein WLTP-Wert bleibt ein standardisierter Vergleichswert; er darf nicht als garantierte Winter-, Autobahn- oder Anhängerreichweite gelesen werden.

Vergleichen Sie Szenarien, indem Sie jeweils nur eine Annahme ändern, etwa Verbrauch, Start-Ladestand oder Reserve. So bleibt nachvollziehbar, wodurch sich die Reichweite verändert. Verwenden Sie möglichst ungerundete Eingaben; die Anzeige rundet das Ergebnis, während intern mit den vollständigen Werten gerechnet wird.

WLTP, Winter und reale Reichweite

WLTP schafft einen standardisierten Vergleich zwischen Fahrzeugen. Reale Reichweite hängt zusätzlich unter anderem von Geschwindigkeit, Temperatur, Wind, Höhenprofil, Reifen, Nebenverbrauchern und Batterietemperatur ab.

Aktuelle ADAC-Tests zeigen stark modellabhängige Abweichungen. Deshalb wird kein universeller Faktor wie „65 Prozent im Winter“ eingesetzt. Gemessener Fahrzeugverbrauch und tatsächliche Ladekosten sollten in getrennten, dafür vorgesehenen Rechenschritten bestimmt werden.

Häufige Fragen zur E-Auto-Reichweite

Soll ich Brutto- oder Nettokapazität eingeben?

Verwenden Sie die nutzbare Netto-Kapazität. Die Bruttokapazität enthält Herstellerpuffer, die nicht vollständig zum Fahren verfügbar sind.

Warum stimmt das Ergebnis nicht immer mit WLTP überein?

WLTP ist ein standardisierter Vergleichswert. Geschwindigkeit, Temperatur, Wind, Höhenprofil, Reifen und Nebenverbraucher können den realen Verbrauch deutlich verändern.

Ist der berechnete Ladestopp eine Routenempfehlung?

Nein. Er zeigt nur, wie viele Energiepakete des eingegebenen Ladefensters mindestens fehlen. Standort, Ladeleistung, Ladekurve und Fahrzeit werden nicht geprüft.

Sind Ladeverluste in der Reichweite enthalten?

Die Reichweite basiert auf batterie-seitigem Fahrverbrauch und nutzbarer Batterie. Bezahlte Netzenergie und Ladeverluste gehören in den Ladekosten-Rechner.

Quellen und Grundlagen

WLTP ist ein standardisiertes Typprüfverfahren und kein bedingungsloses Realreichweitenversprechen.

EU-Verordnung (EU) 2017/1151, konsolidierter Rechtsrahmen

Aktuelle Fahrzeugtests zeigen große modellabhängige Unterschiede bei Verbrauch und Reichweite.

ADAC Elektroauto-Test, 12.06.2026

Winter-Autobahnverluste unterscheiden sich deutlich nach Modell; keine universelle Reduktionsquote.

ADAC Winter-Langstreckentest, 22.01.2026

Aktueller Verbraucher-Kontext zu Reichweite und Einflussgrößen.

ADAC Reichweitenkontext, geprüft 19.07.2026

Aktualisiert Juli 2026 · Zur Methodik
Das Ergebnis ist eine Energiekapazitätsrechnung, keine Routen- oder Ankunftsprognose. Wetter, Wind, Höhe, Verkehr, Heizung/Kühlung, Umwege, Ladeorte und Ladekurve sind nicht modelliert.