Hausbaukosten-Rechner 2026
Was kostet es ein Haus zu bauen? Wohnfläche, Region und Ausbaustufe eingeben — Baukosten, Nebenkosten, Grundstück und Gesamtbudget sofort.
Ihre Hausbaukosten
- Baukosten von Baunebenkosten unterscheiden — Baukosten = das was der Hausbau-Unternehmer in Rechnung stellt. Baunebenkosten = Architekt (8–15 % der Baukosten), Statiker, Bodengutachten, Baugenehmigung, Vermessung, Anschlusskosten (Strom, Wasser, Gas, Kanal: 15.000–40.000 €), Außenanlagen, Einrichtung. Richtwert Baunebenkosten: 15–25 % der Baukosten. Grundstück + Erschließung: separat kaufen oder bereits vorhanden.
- Ausbaustufe bewusst wählen — Schlüsselfertig: höchster Preis, aber keine unerwarteten Kosten — der Bauträger gibt Festpreisgarantie. Ausbauhaus: 20–30 % günstiger, aber erheblicher Eigenleistungsaufwand (Böden, Fliesen, Malern, Elektro innen, Heizung innen). Nur für handwerklich Erfahrene realistisch. Rohbau: nur noch für sehr Erfahrene — Innenausbau kostet bei Handwerkern oft 40–60 % der Rohbaukosten zusätzlich.
- Baupreisindex 2026 berücksichtigen — Baupreise sind seit 2020 um ca. 40–50 % gestiegen (Statistisches Bundesamt, Baupreisindex). 2025/2026 leichter Rückgang durch sinkende Material- und Energiekosten (-3 bis -5 %). Trotzdem: Die absoluten Preise bleiben deutlich über Vorcoronajahr-Niveau. KfW-Förderung BEG NB 300 für KfW 40-Neubauten: bis 150.000 € günstiger Kredit.
Baukosten pro m² nach Region und Ausbaustufe 2026
| Region | Schlüsselfertig | Ausbauhaus | Rohbau |
|---|---|---|---|
| Bayern Süd (München) | 2.100–2.600 €/m² | 1.575–1.950 €/m² | 1.155–1.430 €/m² |
| Bayern Nord / BW | 1.900–2.400 €/m² | 1.425–1.800 €/m² | 1.045–1.320 €/m² |
| Hamburg / HH-Umland | 1.850–2.200 €/m² | 1.390–1.650 €/m² | 1.020–1.210 €/m² |
| Hessen / Frankfurt | 1.800–2.200 €/m² | 1.350–1.650 €/m² | 990–1.210 €/m² |
| NRW Rheinland | 1.650–2.000 €/m² | 1.240–1.500 €/m² | 910–1.100 €/m² |
| NRW Ruhrgebiet | 1.600–1.900 €/m² | 1.200–1.425 €/m² | 880–1.045 €/m² |
| Niedersachsen | 1.600–1.950 €/m² | 1.200–1.465 €/m² | 880–1.075 €/m² |
| Sachsen / Thüringen | 1.400–1.750 €/m² | 1.050–1.315 €/m² | 770–965 €/m² |
| Mecklenburg / Brandenburg | 1.350–1.700 €/m² | 1.015–1.275 €/m² | 745–935 €/m² |
Quelle: BKI Baukosten Wohngebäude 2026, eigene Berechnungen. Preise für freistehendes Einfamilienhaus, mittlerer Ausstattungsstandard, Massivbau. Fertighäuser 5–15 % günstiger. Preise ohne Grundstück, ohne Außenanlagen, ohne Erschließung. KfW 40-Effizienzhausstandard: +8–15 % auf Baukosten, aber Förderung bis 150.000 € günstige Kredit (KfW 300).
Gesamtbudget Hausbau — alle Kostenpositionen im Überblick
| Kostenposition | Anteil | Beispiel (140 m², NRW) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Baukosten (Rohbau + Ausbau) | ~55–65 % | ~252.000 € | Kernposition |
| Architekt + Fachplaner | ~8–12 % | ~36.000 € | % der Baukosten |
| Grundstück | ~15–25 % | ~120.000 € | stark regional |
| Erschließung | ~5–10 % | ~25.000 € | Anschlüsse, Straße |
| Außenanlagen | ~3–8 % | ~20.000 € | Garten, Zufahrt |
| Baugenehmigung / Notar | ~1–2 % | ~8.000 € | Inkl. Grundbuch |
| Inneneinrichtung | ~5–10 % | ~25.000 € | Küche, Möbel, Technik |
| Puffer / Reserve (Pflicht!) | ~10–15 % | ~50.000 € | Kostenüberschreitung |
Beispiel: 140 m² schlüsselfertig, NRW, mittlerer Standard (1.800 €/m² Baukosten). Gesamtbudget ca. 536.000 €. Ohne Reserve häufig Budgetüberschreitung von 10–30 % — Reserve ist Pflicht, kein Luxus. Grundstück: stark regional, in München +200–300 % gegenüber Sachsen.
Fertighaus vs. Massivbau — die wichtigsten Unterschiede
Fertighaus (Holzrahmen- oder Holztafelbau): 10–20 % günstiger als Massivbau gleicher Größe, deutlich schnellere Bauzeit (3–6 Monate statt 12–18 Monate bei Massivbau), werkseitige Qualitätskontrolle. Nachteil: geringerer Schallschutz als Massivbau (kann durch Ausstattung kompensiert werden), teilweise geringerer Wiederverkaufswert in Deutschland (kulturelle Präferenz für Massivbau). Empfehlenswert wenn: Schnelligkeit wichtig und Eigenleistung geplant. Aktuelle Anbieter: Fingerhut, WeberHaus, Bien-Zenker, Town & Country.
Massivbau (Ziegel, Beton, Kalksandstein): höheres Eigengewicht, besserer Schallschutz, höhere thermische Masse (Wärmespeicher), höherer Wiederverkaufswert. Nachteil: langsamere Bauzeit, höhere Kosten, witterungsabhängig im Bau. Bei gleichem Budget: Fertighaus bietet oft mehr Wohnfläche oder bessere Ausstattung. KfW-Förderung gilt für beide Bauweisen gleichermaßen — entscheidend ist der Energiestandard, nicht die Bauweise.
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Häufige Fragen zu Hausbaukosten
Was kostet ein Haus bauen in Deutschland 2026?
Ein freistehendes Einfamilienhaus (140 m², mittlerer Standard, schlüsselfertig) kostet 2026 je nach Region: Bayern/BW: 290.000–370.000 € Baukosten allein (ohne Grundstück, Nebenkosten). NRW/Hessen: 230.000–290.000 €. Ostdeutschland: 190.000–250.000 €. Mit Grundstück (sehr regional), Baunebenkosten und Außenanlagen: Gesamtkosten oft 450.000–700.000 € in teureren Regionen, 300.000–450.000 € in günstigeren Lagen.
Wie viel Eigenkapital brauche ich für den Hausbau?
Empfehlung der Banken: mindestens 20–30 % des Gesamtbudgets als Eigenkapital. Bei Gesamtbudget 500.000 €: 100.000–150.000 € Eigenkapital. Mindestens müssen Baunebenkosten (15–25 %) aus Eigenkapital bezahlt werden — Banken finanzieren diese nicht. Zusätzlich: Puffer von 10–15 % für Kostenüberschreitungen. KfW-Förderkredit BEG NB 300 reduziert den Fremdkapitalbedarf für energieeffiziente Neubauten.
Was ist eine Festpreisgarantie und wie sicher ist sie?
Schlüsselfertig-Anbieter und Generalunternehmer geben oft eine Festpreisgarantie: Der vereinbarte Preis gilt unabhängig von Materialpreiserhöhungen oder Bauzeitverlängerungen. Die Sicherheit hängt von der Bonität des Anbieters ab: Ein insolventer Bauträger kann die Garantie nicht halten. Prüfung: Bürgschaft oder Baufertigstellungsversicherung verlangen. Seriöse Anbieter stellen diese aus. Ohne Absicherung: bei einem Bauträgerinsolvenz-Fall können Bauherren auf den Mehrkosten sitzen bleiben.
Welche KfW-Förderung gibt es für Neubauten 2026?
KfW 300 (Klimafreundliches Wohngebäude): für Neubauten im KfW-Effizienzhaus-40-Standard (EH 40). Kredit bis 150.000 € pro Wohneinheit zu günstigen Zinsen (Zinsverbilligung durch Bundeshaushalt). Voraussetzung: QNG-Siegel (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) für höchsten Fördersatz. Antrag: über eine durchleitende Bank (nicht direkt bei KfW). Antrag muss VOR Baubeginn gestellt werden. Zusätzlich: Bundesländer haben eigene Programme (Bayern: BayernKredite, NRW: NRW.Bank).
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