Hausbaukosten-Rechner 2026
Gebäude, Grundstück, Nebenkosten und Reserve zu einem nachvollziehbaren Gesamtbudget zusammenführen.
Wählen Sie, ob die Gebäudekosten aus Wohnfläche und m²-Preis, als Gesamtbetrag oder über zwei Stände derselben Baupreisindex-Reihe berechnet werden.
Geplante Wohnfläche laut Entwurf oder Flächenberechnung. Sie dient auch zur Ausgabe der Gesamtprojektkosten je m².
Gebäudepreis je m² mit bekanntem Leistungsumfang und Preisstand. Grundstück und separat erfasste Nebenkosten nicht einrechnen.
Gesamter dokumentierter Gebäudepreis ohne Grundstück und ohne Positionen, die Sie unten zusätzlich eintragen.
Vergleichbare Gebäudekosten am früheren Preisstand. Leistungsumfang und Umsatzsteuerstatus müssen zum Zielwert passen.
Indexstand, der zu den Ausgangskosten gehört. Verwenden Sie dieselbe amtliche oder dokumentierte Indexreihe wie beim Zielstand.
Aktueller oder geplanter Zielstand derselben Indexreihe. Ein Index ersetzt keine Änderung bei Ausstattung oder Leistungsumfang.
Reiner Grundstückspreis. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler gehören in die nächste Position.
Summe der tatsächlichen Erwerbsnebenkosten des Grundstücks. Bereits im Grundstückspreis enthaltene Beträge nicht doppelt erfassen.
Bestätigte Kosten für Erschließung, Hausanschlüsse und Zufahrt, soweit sie nicht schon im Vertragspreis enthalten sind.
Planung, Genehmigungen, Vermessung, Gutachten, Prüfungen und weitere Baunebenkosten als eigene dokumentierte Summe.
Prozentualer Puffer auf die im Rechner definierte Reservebasis. Die Reserve ersetzt keine fehlende Kostenposition.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle7 Felder
Zusätzlicher Betrag für Keller oder Bodenplatte. Nur eintragen, wenn diese Leistung nicht bereits in den Gebäudekosten steckt.
Zum Beispiel Terrasse, Wege, Stellplätze, Entwässerung, Gelände und Einfriedung, soweit nicht anderweitig enthalten.
Zinsen und Gebühren während der Bau- und Auszahlungsphase. Die spätere Darlehensrate gehört in den Baufinanzierungsrechner.
Nur noch nicht erfasste, belegte Projektkosten eintragen. Sammelbeträge sollten später in Einzelpositionen aufgelöst werden.
Kennzeichnen Sie, ob die Werte aus Angeboten und Kostenplan stammen oder noch vorläufige Annahmen sind.
Kurze Referenz auf Angebot, Kostenplan, Indexreihe oder Datei, damit der Preisstand später nachvollziehbar bleibt.
Datum, zu dem Angebote, Kostenplan oder verwendete Indexstände gelten.
Berechnungsergebnis
- Modus passend wählen — Nutzen Sie Dokument-, Angebots- oder Ist-Werte zuerst. Ein Benchmarkmodus ist nur für eine ausdrücklich belegte Planungsannahme gedacht.
- Kosten abgrenzen — Ordnen Sie jede Position genau einmal zu. Hausgeld, Warmmiete, Baukosten, Rücklage und direkte Verträge sind nicht austauschbar.
- Nachweisstand lesen — Das Ergebnis zeigt Rechenarithmetik und Datenstatus, keine Rechts-, Marktwert-, Finanzierungs- oder Zustandsentscheidung.
Hausbaukosten als vollständiges Projektbudget berechnen
Der Hausbaukosten-Rechner verbindet den Gebäudepreis mit Grundstück, Erwerbsnebenkosten, Erschließung, Keller oder Bodenplatte, Außenanlagen, Planung, Finanzierungskosten und einer frei wählbaren Reserve. Für das Gebäude können Sie einen Preis je Quadratmeter, einen bereits bekannten Gesamtbetrag oder eine nachvollziehbare Indexfortschreibung verwenden. So bleibt sichtbar, welche Position das Budget verändert, statt alle Kosten in einer pauschalen Quadratmeterzahl zu verstecken.
Das Ergebnis zeigt ein planbares Gesamtbudget. Ob Angebote vollständig, vertraglich bindend oder technisch ausreichend sind, muss außerhalb des Rechners geprüft werden.
Vom Baupreis zum Gesamtprojekt
Berechnungswege und Reserve
Rechenbeispiel: 100 m² Haus mit vollständiger Kostenaufstellung
Das Beispiel zeigt, warum der reine Gebäudepreis nicht mit den gesamten Projektkosten gleichgesetzt werden darf.
Für ein Haus mit 100 m² Wohnfläche wird ein dokumentierter Gebäudewert von 3.000 €/m² eingegeben. Die Gebäudekosten betragen damit 300.000 €. Hinzu kommen 150.000 € Grundstück, 10.000 € Erwerbskosten, 25.000 € Erschließung und Hausanschlüsse, 50.000 € Keller oder Bodenplatte, 30.000 € Außenanlagen, 80.000 € Planung und Baunebenkosten, 10.000 € Bauzeit-Finanzierung sowie 5.000 € weitere Projektkosten.
Für die Reserve werden Gebäude, Erschließung, Keller beziehungsweise Bodenplatte, Außenanlagen, Planung und weitere Baupositionen zusammengefasst. Die Reservebasis beträgt in diesem Beispiel 490.000 €. Bei 10 % entstehen 49.000 € Reserve. Grundstück, Erwerbsnebenkosten und Finanzierungskosten werden nicht noch einmal mit diesem Prozentsatz belastet.
Das Gesamtprojektbudget ergibt sich zu 709.000 €. Bezogen auf 100 m² Wohnfläche sind das 7.090 €/m² Gesamtprojektkosten. Dieser Wert ist wesentlich höher als der reine Gebäudepreis von 3.000 €/m², weil Grundstück und alle weiteren Projektpositionen enthalten sind. Genau diese Trennung verhindert, dass ein günstiger Hauspreis mit einem vollständigen Budget verwechselt wird.
Ändert sich ein Angebot, lässt sich die betroffene Position direkt anpassen. Das ist nachvollziehbarer als ein pauschaler Aufschlag auf den Gebäudepreis und verringert das Risiko, einzelne Kosten doppelt zu erfassen.
Welche Kostenpositionen häufig fehlen
Bei frühen Angeboten wird oft nur das Gebäude betrachtet. Grundstück, Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler gehören jedoch zum Erwerb. Diese Positionen sollten im Kaufnebenkosten-Rechner mit den konkreten Angaben separat berechnet und anschließend als dokumentierte Summe übernommen werden.
Erschließung und Hausanschlüsse können Wasser, Abwasser, Strom, Telekommunikation, Zufahrt und weitere lokale Anforderungen umfassen. Keller, Bodenplatte und Erdarbeiten sollten nicht gleichzeitig im Gebäudepreis und als eigene Position enthalten sein. Außenanlagen wie Wege, Stellplätze, Entwässerung, Terrasse, Gelände und Einfriedung werden in frühen Kalkulationen ebenfalls häufig unterschätzt oder ganz vergessen.
Planung und Baunebenkosten können Architekten- und Ingenieurleistungen, Genehmigungen, Gutachten, Vermessung, Prüfungen, Versicherungen und Baustelleneinrichtung umfassen. Welche Leistungen tatsächlich anfallen und wie sie vergütet werden, ergibt sich aus Verträgen und geltendem Recht. Der Rechner setzt dafür keinen pauschalen HOAI-Prozentsatz.
Budget, Finanzierung und spätere Belastung getrennt prüfen
Ein Projektbudget beantwortet die Frage, wie viel das Vorhaben unter den eingegebenen Kostenannahmen insgesamt benötigt. Es beantwortet nicht automatisch, wie viel Darlehen tragbar ist. Eigenkapital, Sollzins, Tilgung, Bereitstellungszinsen und Auszahlungszeitpunkte gehören in den Baufinanzierungsrechner. So werden Kosten und Finanzierung nicht in einer einzigen schwer prüfbaren Zahl vermischt.
Nach Fertigstellung entstehen Betrieb, Instandhaltung und Rücklagen. Der Instandhaltungskosten-Rechner kann eine eigene langfristige Annahme abbilden. Diese spätere Rücklage sollte nicht als einmalige Baukostenposition missverstanden werden, ist aber für die Tragfähigkeit des Eigentums wichtig.
Eine Reserve ist kein Ersatz für fehlende Positionen. Erst muss die Aufstellung möglichst vollständig sein, danach deckt die Reserve verbleibende Unsicherheit ab. Je früher die Projektphase und je geringer die Angebotsbindung, desto größer ist typischerweise die Unsicherheit. Der passende Prozentsatz muss projektspezifisch begründet werden. Der Rechner macht ihn editierbar und zeigt die Reservebasis offen.
Indexwerte und Preisstände korrekt verwenden
Amtliche Baupreisindizes zeigen die Veränderung bestimmter Bauleistungen über die Zeit. Sie liefern keinen fertigen Preis für Ihr Haus. Eine Indexfortschreibung ist nur sinnvoll, wenn Ausgangskosten und Indexreihe sachlich zusammenpassen und beide Indexstände dokumentiert sind. Ein Angebot aus einem früheren Preisstand kann damit transparent fortgeschrieben werden; regionale Lage, Ausstattungsänderungen und neue Leistungsumfänge bleiben dennoch separat zu berücksichtigen.
Notieren Sie für jede größere Position Quelle, Datum, brutto oder netto, enthaltene Leistungen und Ausschlüsse. Angebote mit unterschiedlichen Leistungsständen dürfen nicht direkt addiert werden. Prüfen Sie insbesondere, ob Erdarbeiten, Baustelleneinrichtung, Hausanschlüsse, Planung, Statik, Außenanlagen und Umsatzsteuer bereits enthalten sind.
Runden Sie Beträge erst für die Anzeige. Bei großen Summen können viele einzeln gerundete Positionen eine sichtbare Abweichung erzeugen. Das Ergebnis sollte deshalb als Planungswert mit dokumentiertem Stand gelesen werden, nicht als Festpreisversprechen.
Häufige Fragen zu Hausbaukosten
Warum ist der Gesamtpreis je m² so viel höher als der Gebäudepreis?
Weil das Gesamtprojekt auch Grundstück, Erwerb, Erschließung, Planung, Außenanlagen, Finanzierung und Reserve enthalten kann. Der Gebäudepreis bildet nur einen Teil ab.
Welche Kosten gehören in die Reservebasis?
Nur die im Rechner dafür definierten Bau- und Projektpositionen. Grundstück, Erwerbs- und Finanzierungskosten werden nicht automatisch einbezogen.
Kann ich einen bundesweiten Durchschnittspreis verwenden?
Nur als bewusst gewählte, dokumentierte Annahme. Der Rechner setzt keinen Regional- oder Durchschnittspreis automatisch, weil Ausstattung, Region, Bauweise und Leistungsumfang stark variieren.
Ist das Ergebnis ein Festpreis?
Nein. Es ist ein transparentes Budget aus eingegebenen Werten. Vertragliche Bindung, Nachträge, Baugrund, Planung und Marktänderungen müssen gesondert geprüft werden.
Quellen und Grundlagen
Destatis stellt amtliche Bau- und Immobilienpreisindizes bereit. Der Rechner nutzt keine versteckten Indexwerte; eine Fortrechnung erfolgt nur mit den vom Nutzer eingegebenen Ständen derselben Reihe.
Destatis – Bau- und ImmobilienpreisindexDie HOAI ist der offizielle rechtliche Kontext für bestimmte Architekten- und Ingenieurleistungen. Konkrete Honorare und Leistungsbilder müssen aus Vertrag und Projekt übernommen werden.
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure