Holzrechner 2026 — Holzmenge und Kosten berechnen
Wie viel Holz brauche ich und was kostet das? Fläche, Holzart und Verwendungszweck eingeben — Stückzahl, Kubikmeter und Materialkosten sofort.
Ihr Holzbedarf
- Terrassendielen richtig berechnen — Terrassendielen werden auf Unterkonstruktion verlegt mit 5–8 mm Fugenabstand. Effektive Brettbreite bei 145 mm Diele: 145 − 6 mm Fuge = 139 mm nutzbarer Bereich. Anzahl Dielen = Terrassenbreite ÷ 0,139. Länge: immer in Standardlängen (2,10 / 3,00 / 4,20 m) kaufen, auf Gesamtlänge + 5 % Verschnitt aufrunden. Unterkonstruktion (Balken 45 × 70 mm alle 50 cm): separat berechnen.
- Holzarten für Außenbereich vergleichen — Lärche (europäisch): natürlich dauerhaft (Klasse 3–4), guter Kompromiss Preis/Qualität, harzhaltig, vergraut elegant. Bangkirai (Borneo): sehr hart (Klasse 1), dunkelbraun, schwer zu bearbeiten, teuer aber langlebig. WPC: wartungsarm, keine Pflege nötig, splitterfrei — aber Kunststoffanteil, schlechtere Ökobilanz. Robinie: härtestes europäisches Holz (Klasse 1), sehr witterungsbeständig, günstiger als Bangkirai. Thermo-Esche/Thermokiefer: Wärmebehandlung erhöht Dauerhaftigkeit auf Klasse 1.
- Holzpflege und Behandlung — Unbehandelte Weichhölzer (Fichte, Kiefer) im Außenbereich: ohne Imprägnierung oder Lasur 2–5 Jahre Lebensdauer. Mit Imprägnierung: 8–15 Jahre. Hartholz (Bangkirai, Robinie): kein Anstrich nötig, aber Ölen alle 1–2 Jahre erhält Farbe und Feuchtigkeitsschutz (Teak-Öl, Hartholzöl: 10–20 €/L, 1 L auf ca. 8–10 m²). Lärche: vergaut ohne Pflege silbergrau (ästhetisch schön), oder mit UV-Schutzöl Farbe erhalten.
Holzarten Außenbereich 2026 — Vergleich Dauerhaftigkeit und Preis
| Holzart | Dauerhaftigkeit | Preis Terrasse/m² | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Lärche (europ.) | Klasse 3–4 | 30–55 €/m² | Harzhaltig, vergaut silbergrau |
| Robinie (europ.) | Klasse 1 | 45–75 €/m² | Härtestes europ. Holz, sehr langlebig |
| Bangkirai (Hartholz) | Klasse 1 | 55–90 €/m² | Tropisch, sehr hart, kein Vergrauen |
| Thermo-Esche | Klasse 1–2 | 50–85 €/m² | Einheimisch, wärmebehandelt |
| Thermokiefer | Klasse 1–2 | 35–65 €/m² | Günstig, gute Öko-Bilanz |
| WPC (Standard) | keine Angabe | 40–80 €/m² | Wartungsarm, Kunststoffanteil |
| WPC (Premium) | keine Angabe | 70–130 €/m² | Holzoptik, Splitterschutz |
| Fichte / Kiefer (unb.) | Klasse 4 | 15–30 €/m² | Nur mit Imprägnierung tauglich |
Dauerhaftigkeit nach DIN EN 350: Klasse 1 = sehr dauerhaft (>25 Jahre), Klasse 5 = nicht dauerhaft (<5 Jahre). Preise inkl. MwSt., ohne Montage, ab Lager. Tropische Hölzer (Bangkirai): auf FSC-Zertifikat achten. WPC: keine natürliche Dauerhaftigkeit nach DIN — Herstellerangaben beachten. Quelle: Holzpreisindex Q4 2025, Baustoffhändler.
Brennholz-Preise und Heizwert 2026 — Holzarten im Vergleich
| Holzart | Heizwert (trocken) | Preis/m³ fm | Abbrandqualität |
|---|---|---|---|
| Buche | ~2.100 kWh/Ster | 80–130 €/m³ | Ausgezeichnet, lange Glut |
| Eiche | ~2.100 kWh/Ster | 75–120 €/m³ | Sehr gut, sehr lange Glut |
| Esche | ~2.000 kWh/Ster | 75–115 €/m³ | Sehr gut, auch frisch brennbar |
| Birke | ~1.800 kWh/Ster | 65–100 €/m³ | Gut, schnell entzündlich |
| Lärche | ~1.800 kWh/Ster | 60–95 €/m³ | Gut, harzhaltig (Funken) |
| Fichte/Tanne | ~1.500 kWh/Ster | 45–75 €/m³ | Befriedigend, funkenreich |
| Pappel/Weide | ~1.400 kWh/Ster | 35–60 €/m³ | Gering, schnell abgebrannt |
| Pellets (Vgl.) | ~5.000 kWh/Tonne | 300–380 €/t | Standardisiert, bequem |
1 m³ Festmaß (fm) = ca. 1,4 Ster (Raummaß). Heizwert bei 15–20 % Restfeuchte (Mindeststandard für Kaminholz nach 1. BImSchV). Buche ist Referenzholz: 2 Ster Buche ≈ 1 m³ Heizöl. Holz sollte mindestens 2 Jahre trocken gelagert sein. Preise: regional stark variabel (Niedersachsen/Bayern günstiger als Stadtrandlagen). Quelle: C.A.R.M.E.N. e.V. Brennholzpreisindex Q4 2025.
KVH — Konstruktionsvollholz für Dachstuhl und Holzbau
Konstruktionsvollholz (KVH) ist technisch getrocknetes, sortiertes Nadelholz (Fichte/Tanne) für tragende Holzkonstruktionen — Dachstühle, Holzrahmenbauten, Carports. Qualitätsmerkmale: keilgezinkt (keine langen Äste), technisch getrocknet auf ≤ 15 % Holzfeuchte, mit CE-Kennzeichnung, kalibriert (maßgenau auf 1 mm). Vorteil gegenüber Schnittholz: kein Verziehen oder Reißen nach dem Einbau. Preis 2026: 500–800 €/m³ (BSH: bis 1.200 €/m³ für Brettschichtholz).
Brettschichtholz (BSH, Leimholz): mehrere Schichten KVH verleimt — ermöglicht große Spannweiten (bis 40 m ohne Stütze), gebogene Träger, als Architektenelement. Für Carport-Hauptbalken, große Terrassenüberdachungen oder offene Hallen optimal. CLT (Brettsperrholz): massive Holzplatten für Wand- und Deckenelemente im modernen Holzmassivbau — zunehmend als Alternative zu Betondecken. Preis CLT: 800–1.400 €/m³.
Richtig kalkulieren: Verschnitt, Maßeinheiten und Lagerung
Der häufigste Fehler beim Holzkauf ist die Verschnitt-Vergessenheit: Planen Sie bei Terrassendielen und Fassaden 10–15 % Zuschlag ein, bei Räumen mit vielen Ecken, Schrägen oder Diagonalverlegung eher 15–20 %. Wer exakt die rechnerische Fläche bestellt, fährt fast sicher ein zweites Mal zum Händler — oft zu höheren Einzelpreisen und mit abweichender Charge, die farblich sichtbar anders ausfallen kann. Bestellen Sie deshalb immer aus einer Charge und heben Sie 2–3 Reservedielen für spätere Reparaturen auf.
Bei Brennholz stolpern viele über die Maßeinheiten: Ein Festmeter (fm) ist ein Kubikmeter massives Holz, ein Raummeter (rm, geschichtet) entspricht ca. 0,7 fm, ein Schüttraummeter (srm, lose gekippt) nur ca. 0,5 fm. Preisvergleiche funktionieren nur in derselben Einheit — 80 € pro Schüttraummeter sind teurer als 100 € pro Raummeter. Und: Frisch geschlagenes Holz braucht 1–2 Jahre Trocknung auf unter 20 % Restfeuchte; nasses Holz liefert bis zu 50 % weniger Heizwert und verrußt Ofen und Schornstein.
Terrassendielen kalkulieren: das Komplettbeispiel
Eine 4 × 5 m Terrasse (20 m²) mit Douglasie-Dielen (14,5 cm Deckbreite, 2,8 cm Stärke): Mit 12 % Verschnitt brauchen Sie ca. 22,5 m² Dielenware — bei 145 mm Breite rund 155 laufende Meter. Dazu kommt die Unterkonstruktion (ca. 3 lfm pro m² = 60 lfm KDI-Kanthölzer), Edelstahlschrauben (ca. 700 Stück, Faustregel 30–35 pro m²) und Stelzlager oder Kiesbett. Materialkosten gesamt 2026: Douglasie ca. 900–1.400 €, sibirische Lärche ca. 1.100–1.600 €, WPC ca. 1.400–2.200 € — die Spannen ergeben sich aus Qualitätssortierung und Region.
Bei Bangkirai oder anderen Tropenhölzern auf FSC-Zertifizierung achten; heimische Alternative mit ähnlicher Dauerhaftigkeit ist thermisch modifizierte Esche (Thermoholz). Wichtig für die Haltbarkeit ist weniger die Holzart als die konstruktive Ausführung: 2 % Gefälle, Belüftung unter den Dielen und kein direkter Erdkontakt verlängern die Lebensdauer um Jahre — unabhängig vom Material.
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Häufige Fragen zum Holzrechner
Wie viel Holz brauche ich für eine 20 m² Terrasse?
Terrassendielen Lärche 26 × 145 mm: Effektivbreite 139 mm (145 − 6 mm Fuge). Terrassenbreite angenommen 4 m: 4 m ÷ 0,139 = 29 Dielen benötigt. Länge 5 m: 29 × 5 m = 145 lfm Dielenlänge. Plus 10 % Verschnitt: 160 lfm. Unterkonstruktion (Balken 45 × 70 mm, alle 50 cm): 4 Reihen × 5 m = 20 lfm. Kosten: 160 lfm × Ø 4 €/lfm (Lärche) = 640 € + 20 lfm × 2 €/lfm = 40 € = ca. 680 € Material.
Wie erkenne ich trockenes Brennholz?
Messung mit Feuchtemessgerät: unter 20 % Restfeuchte (Pflicht nach 1. BImSchV seit 2022). Optisch: Risse in den Hirnflächen (Stirnseiten), helles Holzinneres, hohler Klang beim Aneinanderschlagen. Holz das beim Verbrennen zischt, Dampf absondert oder schlecht brennt: zu feucht. Lagerung: mind. 2 Jahre unter Dach, mit offenen Seiten für Luftzirkulation. Ab 2023 Pflicht: Kaminholz verkäufer müssen Feuchtegehalt angeben. Trockenes Holz (18–20 %): ca. 25 % mehr Heizwert als frisches Holz.
Was ist der Unterschied zwischen Festmaß, Raummeter und Ster?
Festmaß (fm): 1 m³ reines Holz ohne Luft — Referenzmaß für Heizwert und Preis. Raummeter (rm) oder Ster: 1 m³ gestapeltes Holz mit Luftanteilen. Je nach Holzart und Scheitgröße: 1 rm = 0,55–0,75 fm. Schüttraummeter (srm): loses, nicht gestapeltes Holz — 1 srm = ca. 0,35–0,45 fm. Faustregel: 2 Ster = ca. 1 Festmaß. Beim Brennholzkauf: immer nach Festmaß fragen und Umrechnungsformel klären. Pellets: werden immer in Tonnen verkauft (1 t = ca. 1,5–1,7 m³ Schüttvolumen).
Darf ich in meiner Wohngegend eine Feuerstelle mit Kaminholz betreiben?
In Deutschland ist das Verbrennen von trockenem Naturholz (unbehandelt) in zugelassenen Kaminen, Kaminöfen und Heizkaminen grundsätzlich erlaubt. Voraussetzungen: Kaminofen mit gültigem Prüfzeichen (BImSchV Stufe 2, Grenzwerte Feinstaub und CO), Schornstein in gutem Zustand (Schornsteinfeger-Abnahme), Holzfeuchte unter 20 % (Pflicht). Ausnahmen: manche Kommunen haben lokale Feuerwerksverbotszonen oder Smog-Verordnungen — im Zweifelsfall bei der Gemeinde anfragen.
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