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Raumvolumen-Rechner 2026 — Raumvolumen und Heizlast berechnen

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Januar 2026

Wie groß ist mein Raum in Kubikmetern und welche Heizleistung brauche ich? Raumlänge, -breite und -höhe eingeben — Volumen, Heizlast und Lüftungsbedarf sofort.

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Ihr Raumvolumen

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So wird der Rechner verwendet
  1. Raumvolumen für Heizlast und Lüftung nutzen — Das Raumvolumen (m³) ist die Basis für: Heizlastberechnung (wie viel Heizleistung braucht der Raum?), Lüftungsplanung (wie oft muss die Luft ausgetauscht werden?), Klimaanlage-Dimensionierung (BTU-Leistung), Akustik und Nachhall (Nachhallzeit hängt von Volumen und Absorption ab). Heizlast-Faustregel: 30–100 Watt/m³ je nach Dämmzustand und Außentemperatur.
  2. Heizlast-Faustformel für einfache Abschätzung — Einfache Methode: Raumvolumen (m³) × Heizlast-Faktor. Altbau: 50–70 W/m³. Teilsanierter Bau: 35–50 W/m³. Neubau KfW 70: 20–35 W/m³. Passivhaus: unter 15 W/m³. Beispiel Wohnzimmer 30 m², 2,5 m Höhe = 75 m³, teilsaniert: 75 × 45 W = 3.375 Watt — Heizkörper 3.500 Watt ausreichend. Exakte Heizlastberechnung: nach DIN EN 12831 durch Heizungsfachbetrieb.
  3. Lüftung nach DIN 1946 Raumlüftung — Mindest-Luftwechselrate nach DIN 1946: Wohnräume 0,5-fach/h (halbes Raumvolumen pro Stunde), Küche 1,0-fach/h, Bad 1,5–2,0-fach/h. Beispiel Wohnzimmer 75 m³: 75 × 0,5 = 37,5 m³/h Frischluft nötig. Bei Fensterlüftung: kurz quer lüften (5 min) bringt ca. 2–3-fachen Luftwechsel. Mechanische Lüftungsanlage: dimensioniert auf Raumvolumen × Luftwechselrate.

Heizlast-Richtwerte nach Raumtyp und Gebäudestandard 2026

RaumtypAltbau (W/m³)Teilsaniert (W/m³)Neubau (W/m³)
Wohnzimmer50–70 W/m³35–50 W/m³20–30 W/m³
Schlafzimmer45–65 W/m³30–45 W/m³18–28 W/m³
Küche40–55 W/m³28–40 W/m³15–25 W/m³
Badezimmer70–100 W/m³50–70 W/m³30–45 W/m³
Keller (beheizt)55–80 W/m³40–55 W/m³25–35 W/m³
Büro/Homeoffice45–65 W/m³30–45 W/m³18–28 W/m³
Treppenhaus60–90 W/m³45–65 W/m³25–40 W/m³

Quelle: DIN EN 12831, vereinfachte Heizlasttabellen VDI 2078. Bad höher: kompensiert Wärmeverluste durch Lüftung und Feuchte. Neubau (KfW 55 oder besser): deutlich geringere Werte durch Wärmedämmung und Wärmerückgewinnung. Exakte Auslegung: Heizungsfachbetrieb nach DIN EN 12831 (Norm-Heizlast) beauftragen — Pflicht bei Neuanlage.

Klimaanlage / Wohnraumlüftung — Dimensionierung nach Raumgröße

RaumgrößeKlimaanlage BTULüftungsanlage m³/hWohnräume m² Empfehlung
20 m² / 50 m³5.000–7.000 BTU25 m³/h1-Zimmer-Apartment
30 m² / 75 m³7.000–9.000 BTU38 m³/hSchlafzimmer + Wohnbereich
50 m² / 125 m³9.000–12.000 BTU63 m³/hWohnzimmer offen
80 m² / 200 m³12.000–18.000 BTU100 m³/hOffener Wohn-/Essbereich
120 m² / 300 m³18.000–24.000 BTU150 m³/hGesamte EG-Etage

Klimaanlage BTU: Richtwerte Kühlleistung (1 kW ≈ 3.414 BTU). Kühlbedarf: 50–80 Watt/m² bei gut gedämmtem Gebäude, 80–120 Watt/m² bei schlechter Dämmung/Südfassade. Lüftungsanlage: 0,5-facher Luftwechsel/h nach DIN 1946. Bei Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (WRG): Energie-Effizienzklasse A beachten (WRG-Grad ≥ 75 %).

Schimmel verhindern — Lüften nach Raumgröße und Feuchtequelle

Schimmel entsteht wenn relative Luftfeuchtigkeit über 70–80 % auf kalten Wandoberflächen (unter Taupunkt) anhält. Feuchtequellen in der Wohnung: Kochen (1–3 L/Tag), Duschen (0,5–1 L), Wäschetrocknen (2–3 L), Pflanzen (0,5 L), Atmung (0,4–0,6 L/Person/Tag). Gesamtfeuchtigkeit 4-Personen-Haushalt: 8–14 L/Tag. Diese Feuchtigkeit muss durch Lüftung abgeführt werden.

Richtiges Lüften: Stoßlüften (Fenster weit öffnen, 5–10 Minuten, 3× täglich) ist effektiver als Kipplüften. Kippfenster über mehrere Stunden: kühlt die Wand ab, erhöht das Schimmelrisiko bei hoher Innenluftfeuchtigkeit. In Schlafzimmern: nach dem Aufwachen lüften (Nacht-Atemluft enthält 0,4 L Feuchtigkeit/Person). Hygrometer (10–20 €): zeigt die relative Luftfeuchtigkeit an — Zielbereich 40–60 % in Wohnräumen.

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Häufige Fragen zum Raumvolumen-Rechner

Wie berechne ich das Raumvolumen bei Schrägen oder Dachschrägen?

Regelmäßige Räume: Länge × Breite × Höhe = m³. Räume mit Dachschräge: Grundfläche (m²) × mittlere Höhe ((Firsthöhe + Kniestockhöhe) ÷ 2). Beispiel: 4 × 5 m Grundfläche, Kniestock 1,2 m, First 2,8 m: mittlere Höhe = (1,2 + 2,8) ÷ 2 = 2 m. Volumen = 20 m² × 2 m = 40 m³ (vereinfacht). Für Heizlast und Lüftungsplanung ist die beheizte Netto-Luftvolumen maßgebend — bei Schrägen wird unbeheizter Spitzenbereich nicht mitgerechnet.

Welche Klimaanlage brauche ich für mein Wohnzimmer?

Grobe Faustregel: 60–80 Watt Kühlleistung pro m² (bei modernem Gebäude). Wohnzimmer 30 m²: 30 × 70 = 2.100 Watt = ca. 7.200 BTU. Kaufempfehlung: Split-Klimaanlage 7.000–9.000 BTU (z. B. Mitsubishi, Daikin, LG). Wichtig: Außeneinheit platzieren (Terrasse, Balkon, Außenwand). Energieeffizienzklasse A+++ bevorzugen. Bei sehr gut gedämmtem Neubau: 40–50 W/m² ausreichend. Bei Südfassade oder Dachgeschoss: 100–120 W/m² einplanen.

Wie oft muss ich das Schlafzimmer lüften?

Nach DIN 1946: 0,5-facher Luftwechsel pro Stunde als Mindest-Richtwert. Schlafzimmer 20 m², 2,5 m Höhe = 50 m³: 50 × 0,5 = 25 m³/h Frischluft nötig. Beim Schlafen (2 Personen): ca. 0,8 L Feuchtigkeit/h pro Person = 1,6 L/h die abgeführt werden müssen. Empfehlung: Abends und morgens je 5–10 Minuten Stoßlüften. Bei geschlossenem Schlafen: CO₂-Anstieg auf 2.000–3.000 ppm nach 8 Stunden (Grenzwert 1.000 ppm für gutes Raumklima). Abhilfe: Fenster auf Kipp oder mechanische Lüftung.

Wie viel Rauminhalt hat eine Garage?

Standardgarage (Einzelgarage): ca. 3 × 6 m = 18 m² × 2,3 m Höhe = 41,4 m³. Doppelgarage: ca. 6 × 6 m × 2,3 m = 82,8 m³. Relevanz des Volumens für Garage: Lüftungsplanung (Kohlenmonoxid bei laufendem Motor: gefährlich), Heizung (Garagenheizung: max. 7–10 W/m³ wegen schlechter Dämmung), Feuerlöschanlagen (gewerblich: Sprinklersysteme nach Raumvolumen dimensioniert). Wohnnutzung: Garagenumnutzung zu Wohnraum erfordert Baugenehmigung und entsprechende Dämmung.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Bau & Wohnen. Weitere Rechner für Flächen, Heizkosten und Dämmung finden Sie in der Übersicht.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Volumen: Länge × Breite × Höhe. Heizlast: Volumen × Faktor (Altbau 60, mittel 45, Neubau 28 W/m³). Lüftung: DIN 1946 Mindestluftwechsel. Exakte Werte: Fachplanung nach DIN EN 12831 erforderlich.