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Mauerwerk-Rechner — Steine und Mörtel berechnen

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Januar 2026

Wie viele Steine und wie viel Mörtel brauche ich? Wandmaße und Steinformat eingeben — Stückzahl, Mörtelvolumen und Verschnitt sofort.

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So wird der Rechner verwendet
  1. Steinformat bestimmt alles — Das Steinformat nach DIN 105 legt fest, wie viele Steine pro m² Wandfläche benötigt werden. NF (Normalformat) hat 50 Steine pro m² Mauerwerk (einschalig, 24 cm). DF ist flacher und braucht mehr Steine pro m² Höhe. Immer Steinformat mit dem Händler abstimmen — regionale Verfügbarkeit variiert.
  2. Verbandsart und Verschnitt — Läuferverband (halber Versatz): ca. 5 % Verschnitt. Kreuzverband und Blockverband: ca. 7–10 %. Eckausbildung: erhöhter Verschnitt durch notwendige Dreiviertel- und Viertelsteine. Für Hobbymaurer: immer 10 % Reserve einplanen.
  3. Mörtel nach Mauerwerkklasse — Normalmörtel NM II oder III (nach DIN EN 998-2) für Standardmauerwerk. Dünnbettmörtel: für Planziegel und Poroton mit engen Toleranzen (1–3 mm Fugendicke statt 12 mm). Wichtig: Dünnbettmörtel ist nicht für normale Vollziegel geeignet.

Steinformate DIN 105 — Maße und Stückzahl pro m² (24 cm Wand)

FormatAbmessung (L×B×H mm)Stk./m² (24 cm)Stk./m² (11,5 cm)
NF (Normalformat)240×115×715060
DF (Dünnformat)240×115×526578
2DF240×115×1133238
3DF240×115×1622226
5NF (Hochloch)240×300×23822
KDF (Kimmstein)240×115×1133238

Stückzahlen für einschaliges Mauerwerk (keine Verblendung). Fugendicke: Normalmörtel 12 mm (Bettfuge), Stoßfuge je Verband. Quelle: DIN 105-1, Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie.

Verbandsarten — Verschnitt und Einsatzbereich

VerbandVerschnittTypisch fürSchwierigkeit
Läuferverband (halber Versatz)~5 %Wände > 24 cmLeicht
Blockverband~7 %KellermauerwerkMittel
Kreuzverband~8 %SichtmauerwerkMittel
Englischer Verband~10 %SichtmauerwerkAnspruchsvoll
Eckausbildung (alle Verbände)~15 %Nur EckstückePräzision nötig

Verschnitt: durch Ecksteine, Anpassungen und Bruch. 10 % Zuschlag für Heimwerker empfohlen, für Profis 5–7 %. Bei Sichtmauerwerk: Steine aus einer Charge bestellen (Farbkonstanz).

Normalmörtel vs. Dünnbettmörtel: die richtige Wahl

Normalmörtel (NM) nach DIN EN 998-2 wird für klassische Vollziegel, Kalksandstein und grob tolerierte Plansteine mit 10–15 mm Fugendicke verwendet. Er ist flexibel, vergebend bei kleinen Maßabweichungen und von jedem Maurer zu verarbeiten. Mischungsverhältnis Trockenmörtel: ca. 1 Sack 25 kg pro 0,1 m³ Mauerwerk. Dünnbettmörtel hingegen funktioniert nur bei Plansteinen mit sehr engen Toleranzen (± 1 mm) und erzeugt Fugen von 1–3 mm Dicke. Das macht das Mauerwerk stabiler, wärmedämmender (keine Wärmebrücken durch breite Fugen) und materialeffizienter.

Für Hobbymaurer gilt: Normalmörtel ist verzeihlicher. Kleine Ungenauigkeiten beim Absenken des Steins lassen sich durch die dickere Mörtelfuge ausgleichen. Dünnbettmörtel erfordert hochpräzise Steine und einen erfahrenen Maurer — Fehler im Dünnbettverfahren lassen sich kaum korrigieren. Für das Eigenheim-Mauerwerk ohne Statikanforderungen (Gartenmauer, Terrassenabgrenzung): Normalmörtel immer die richtige Wahl.

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Häufige Fragen zum Mauerwerkrechner

Welche Wanddicke brauche ich für eine tragende Außenwand?

Für tragende Außenwände eines Wohnhauses nach DIN 1053: mindestens 24 cm (1 Stein). In der Praxis werden heute überwiegend 36,5 cm (1½ Stein) oder Planziegel-Systeme ab 30 cm verwendet, da moderne Energieeinsparverordnungen (GEG 2024) erhebliche Dämmwerte fordern. Reine 24-cm-Wände erfüllen ohne Zusatzdämmung die GEG-Anforderungen kaum noch. Statik immer durch einen Tragwerksplaner prüfen lassen — Eigenverantwortung bei tragenden Wänden.

Muss ich für eine Gartenmauer ein Fundament bauen?

Ja — jede Gartenmauer braucht ein Fundament unter der Frosttiefe (Deutschland: mindestens 80 cm, in rauen Lagen 100 cm). Breite: mindestens Mauerbreite + 10 cm je Seite. Ohne frostsicheres Fundament hebt der Boden im Winter die Mauer an und sie reißt. Material: C20/25 Beton. Ausnahme: sehr kurze Trockenmauern (< 50 cm hoch) aus großen Natursteinen können ohne Fundament gesetzt werden, wenn der Untergrund tragfähig und frostfrei ist.

Was ist der Unterschied zwischen Kalksandstein und Ziegel?

Kalksandstein (KS): aus Kalk und Sand gepresst und dampfgehärtet. Hohe Rohdichte (1.400–2.200 kg/m³), sehr guter Schallschutz, günstig, präzise Maße (gut für Dünnbettmörtel). Nachteil: schlechterer Wärmedämmwert als Poroton. Ziegel (Vollziegel, Hochlochziegel, Poroton): gebrannter Ton. Porös = gute Wärmedämmung (besonders Poroton). Für Außenwände energetisch meist besser. Vollziegel: robust, gut für Sichtmauerwerk. Hochlochziegel/Poroton: hohe Wärmedämmung, für energieeffiziente Außenwände.

Kann ich Mauersteine von verschiedenen Chargen mischen?

Bei nicht-sichtbarem Mauerwerk (verputzt): problemlos. Bei Sichtmauerwerk: alle Steine müssen aus derselben Charge (Brenncharge) stammen — unterschiedliche Chargen können in Farbe und Ton variieren, was im Sichtmauerwerk sichtbar und unschön ist. Immer Gesamtbedarf (inkl. 10 % Reserve) auf einmal bestellen und Charge-Nummern aller Paletten prüfen. Nachlieferungen aus anderen Chargen: Farbabweichungen nahezu unvermeidlich.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Bau & Wohnen. Dort finden Sie weitere Rechner für Beton, Putz, Estrich, Kies und Sand.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Steine/m² nach DIN 105 Formatreihe (NF: 50 Stk./m², 24 cm Wand). Mörtelvolumen: ca. 25–30 % des Mauerwerksvolumens (Normalmörtel). Richtwerte — exakte Mengen je nach Fugenbild und Verarbeitungsverlust.