Riester-Rechner 2026 — Förderung und Rendite berechnen
Wie viel Riester-Förderung bekomme ich 2026? Einkommen und Kinderzahl eingeben — Grundzulage, Kinderzulage, Steuervorteil und optimaler Eigenbeitrag sofort.
Ihre Riester-Förderung
- Riester-Förderung 2026 — die aktuellen Beträge — Grundzulage: 175 €/Jahr pro förderberechtigte Person. Kinderzulage: 185 €/Jahr pro Kind (geboren vor 2008), 300 €/Jahr pro Kind (geboren ab 2008). Mindestbeitrag für volle Förderung: 4 % des Vorjahresbruttos minus Zulagen, mindestens 60 €/Jahr. Beispiel: 40.000 € Brutto, 1 Kind (ab 2008): 4 % von 40.000 = 1.600 € − 175 € − 300 € = 1.125 € Eigenbeitrag für volle Förderung.
- Sonderausgabenabzug zusätzlich nutzen — Riester-Beiträge (Eigenbeitrag + Zulagen) können bis zu 2.100 €/Jahr als Sonderausgaben abgesetzt werden. Das Finanzamt prüft automatisch ob der Sonderausgabenabzug oder die direkte Zulage günstiger ist. Bei höherem Einkommen: Sonderausgabenabzug bringt mehr (Günstigerprüfung). Die Zulagen werden ausgezahlt, zusätzlicher Steuervorteil wird erstattet.
- Lohnt sich Riester 2026 noch? — Riester ist attraktiv für: Geringverdiener (hohe Förderquote), Eltern mit vielen Kindern (Kinderzulagen), Beamte mit Riester-Rente (ATV-K). Weniger attraktiv für: Gut verdienende Singles ohne Kinder (Förderquote gering, Kapitalmarkt-ETF oft rentabler). Riester-Renten-Fonds-Varianten: Rendite historisch schwach durch Verwaltungsgebühren und Beitragsgarantie-Einschränkungen. Riester-Bausparvertrag: sinnvoll wenn Immobilienkauf geplant (Wohn-Riester).
Riester-Förderquote-Tabelle 2026 — Effektive Förderung nach Einkommen und Kindern
| Jahresbrutto | Ohne Kinder | 1 Kind (ab 2008) | 2 Kinder (ab 2008) |
|---|---|---|---|
| 20.000 €/Jahr | 175 € Zulage (Förderq. ~22 %) | 475 € Förderung (~36 %) | 775 € Förderung (~46 %) |
| 30.000 €/Jahr | 175 € Zulage (~15 %) | 475 € Förderung (~27 %) | 775 € Förderung (~37 %) |
| 40.000 €/Jahr | 175 € Zulage (~11 %) | 475 € Förderung (~20 %) | 775 € Förderung (~28 %) |
| 50.000 €/Jahr | 175 € Zulage (~9 %) | 475 € Förderung (~15 %) | 775 € Förderung (~22 %) |
| 60.000 €/Jahr | 175 € Zulage + SA-Abzug eff. | 475 € + SA-Abzug | 775 € + SA-Abzug |
Förderquote: staatliche Leistungen ÷ Gesamtbeitrag (Eigenbeitrag + Zulagen). Eigenbeitrag für volle Förderung: 4 % Brutto − Zulagen. Bei 20.000 € Brutto, kein Kind: 4 % × 20.000 − 175 = 625 € Eigenbeitrag. Staatl. Förderung 175 €. Gesamtbeitrag 800 €. Förderquote: 175/800 = 22 %. Kinderfamilien: dramatisch höhere Förderquote. Über 60.000 €: Sonderausgabenabzug (bis 2.100 €) entscheidend statt Zulagen.
Riester-Varianten 2026 — Welcher Typ für wen?
| Riester-Typ | Für wen | Rendite-Chancen | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Banksparplan | Sicherheitsorientierte | Niedrig (Tagesgeld-ähnlich) | Kaum Rendite über Inflation |
| Versicherungsprodukt | Rentner-Versorger | Niedrig–mittel | Hohe Kosten, wenig Flexibel |
| Fondssparplan | Renditeorientierte | Mittel–hoch (Aktien) | Beitragsgarantie reduziert Aktienanteil |
| Wohnriester (Bauspar) | Immobilienkäufer | Indirekt (günstigere Fina.) | Wohnförderungskonto steuerbar |
| ETF-Riester (neue Anbieter) | Aktive Anleger | Hoch (direkter ETF-Anteil) | Wenig Anbieter, neu am Markt |
Wohnriester: Riester-Kapital kann für Immobilienerwerb genutzt werden (§ 92a EStG). Im Rentenalter: "Wohnförderungskonto" wird als fiktives Einkommen versteuert (aber günstig durch Altersfreibeträge). Neue ETF-Riester-Anbieter (Fairr, Raisin): ab 2024 stärker verbreitet, höherer Aktienanteil durch Reform möglich. Riester-Reform 2025/2026: Bundesregierung plant vereinfachtes Altersvorsorgedepot als Riester-Nachfolger.
Riester-Reform 2026 — Altersvorsorgedepot als Nachfolger geplant
Die Bundesregierung plant eine grundlegende Reform der geförderten Altersvorsorge. Das geplante "Altersvorsorgedepot" soll Riester ablösen: staatliche Förderung von 20 % auf Eigenbeiträge bis 3.000 €/Jahr = max. 600 € Förderung. Direktanlage in ETFs und Aktien ohne Beitragsgarantie (höhere Renditeerwartung). Einfacheres System ohne Anbieterabhängigkeit. Zeitplan: frühestens 2027. Bis dahin: Riester-Verträge laufen weiter und werden weiterhin gefördert.
Empfehlung für 2026: Bestehende Riester-Verträge weiterlaufen lassen (Förderung bleibt). Neuen Riester-Vertrag abschließen? Nur wenn: Elternteil mit Kinderzulagen (sehr hohe Förderquote), oder Wohnriester bei konkretem Immobilienplan. Für alle anderen: ETF-Sparplan als Altersvorsorge ist flexibler, renditestärker und ohne Verwaltungsgebühren. Der Weg "Steuervorteil § 3 Nr. 63 EStG" über betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist 2026 oft attraktiver als Riester.
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Häufige Fragen zur Riester-Rente
Wer ist überhaupt riesterberechtigt 2026?
Riesterförderberechtigt sind: alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, Beamte, Richter und Soldaten (über Altersgeldtarifvertrag ATV-K), Bezieher von Arbeitslosengeld I oder II / Bürgergeld, Personen die wegen Kindererziehung zeitweise aus dem Beruf ausgestiegen sind. Nicht berechtigt: Selbstständige ohne RV-Pflicht, Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke (Ärzte, Anwälte — wenn diese die GRV ersetzen). Ehegatten von Förderberechtigten: eigener Riester-Vertrag möglich (mittelbare Förderung, nur Sockelbeitrag 60 €/Jahr erforderlich).
Was passiert mit dem Riester-Vertrag wenn ich kündige?
Kündigung des Riester-Vertrags: Rückzahlung der staatlichen Förderungen und Steuervorteile (die "Förderung" wird zurückgefordert). Eigene Beiträge und Rendite: kann man behalten, aber besteuert (als fiktives Einkommen). Besser als Kündigung: Beitragsfreistellung (Vertrag weiterläuft, aber keine Einzahlungen mehr — Zulagen entfallen). Oder: Übertragung auf anderen Riester-Anbieter (möglich ohne Förderverlust, Kosten prüfen). Anbieter wechseln: Portabilität ist gesetzlich garantiert.
Muss die Riester-Rente versteuert werden?
Ja — die Riester-Rente wird im Rentenalter vollständig als Einkommen versteuert (nachgelagerte Besteuerung, §22 EStG). Das ist der Preis für die steuerfreie Ansparphase. In der Ansparphase: Zulagen und Sonderausgabenabzug sparen Steuern. Im Rentenalter: wenn persönlicher Steuersatz deutlich niedrig (Rentner unter Grundfreibetrag): keine oder geringe Steuer. Grundfreibetrag 2026: 12.348 €. Wer im Rentenalter wenig Gesamteinkommen hat, zahlt kaum Steuer auf die Riester-Rente.
Lohnt sich Riester für Geringverdiener besonders?
Ja — die Förderquote ist bei niedrigem Einkommen am höchsten. Beispiel: 20.000 € Jahresbrutto, 1 Kind (ab 2008): Mindestbeitrag = 4 % × 20.000 − 175 − 300 = 325 €/Jahr Eigenbeitrag. Staatliche Förderung: 175 + 300 = 475 €. Förderquote: 475 ÷ (325 + 475) = 59 % staatliche Unterstützung! Das heißt: von jedem Euro den ich in den Riester einzahle, kommt fast 1 Euro zusätzlich vom Staat. Für Geringverdiener mit Kindern: kaum ein besseres Sparprodukt.
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