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Einkommensteuer-Rechner 2026

Von  ·  Aktualisiert Juni 2026

Wie viel Einkommensteuer zahle ich 2026? Zu versteuerndes Einkommen eingeben — Steuerbetrag, Durchschnitts- und Grenzsteuersatz sofort.

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Ihre Einkommensteuer 2026

Einkommensteuer (§ 32a EStG)
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Effektiver Steuersatz / Grenzsteuersatz
Was bedeutet das?
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So funktioniert es
  1. Zu versteuerndes Einkommen ermitteln — Das zvE ist nicht das Bruttoeinkommen. Es ergibt sich aus: Bruttoeinkommen − Werbungskosten (mind. 1.230 € Pauschbetrag) − Sonderausgaben (Altersvorsorge, Krankenversicherungsbeiträge, Spenden) − außergewöhnliche Belastungen. Im Schnitt liegt das zvE ca. 15–25 % unter dem Jahresbrutto.
  2. Grenzsteuersatz verstehen — Der Grenzsteuersatz bestimmt, wie viel Steuern Sie auf jeden zusätzlich verdienten Euro zahlen — und wie viel Sie durch jeden Euro Werbungskosten sparen. Bei 42 % Grenzsteuersatz spart jeder Euro Werbungskosten 42 Cent Steuern.
  3. Ehegattensplitting nutzen — Beim Ehegattensplitting wird das gemeinsame zvE halbiert, die Steuer auf diesen halbierten Betrag berechnet und dann verdoppelt. Das senkt die Steuerlast erheblich wenn ein Partner mehr verdient. Je größer der Einkommensunterschied, desto höher der Splittingvorteil.

Steuertarif 2026 — Steuerzonen nach § 32a EStG

EinkommensbereichTarifGrenzsteuersatzBemerkung
Bis 12.348 €0 €0 %Grundfreibetrag steuerfrei
12.349–17.004 €Progressionszone 114–24 %Eingangszone
17.005–66.760 €Progressionszone 224–42 %Hauptzone
66.761–277.825 €Proportionalzone42 %Spitzensteuersatz
Über 277.826 €Reichensteuer45 %§ 32a Abs. 1 Nr. 5 EStG

Quelle: § 32a EStG 2026. Werte für Einzelveranlagung. Zusammenveranlagung: Grenzen verdoppelt. Grenzsteuersatz = auf jeden zusätzlichen Euro, nicht auf Gesamteinkommen.

Steuerlast-Vergleich: Einzel- vs. Zusammenveranlagung

Einkommen PaarEinzeln (2×)SplittingSplittingvorteil
40k + 40k = 80k €~19.170 €~19.170 €0 € (gleiche Einkommen)
60k + 20k = 80k €~21.620 €~19.170 €~2.450 €
70k + 10k = 80k €~23.600 €~19.170 €~4.430 €
80k + 0k = 80k €~24.890 €~19.170 €~5.720 €
100k + 0k = 100k €~32.740 €~23.780 €~8.960 €

Richtwerte 2026, ohne KiSt, ohne SolZ. Je größer der Einkommensunterschied zwischen den Partnern, desto höher der Splittingvorteil. Maximum: ein Partner verdient alles, der andere nichts.

Grenzsteuersatz vs. Durchschnittssteuersatz — der Unterschied

Deutschland hat einen progressiven Steuertarif: Nicht das gesamte Einkommen wird mit dem höchsten Satz besteuert, sondern jeder Euro in seiner jeweiligen Steuerzone. Wer 70.000 € zvE hat, zahlt auf die ersten 12.348 € null Steuern, auf die nächsten 4.656 € ca. 14–24 %, und erst auf die letzten Euro über 66.761 € den Grenzsteuersatz von 42 %.

Der Durchschnittssteuersatz (Gesamtsteuer ÷ zvE) liegt deshalb immer deutlich unter dem Grenzsteuersatz. Bei 70.000 € zvE: Grenzsteuersatz 42 %, Durchschnittssteuersatz ca. 27 %. Das häufige Missverständnis "Ich steige in eine höhere Steuerklasse und zahle auf alles mehr" ist falsch — nur der über die Grenze hinausgehende Betrag wird höher besteuert.

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Häufige Fragen zur Einkommensteuer

Was ist der Unterschied zwischen Lohnsteuer und Einkommensteuer?

Lohnsteuer ist eine monatliche Vorauszahlung auf die Einkommensteuer — sie wird vom Arbeitgeber einbehalten. Die endgültige Einkommensteuer wird erst in der Steuererklärung berechnet. War die Lohnsteuer zu hoch (z. B. durch Werbungskosten), gibt es eine Erstattung. Zu niedrig (z. B. Steuerpflicht III/V-Kombination) → Nachzahlung. Selbstständige zahlen keine Lohnsteuer, sondern vierteljährliche Einkommensteuer-Vorauszahlungen.

Lohnt sich eine Steuererklärung?

Für Arbeitnehmer fast immer. Der durchschnittliche Erstattungsbetrag liegt laut Destatis bei ca. 1.000–1.200 €. Besonders viel zurück bekommen: Pendler (Pendlerpauschale), Homeoffice-Nutzer (6 €/Tag Pauschale), Personen mit hohen Werbungskosten, Eltern (Kinderbetreuungskosten), und wer im Jahr Leistungen mit Progressionsvorbehalt bezogen hat (Kurzarbeitsgeld, Elterngeld, Krankengeld).

Bis wann muss ich die Steuererklärung abgeben?

Für das Steuerjahr 2025: bis 31. Juli 2026 (Pflichtveranlagung ohne Steuerberater). Mit Steuerberater: bis 28. Februar 2027. Bei freiwilliger Abgabe: 4 Jahre rückwirkend möglich (also 2026 noch freiwillig für 2022). Wer keine Erklärung abgibt obwohl er muss, riskiert einen Verspätungszuschlag von mindestens 25 € pro angefangenem Monat.

Was ist "Kaltprogression" und wurde sie abgeschafft?

Kaltprogression entsteht wenn Lohnerhöhungen nur die Inflation ausgleichen, aber trotzdem in einen höheren Grenzsteuersatz führen — real mehr Steuer zahlen ohne realen Einkommensgewinn. Die Bundesregierung hat seit 2023 die Tarifeckwerte des EStG jährlich an die Inflation angepasst (sog. Abbau der Kaltprogression, § 32a EStG). 2026 wurden die Grenzen entsprechend angehoben. Die Kaltprogression ist damit weitgehend eliminiert, solange die jährliche Anpassung fortgesetzt wird.

Was sind außergewöhnliche Belastungen?

Außergewöhnliche Belastungen (§ 33 EStG) sind Ausgaben die zwangsläufig entstehen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mindern: Krankheitskosten (nach Abzug der zumutbaren Eigenbelastung von 1–7 % des Einkommens), Pflegekosten für nahe Angehörige, Beerdigungskosten. Spezielle außergewöhnliche Belastungen ohne Eigenbelastungsgrenze: Behindertenpauschbetrag (384–7.400 €/Jahr), Pflegepauschbetrag (600–1.800 €/Jahr), Ausbildungsfreibetrag.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Steuern. Dort finden Sie weitere Rechner für Lohnsteuer, Kirchensteuer, SolZ und Steuerklassen.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Berechnung nach § 32a EStG 2026. Grundfreibetrag 12.348 €. SolZ-Freigrenze 18.130 € (Singles). Kirchensteuer je nach Bundesland. Für genaue Jahressteuerlast: Steuererklärung oder Steuerberater.