Rentenlücken-Rechner: Versorgungslücke und Sparrate planen
Verwendet möglichst Werte aus Renteninformation und Digitaler Rentenübersicht und trennt Ansprüche, Kaufkraft, Ansparphase und Entnahmephase.
Alle Monatsbeträge müssen entweder in heutiger Kaufkraft oder als nominale Werte zum Rentenbeginn eingegeben werden.
Gewünschtes monatliches Nettoeinkommen im Ruhestand auf der gewählten Wertbasis.
Erwartete gesetzliche Monatsrente nach den von Ihnen angesetzten Abzügen.
Erwartete monatliche Leistung aus betrieblicher Altersversorgung nach den angesetzten Abzügen.
Erwartete monatliche Leistung aus Riester-, Rürup- oder sonstiger privater Rentenvorsorge.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle5 Bereiche
Weitere Ansprüche 1 Feld
Weitere regelmäßige Alterseinkünfte, die nicht bereits in den anderen Feldern enthalten sind.
Schnellziel 2 Felder
Heutiges Monatsnetto; nur nötig, wenn das Ziel als Prozentsatz davon abgeleitet werden soll.
Optionaler Anteil des heutigen Nettoeinkommens, der im Ruhestand erreicht werden soll.
Zeitraum und Kaufkraft 4 Felder
Heutiges Alter für die verbleibende Ansparzeit.
Alter beim geplanten Beginn der Entnahmen.
Alter, bis zu dem die Finanzierung der monatlichen Lücke geplant wird.
Jährliche Annahme zur Umrechnung zwischen heutiger Kaufkraft und nominalen Euro zum Rentenbeginn.
Entnahmephase 3 Felder
Reale Rendite während der Entnahmephase, also nach Abzug der angenommenen Inflation.
Legt fest, ob die monatliche Entnahme am Anfang oder Ende der Periode erfolgt.
Kapital, das am Ende der Planungsdauer in heutiger Kaufkraft erhalten bleiben soll.
Ansparphase 3 Felder
Heute bereits vorhandenes frei zuordenbares Vorsorgekapital.
Reale Renditeannahme bis zum Rentenbeginn.
Legt fest, ob die Sparrate am Anfang oder Ende des Monats angelegt wird.
Ihr Ergebnis
- Ansprüche übernehmen — Nutzen Sie Nettoansprüche aus Renteninformation, Digitaler Rentenübersicht und Ihren Vertragsunterlagen statt einer pauschalen Ersatzquote.
- Wertbasis festlegen — Geben Sie Ziel und Ansprüche entweder vollständig in heutiger Kaufkraft oder vollständig in nominalen Rentenbeginn-Euro ein.
- Anspar- und Entnahmephase prüfen — Rendite, Inflation, Langlebigkeit und Restkapital sind Szenarien. Vergleichen Sie mehrere Annahmen statt nur einen Punktwert.
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem gewünschten monatlichen Nettoeinkommen im Ruhestand und den erwarteten Nettoansprüchen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge. Der Rechner trennt heutige Kaufkraft von nominalen Euro zum Rentenbeginn. Kapitalbedarf und Sparrate hängen zusätzlich von Zeit, realer Rendite, Entnahmedauer und gewünschtem Restkapital ab.
Alle Einkommenswerte müssen dieselbe Wertbasis und denselben Netto-/Bruttostatus haben.
Von den Vorsorgesäulen zur Sparrate
Kapitalbedarf und Sparrate
Der Rechner arbeitet in realer Kaufkraft und zeigt nominale Rentenbeginn-Werte separat.
Beispiel: Monatslücke, Kapitalbedarf und Sparrate
| Kennzahl | Ergebnis |
|---|---|
| Hauptergebnis | 900,00 € (heutiger Kaufkraft) |
| Kontrolle 1 | heute 900,00 € · Rentenbeginn 1.536,20 € |
| Kontrolle 2 | real 231.937,05 € · nominal 395.890,22 € |
| Kontrolle 3 | 231.937,05 € in heutiger Kaufkraft |
| Kontrolle 4 | 345,69 € monatlich in heutiger Kaufkraft |
Rentenansprüche und Zielbudget auf dieselbe Basis bringen
Nutzen Sie möglichst aktuelle Werte aus Renteninformation, betrieblicher Versorgung und privaten Verträgen. Die gesetzliche Rente sollte nicht noch einmal geschätzt werden, wenn bereits eine belastbare Hochrechnung vorliegt. Für Hinterbliebenenschutz vor dem Rentenbeginn ist dagegen der Risikolebensversicherungs-Bedarfsrechner zuständig; dessen Versicherungssumme ist kein Altersvorsorgekapital.
Alle Monatsbeträge müssen auf derselben Zeit- und Kaufkraftbasis stehen. Ein heutiges Zielbudget darf nicht direkt mit einer nominalen Rente in dreißig Jahren verglichen werden. Der Rechner kann deshalb heutige Kaufkraft und Euro zum Rentenbeginn getrennt ausweisen.
Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden nicht individuell hergeleitet. Verwenden Sie konsistent geschätzte Nettobeträge und kennzeichnen Sie, welche Abzüge bereits enthalten sind.
Welche Unterlagen Sie für eine belastbare Planung brauchen
Notieren Sie für jeden Anspruch den Anbieter, den erwarteten Zahlungsbeginn, die Wertbasis und ob der Betrag garantiert oder nur hochgerechnet ist. So vermeiden Sie, dass dieselbe Leistung sowohl als Monatsrente als auch als vorhandenes Kapital eingeht.
Vergleichen Sie mindestens ein vorsichtiges und ein günstigeres Szenario für Zielbudget, Inflation, Rentenbeginn und reale Rendite. Ändern Sie dabei jeweils nur eine Annahme, damit sichtbar bleibt, was die Lücke tatsächlich vergrößert oder verkleinert.
Aktualisieren Sie die Rechnung nach neuer Renteninformation, Vertragsänderungen oder größeren Änderungen Ihres Haushaltsbudgets. Eine einmal berechnete Sparrate ist kein dauerhafter Vertrag mit der Zukunft.
Ansparphase und Entnahmephase getrennt prüfen
Bis zum Rentenbeginn bestimmt die reale Renditeannahme, wie stark vorhandenes Kapital und neue Sparraten wachsen. Nach Rentenbeginn bestimmen Entnahmedauer, reale Rendite und gewünschtes Restkapital, wie viel Kapital für die monatliche Lücke benötigt wird.
Prüfen Sie zusätzlich, ob alle Renten zur gleichen Zeit beginnen. Früher oder später startende Leistungen können eine zeitweise höhere Lücke erzeugen, die eine reine Durchschnittsrechnung nicht vollständig abbildet.
Häufige Fragen zur Rentenlücke
Soll ich Brutto- oder Nettorenten eingeben?
Verwenden Sie für alle Einkünfte dieselbe Definition. Der Rechner ist auf konsistente Nettowerte ausgelegt; individuell berechnete Steuern und Sozialabgaben ersetzt er nicht.
Warum werden heutige und künftige Euro getrennt gezeigt?
Weil 1.000 Euro in dreißig Jahren voraussichtlich eine andere Kaufkraft haben. Nur Werte auf derselben Kaufkraftbasis lassen sich sinnvoll vergleichen.
Ist die berechnete Sparrate garantiert ausreichend?
Nein. Sie hängt vollständig von Ihren Annahmen zu Rendite, Inflation, Rentenbeginn, Lebensdauer und Zielbudget ab.
Woher nehme ich meine Vorsorgeansprüche?
Nutzen Sie aktuelle Renteninformationen, Anbieterbescheinigungen und die Digitale Rentenübersicht. Prüfen Sie bei jedem Betrag Zahlungsbeginn und Wertbasis.
Quellen und Grundlagen
Die amtliche Datenquelle „Destatis – Verbraucherpreisindex“ dokumentiert die verwendete statistische oder marktbezogene Grundlage.
Destatis – VerbraucherpreisindexDie amtliche Quelle „Digitale Rentenübersicht“ dokumentiert den im Rechner verwendeten Daten- oder Verfahrensstand.
Digitale RentenübersichtDie Rechtsquelle „§ 64 SGB VI - Rentenformel für den Monatsbetrag“ dokumentiert den für diesen Rechner berücksichtigten Rechtsstand.
§ 64 SGB VI - Rentenformel für den Monatsbetrag