Unfallversicherungs-Rechner: Kapitalbedarf und Vertragsleistung
Trennt persönlichen Kapitalbedarf, reine Vertragsarithmetik und eingegebene Angebote. Keine Marktprämie, medizinische Feststellung oder Leistungszusage.
Wählen Sie Kapitalbedarf, Vertragsleistung oder Vergleich zweier dokumentierter Angebote.
Kosten für notwendige Umbauten an Wohnung oder Gebäude.
Zusätzlicher Bedarf für Fahrzeug, Fahrdienste oder Mobilität.
Jährliche Netto-Einkommenslücke, die zeitlich begrenzt überbrückt werden soll.
Dauer der eingegebenen jährlichen Einkommenslücke.
Rücklagen, die für den berechneten Bedarf tatsächlich verfügbar sind.
Bereits bestätigte Leistungen aus bestehenden Verträgen oder anderen sicheren Quellen.
Grundsumme aus dem Versicherungsschein.
Wählen Sie direkten Gesamtgrad oder Ableitung aus Gliedertaxe und Teilfunktionsverlust.
Dokumentierter Invaliditätsgrad; der Rechner stellt ihn nicht medizinisch fest.
Prozentwert des betroffenen Körperteils aus dem konkreten Vertrag.
Dokumentierter Anteil des Funktionsverlusts für die gewählte Gliedertaxenposition.
Vertraglich vereinbarte Leistungskurve oder lineare Berechnung.
Dokumentierter Zahlbetrag von Angebot A.
Zahlungsweise von Angebot A für die Jahresumrechnung.
Dokumentierter Zahlbetrag von Angebot B.
Zahlungsweise von Angebot B für die Jahresumrechnung.
Preisrang nur bestätigen, wenn Grundsumme, Progression, Gliedertaxe, Zusatzleistungen und Bedingungen vergleichbar sind.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle3 Bereiche
Weitere Einmalkosten 3 Felder
Zusätzliche Hilfsmittel und Ausstattung ohne Doppelzählung.
Nicht anderweitig gedeckte Reha- und Zusatzkosten.
Zusätzlicher Liquiditäts- oder Schuldenpuffer.
Laufende Unterstützung 1 Feld
Kapitalbedarf für Pflege- oder Haushaltshilfe im betrachteten Zeitraum.
Progressionsstaffel – Dokumentation 2 Felder
Eigene Stützpunkte der Vertragsstaffel als Invaliditätsgrad zu Leistungsprozent.
Tarifname, Bedingungen und Stand der verwendeten Gliedertaxe oder Progression.
Kapitalbedarf oder Vertragsleistung
- Kapitalbedarf separat planen — Umbau, Mobilität, Hilfsmittel, Reha, Haushaltshilfe und eine zeitlich begrenzte Einkommensbrücke werden unabhängig vom Vertrag berechnet.
- Nur die eigene Police rechnen — Für eine Progression müssen die tatsächlichen Punkte und der Bedingungsstand eingegeben werden. Die Überschrift „350 %“ ist keine universelle Kurve.
- Invaliditätsgrad nicht schätzen lassen — Der Rechner verwendet einen von Ihnen aus Unterlagen übernommenen Gesamtgrad oder Gliedertaxewert und Funktionsverlust.
Was berechnet der Unfallversicherungs-Rechner?
Im Bedarfsmodus summiert der Rechner einmalige Umbau-, Fahrzeug-, Hilfsmittel-, Reha-, Haushalts- und Übergangskosten und zieht Rücklagen oder bestätigte Leistungen ab. Im Vertragsmodus wird eine mögliche Invaliditätsleistung nur aus Grundsumme, eingegebenem Invaliditätsgrad und der tatsächlichen Progressions- oder Gliedertaxekurve berechnet. Das ist Vertragsarithmetik, keine Leistungszusage oder medizinische Feststellung.
Bedarfs- und Vertragsformeln
Bedarf und Vertragsleistung beantworten verschiedene Fragen und werden nicht zu einer scheinbaren Empfehlung vermischt.
Zwischen eingegebenen Kurvenpunkten wird linear interpoliert. Eine dokumentierte Kurve muss 0 und 100 Prozent enthalten und monoton sein.
Zwei getrennte Rechenwege
Kontrollbeispiel mit eingefrorenen Eingaben
| Kennzahl | Ergebnis |
|---|---|
| Hauptergebnis | 150.000,00 € |
| Kontrolle 1 | 50,0 % wirksamer Grad |
| Kontrolle 2 | 100,0 % Leistung der Grundsumme |
| Kontrolle 3 | 37.500,00 € / 150.000,00 € / 337.500,00 € / 525.000,00 € |
| Kontrolle 4 | Police 2026 |
Rechenweg und fachliche Grenze
Die private Unfallversicherungsrechnung beginnt mit der im Vertrag vereinbarten Grundsumme und einem ausdrücklich eingegebenen Invaliditätsgrad. Eine Gliedertaxe, Mitwirkung oder Progressionsstaffel wird nicht geraten. Jede Stufe muss aus der Police oder dem geprüften Szenario stammen.
Die Progression beschreibt Vertragsarithmetik: Ab bestimmten Invaliditätsgraden steigt der Prozentsatz der Grundsumme nach der vereinbarten Staffel. Der Rechner interpoliert nur nach seinem eingefrorenen Vertragsschema und zeigt Vergleichsgrade. Er stellt weder einen Unfall noch einen medizinischen Invaliditätsgrad fest.
Privater Unfallschutz und gesetzliche Unfallversicherung beantworten verschiedene Fragen. Eine längerfristige Einkommenslücke gehört in eine getrennte Prüfung mit dem Berufsunfähigkeits-Rechner; ein Hinterbliebenenbedarf lässt sich mit dem Risikolebensversicherungs-Rechner strukturieren. Laufende Pflegeaufwendungen gehören in den Pflegeversicherungs-Rechner. Arbeitsunfall, Wegeunfall, Fristen, Kausalität, Obliegenheiten, Mitwirkung und tatsächliche Leistungspflicht bleiben rechtlich, medizinisch und vertraglich zu prüfen.
Ausgangsdaten eindeutig dokumentieren
Als Ausgangsdaten dienen Versicherungssumme, festgestellter Invaliditätsgrad, vereinbarte Progression und die einschlägige Gliedertaxe. Halten Sie fest, welche Angabe dokumentiert ist und welche nur als Rechenannahme verwendet wird.
Prüfen Sie die Reihenfolge von Grundsumme, Invaliditätsgrad, Progressionsstufe und daraus abgeleitetem Leistungsprozentsatz. Vertauschte Termine, Stufen oder Bezugsgrößen führen zu einem rechnerisch sauberen, aber sachlich falschen Ergebnis.
Bei Varianten verändern Sie möglichst nur den Invaliditätsgrad oder die vertraglich dokumentierte Progression. Dadurch bleibt nachvollziehbar, ob die neue Zahl aus einer anderen Eingabe oder aus einer anderen Methode stammt.
Bewahren Sie Police, Gliedertaxe, ärztliche Feststellung, Fristen und verwendete Progressionsstaffel zusammen mit dem Ergebnis auf. Eine spätere Kontrolle muss erkennen können, welcher Datenstand tatsächlich gerechnet wurde.
Ergebnis und Spannweite richtig lesen
Das Hauptergebnis ist eine Modellrechnung der Leistung unter den eingegebenen Vertragswerten. Es ist weder eine Zusage noch eine vollständige fachliche Beurteilung des Einzelfalls.
Lesen Sie wirksamen Invaliditätsgrad, Leistungsprozentsatz und berechnete Kapitalleistung als zusammengehörige Rechenstufen. Einzelne Kontrollwerte verlieren außerhalb dieses Zusammenhangs schnell ihre Bedeutung.
Eine Gegenprobe ist über die manuelle Anwendung der Progressionsstaffel auf die Grundsumme möglich. Abweichungen sollten sich aus Datum, Eingabe oder Rundung erklären lassen.
Vergleichen Sie nur Fälle mit identischer Grundsumme, Gliedertaxe, Invaliditätsdefinition und Progressionssystem. Andernfalls wird eine methodische Abweichung fälschlich als sachlicher Unterschied dargestellt.
Prüfgrenzen und verantwortlicher nächster Schritt
Fachliche Unterstützung ist besonders bei abweichender ärztlicher Bewertung, mehreren betroffenen Körperteilen, Fristfragen oder strittiger Leistungsprüfung erforderlich. Der Rechner kann diese Prüfung nicht übernehmen.
Zu den wichtigen Nachweisen gehören Versicherungsschein, Bedingungen, Gliedertaxe, ärztliche Unterlagen und Schriftverkehr mit dem Versicherer. Sie bestimmen den belastbaren Ausgangspunkt der Berechnung.
Geben Sie das Ergebnis nur mit Grundsumme, Invaliditätsgrad, Progression, verwendeter Staffel und Berechnungsstand weiter. So bleibt erkennbar, was berechnet wurde und welche Entscheidung noch offen ist.
Rundung, Zeitbezug und Änderungsprüfung
Die Rundung erfolgt erst nach Ermittlung des vertraglichen Leistungsprozentsatzes auf den ausgewiesenen Geldbetrag. Eine vorzeitige Kürzung kann bei mehreren Zeitabschnitten oder Stufen sichtbare Differenzen erzeugen.
Vermerken Sie bei jeder Neuberechnung, ob sich ärztliche Feststellung, Invaliditätsgrad, Vertragsstufe oder Versicherungssumme geändert hat. Eine reine Darstellungsänderung darf den zugrunde liegenden Rechenwert nicht verändern.
Ist eine 350-Prozent-Progression immer gleich?
Nein. Die Bezeichnung allein definiert nicht jeden Zwischenpunkt. Deshalb muss die tatsächliche Kurve aus Police oder AVB eingegeben werden.
Kann der Rechner den Invaliditätsgrad feststellen?
Nein. Er verwendet nur einen eingegebenen Grad oder eine eingegebene Gliedertaxe mit Funktionsverlust. Medizinische und vertragliche Feststellungen bleiben außerhalb der Berechnung.
Warum sind Kapitalbedarf und Vertragsleistung getrennt?
Der persönliche Finanzbedarf folgt aus Kosten und verfügbaren Mitteln. Die Vertragsleistung folgt aus Grundsumme, Grad und Bedingungen. Beide Größen können stark voneinander abweichen.
Quellen und Grundlagen
§ 178 VVG beschreibt die private Unfallversicherung als Versicherung gegen die Folgen eines Unfalls und grenzt damit den vertraglichen Leistungsweg ein.
§ 178 VVG - Leistung des Versicherers§ 180 VVG ordnet die Invaliditätsleistung ein. Der Rechner übernimmt den Invaliditätsgrad nur aus Ihren Unterlagen und stellt ihn nicht medizinisch fest.
§ 180 VVG - Invaliditätsleistung§ 8 SGB VII definiert Arbeitsunfälle für die gesetzliche Unfallversicherung. Dieser Rechtsweg ist von der privaten Vertragsrechnung zu trennen.
§ 8 SGB VII - ArbeitsunfallDie GDV-Übersicht liefert allgemeinen Versicherungskontext, aber keine individuelle Progressionsstaffel oder Leistungszusage.
GDV - So sind Deutsche versichert