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Unfallversicherungs-Rechner 2026

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Rund zwei Drittel aller Unfälle passieren in der Freizeit — dort, wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht zahlt. Berechnen Sie Ihren privaten Schutz.

Ihr Unfallschutz

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So wird der Rechner verwendet
  1. Invaliditätssumme am Einkommen ausrichten — Faustregel der Verbraucherzentralen: Die Leistung bei Vollinvalidität sollte das 5- bis 6-fache des Bruttojahreseinkommens erreichen — bei jungen Menschen eher mehr. Mit Progression erreichen Sie das über eine moderate Grundsumme: 150.000 € Grundsumme mit 350 % Progression leisten bei Vollinvalidität 525.000 €.
  2. Progression verstehen — Die Progression erhöht die Leistung überproportional bei schweren Invaliditätsgraden — genau dort, wo Umbauten, Pflege und Einkommensausfall am teuersten sind. Bei kleinen Invaliditätsgraden (z. B. 10 % für einen versteiften Finger) zahlen alle Varianten ähnlich wenig; der Unterschied entsteht ab ca. 25–50 % Invalidität.
  3. Gliedertaxe vergleichen — Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad für welchen Körperteil gilt — und unterscheidet sich stark zwischen Tarifen: Verlust des Daumens bringt je nach Anbieter 20–55 %. Gute Tarife haben eine verbesserte Gliedertaxe; für Handwerker, Musiker oder Chirurgen ist das wichtiger als ein paar Euro Beitragsunterschied.
  4. Beitrag einordnen — Eine solide private Unfallversicherung kostet 2026 als Richtwert 8–25 € pro Monat (Büroberuf, 150.000–200.000 € Grundsumme mit Progression). Körperlich Tätige zahlen etwa die Hälfte mehr. Verzichtbar sind teure Zusatzbausteine wie Unfallrente mit kleinen Summen, Krankenhaustagegeld und Beitragsrückgewähr — die machen Tarife teuer, ohne das Kernrisiko besser abzudecken.

Gesetzliche vs. private Unfallversicherung — wo die Lücke klafft

SituationGesetzliche UV (GUV)Private UV
Arbeitsunfall im BetriebJa — volle LeistungJa (zusätzlich)
Wegeunfall (direkter Arbeitsweg)JaJa (zusätzlich)
Sportunfall am WochenendeNeinJa
Sturz im Haushalt / bei GartenarbeitNeinJa
Verkehrsunfall in der FreizeitNeinJa
Unfall im Urlaub (weltweit)NeinJa

Die GUV (über den Arbeitgeber, SGB VII) greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten — Umwege privat unterbrochen lassen den Schutz bereits entfallen. Rund zwei Drittel aller Unfälle ereignen sich jedoch in Freizeit und Haushalt. Selbstständige, Hausfrauen/-männer, Rentner und Kleinkinder sind gesetzlich oft gar nicht unfallversichert.

Was die Progression bewirkt — Beispiel: 150.000 € Grundsumme

InvaliditätsgradOhne Progression225 %500 %
10 % (z. B. Finger)15.000 €15.000 €15.000 €
35 % (z. B. Fuß)52.500 €ca. 60.000 €ca. 75.000 €
50 %75.000 €ca. 112.000 €ca. 150.000 €
75 %112.500 €ca. 225.000 €ca. 400.000 €
100 % (Vollinvalidität)150.000 €337.500 €750.000 €

Gerundete Richtwerte; exakte Staffeln unterscheiden sich je nach Tarif. Die Progression kostet nur wenige Euro mehr im Monat, vervielfacht aber die Leistung bei schweren Unfällen — der Hebel mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in der Unfallversicherung.

Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung — was kommt zuerst?

Die ehrliche Antwort: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist der wichtigere Schutz. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können — und die Ursache ist in rund 90 % der Fälle eine Krankheit (Psyche, Rücken, Krebs), kein Unfall. Die Unfallversicherung leistet dagegen nur bei unfallbedingter, dauerhafter Invalidität — dafür als Einmalzahlung, unabhängig davon, ob Sie weiter arbeiten können.

Ihre Berechtigung hat die private Unfallversicherung trotzdem: als bezahlbarer Basisschutz, wenn eine BU wegen Vorerkrankungen oder Beruf nicht oder nur sehr teuer zu bekommen ist, als Ergänzung für die hohen Einmalkosten nach schweren Unfällen (Umbau von Wohnung und Auto, Anschaffungen) — und für Gruppen ohne Arbeitseinkommen, die eine BU gar nicht versichern kann: Kinder, Hausfrauen und -männer, Rentner. Für Kinder kostet ein guter Tarif oft unter 100 € im Jahr.

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Häufige Fragen zur Unfallversicherung

Bin ich nicht schon über den Arbeitgeber unfallversichert?

Nur teilweise: Die gesetzliche Unfallversicherung greift bei Arbeitsunfällen, Wegeunfällen auf dem direkten Arbeitsweg und Berufskrankheiten. Sport, Haushalt, Urlaub, Freizeitverkehr — dort besteht kein gesetzlicher Schutz, und genau dort passieren etwa zwei Drittel aller Unfälle. Diese Lücke schließt nur die private Unfallversicherung.

Welche Invaliditätssumme ist sinnvoll?

Verbraucherschützer empfehlen eine Leistung von mindestens dem 5- bis 6-fachen Bruttojahreseinkommen bei Vollinvalidität. Praktisch erreicht man das über Grundsumme mal Progression: z. B. 150.000 € Grundsumme mit 350 % Progression = 525.000 € bei 100 % Invalidität. Für Kinder gelten 100.000–200.000 € Grundsumme mit Progression als solide.

Was bedeutet der Mitwirkungsanteil?

Haben Vorerkrankungen oder Verschleiß (z. B. Arthrose) zu den Unfallfolgen beigetragen, dürfen Versicherer die Leistung kürzen. Standardtarife kürzen ab 25 % Mitwirkung, gute Tarife erst ab 50 % oder verzichten ganz darauf — gerade für Menschen über 50 ein entscheidendes Tarifmerkmal.

Zahlt die Unfallversicherung auch bei Bewusstlosigkeit, Herzinfarkt oder Zeckenbiss?

Je nach Tarif. Moderne Tarife schließen erweiterte Unfallbegriffe ein: Unfälle durch Bewusstseinsstörungen (Ohnmacht, Schlaganfall am Steuer), Eigenbewegungen (Umknicken ohne äußere Einwirkung), Zeckenbisse mit Borreliose/FSME und Vergiftungen. Im Basistarif fehlen diese Erweiterungen oft — die Bedingungen entscheiden, nicht der Werbename.

Wann muss ich Invalidität melden, damit die Versicherung zahlt?

Die Fristen sind streng: Die Invalidität muss üblicherweise innerhalb von 12–18 Monaten nach dem Unfall eingetreten und innerhalb von 15–24 Monaten ärztlich festgestellt sowie beim Versicherer geltend gemacht sein. Versäumte Fristen sind der häufigste Grund für Leistungsablehnungen — nach jedem schwereren Unfall daher frühzeitig melden, auch wenn die Folgen noch unklar sind.

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Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Richtwerte marktüblicher Tarife 2026; tatsächliche Beiträge variieren nach Anbieter, Alter, Beruf und Tarifdetails (Gliedertaxe, Mitwirkungsanteil). Keine Versicherungsberatung. Wer sein Arbeitseinkommen absichern will, sollte vorrangig die Berufsunfähigkeitsversicherung prüfen.