Trinkgeld-Rechner 2026
Wie viel Trinkgeld gebe ich und wie teile ich die Rechnung auf? Rechnungsbetrag und Personenanzahl eingeben — Trinkgeld und Betrag pro Person sofort.
Ihr Trinkgeld-Ergebnis
- Trinkgeld-Etikette in Deutschland — In Deutschland: kein Pflicht-Trinkgeld, 10 % bei normalem Service gilt als höflich und ausreichend. Übliche Praxis: Betrag aufrunden auf vollen Euro oder "stimmt so" sagen wenn Wechselgeld gering. Direkt dem Kellner geben (nicht auf den Tisch legen). Bei Barzahlung: Gesamtbetrag nennen den Sie bezahlen möchten. Kreditkarte: Trinkgeld separat in bar geben ist bevorzugt (Kellner erhält es direkt).
- Rechnung aufteilen — die fairste Methode — Methode 1: Gleich aufteilen — Gesamtrechnung inkl. Trinkgeld ÷ Personenzahl. Einfach und fair wenn ähnliche Gerichte bestellt. Methode 2: Jeder zahlt was er bestellt hat + anteiliges Trinkgeld. Aufwendiger, aber fair bei unterschiedlichen Preisen. Apps: Splitwise, Tricount erleichtern komplexe Aufteilungen (wer hat was bezahlt, wer schuldet wem was).
- Wann mehr, wann weniger Trinkgeld? — Mehr Trinkgeld (15-20 %): besonders aufmerksamer Service, komplexe Bestellung, sehr gute Empfehlungen, Barkeeper für aufwendige Cocktails. Weniger oder kein Trinkgeld: schlechter Service (lange Wartezeiten, Fehler), unhöfliches Personal. Bei Buffet oder Self-Service: kein oder minimales Trinkgeld üblich. Lieferdienst: 1-3 € oder 5-10 % üblich.
Trinkgeld-Schnelltabelle — häufige Rechnungsbeträge
| Rechnung | 5 % TG | 10 % TG | 15 % TG |
|---|---|---|---|
| 15 € | 0,75 € | 1,50 € | 2,25 € |
| 25 € | 1,25 € | 2,50 € | 3,75 € |
| 40 € | 2,00 € | 4,00 € | 6,00 € |
| 60 € | 3,00 € | 6,00 € | 9,00 € |
| 80 € | 4,00 € | 8,00 € | 12,00 € |
| 100 € | 5,00 € | 10,00 € | 15,00 € |
| 150 € | 7,50 € | 15,00 € | 22,50 € |
| 200 € | 10,00 € | 20,00 € | 30,00 € |
Deutschland: 10 % als Standard, kein gesetzliches Trinkgeld. Schnelle Alternative: Betrag auf nächsten ganzen Euro aufrunden (bei 18,50 €: 19 oder 20 € zahlen). Große Gruppen (ab 6 Personen): manche Restaurants berechnen automatisch 10-15 % Service charge — auf der Rechnung prüfen.
Trinkgeld-Kulturvergleich weltweit
| Land | Übliches Trinkgeld | Pflicht? | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 10 % (aufgerundet) | Nein | Direkt dem Kellner geben |
| Österreich | 10 % | Nein | Wie Deutschland |
| Schweiz | Keins nötig | Nein | Servicepauschale oft inkl. |
| Frankreich | 5-10 % | Nein | Service compris oft inkl. |
| USA | 15-20 % | Sozial Pflicht | Unter 15 % gilt als unhöflich |
| UK | 10-15 % | Nein | Service charge prüfen |
| Australien | Kein Standard | Nein | Guter Service: 10 % |
| Japan | Keins | Nein | Trinkgeld kann als beleidigend gelten |
| China | Keins | Nein | In Tourist-Restaurants: 10 % |
| Spanien / Italien | 5-10 % | Nein | Propina / Mancia: üblich |
USA: Kellner erhalten oft Mindestlohn unter dem allgemeinen Mindestlohn (Tipped Minimum Wage 2,13 $/h federal) — Trinkgeld ist dort echtes Einkommen. Deutschland: Kellner erhalten mind. 13,90 €/h (Mindestlohn 2026). Trinkgeld in DE: Bonus, keine Lebensnotwendigkeit. Japan: Service ist Teil des Berufsverständnisses — Trinkgeld kann als Beleidigung empfunden werden.
Trinkgeld beim Lieferdienst — was ist üblich?
2026: Lieferdienste wie Lieferando, Uber Eats, Wolt haben Trinkgeld-Funktion in der App integriert. Üblich: 1–3 € pro Bestellung oder 5–10 % des Bestellwerts. Der Fahrer erhält das Trinkgeld (bei den meisten Plattformen) vollständig. Tipp-Funktion beim Bezahlen: oft 10–15 %, manche Nutzer empfinden den Druck als unangemessen. Keine Pflicht — aber Lieferboten haben oft unsichere Arbeitsverhältnisse und freuen sich über Anerkennung.
Restaurant-Abholung: kein Trinkgeld erwartet (kein Service am Tisch). Barista und Café: Trinkgeld-Schale oder digitales Tipping häufig — 0,50–1 € bei normalem Kaffee üblich. Friseur: 10 % des Preises (abgerundet auf glatten Betrag). Handwerker: kein Trinkgeld üblich (Facharbeit, gut bezahlt) — Getränke anbieten ist die übliche Geste.
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Häufige Fragen zum Trinkgeld
Wie viel Trinkgeld ist in Deutschland üblich?
10 % des Rechnungsbetrags gelten als höflich und ausreichend. Bei sehr gutem Service: 15 %. Bei schlechtem Service: kein Trinkgeld (das ist ein Signal). Mindestens: Betrag auf den nächsten Euro aufrunden. Bei großen Runden (ab 6 Personen) oder aufwendigen Sonderbestellungen: eher 12-15 %. Im Unterschied zu USA: Kellner in Deutschland erhalten vollen Mindestlohn — Trinkgeld ist Bonus, keine Lebensnotwendigkeit.
Wie teile ich eine Rechnung fair auf?
Einfachste Methode: Gesamtrechnung inklusive Trinkgeld ÷ Personenzahl. Bei 80 € Rechnung, 4 Personen, 10 % Trinkgeld: (80 + 8) ÷ 4 = 22 €/Person. Wenn unterschiedliche Gerichte: jeder zahlt seinen Anteil + anteiliges Trinkgeld. Apps helfen: Splitwise (wer hat was bezahlt, Abrechnung am Ende), Tricount. Alternativ: eine Person zahlt alles, andere überweisen per PayPal/Revolut.
Muss ich Trinkgeld versteuern wenn ich Kellner bin?
In Deutschland: Trinkgelder an Arbeitnehmer sind steuerfrei nach § 3 Nr. 51 EStG — sofern sie freiwillig vom Gast gezahlt werden und keine verdeckte Gehaltsleistung des Arbeitgebers sind. Das bedeutet: Kellner müssen Trinkgeld nicht in der Steuererklärung angeben. Ausnahme: wenn der Arbeitgeber die Trinkgelder einsammelt und dann auszahlt, können sie als Arbeitslohn steuerpflichtig werden.
Wie funktioniert digitales Trinkgeld?
Zunehmend in Bars, Cafés und Restaurants: beim Kartenzahlen auf dem POS-Terminal erscheint Trinkgeld-Auswahl. Kunde wählt Betrag (oft vordefinierte %, oder freie Eingabe). Betrag wird zur Rechnung addiert und an den Kellner ausgezahlt. Vorteil: kein Bargeld nötig. Nachteil: manche Systeme nehmen Provision. Wichtig: prüfen ob Trinkgeld wirklich beim Kellner ankommt oder im Gesamtumsatz verschwindet.
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