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Dämmrechner: U-Wert, Zusatzdämmung und Produktmenge berechnen

Von · Aktualisiert Juli 2026 · Geprüft 29. Juli 2026

Bestands-U-Wert oder homogenen Schichtenaufbau erfassen. Der Rechner trennt U-Wert, Zielprüfung, Produktmenge und optionale Wirtschaftlichkeit.

Schnelle BerechnungBeginnen Sie mit den wichtigsten Angaben. Zusätzliche Werte sind optional und verfeinern das Ergebnis.

Wählen Sie einen bereits bekannten vollständigen U-Wert oder erfassen Sie einen unterstützten homogenen Schichtenaufbau.

Nettofläche des betrachteten Bauteils in m²; Öffnungen und nicht bearbeitete Bereiche vorher abziehen.

W/(m²·K)

Dokumentierter vollständiger U-Wert des bestehenden Bauteils einschließlich der zugrunde liegenden Randbedingungen.

Wählen Sie die passende Wärmestromrichtung beziehungsweise eigene dokumentierte Oberflächenwiderstände.

Bezeichnung und Datenquelle der ersten homogenen Bestandsschicht.

cm

Dicke der ersten Bestandsschicht in der angegebenen Einheit.

W/(m·K)

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ für Bestandsschicht 1, nicht nur ein Nennwert.

W/(m·K)

Bemessungswert λ des ausgewählten Dämmprodukts aus aktueller Deklaration oder Systemnachweis.

cm

Geplante wirksame Dämmstoffdicke; konstruktive Schichten ohne Wärmedämmwirkung nicht einrechnen.

Wählen Sie einen unterstützten GEG-Fall, einen eigenen Ziel-U-Wert oder nur die Ergebnisberechnung.

Konkreter Änderungsfall aus GEG Anlage 7; die rechtliche Anwendbarkeit muss separat geprüft werden.

W/(m²·K)

Eigener dokumentierter Ziel-U-Wert in W/(m²·K).

Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle5 Bereiche
Bauteilannahmen 3 Felder
m²K/W

Innerer Oberflächenwiderstand Rsi in m²K/W aus dem verwendeten Berechnungsnachweis.

m²K/W

Äußerer Oberflächenwiderstand Rse in m²K/W aus dem verwendeten Berechnungsnachweis.

W/(m²·K)

Dokumentierte U-Wert-Korrektur ΔU aus dem konkreten Nachweis; ohne Nachweis bei 0 belassen.

Bestandsschicht 2 4 Felder

Öffnet eine zweite homogene Bestandsschicht.

Bezeichnung und Datenquelle der zweiten Bestandsschicht.

cm

Dicke der zweiten Bestandsschicht in der angegebenen Einheit.

W/(m·K)

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ für Bestandsschicht 2.

Bestandsschicht 3 4 Felder

Öffnet eine dritte homogene Bestandsschicht.

Bezeichnung und Datenquelle der dritten Bestandsschicht.

cm

Dicke der dritten Bestandsschicht in der angegebenen Einheit.

W/(m·K)

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ für Bestandsschicht 3.

Produktpakete 5 Felder

Aktiviert die getrennte Beschaffungsrechnung für das ausgewählte Dämmprodukt.

Produktbezeichnung und Stand des verwendeten Datenblatts.

%

Eigener Flächenzuschlag für Zuschnitt und Ausführung; keine pauschale Herstellerreserve erfinden.

m²/Paket

Deklarierte Deckung eines vollständigen Pakets in m².

Aktueller Bruttopreis je Paket des gewählten Produkts.

Energie und Wirtschaftlichkeit 6 Felder

Aktiviert ein eigenes vereinfachtes Energie- und Kostenszenario; es ist keine Verbrauchsprognose.

K·h/Jahr

Eigene dokumentierte Heizgradstunden für Standort und Betrachtungszeitraum.

%

Gesamtwirkungsgrad des betrachteten Heizsystems als eigener Szenariowert.

ct/kWh

Brutto-Energiepreis je kWh für das eigene Szenario.

Gesamte angesetzte Investitionskosten der betrachteten Dämmmaßnahme.

Nur bereits bestätigten Förderbetrag eintragen; mögliche Förderquoten nicht vorwegnehmen.

U-Wert- und Planungsbilanz

U-Wert nach geplanter Dämmung
Bestand und Verbesserung
Zielprüfung / erforderliche Zusatzdämmung
Produkt- oder Energieszenario
Kosten / statische Amortisation
Was bedeutet das?
So wird der Rechner verwendet
  1. Bestand belastbar erfassen — Nutzen Sie einen bekannten Bestands-U-Wert oder geben Sie den unterstützten homogenen Schichtenaufbau mit Bemessungs-λ und Dicke ein.
  2. Produktwert verwenden — Die Wärmeleitfähigkeit und Paketdeckung stammen aus der aktuellen Produktdeklaration beziehungsweise dem konkreten Systemdatenblatt.
  3. Rechenebenen trennen — GEG-Fall, Produktpakete, Heizgradstunden, Energiepreis, Investition und bestätigte Förderung sind eigenständige Eingaben und werden nicht aus allgemeinen Richtwerten ergänzt.
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Wie wird der U-Wert mit zusätzlicher Dämmung berechnet?

Beim unterstützten homogenen Aufbau werden innerer und äußerer Oberflächenwiderstand sowie alle Schichtwiderstände addiert. Die geplante Dämmung ergänzt den Gesamtwiderstand mit Dicke ÷ Bemessungs-λ. Erst aus dem vollständigen Widerstand entsteht der neue U-Wert. Die erforderliche Zusatzdämmung zum gewählten Ziel folgt deshalb aus dem fehlenden Gesamtwiderstand und nicht aus λ ÷ Ziel-U allein.

R = Dicke ÷ Bemessungs-λU = 1 ÷ Gesamt-R + ΔUGEG-Fall separat wählen

Ein bereits bekannter Bestands-U-Wert kann als vollständiger Ausgangswert verwendet werden; der Schichtenpfad macht die einzelnen Widerstände sichtbar.

Schichten, Ziel und Produkt bleiben getrennte Ebenen

Dämmschichten, U-Wert und ZielprüfungDie Grafik zeigt eine Wand als Schichtenmodell, vergleicht den U-Wert vor und nach zusätzlicher Dämmung und trennt Zielprüfung, Produktmenge und Energieszenario. Mehr Wärmewiderstand senkt den U-WertBestand, neue Dämmung und Zielwert bleiben getrennt nachvollziehbar SchichtenaufbauPutzMauerwerkDämmungInnen U-Wert vorherhochmehr Wärmeverlust U-Wert neuniedrigerZiel prüfen Danach:DämmstärkePaketeKostenEnergieszenario
Der Zielpfad verändert weder Produktdaten noch Wirtschaftlichkeitsannahmen.

Berechnungsweg für homogene Schichten

R Schicht = Dicke in m ÷ Bemessungs-λNennwerte oder allgemeine Materiallisten ersetzen die Bemessungswerte des gewählten Produkts nicht.
R gesamt = Rsi + Σ R Schicht + R Dämmung + RseEine eingegebene Korrektur ΔU wird erst beim U-Wert ergänzt.
U = 1 ÷ R gesamt + ΔUDer bekannte-U-Wert-Pfad behandelt den eingegebenen Bestand bereits als vollständigen Bauteilwert.
d erforderlich = max(0; R Ziel − R Bestand) × λDas Ergebnis ist die rechnerische Produktdicke für den gewählten Zielwert, kein Ausführungs- oder Förderfreigabenachweis.

Kontrollbeispiel für eine zusätzliche Dämmung

SchrittWertKontrolle
Bestands-U-Wert1,400 W/(m²·K)Vollständiger eingegebener Bauteilwert
Produkt16 cm bei λ 0,035R zusätzlich = 4,571 m²K/W
Neuer U-Wert0,189 W/(m²·K)Vollständige Widerstandsrechnung
Zielprüfung0,24 erreichtRechnerisch 12,08 cm erforderlich

Vollständiger Widerstand statt verkürzter Faustformel

Das Kontrollbeispiel beginnt mit einem bekannten vollständigen Bestands-U-Wert von 1,400 W/(m²·K). Eine 16 Zentimeter starke Dämmung mit einem Bemessungswert λ von 0,035 W/(m·K) ergänzt einen Wärmewiderstand von rund 4,571 m²K/W. Zusammen ergibt das rechnerisch einen neuen U-Wert von 0,189 W/(m²·K). Das gewählte Ziel von 0,24 wird erreicht; als rein rechnerische Zusatzdicke genügen in diesem Pfad rund 12,08 Zentimeter.

Im Schichtenmodus werden Rsi, Rse und die Widerstände aller unterstützten homogenen Bestandsschichten addiert. Erst danach kommt der Widerstand der geplanten Produktdicke hinzu. Der Zielpfad berechnet nur den fehlenden Gesamtwiderstand. Die verkürzte Rechnung λ geteilt durch Ziel-U wäre falsch, weil sie Oberflächenwiderstände und den vorhandenen Bauteilaufbau ignoriert. Eine deklarierte Korrektur ΔU wird sichtbar und erst beim resultierenden U-Wert berücksichtigt.

Bemessungs-λ, Produktdicke, Paketdeckung und Format müssen aus der aktuellen Produkt- oder Systemdeklaration stammen. Allgemeine Materiallisten oder Nennwerte sind kein Ersatz. Paketanzahl und Kosten sind eine nachgelagerte Beschaffungsrechnung: Fläche plus eingegebene Reserve wird durch die deklarierte Paketdeckung geteilt und erst am Ende auf ganze Einheiten aufgerundet. Verschnitt, Befestigung, Anschlüsse und systembedingte Zusatzteile bleiben gesondert zu planen.

Geometrie und Maßnahmenwirkung getrennt weiterführen

Für die belastbare Dachgeometrie dient der Dachflächen-Rechner, für die Fassadenfläche der Fassaden-Rechner. Ein eigenes, maßnahmenübergreifendes Energie- und Kostenszenario kann anschließend im Energiesparpotenzial-Rechner dokumentiert werden. U-Wert, Fläche und Energieannahmen bleiben dabei unterschiedliche Ebenen; aus einer U-Wert-Verbesserung folgt ohne Klima-, Nutzungs- und Anlagendaten kein garantierter Eurobetrag.

GEG-Ziel, Technik und Wirtschaftlichkeit abgrenzen

Die auswählbaren GEG-Werte sind nur Zielwerte für den ausdrücklich gewählten Änderungsfall. Ob die gesetzlichen Voraussetzungen, Ausnahmen oder ein anderer Bauteilfall gelten, entscheidet der Rechner nicht. Fenster, Bauteile gegen Erdreich mit anderem Verfahren, stark hinterlüftete oder inhomogene Aufbauten, Holzanteile und Wärmebrücken brauchen eine weitergehende Berechnung. Ebenso fehlen Feuchte-, Luftdichtheits-, Brand-, Befestigungs- und Ausführungsnachweise.

Ein optionales Energieszenario benötigt eigene Heizgradstunden, Systemwirkungsgrad, Energiepreis, Investition und bestätigte Förderung. Diese Werte werden nicht aus dem U-Wert erzeugt. Eine statische Amortisation unter konstanten Annahmen ist keine Lebenszyklusprognose. Für die spätere Prüfung sollten Schichtenaufbau, Bemessungswerte, Flächenaufmaß, gewählter Rechtsfall, Produktdatenblatt, Energieannahmen, Angebote und Förderunterlagen gemeinsam mit dem Rechenergebnis archiviert werden.

Plausibilitätskontrolle des Bauteilpfads

Prüfen Sie, ob alle Schichtdicken in Meter umgerechnet, Bemessungswerte korrekt zugeordnet und Oberflächenwiderstände passend zur Wärmestromrichtung gewählt wurden. Der neue U-Wert muss kleiner als der Ausgangswert sein, wenn ein positiver Dämmwiderstand ergänzt wird. Auffällige Ergebnisse verlangen eine erneute Prüfung des Schichtenaufbaus und der Einheiten; sie dürfen nicht durch eine pauschale Materialannahme geglättet werden.

Quellen und Grundlagen

Berechnungsverfahren für Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient.

DIN EN ISO 6946:2018-03

Berichtigung zum Dokumentstand der DIN EN ISO 6946.

DIN EN ISO 6946 Berichtigung 1:2023-04

Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte; konkrete Produktwerte bleiben maßgeblich.

DIN 4108-4:2020-11

Höchstwerte für ausgewählte Änderungen an bestehenden Außenbauteilen.

GEG Anlage 7

Aktuelle Förderinformation zur Gebäudehülle, ohne automatische Quote oder Förderzusage.

BAFA: Gebäudehülle

Aktualisiert Juli 2026 · Zur Methodik
Der Rechner unterstützt homogene Bauteile nach dem vereinfachten Widerstandsverfahren. Fenster, Bauteile gegen Erdreich mit abweichendem Verfahren, stark hinterlüftete oder inhomogene Aufbauten, Holzanteile, Wärmebrücken, Feuchte-, Luftdichtheits-, Brand- und Befestigungsnachweise benötigen fachliche Planung. Die GEG-Auswahl prüft nur den gewählten Tabellenwert, nicht die Anwendbarkeit des Rechtsfalls.