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Fassaden-Rechner 2026 — Fassadenfläche und Kosten

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Januar 2026

Wie groß ist meine Fassade und was kostet die Dämmung? Gebäudemaße und Fassadentyp eingeben — Nettofläche, Materialkosten und Förderung sofort.

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Ihre Fassadenfläche

Netto-Fassadenfläche (m²)
Brutto-Wandfläche (m²)
Kostenrichtwert (€/m² Nettofläche)
Materialkosten gesamt (ca. €)
BEG-Förderung 15 % (bei WDVS, ca. €)
Was bedeutet das?
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So wird der Rechner verwendet
  1. Brutto- vs. Netto-Fassadenfläche — Bruttofläche = Umfang × Wandhöhe. Nettofläche = Brutto minus Fenster und Türen. Dachanschlüsse und Giebelflächen (Dreiecke): separat messen (Basisbreite × Giebelhöhe ÷ 2). Balkone und Erker: wenn vorspringend, alle sichtbaren Außenflächen messen. Für ein typisches EFH (44 m Umfang, 6 m Höhe, 30 m² Fenster/Türen): Brutto = 264 m², Netto = 234 m².
  2. WDVS Schichtaufbau verstehen — Wärmedämmverbundsystem besteht aus: Kleberauftrag (Mörtel), Dämmplatte (EPS/Mineralwolle), Ankerdübel (6–8 Stück/m²), Armierungsschicht (Glasgewebe + Kleber), Grundierung, Oberputz (Silikonharz, Silikat oder Mineralputz). Dämmstärke GEG 2024: mindestens 14 cm EPS (U-Wert ≤ 0,24 W/m²K). Besser: 16–20 cm (U-Wert 0,18–0,22). BEG-Förderung: 15 % bei GEG-konformem U-Wert, 20 % mit iSFP.
  3. Gerüstkosten einplanen — Gerüst ist bei Fassadenarbeiten Pflicht und teuer: ca. 10–20 €/m² Fassadenfläche, mindestens aber 1.500–2.500 € für ein EFH. Gerüst: 4–8 Wochen mieten (länger = teurer). Tipp: Dacharbeiten, Fensteraustausch und Fassadensanierung zeitlich bündeln — Gerüst nur einmal aufstellen spart 3.000–6.000 €. Ohne Gerüst (Hebebühne): nur bei einfachen Fassaden unter 6 m möglich.

Fassaden-Systemvergleich 2026 — WDV-Aufbaukatalog

FassadentypKosten/m²DämmwirkungLebensdauer
WDVS EPS 14 cm (Standard)80–120 €/m²U = 0,24 W/m²K30–40 Jahre
WDVS EPS 20 cm (gut)100–140 €/m²U = 0,17 W/m²K30–40 Jahre
WDVS Mineralwolle 14 cm100–150 €/m²U = 0,22 W/m²K30–40 Jahre
Klinkerriemchen auf WDVS130–200 €/m²U = 0,24 W/m²K40–60 Jahre
Vorgehängte Holzfassade100–180 €/m²je nach Aufbau20–40 Jahre
Vorgehängte Metallfassade120–220 €/m²je nach Aufbau30–50 Jahre
Außenputz (ohne Dämmung)30–60 €/m²kein Dämmeffekt15–25 Jahre
Klinkermauerwerk (Neubau)150–250 €/m²U = 0,28–0,3550–100 Jahre

Quelle: BKI Baukosten Außenwände 2026. Preise inkl. Material und Montage, ohne Gerüst (add. 10–20 €/m²), ohne Fensteranschlüsse und Sockelabdichtung. WDVS mit BEG-Förderung (15 %): effektiv 68–102 €/m². Vorgehängte Fassaden: Hinterlüftungsspalt verhindert Tauwasserprobleme — langfristig robuster als WDVS.

Energieeinsparung durch Fassadendämmung — Richtwerte

MaßnahmeU-Wert vorherU-Wert nachherEinsparung/m²/Jahr
WDVS 14 cm (unsanierter Altbau)1,4 W/m²K0,24 W/m²Kca. 5–8 €/m²/Jahr
WDVS 14 cm (Teilsanierung)0,8 W/m²K0,24 W/m²Kca. 3–5 €/m²/Jahr
WDVS 20 cm (optimal)1,4 W/m²K0,17 W/m²Kca. 6–9 €/m²/Jahr
Innendämmung 8 cm (Mietwohnung)1,4 W/m²K0,35 W/m²Kca. 3–5 €/m²/Jahr

Einsparung bei Gas 9,5 ct/kWh, Gradstunden Deutschland Ø 3.600 Kd/Jahr. Bei 150 m² Fassadenfläche und 5 €/m²/Jahr: 750 €/Jahr Heizkosteneinsparung. Amortisation bei 100 €/m² Kosten und 6 €/m²/Jahr Ersparnis: ca. 17 Jahre (ohne Förderung), 14 Jahre (mit 15 % BEG). Quelle: DIN 4108, eigene Berechnungen.

Innendämmung als Alternative zur Außendämmung

In bestimmten Situationen ist Innendämmung die einzige Option: Denkmalschutz (Außenansicht darf nicht verändert werden), Altbau mit schmalen Bürgersteigen (kein Platz für WDVS), Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Innendämmung hat einen entscheidenden Nachteil: Wärmebrücken an Deckenplatten und Innenwänden sind schwer zu beseitigen. Das Risiko von Schimmelbildung an den Wärmebrücken steigt. Technische Lösung: Dampfbremse innen (sd-Wert ≥ 2 m), Taupunktberechnung vor Ausführung, regelmäßiges Lüften.

Materialien Innendämmung: Kalziumsilikatplatten (diffusionsoffen, schimmelresistent, 8–12 cm, 60–100 €/m²), PIR-Hartschaum (dünnster Aufbau, 6 cm = wie 12 cm EPS, 80–130 €/m²), Holzfaser (ökologisch, 8–12 cm, 50–90 €/m²). Innendämmung kostet 50–130 €/m² Wandfläche inkl. Montage, erfordert keine Gerüstkosten — damit oft günstiger als WDVS wenn kein Gerüst ohnehin nötig. Raumverlust: 8–15 cm auf jeder Außenwand.

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Häufige Fragen zur Fassadenberechnung

Wie messe ich meine Fassadenfläche richtig?

Methode 1 (einfach): Außenumfang des Hauses in Metern × Wandhöhe von Oberkante Sockel bis Dachansatz (Traufe). Davon abziehen: alle Fenster und Türen (messen: Breite × Höhe je Öffnung). Nicht abziehen: Vordach, Erker-Stirnseiten, Giebelflächen. Methode 2 (genau): für jede Fassadenseite einzeln messen, dann addieren. Tipp: bei unregelmäßigen Grundrissen (L-Form, Erker) alle Außenwandabschnitte einzeln messen und addieren.

Muss ich für eine Fassadendämmung eine Baugenehmigung beantragen?

In den meisten Fällen nein. WDVS-Dämmung ist genehmigungsfrei wenn: keine Abstandsflächen überschritten werden (WDVS fügt 14–20 cm zur Wanddicke hinzu — Grenzabstand prüfen), das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht und kein Bebauungsplan die Fassadengestaltung vorschreibt (z. B. historische Innenstadtbereiche). In Sanierungsgebieten: immer vorab bei Bauordnungsamt anfragen. Faustregel: 0,5 m Mindestgrenzabstand müssen nach WDVS noch eingehalten sein.

Wie lange hält ein WDVS und was kann schiefgehen?

Korrekt ausgeführtes WDVS hält 30–40 Jahre und länger. Typische Probleme: Rissbildung an Fensteranschlüssen (Detailausführung mangelhaft), Algen- und Pilzbefall auf dem Oberputz (feuchte Nordfassaden — Lösung: biozidhaltige Silikonharz-Putze), Dübel rosten durch (Edelstahl-Dübel verwenden), thermischer Längenausdehnung (Dehnungsfugen vergessen). Qualitätssicherung: Fachbetrieb mit Systemzulassung beauftragen, nicht billigster Anbieter. Systemhersteller (Sto, Caparol, Weber) bieten Gewährleistung nur bei Systemtreue.

Kann ich die Fassade selbst dämmen?

WDVS ist technisch anspruchsvoll und für Laien nur bedingt geeignet: Untergrundvorbereitung, Kleberauftrag, Dübelmuster, Armierungsschicht, Anschlussdetails an Fensterlaibungen und Ecken — jeder Fehler kann Wärmebrücken oder Wasserschäden verursachen. Außerdem: BEG-Förderung (15 %) gilt nur bei Einbau durch zugelassenen Energieeffizienz-Fachbetrieb. Eigenleistung bei geförderten Projekten: nur Materialkosten förderfähig, keine Arbeitszeit. Empfehlung: Fachbetrieb beauftragen und Förderung voll ausschöpfen.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Bau & Wohnen. Weitere Rechner für Dämmung, Putz und Sanierungskosten finden Sie in der Übersicht.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Nettofläche = (Umfang × Höhe) − Fenster − Türen. Kosten: Richtwerte BKI 2026 inkl. Material und Montage. BEG-Förderung: 15 % auf förderfähige Kosten (WDVS mit U ≤ 0,24). Ohne Gerüstkosten (add. 10–20 €/m²). Keine Gewähr auf Einzelpreise.