Fassaden-Rechner – Fläche, Material, Kosten und Förderung
Einzelne Fassadenflächen bilanzieren und Geometrie, Produktmenge, Projektkosten sowie eine klar begrenzte Fördervorschau getrennt ausgeben.
Benennen Sie die erste Fassadenebene, damit sie im Ergebnis eindeutig zugeordnet bleibt.
Wählen Sie die geometrische Form, die der sichtbaren Fassadenebene am besten entspricht.
Nutzen Sie die Anzahl nur für identische Fassadenflächen mit denselben Maßen.
Messen Sie Breite beziehungsweise Grundseite A der ersten Fassadenfläche.
Tragen Sie die senkrechte Höhe der ersten Fassadenfläche ein.
Bei direkter Flächeneingabe verwenden Sie den bereits ermittelten Bruttowert.
Addieren Sie Fenster und Türen, die von der Bruttofassade vollständig abgezogen werden.
Wählen Sie eine projektbezogene Materialreserve für Zuschnitt, Struktur und Nacharbeit.
Übernehmen Sie den Verbrauch je Quadratmeter aus dem Datenblatt des konkreten Fassadenprodukts.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle6 Bereiche
Fläche 1 – Details 1 Feld
Nur beim Trapez: parallele zweite Seite B der ersten Fläche.
Fläche 2 8 Felder
Aktivieren Sie eine zweite Fassadenebene nur, wenn sie separat vermessen wurde.
Benennen Sie die zweite Fläche für eine nachvollziehbare Ergebnisaufteilung.
Wählen Sie die passende Geometrie der zweiten Fassadenebene.
Geben Sie an, wie oft diese zweite Fläche mit identischen Maßen vorkommt.
Breite beziehungsweise Grundseite A der zweiten Fläche.
Senkrechte Höhe der zweiten Fassadenfläche.
Nur beim Trapez: parallele zweite Seite B.
Alternativ kann eine bereits bekannte Bruttofläche direkt eingetragen werden.
Fläche 3 8 Felder
Aktivieren Sie eine dritte Fassadenebene nur bei zusätzlichem getrenntem Aufmaß.
Benennen Sie die dritte Fläche für die spätere Kontrolle.
Wählen Sie die Geometrie der dritten Fassadenebene.
Anzahl identischer Ausführungen der dritten Fläche.
Breite beziehungsweise Grundseite A der dritten Fläche.
Senkrechte Höhe der dritten Fassadenfläche.
Nur beim Trapez: parallele zweite Seite B.
Tragen Sie hier eine bereits bekannte Bruttofläche ein.
Abzüge und Detailflächen 2 Felder
Erfassen Sie weitere nicht zu bearbeitende Teilflächen getrennt von Fenstern und Türen.
Addieren Sie Laibungen, Sockel- oder Anschlussflächen, die zusätzlich bearbeitet werden.
Material und Kosten 8 Felder
Tragen Sie die verfügbare Gebinde- oder Verpackungsgröße ein.
Bruttopreis je Gebinde für die optionale Materialkostenschätzung.
Bekannte Arbeitskosten aus Angebot oder eigener Kalkulation.
Erfassen Sie Gerüstkosten separat, damit sie nicht im Materialpreis verschwinden.
Kosten für Reinigung, Untergrundvorbereitung oder Reparaturen.
Kosten für Anschlüsse, Laibungen, Profile oder andere Detailarbeiten.
Weitere eindeutig zuordenbare Projektkosten ohne Doppelzählung.
Aktivieren Sie Umsatzsteuer nur, wenn die eingegebenen Kosten Nettowerte sind.
Förderung 3 Felder
Verwenden Sie ausschließlich bestätigte oder bewusst angesetzte förderfähige Ausgaben.
Zahl der Wohneinheiten, die für die gewählte Fördergrenze tatsächlich berücksichtigt werden darf.
Setzen Sie den iSFP-Bonus nur an, wenn die Maßnahme und der aktuelle Förderfall ihn nachweislich erfüllen.
Fassadenbilanz
- Fassadenseiten trennen — Rechtecke, Dreiecke, Trapeze oder bereits vermessene Direktflächen einzeln erfassen.
- Öffnungen und Details bilanzieren — Fenster und Türen abziehen; Laibungen und zusätzliche Detailflächen separat addieren.
- Förderung vorsichtig lesen — Nur eigene förderfähige Ausgaben eingeben; das Ergebnis ist keine Zusage.
Fassadenfläche, Material und Kosten getrennt planen
Der Fassaden-Rechner ermittelt die Bruttoflächen einzelner Wand- und Giebelformen, zieht Öffnungen und weitere Abzüge ab und ergänzt ausdrücklich erfasste Detail- oder Laibungsflächen. Anschließend werden Materialreserve, Produktverbrauch, Gebinde und bekannte Kostenpositionen separat berechnet. Eine optionale Fördervorschau verwendet nur eingegebene förderfähige Ausgaben und die hinterlegte Förderlogik; sie ist keine Förderzusage.
Die Geometrie kann exakt sein, obwohl Systemaufbau, Untergrund, Befestigung, Brandschutz oder Förderfähigkeit noch fachlich geprüft werden müssen.
Vom Fassadenaufmaß zur bestellbaren Menge
Formeln für Fläche, Material und Zuschussvorschau
Rechenbeispiel: Fassade mit Giebeln, Öffnungen und Reserve
Ein Gebäude hat zwei Längsseiten mit jeweils 10 m Breite und 6 m Höhe. Das ergibt 120 m². Zwei Stirnseiten mit jeweils 8 m Breite und 6 m Höhe liefern 96 m². Hinzu kommen zwei dreieckige Giebel mit 8 m Grundseite und 3 m Höhe: 2 × 8 × 3 ÷ 2 = 24 m². Die Bruttofassade beträgt damit 240 m².
Für Fenster und Türen werden 30 m² abgezogen. Weitere Abzüge oder Detailflächen sind in diesem Beispiel nicht eingetragen. Die Nettofassade beträgt folglich 210 m². Mit 7 % Materialreserve entsteht eine Planfläche von 224,70 m².
Das Produkt benötigt laut Eingabe 3 Einheiten je Quadratmeter und wird in Gebinden zu 25 Einheiten geliefert. 224,70 × 3 = 674,10 Einheiten. Auf volle Gebinde aufgerundet werden 27 Gebinde beziehungsweise 675 Einheiten bestellt. Bei 50 € je Gebinde ergeben sich 1.350 € Produktkosten. Zusammen mit Arbeit, Gerüst, Vorbereitung, Details, sonstigen Kosten und 19 % Umsatzsteuer zeigt die Kontrollrechnung 21.241,50 € bekannte Projektkosten.
Als förderfähige Ausgaben werden 40.000 € eingegeben. Bei ausgewähltem iSFP-Szenario berechnet der Rechner in diesem Fall vorläufig 8.000 € beziehungsweise 20 %. Das ist eine Rechenvorschau. Ob Maßnahme, Antrag, Mindestinvestition, technische Anforderungen und iSFP-Bonus tatsächlich anerkannt werden, muss vor Auftragserteilung anhand der aktuellen BAFA-Regeln geprüft werden.
Aufmaß: Fassadenebenen statt grober Umfangsformel
Eine pauschale Rechnung aus Gebäudeumfang mal Höhe ist nur bei sehr einfachen Baukörpern brauchbar. Rücksprünge, Anbauten, Staffelgeschosse, Gauben und Giebel verändern die Fläche. Erfassen Sie deshalb jede Ebene separat und dokumentieren Sie Form, Maße und Anzahl. Bei komplexen Flächen kann ein Aufmaßplan oder eine prüfbare Angebotsposition die bessere Eingabequelle sein.
Öffnungen sollten nur dann abgezogen werden, wenn sie im gewählten Leistungs- und Abrechnungsmodell tatsächlich als Abzug behandelt werden. Laibungen, Fensterbänke, Sockel, Attika, Faschen und Anschlussdetails können zusätzliche Fläche oder eigene Arbeitspositionen erzeugen. Der Rechner erlaubt deshalb getrennte Detailflächen und Kosten statt einer versteckten Pauschale.
Für den eigentlichen Dämmstoffbedarf ist der Dämmrechner geeigneter, weil dort Dicke, Wärmeleitfähigkeit und U-Wert-Wirkung eine Rolle spielen. Putzschichten lassen sich mit dem Putzrechner aus dem konkreten Verbrauch je Quadratmeter ableiten. Das Gesamtprojekt mit Gewerken und Angeboten kann anschließend im Sanierungskosten-Rechner zusammengeführt werden.
Material, Kosten und Förderung richtig interpretieren
Produktverbrauch, Gebindegröße und Preis sind keine gesetzlichen Konstanten. Sie hängen vom gewählten System, Untergrund, Schichtdicke, Produkt und Hersteller ab. Übernehmen Sie diese Werte aus dem aktuellen technischen Datenblatt oder Angebot. Bei Wärmedämm-Verbundsystemen gehören Dämmplatten, Klebe- und Armierungsmörtel, Gewebe, Dübel, Profile, Oberputz und Beschichtung zu unterschiedlichen Positionen. Eine einzige Verbrauchszahl darf nicht so behandelt werden, als decke sie den gesamten Aufbau ab.
Kosten sollten ebenfalls als getrennte Aufstellung gelesen werden: Material, Arbeit, Gerüst, Untergrundvorbereitung, Details und sonstige Leistungen bleiben getrennt. So wird sichtbar, welche Position ein Angebot verändert. Umsatzsteuer wird nur auf die eingegebenen Nettopositionen angewendet. Förderfähige Ausgaben sind nicht automatisch identisch mit den gesamten Projektkosten.
Die BAFA-Förderung für Gebäudehüllen nennt einen Grundfördersatz und Bedingungen für einen zusätzlichen iSFP-Bonus. Außerdem gelten Höchstgrenzen je Wohneinheit und weitere technische sowie verfahrensbezogene Voraussetzungen. Der Rechner bildet nur die hinterlegte Rechenlogik ab. Er prüft weder, ob das Gebäude förderfähig ist, noch ob ein Energieeffizienz-Experte eingebunden wurde oder der Antrag rechtzeitig gestellt ist.
Häufige Fragen zum Fassaden-Rechner
Soll ich Fenster und Türen vollständig abziehen?
Nur wenn der gewählte Aufmaß- oder Angebotsansatz dies vorsieht. Laibungen und Details können zusätzliche Flächen oder Kosten verursachen und sollten separat erfasst werden.
Wie hoch sollte die Materialreserve sein?
Es gibt keinen universellen Wert. Geometrie, Zuschnitt, Untergrund und System bestimmen die Reserve. Verwenden Sie eine begründete Projektannahme und prüfen Sie Hersteller- oder Fachplanerangaben.
Ist der angezeigte Zuschuss sicher?
Nein. Er ist eine vorläufige Rechenvorschau aus den eingegebenen förderfähigen Ausgaben und dem ausgewählten Szenario. Bewilligung und technische Förderfähigkeit werden nicht geprüft.
Kann ich alle Fassadensysteme mit einem Verbrauchswert rechnen?
Nein. WDVS, hinterlüftete Bekleidung, Putz und Beschichtung bestehen aus unterschiedlichen Schichten und Produkten. Erfassen Sie die relevante Produktposition oder rechnen Sie die Systemkomponenten separat.
Quellen und Grundlagen
Aktuelle offizielle Informationen zu Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, Fördersatz, Ausgabengrenzen und Verfahrensbedingungen.
BAFA – Einzelmaßnahmen an der GebäudehülleMetadaten zur DIN 18345 für Wärmedämm-Verbundsysteme. Der Rechner ersetzt die technische und vertragliche Anwendung der Norm nicht.
DIN Media – DIN 18345Beispiel eines aktuellen Herstellerdatenblatts für eine Fassadendämmplatte; maßgeblich ist immer das konkret gewählte Produkt.
ROCKWOOL – Fixrock 035Unabhängige Orientierung zur geometrischen Ermittlung einer Hausfassade.
Sanier.de – Fassadenfläche berechnenMetadaten zur DIN 18351 für hinterlüftete Außenwandbekleidungen, einem anderen System als WDVS.
DIN Media – DIN 18351