Putzrechner — Putzmenge berechnen
Wie viel Putz brauche ich? Fläche und Putzstärke eingeben — Verbrauch in kg, Anzahl Säcke und Putzsortenauswahl sofort.
Ihr Putzbedarf
- Substratprüfung vor dem Verputzen — Der Untergrund muss tragfähig, sauber, trocken und eben genug sein. Saugfähige Untergründe (Poroton, Gasbeton, alte Putzflächen): immer Tiefengrundierung auftragen und mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Glatte Untergründe (Beton, Gipskarton): Haftbrücke (Spritzbewurf) oder Betonkontakt. Ohne Grundierung: Putz kann abplatzen.
- Putztyp nach Einsatzort wählen — Gipsputz: nur Innen, niemals in Nassräumen oder Außen (löst sich auf). Kalkputz: Innen, atmungsaktiv, für historische Gebäude ideal. Kalk-Zementputz: universell, Innen und Außen, Nassräume. Zementputz: Keller, Sockel, starke Feuchtebelastung.
- Zweilagiger Putz für große Flächen — Für Außenfassaden und große Innenflächen empfiehlt DIN 18550 zwei Lagen: Unterputz (Spritzbewurf oder Grundputz) + Oberputz/Edelputz. Das verbessert Ebenheit und verhindert Risse. Arbeitsschritte: Spritzbewurf auftragen, trocknen lassen (24 h), Grundputz (dickere Lage), trocknen (7–14 Tage), Oberputz aufziehen.
Putzverbrauch nach DIN 18550 — kg/m² bei verschiedenen Stärken
| Putztyp | 5 mm | 10 mm | 15 mm |
|---|---|---|---|
| Gipsputz (GP) | 7 kg | 14 kg | 21 kg |
| Kalkputz (KP) | 8 kg | 16 kg | 24 kg |
| Kalk-Zementputz (KZP) | 9 kg | 18 kg | 27 kg |
| Zementputz (ZP) | 10 kg | 20 kg | 30 kg |
Richtwerte für maschinellen und manuellen Auftrag. Körnung: 0/2 mm Standard. Zement-Putze schwerer wegen höherer Rohdichte. Quelle: Knauf Technische Verarbeitungshinweise, Baumit Systemhandbuch. + 10 % Reserve immer empfohlen.
Putzsortenauswahl nach Einsatzort
| Einsatzort | Empfohlener Putz | Putztyp | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Wohnzimmer, Schlafzimmer | Gipsputz (GP) | Innen | Glatt, schnell trocken |
| Bad, Küche (Feuchte) | KZP + Fliesenkleber | KZP | Kein Gipsputz! |
| Außenfassade | KZP Unterputz + Oberputz | KZP | Systemaufbau |
| Keller, Sockel | Zementputz (ZP) | ZP | Wasserdicht |
| Altbau (Kalkstein) | Kalkputz (KP) | KP | Dampfdurchlässig |
| Gasbeton, Poroton | Leichtputz / KP | KP | Tiefengrundierung! |
Systemverträglichkeit beachten: immer Grundierung, Unterputz und Oberputz desselben Herstellers verwenden — unterschiedliche Haftbrücken können zu Haftungsausfall führen. Herstellertechniker befragen bei Sonderfällen.
Putzdicke und Ebenheit nach DIN 18550
Die DIN 18550 legt Mindestdicken und Verarbeitungsvorschriften für Putze fest. Für Innenputze gilt: einlagig bis 15 mm, zweilagig bis 30 mm. Außenputze: einlagig maximal 15 mm, zweilagig bis 30 mm. Maßabweichungen nach DIN 18202: Ebenheitsabweichungen bei Stichmaß 0,1 m: ± 3 mm, bei 1 m: ± 5 mm, bei 4 m: ± 10 mm. Diese Toleranzen sind für Bodenbeläge und Fliesen relevant.
Putz trocknet langsam — zu schnelles Trocknen verursacht Schwindrisse. Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung auf frischen Putz vermeiden. Bei Temperaturen unter 5°C und über 30°C nicht verputzen. Gipsputz: 1–2 Tage trocknen vor dem Streichen. Kalk-Zementputz: mindestens 28 Tage, besser 6 Wochen vor dem Innenanstrich.
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Häufige Fragen zum Putzrechner
Kann ich über alten Putz putzten?
Nur wenn der alte Putz vollständig haftet und tragfähig ist. Prüfung: Putz an mehreren Stellen abklopfen — hohler Klang = ablösen, muss entfernt werden. Geringe Risse: spachteln, dann neu verputzen. Grundsätzlich gilt: Unterputz muss immer fester und tragfähiger sein als der Oberputz. Auf altem Kalkputz: neuen Kalk- oder KZP-Putz verwenden, kein Gips. Auf altem Gipsputz: nur neuen Gipsputz verwenden.
Was kostet professionelles Verputzen?
Preise 2026 für Verputzarbeiten durch Malermeister oder Stuckateur: Innenputz maschinell: 15–25 €/m² (KZP, Glatt). Gipsputz maschinell: 12–20 €/m². Außenputz (Fassade): 30–60 €/m² (je nach Systemaufbau und Gerüst). Wärmedämmverbundsystem (WDVS) komplett: 80–150 €/m². Preise stark regional unterschiedlich — immer 3 Angebote einholen.
Warum reißt frischer Putz?
Häufigste Ursachen: (1) Zu schnelle Trocknung (Zugluft, Sonne) — Schwindrisse entstehen wenn Wasser zu schnell verdunstet. Gegenmittel: abdecken, feucht halten. (2) Ungeeigneter Untergrund (kein Haftbrücke auf glatter Wand). (3) Falsche Putzmischung (zu viel Zement im Mischungsverhältnis = starkes Schwinden). (4) Zu große Putzfläche ohne Dehnfugen (Außen: Bewegungsfugen alle 6–8 m, Innen: an Gebäudetrennungen). Feine Haararisse: meist unbedenklich. Risse über 0,3 mm: Ursache suchen.
Muss ich vor dem Streichen grundieren?
Fast immer. Frischer Gipsputz: Tiefengrundierung oder Quarzgrundierung mindestens 24 Stunden vor dem Streichen auftragen — sonst saugt der Putz die Farbe ungleichmäßig auf (Flecken, unterschiedliche Glanzgrade). Kalk-Zementputz: Quarzgrundierung. Altputz ohne Risse: Tiefengrundierung reicht. Ausnahme: fertig gestrichene Flächen können ohne Grundierung überstrichen werden wenn Haftung gut ist und keine starke Farbtonwechsel geplant sind.
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