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Herzfrequenz-Rechner — Maximalpuls und Trainingszonen

Von  ·  Aktualisiert Juni 2026

In welchem Pulsbereich trainieren Sie optimal? Alter und Ruhepuls eingeben — der Rechner zeigt Ihre persönlichen Trainingszonen nach der Karvonen-Formel.

Jahre
bpm

Ihre Herzfrequenz-Zonen

Maximale Herzfrequenz (HFmax)
Herzfrequenzreserve (HFR = HFmax − HFRuhe)
Fettverbrennung optimal (60–70 % HFmax)
Grundlagenausdauer GA1 (70–80 % HFmax)
Intensivbereich / HIIT (80–90 % HFmax)
Was bedeutet das?
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Kostenlos einbettbar — Quellenangabe FlinkRechner.de erwünscht.

So funktioniert es
  1. Ruhepuls korrekt messen — Messen Sie den Ruhepuls morgens direkt nach dem Aufwachen, noch im Bett liegend, über 60 Sekunden. Nutzen Sie einen Pulsmesser am Handgelenk oder zählen Sie manuell am Hals oder Handgelenk. Gut trainierte Erwachsene haben typisch 50–65 Schläge/Minute, Leistungssportler oft unter 40. Ein sinkender Ruhepuls über Wochen zeigt Trainingsfortschritt.
  2. Maximalpuls nicht überschätzen — Die Formel 220 − Alter ist eine statistische Schätzung mit hoher individueller Streuung (±10–15 Schläge). Wer seinen echten Maximalpuls kennen möchte: Feldtest mit maximalem Laktat-Stufentest oder 4-Minuten-Maximalbelastung unter Aufsicht. In der Praxis reichen die Schätzwerte für Trainingsplanung gut aus.
  3. Trainingszonen im Alltag nutzen — Nutzen Sie einen Pulsmesser oder eine Sportuhr, um während des Trainings in der richtigen Zone zu bleiben. Zone 2 (Fettverbrennung/GA1) ist für Ausdaueraufbau am wichtigsten — viele trainieren hier zu intensiv. Zone 4–5 (HIIT) nur 1–2× pro Woche, um Übertraining zu vermeiden.

Die 5 Herzfrequenz-Trainingszonen nach Karvonen

Zone% HFmaxTrainingseffektIdeal für
Z1 — Erholung50–60 %Aktive ErholungWarm-up, Cool-down
Z2 — Fettverbrennung60–70 %Fettoxidation, GrundlageLange Einheiten
Z3 — Aerobe Zone70–80 %Herz-Kreislauf, AusdauerTempoläufe
Z4 — Anaerob80–90 %Laktattoleranz, VO2maxIntervalltraining
Z5 — Maximal90–100 %Max. LeistungsfähigkeitSprint, HIIT

Karvonen-Formel: Trainingszone (bpm) = (HFmax − HFRuhe) × Zonenprozent + HFRuhe. Dieser Ansatz ist individueller als die reine HFmax-Methode.

Typische Herzfrequenz-Richtwerte nach Alter und Fitnesslevel

AlterHFmax (Formel)Ruhepuls ØRuhepuls Trainiert
20 Jahre200 bpm65–75 bpm55–65 bpm
30 Jahre190 bpm65–75 bpm55–65 bpm
40 Jahre180 bpm65–80 bpm55–65 bpm
50 Jahre170 bpm68–80 bpm58–68 bpm
60 Jahre160 bpm70–82 bpm60–70 bpm
70 Jahre150 bpm70–85 bpm62–72 bpm

Quelle: American Heart Association, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK). HFmax = 220 − Alter (Näherungsformel). Individuelle Abweichungen ±10–15 bpm normal.

Warum ist der Ruhepuls ein wichtiger Gesundheitsindikator?

Der Ruheherzfrequenz ist einer der verlässlichsten Indikatoren für kardiovaskuläre Fitness. Ein niedriger Ruhepuls bedeutet, dass das Herz pro Schlag mehr Blut auswirft (höheres Schlagvolumen) und effizient arbeitet. Studien zeigen: Personen mit einem Ruhepuls über 80 Schläge/Minute haben ein ca. 1,5-fach höheres Herzerkrankungsrisiko als Personen mit unter 60.

Regelmäßiges Ausdauertraining senkt den Ruhepuls messbar innerhalb von 4–8 Wochen. Fortschrittskontrolle: Messen Sie wöchentlich morgens nach dem Aufwachen — ein sinkender Trend zeigt Verbesserung der Herzeffizienz. Steigende Ruhepulsrate über mehrere Tage kann auf Übertraining, beginnende Erkältung oder Schlafmangel hinweisen.

Karvonen-Formel vs. einfache HFmax-Methode

Die einfache Methode berechnet die Trainingszone als Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz: Zone 2 = 60–70 % × HFmax. Die Karvonen-Formel ist individueller, weil sie den Ruhepuls einbezieht: Zone 2 = (HFmax − HFRuhe) × 60–70 % + HFRuhe. Bei einem Ausdauersportler mit Ruhepuls 45 ergibt Karvonen deutlich andere (höhere) Zonenwerte als die einfache Methode.

Beispiel: 35-jähriger Sportler, Ruhepuls 45: HFmax = 185. Einfache Methode Zone 2: 111–130 bpm. Karvonen Zone 2: (185−45)×0,6+45 = 129 bis (185−45)×0,7+45 = 143 bpm. Der Unterschied ist erheblich. Für Anfänger ohne Ruhepuls-Tracking ist die einfache Methode ausreichend, für ambitioniertes Training empfiehlt sich Karvonen.

Wochenplan nach Trainingsziel — die 80/20-Verteilung in der Praxis

TrainingszielZone 1–2 (locker)Zone 3 (moderat)Zone 4–5 (intensiv)Beispielwoche (4 Einheiten)
Fettverbrennung / Einstieg80–90 %10–20 %0 %3× 40 Min. locker, 1× zügig
Ausdaueraufbau75–80 %10–15 %5–10 %3× Grundlage, 1× Intervalle kurz
Leistungssteigerung70–80 %5–10 %15–20 %2× Grundlage, 1× Schwelle, 1× Intervalle
Wettkampfvorbereitung70 %10 %20 %2× Grundlage, 1× Tempodauerlauf, 1× HIT

Die 80/20-Regel aus der Trainingswissenschaft: Auch Profis absolvieren ca. 80 % ihres Trainings in niedrigen Zonen — der häufigste Hobby-Fehler ist dauerhaftes Training im "Grauzonen"-Bereich Zone 3. Zonen oben mit dem Rechner aus Ihrer HFmax bestimmen.

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Häufige Fragen zum Herzfrequenz-Rechner

Wie messe ich meinen Ruhepuls am genauesten?

Messen Sie den Ruhepuls an drei aufeinanderfolgenden Morgen direkt nach dem Aufwachen, noch im Bett liegend, und bilden Sie den Durchschnitt. Nutzen Sie die Uhren-App Ihres Smartphones (Kamera-Puls-Messung), eine Pulsuhr oder zählen Sie 60 Sekunden manuell am Hals (A. carotis) oder Handgelenk (A. radialis). Kaffee, Stress, Alkohol am Vorabend und Schlafmangel erhöhen den Ruhepuls vorübergehend.

Was ist eine gefährlich hohe Herzfrequenz beim Training?

Die maximale Herzfrequenz (HFmax = 220 − Alter) sollte beim Training nicht überschritten werden. Bei untrainierten Personen und ab 40 Jahren gilt: Erst einen Arztcheck (Ergometrie) machen, bevor man in Zone 4–5 trainiert. Warnsignale zum sofortigen Stopp: Schwindel, Schmerzen in der Brust, Kurzatmigkeit über das normale Maß, Herzrasen oder Herzstolpern. Diese Symptome erfordern ärztliche Abklärung.

Wie lange sollte ich in welcher Trainingszone bleiben?

Eine wissenschaftlich bewährte Verteilung für Ausdauersportler: ca. 80 % der Trainingszeit in Zone 1–2 (leicht bis moderat) und 20 % in Zone 3–5 (intensiv). Diese Polarisierungsstrategie führt laut Studien zu besseren Leistungszuwächsen als ausschließliches Mitteldistanz-Training. Konkret: 4 Stunden Woche = ca. 3,2 Stunden locker + 0,8 Stunden intensiv.

Ist ein Ruhepuls von 100 gefährlich?

Eine Ruheherzfrequenz dauerhaft über 100 bpm wird als Tachykardie bezeichnet und sollte ärztlich abgeklärt werden. Mögliche Ursachen: Schilddrüsenüberfunktion, Anämie, Dehydration, Herzerkrankungen, Medikamentenwirkung oder chronischer Stress. Ein einmalig erhöhter Ruhepuls (nach Kaffee, Stress, Erkältung) ist nicht besorgniserregend. Regelmäßig über 90 bpm: Hausarzt aufsuchen.

Stimmt es, dass Frauen eine höhere Herzfrequenz haben als Männer?

Im Durchschnitt ja: Frauen haben typischerweise eine um 5–10 bpm höhere Ruhe- und maximale Herzfrequenz als gleichaltrige Männer. Das liegt u.a. an geringerer Herzgröße und niedrigerem Blutvolumen — das Herz muss häufiger schlagen, um die gleiche Menge Blut zu pumpen. Die Formel 220 − Alter gilt für beide Geschlechter, aber es gibt spezifischere Formeln für Frauen (z. B. 206 − 0,88 × Alter nach Gulati et al.).

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Gesundheit. Dort finden Sie weitere Rechner für Grundumsatz, Kalorienbedarf, BMI und Laufen.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
HFmax-Schätzung: 220 − Alter (Faustformel, ±10–15 Schläge individuelle Abweichung). Karvonen-Formel: Trainingszone = (HFmax − HFRuhe) × % + HFRuhe. Vor intensivem Training bei Herzproblemen, Schwindel oder unbekanntem Gesundheitszustand: Arzt konsultieren.