BMI-Rechner 2026
Wie hoch ist mein BMI und was sagt er aus? Größe und Gewicht eingeben — BMI-Wert, WHO-Kategorie und individuelle Einordnung sofort.
Ihr BMI
- BMI ist eine Orientierung — kein Diagnose-Werkzeug — Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Kraftsportler können trotz niedrigem Körperfettanteil "übergewichtig" nach BMI sein. Ältere Menschen haben oft weniger Muskelmasse bei gleichem BMI. Für eine medizinisch relevante Beurteilung: Arztgespräch und zusätzliche Messungen (Taillenumfang, Körperfett, Blutbild).
- Taillenumfang als ergänzende Messung — Der Taillenumfang gibt direkten Aufschluss über viszerales Fett (Bauchfett), das mit kardiovaskulären Risiken verbunden ist. Grenzwerte: Männer ≤ 94 cm (erhöhtes Risiko ab 102 cm), Frauen ≤ 80 cm (erhöhtes Risiko ab 88 cm). WHO-Empfehlung: Taillenumfang immer zusammen mit BMI betrachten.
- Alterskorrektur — Die WHO-Grenzwerte gelten für Erwachsene ab 18 Jahren. Für Kinder und Jugendliche gelten alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven — der BMI-Rechner hier ist ausschließlich für Erwachsene geeignet.
BMI-Klassifikation nach WHO und klinische Bedeutung
| BMI | Kategorie | Gesundheitsrisiko | Handlungsempfehlung |
|---|---|---|---|
| < 18,5 | Untergewicht | Erhöht | Arzt aufsuchen |
| 18,5–24,9 | Normalgewicht | Gering | Gewicht halten |
| 25,0–29,9 | Übergewicht | Leicht erhöht | Bewegung, Ernährung |
| 30,0–34,9 | Adipositas Grad I | Erhöht | Arztberatung |
| 35,0–39,9 | Adipositas Grad II | Deutlich erhöht | Ärztliche Behandlung |
| ≥ 40,0 | Adipositas Grad III (ext.) | Sehr stark erhöht | Intensive Therapie |
Quelle: WHO Obesity: Preventing and Managing the Global Epidemic. Gesundheitsrisiken: Typ-2-Diabetes, Hypertonie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkerkrankungen. BMI unter 17,5: Verdacht auf Essstörung — Arzt aufsuchen.
Taillenumfang-Grenzwerte (Risikobewertung)
| Geschlecht | Kein erhöhtes Risiko | Erhöhtes Risiko | Stark erhöhtes Risiko |
|---|---|---|---|
| Männer | < 94 cm | 94–102 cm | > 102 cm |
| Frauen | < 80 cm | 80–88 cm | > 88 cm |
Taillenumfang messen: horizontaler Umfang auf Höhe des Bauchnabels, entspannt (nach dem Ausatmen). Quelle: WHO, DGE Referenzwerte 2024. Taillenumfang ist ein besserer Prädiktor für kardiovaskuläre Erkrankungen als der BMI allein.
BMI-Einschränkungen: Warum der Wert allein nicht reicht
Der Body-Mass-Index wurde ursprünglich von Adolphe Quetelet im 19. Jahrhundert entwickelt — für statistische Bevölkerungsanalysen, nicht für individuelle Gesundheitsbewertungen. Seine Schwäche: Er unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse. Ein 90 kg schwerer Bodybuilder mit 8 % Körperfettanteil und 1,80 m Größe hat BMI 27,8 ("Übergewicht") — ist aber gesund. Eine 60 kg leichte Person mit 30 % Körperfett und 1,75 m Größe hat BMI 19,6 ("Normalgewicht") — kann aber metabolisch "adipös" (sogenannte "skinny fat") sein.
Sinnvoller als der BMI allein: Kombination aus BMI + Taillenumfang + Taille-zu-Größe-Verhältnis (Waist-to-Height Ratio, optimal < 0,5) + Körperfettmessung (DEXA, Caliper, BIA-Waage). Für klinische Entscheidungen: immer Blutbild (HbA1c, Blutfette, Blutdruck) einbeziehen. Der BMI bleibt ein nützlicher Screening-Wert für die Bevölkerungsebene — für individuelle Therapieentscheidungen ist er nicht ausreichend.
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Häufige Fragen zum BMI-Rechner
Ab welchem BMI spricht man von Adipositas?
Adipositas (Fettleibigkeit) beginnt nach WHO-Definition bei einem BMI ≥ 30. Sie wird in drei Schweregrade eingeteilt: Grad I (BMI 30–34,9), Grad II (35–39,9) und Grad III ("extreme Adipositas", BMI ≥ 40). In Deutschland waren 2023 ca. 25 % der Erwachsenen adipös (BMI ≥ 30) — und ca. 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig (BMI ≥ 25). Trend steigend seit Jahrzehnten.
Was ist ein gesunder BMI für ältere Menschen?
Für ältere Erwachsene (über 65 Jahre) empfehlen viele Ernährungsmediziner leicht angehobene BMI-Richtwerte: 22–27 statt 18,5–24,9. Hintergrund: Untergewicht im Alter ist mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert (sog. "Adipositas-Paradoxon"). Muskelverlust (Sarkopenie) ist ein wesentliches Risiko — deshalb ist die Erhaltung von Muskelgewicht durch ausreichende Proteinzufuhr (≥ 1 g/kg Körpergewicht/Tag, DGE) und Krafttraining wichtiger als reines Gewichtsmanagement.
Kann der BMI eine Essstörung anzeigen?
Der BMI-Wert allein kann auf Unterernährung hinweisen — er kann aber keine Essstörung diagnostizieren. Ein BMI unter 17,5 ist eines der Diagnosekriterien für Anorexia nervosa (Magersucht). Essstörungen sind aber vor allem durch psychische Symptome, verzerrte Körperwahrnehmung und Verhaltensmuster charakterisiert. Wenn Sie Bedenken bezüglich Ihrer Beziehung zu Essen haben, wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder sprechen Sie mit einer Vertrauensperson.
Was ist der Unterschied zwischen Übergewicht und Adipositas?
"Übergewicht" bezeichnet einen BMI von 25–29,9 — erhöhtes gesundheitliches Risiko, aber noch keine Erkrankung. "Adipositas" beginnt ab BMI ≥ 30 — gilt medizinisch als chronische Erkrankung mit erheblichen Folgerisiken (Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlafapnoe, Gelenkerkrankungen, bestimmte Krebsformen). Adipositas Grad III (BMI ≥ 40) ist lebensverkürzend und erfordert intensive medizinische Begleitung.
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