Elektroauto-Ladekosten-Rechner 2026
Was kostet mein E-Auto pro 100 km und im Jahr? Verbrauch und Ladestrom eingeben — Jahreskosten und direkter Vergleich mit Benziner sofort.
Ihre E-Auto-Kosten
- Ladepreis je nach Ladestrom erheblich unterschiedlich — Heimladen mit Wallbox: ~37 ct/kWh (Hausstrompreis). Öffentliche AC-Ladesäulen: ~55 ct/kWh (Ø 2026). DC-Schnelllader/HPC (z. B. Ionity, Tesla Supercharger): 55–90 ct/kWh. Die Kostenunterschiede sind erheblich: bei 18 kWh/100 km und 15.000 km/Jahr — Heimladen: ~999 €, Schnellladen: ~2.025 €. Wer fast ausschließlich öffentlich lädt, verliert den Kostenvorteil gegenüber dem Benziner.
- PV-Überschussladen: günstigste Option — Wer eine PV-Anlage hat und das E-Auto mit selbst erzeugtem Solarstrom lädt: Kosten annähernd 0 ct/kWh (nur Systemkosten). Bei 15.000 km/Jahr und 18 kWh/100 km: ca. 2.700 kWh Jahresbedarf — eine 8-kWp-PV-Anlage produziert in Bayern ca. 7.000 kWh/Jahr, davon können ca. 2.000–3.000 kWh für das Auto genutzt werden.
- CO₂-Bilanz korrekt einordnen — Das E-Auto ist "so grün wie der Strommix". Beim deutschen Strommix 2026 (~300 g CO₂/kWh): E-Auto bei 18 kWh/100 km = 54 g CO₂/km. Benziner bei 7,5 L/100 km = ~180 g CO₂/km. Mit Ökostrom: nahezu 0 g CO₂/km. Herstellungs-CO₂ (Batterie): wird bei ~50.000–80.000 km amortisiert.
Ladekosten-Vergleich nach Ladestrom 2026 (18 kWh/100 km)
| Ladeort | Preis/kWh | Kosten/100 km | Jahreskosten 15.000 km |
|---|---|---|---|
| Heimladen Wallbox | ~0,37 €/kWh | 6,66 € | ~999 € |
| PV-Überschuss (eigene PV) | ~0,05 €/kWh | 0,90 € | ~135 € |
| Öffentl. AC-Ladesäule | ~0,55 €/kWh | 9,90 € | ~1.485 € |
| DC-Schnelllader (HPC) | ~0,75 €/kWh | 13,50 € | ~2.025 € |
| Mix (70 % Heim, 30 % AC) | ~0,42 €/kWh | 7,56 € | ~1.134 € |
| Vergleich: Benziner 7,5 L | 1,72 €/L | 12,90 € | ~1.935 € |
Quelle: Bundesnetzagentur Ladenetz-Preisübersicht 2026, ADAC Ladekosten-Monitor. Öffentliche Preise: Ø über alle Anbieter inkl. AdHoc-Laden. Mit Ladetarif/Abo: oft 10–20 % günstiger. PV-Kosten: pauschal 5 ct/kWh (Systemkosten).
E-Auto vs. Verbrenner — Gesamtbetriebskosten (TCO) bei 15.000 km/Jahr
| Kostenart | E-Auto | Benziner | Differenz |
|---|---|---|---|
| Kraftstoff/Strom | ~1.100 €/J. | ~1.935 €/J. | −835 € |
| Kfz-Steuer | 0 € (befreit) | ~150–350 €/J. | −150–350 € |
| Versicherung | Ähnlich | Ähnlich | ~0 € |
| Wartung/Inspektion | ~400 €/J. | ~700 €/J. | −300 € |
| Wertverlust (Ø) | Höher (aktuell) | Niedriger | + 500–1.000 € |
| Jahresvorteil E-Auto (gesamt) | — | — | ~285–1.485 € |
Wertverlust E-Auto: aktuell noch höher durch unsichere Restwertentwicklung. Wartungsersparnis E-Auto: kein Ölwechsel, kein Zahnriemen, keine Kupplung (reiner BEV). Bremsenverschleiß: weniger durch Rekuperation. Gesamtvorteil E-Auto: ~300–1.500 €/Jahr je nach Ladestruktur und Fahrzeug.
Reichweitenangst und Ladeinfrastruktur 2026
Die Reichweitenangst ist das am häufigsten genannte Hindernis für den E-Auto-Kauf. Objektiv betrachtet: 95 % aller Fahrten in Deutschland sind kürzer als 80 km (Bundesverkehrsministerium). Moderne E-Autos haben Reichweiten von 300–600 km (WLTP). Das reicht für den Alltag problemlos. Der Haken: Langstreckenfahrten über 300 km brauchen Ladestopps — geplant und mit App-Unterstützung kein Problem, spontan an unbekannten Strecken noch mit Wartezeiten verbunden.
Das öffentliche Ladenetz wächst: 2026 gibt es bundesweit über 100.000 öffentliche Ladepunkte (Bundesnetzagentur). Davon ca. 25 % Schnellader (DC). Abdeckung auf Autobahnen: gut, alle 50 km mindestens eine Lademöglichkeit. In der Fläche (ländlich): noch Lücken. Fazit: Wer eine Wallbox zu Hause hat (ca. 1.000–2.000 € Installationskosten, BAFA-gefördert) und hauptsächlich Alltagsstrecken fährt, profitiert voll vom E-Auto-Kostenvorteil.
Ähnliche Rechner
Häufige Fragen zum Elektroauto-Rechner
Was kostet eine Wallbox und welche Förderung gibt es?
Wallbox-Kosten 2026: Gerät + Installation ca. 1.000–2.500 € (11 kW, einphasig bis dreiphasig). BAFA-Förderung für Privatpersonen: seit Februar 2023 ausgelaufen (Bundesprogramm erschöpft). Einige Bundesländer und Kommunen haben eigene Förderprogramme — prüfen unter Förderdatenbank des BAFA. Arbeitgeber können Ladesäulen für Mitarbeiter steuerfrei bezuschussen. KfW-Kredit: günstige Finanzierung für erneuerbare Energien inkl. Wallbox wenn kombiniert mit PV.
Ist Laden an öffentlichen Ladesäulen teurer als Benzin?
Kommt auf den Tarif an. DC-Schnellladen zu Höchstpreisen (0,79–0,89 €/kWh bei Ionity ohne Vertrag): ca. 14–16 €/100 km — teurer als Benzin. Mit Ladetarif (z. B. ADAC e-Charge, EnBW mobility+): oft 0,45–0,60 €/kWh = 8–11 €/100 km — günstiger als Benzin. Mit Heimladen: 6–7 €/100 km. Fazit: Schnellladen ohne Tarif macht E-Fahren teuer — monatliche Ladeabonnements sind für regelmäßige öffentliche Lader wirtschaftlich.
Wie lange hält die Batterie und was kostet der Ersatz?
Moderne E-Auto-Batterien sind für 300.000–500.000 km oder 15–20 Jahre ausgelegt. Hersteller garantieren ca. 70–80 % Restkapazität nach 8–10 Jahren (gesetzliche Mindestgarantie). Tatsächliche Degradation: sehr gering (0,5–1 % pro Jahr bei normaler Nutzung). Ein Batterietausch kostet 2026 noch 10.000–20.000 € (je nach Fahrzeug) — ist aber für die meisten Fahrzeuge nie nötig. Gebrauchte E-Autos: Batteriezustand mit speziellen Apps (Recurrent, ADAC-Testdaten) prüfen lassen.
Wann amortisiert sich ein E-Auto gegenüber einem Benziner?
Bei Kaufpreis-Mehrkosten E-Auto gegenüber vergleichbarem Benziner von ca. 5.000–8.000 € und Jahreseinsparung von ~1.200 € (Strom + Kfz-Steuer + Wartung): Amortisationsdauer ca. 4–7 Jahre. Bei höherer Fahrleistung (25.000+ km/Jahr): 3–5 Jahre. Der Preisunterschied E-Auto vs. Verbrenner schmilzt — viele Modelle sind 2026 preislich vergleichbar oder günstiger als gleichwertige Verbrenner. Gebrauchte E-Autos bieten jetzt besonders günstige Einstiegspreise.
Dieser Rechner gehört zur Kategorie Auto & Mobilität. Dort finden Sie weitere Rechner für Spritkosten, CO₂, Kfz-Steuer und Dienstwagen.