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ETF-Sparplan-Rechner 2026

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Was wird aus meinem monatlichen ETF-Sparplan in 20 oder 30 Jahren? Sparrate und Zeitraum eingeben — Endkapital, Zinseszins-Effekt und historische MSCI World Szenarien sofort.

€/Mon.
Jahre
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% p.a.

Ihr ETF-Sparplan

Endkapital (Zinseszins)
Davon: Eingezahltes Kapital
Davon: Kursgewinne (Zinseszins)
Steuer auf Gewinne (26,375 % AbgSt)
Endkapital nach Steuer (ca.)
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So wird der Rechner verwendet
  1. Realistische Renditeerwartung setzen — Der MSCI World hat seit 1970 eine durchschnittliche Jahresrendite von ca. 8–9 % nominal erzielt (in EUR). Für Planungszwecke wird 7 % als konservative Annahme empfohlen. Real (nach 2,5 % Inflation) sind das ~4,5 %. In schlechten Jahrzehnten (z. B. 2000–2010) lag die MSCI World Rendite bei ~1–2 % — in den 2010er Jahren bei ~14 % p.a. Diversifikation über Zeit (langer Anlagehorizont) glättet diese Schwankungen erheblich.
  2. TER und Kosten beachten — Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Verwaltungsgebühr eines ETF und wird automatisch abgezogen — sie reduziert die Rendite direkt. iShares Core MSCI World: 0,20 % TER. Vanguard FTSE All-World: 0,22 %. SPDR MSCI ACWI: 0,40 %. Dazu kommen Broker-Kosten: Kostenlose ETF-Sparpläne bei der ING, DKB, Comdirect, Scalable Capital. Transaktionskosten: bei Sparplänen oft 0 € (Free-Plan-ETFs). Gesamtkosten gut geplanter ETF-Sparplan: 0,20–0,50 % p.a.
  3. Steuern nicht vergessen — ETF-Gewinne unterliegen der Abgeltungsteuer (26,375 % inkl. SolZ, ohne KiSt). Sparerpauschbetrag: 1.000 €/Jahr (2.000 € für Ehepaare) steuerfrei. Bei 200 €/Monat und 7 % Rendite über 25 Jahre: Endkapital ~162.000 €, Gewinn ~102.000 €, Steuer auf Gewinn (nach Pauschbetrag) ca. ~25.000 €. Thesaurierende ETFs zahlen jährlich Vorabpauschale — kein sofortiger Steuernachteil. Ausschüttende ETFs: Dividenden sofort steuerpflichtig.

Historische MSCI World Rendite-Szenarien: Was wäre aus 200 €/Monat geworden?

StartjahrAnlagezeitraumEndkapitalØ p.a. Rendite (EUR)
1990 (Start)35 Jahre bis 2025~430.000 €~9,2 % p.a.
1995 (Start)30 Jahre bis 2025~310.000 €~8,8 % p.a.
2000 (Dotcom-Krise)25 Jahre bis 2025~195.000 €~6,1 % p.a.
2003 (Tief Dotcom)22 Jahre bis 2025~250.000 €~11,4 % p.a.
2009 (Finanzkrise-Tief)16 Jahre bis 2025~103.000 €~13,1 % p.a.
2010 (Start)15 Jahre bis 2025~92.000 €~11,2 % p.a.
2015 (Start)10 Jahre bis 2025~44.000 €~8,9 % p.a.

MSCI World EUR-Renditen (Net Return Index). 200 €/Monat Sparplan, Kosten 0,20 % TER, keine Steuern abgezogen. Quelle: MSCI Index Data, eigene Berechnungen. Schlechteste 10-Jahres-Periode: 2000–2010 (~1,5 % p.a.). Beste 10-Jahres-Periode: 2009–2019 (~14 % p.a.). Langfristig: alle 20-Jahres-Perioden im MSCI World waren positiv.

Endkapital nach Sparrate und Laufzeit (7 % p.a., 0,2 % TER)

Sparrate/Mon.nach 10 J.nach 20 J.nach 30 J.
50 €~8.700 €~26.100 €~60.600 €
100 €~17.400 €~52.200 €~121.200 €
200 €~34.800 €~104.300 €~242.400 €
300 €~52.200 €~156.500 €~363.600 €
500 €~87.000 €~260.800 €~606.000 €
1.000 €~174.000 €~521.600 €~1.212.000 €

Netto-Rendite 6,8 % p.a. (7 % − 0,2 % TER). Startkapital 0 €. Keine Steuerabzüge. Zinseszins monatlich gutgeschrieben. Bei 300 €/Monat über 30 Jahre: 108.000 € eingezahlt, ~255.000 € Zinseszins-Gewinn = Verhältnis 1:3,4. Frühes Starten macht den entscheidenden Unterschied.

ETF-Sparplan vs. Sparbuch — der Vergleich über 25 Jahre

200 €/Monat auf dem Sparbuch bei 0,5 % Zinsen über 25 Jahre: ~64.000 € — davon 60.000 € selbst eingezahlt und 4.000 € Zinsen. Dieselbe Sparrate im MSCI World ETF bei 7 % p.a.: ~162.000 € — davon 60.000 € eingezahlt und 102.000 € Kursgewinne. Unterschied: 98.000 €. Das ist kein Geheimnis — es ist der Zinseszins-Effekt über einen langen Zeithorizont. Und trotzdem haben laut Bundesbank 2025 noch immer über 40 % der deutschen Haushalte ihr Erspartes hauptsächlich auf Spar- und Tagesgeldkonten.

Die häufigsten Einwände und warum sie nicht überzeugen: "Aktien sind zu riskant" — bei 20+ Jahren Anlagehorizont gab es im MSCI World noch keine negative Periode. "Ich verstehe ETFs nicht" — ein einziger breit diversifizierter Welt-ETF (z. B. iShares Core MSCI World oder Vanguard FTSE All-World) reicht für 99 % der Privatanleger. "Jetzt ist ein schlechter Zeitpunkt" — bei monatlichen Sparplänen profitiert man vom Cost-Average-Effekt: in Korrekturen kauft man automatisch mehr Anteile für denselben Betrag.

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Häufige Fragen zum ETF-Sparplan

Welcher ETF eignet sich für Anfänger?

Für die meisten Privatanleger reicht ein einziger globaler ETF: iShares Core MSCI World (TER 0,20 %), Vanguard FTSE All-World (TER 0,22 %) oder SPDR MSCI ACWI (TER 0,40 %). Der Unterschied: MSCI World umfasst ~1.400 Aktien aus Industrieländern, FTSE All-World ~3.700 Aktien inkl. Schwellenländer. Für Einsteiger: ein FTSE All-World oder MSCI World + MSCI Emerging Markets (80/20 Split). Kein aktiv verwalteter Fonds, kein Zertifikat, keine Einzelaktien nötig.

Was ist der Unterschied zwischen thesaurierend und ausschüttend?

Thesaurierend: Dividenden und Erträge werden automatisch reinvestiert — kein Handlungsbedarf, maximaler Zinseszins-Effekt. Steuer: jährliche Vorabpauschale (meist sehr gering). Ausschüttend: Dividenden werden auf das Verrechnungskonto ausgezahlt — sofort steuerpflichtig, geringerer Zinseszins-Effekt wenn nicht manuell reinvestiert. Empfehlung für langfristigen Vermögensaufbau: thesaurierend. Für regelmäßige Einnahmen im Ruhestand: ausschüttend.

Wie sicher ist mein Geld im ETF bei einer Bankenpleite?

ETFs sind Sondervermögen — sie gehören nicht zur Insolvenzmasse der depotführenden Bank. Im Insolvenzfall der Bank bleibt das ETF-Vermögen vollständig erhalten und wird auf eine andere Bank übertragen. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber Bankguthaben (das bis 100.000 € durch die Einlagensicherung geschützt ist). Das Marktrisiko bleibt: Wenn die im ETF enthaltenen Unternehmen an Wert verlieren, verliert auch der ETF an Wert. Dieses Marktrisiko ist unvermeidbar und wird durch langen Anlagehorizont gemanagt.

Ab welchem Betrag lohnt sich ein ETF-Sparplan?

Ab 25 €/Monat. Die meisten deutschen Online-Broker (ING, DKB, Comdirect, Scalable Capital) bieten monatliche ETF-Sparpläne ab 25 € kostenlos an. Mit 25 €/Monat über 30 Jahre bei 7 % p.a.: ca. 30.300 € — davon 9.000 € eigene Einzahlung und 21.300 € Kursgewinne. Entscheidend ist nicht die Höhe der Sparrate, sondern das frühe Starten und das Durchhalten bei Marktkorrekturen.

Was passiert mit meinem ETF-Sparplan in einer Börsenkrise?

In einer Krise sinkt der Wert des ETF-Depots vorübergehend. Das ist normal: Der MSCI World hat seit 1970 mehrere Korrekturen von 30–50 % erlebt (Dotcom 2000–2003: −47 %, Finanzkrise 2008/09: −42 %, Corona März 2020: −30 %). Nach jeder Krise hat der Index neue Höchststände erreicht. Die wichtigste Regel: nicht verkaufen. Wer in der Krise weiterspart, kauft günstig ein (Cost-Average-Effekt) und profitiert überproportional von der Erholung. Wer 2009 im Tief verkauft hat, hat dauerhaft verloren.

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Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Zinseszins-Berechnung mit konstantem Renditesatz. Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige. Kosten: TER wird von der Rendite abgezogen (Nettorendite = Rendite − TER). Steuerschätzung vereinfacht — individuelle steuerliche Situation abweichend.