ETF-Sparplan-Rechner 2026: Szenarien und Vorabpauschale
Berechnet langfristige Sparplan-Szenarien und die Vorabpauschale 2026 in getrennten Modi, damit Renditeannahmen und Jahressteuer nicht vermischt werden.
Wählen Sie zwischen einer langfristigen Modellrechnung und der getrennten Vorabpauschale für das Kalenderjahr 2026.
Bereits vorhandener Depotbetrag zu Beginn der Modellrechnung.
Betrag, der bei jeder gewählten Ausführung investiert wird.
Wie oft die Sparrate innerhalb eines Jahres ausgeführt wird.
Legt fest, ob die Rate am Anfang oder Ende jeder Periode angelegt wird.
Zeitraum der Modellrechnung. Längere Laufzeiten verstärken die Wirkung von Rendite, Kosten und Inflation.
Geben Sie an, ob Ihre Renditeannahme Fondskosten bereits enthält. So werden Kosten nicht doppelt abgezogen.
Konstante Jahresrendite für das mittlere Szenario; keine Prognose oder Garantie.
Wert der betroffenen Fondsanteile zu Jahresbeginn 2026.
Wert derselben Fondsanteile am Jahresende 2026.
Im Jahr 2026 zugeflossene Ausschüttungen vor Steuern.
Vom BMF veröffentlichter Basiszins für die Vorabpauschale 2026; voreingestellt sind 3,20 %.
Volle Monate, in denen die Anteile 2026 gehalten wurden.
Bestimmt den typischen Teilfreistellungssatz; prüfen Sie die steuerliche Einordnung Ihres Fonds.
Für die konkrete Rechnung verwendeter steuerfreier Anteil der Fondserträge.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle12 Felder
Vorsichtige konstante Jahresrendite für den unteren Szenariopfad.
Optimistische konstante Jahresrendite für den oberen Szenariopfad.
Laufende Fondskosten; nur im Modus „Brutto-Indexannahme“ zusätzlich abgezogen.
Zusätzliche Abweichung des Fonds von der Indexentwicklung. Positive Werte mindern hier die Modellrendite.
Fester Betrag, der bei jeder Sparplanausführung anfällt.
Prozentualer Ausführungsaufschlag auf jede Sparrate.
Jährliche prozentuale Erhöhung oder Senkung der Sparrate.
Jährliche Annahme zur Umrechnung des nominalen Endwerts in heutige Kaufkraft.
Optionales vereinfachtes Steuerszenario beim Verkauf am Ende der Laufzeit.
Summe früher angesetzter Vorabpauschalen, die einen späteren steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn mindern kann.
Teil des Sparer-Pauschbetrags, der für diesen Vorgang noch nicht verbraucht ist.
Kirchensteuersatz für die vereinfachte Steuerberechnung.
ETF-Ergebnis
- Modus trennen — Langfristiges Szenario oder gesetzliche Vorabpauschale 2026 wählen.
- Rendite sauber definieren — Fondskosten nur bei einer Bruttoannahme zusätzlich abziehen.
- Steuerdaten prüfen — Fondstyp, Teilfreistellung, Ausschüttungen und verbleibenden Pauschbetrag aus Unterlagen übernehmen.
Zwei getrennte Aufgaben: Sparplan-Szenario und Vorabpauschale
Der ETF-Sparplan-Rechner bietet zwei getrennte Rechenwege. Im Projektionsmodus vergleichen Sie drei konstante Renditeszenarien und sehen, wie Sparrate, Ausführungsrhythmus, Kosten, Dynamik und Inflation den möglichen Endwert verändern. Im Jahresmodus berechnen Sie die Vorabpauschale für 2026 aus Depotwerten, Ausschüttungen, Basiszins und steuerlichen Angaben. Die Projektion ist keine Marktprognose; die Jahresrechnung gilt nur für die eingegebenen Werte des Kalenderjahres.
Das Werkzeug rechnet Annahmen transparent durch. Es bewertet weder einen konkreten ETF noch Marktchance, Risiko oder persönliche Eignung.
Sparrate, Rendite und Kosten realistisch definieren
Entscheiden Sie zuerst, ob Ihre Renditeannahme bereits nach laufenden Fondskosten gemeint ist. Im Netto-Modus wird die eingegebene Rendite nicht noch einmal um die TER gekürzt. Im Brutto-Modus zieht der Rechner TER und zusätzliche Tracking Difference ab. Für eine produktneutrale Zielrechnung ohne ETF-spezifische Steuerlogik können Sie den Sparrechner verwenden.
Fixe und prozentuale Ausführungskosten werden je Sparplanausführung berücksichtigt. Bei kleinen Raten können fixe Kosten einen deutlich größeren Anteil ausmachen als bei großen Raten. Die vereinfachte Verkaufssteuer wird nur auf den modellierten Gewinn nach Teilfreistellung, bereits angesetzten Vorabpauschalen und verfügbarem Pauschbetrag angewendet. Eine detailliertere Steuerbetrachtung gehört in den Kapitalertragsteuer-Rechner.
Der nominale Depotwert sagt nichts darüber aus, welche Kaufkraft er später besitzt. Der Rechner zeigt deshalb zusätzlich einen inflationsbereinigten Wert unter Ihrer Annahme. Alternative Inflationspfade können Sie im Inflationsrechner separat prüfen. Rendite und Inflation sind voneinander unabhängige Annahmen und sollten nicht so gewählt werden, dass ein gewünschtes Ergebnis künstlich entsteht.
Vom Sparplan zum nominalen und realen Endwert
Formeln für Sparplan und Vorabpauschale
Die Projektion arbeitet periodisch; der Jahresmodus bildet nur den eingegebenen Steuerfall 2026 ab.
Rechenbeispiel: Vorabpauschale 2026 bei einem Aktienfonds
Im hinterlegten Jahresbeispiel beträgt der Fonds- oder Depotwert am 1. Januar 2026 genau 20.000 €. Am 31. Dezember werden 21.500 € angesetzt, zusätzlich wurden 200 € ausgeschüttet. Der eingegebene Basiszins beträgt 3,2 %, die Haltedauer zwölf Monate und die Teilfreistellung für den qualifizierenden Aktienfonds 30 %. Der noch verfügbare Sparer-Pauschbetrag wird mit 1.000 € angegeben.
Die geprüfte Kontrollrechnung berechnet einen Basisertrag von 448,00 €. Nach Abzug der Ausschüttung ergibt sich eine Vorabpauschale von 248,00 € vor Teilfreistellung. Nach der 30-prozentigen Teilfreistellung verbleiben 173,60 €. Weil der eingegebene noch verfügbare Pauschbetrag darüber liegt, ist die modellierte steuerpflichtige Basis null und die vereinfachte Steuer beträgt ebenfalls 0,00 €.
Das Beispiel darf nicht auf andere Jahre übertragen werden, ohne Basiszins, Werte, Ausschüttungen, Haltedauer, Fondstyp und Freibetrag zu aktualisieren. Bereits angesetzte Vorabpauschalen können bei einer späteren Verkaufsrechnung relevant sein. Der Rechner ersetzt keine Depotabrechnung und keine Prüfung, ob die steuerlichen Voraussetzungen für die gewählte Teilfreistellung tatsächlich erfüllt sind.
Welche Annahme verändert welches Ergebnis?
| Eingabe | Wirkung im Projektionsmodus | Wirkung im Jahresmodus |
|---|---|---|
| Rendite niedrig/Basis/hoch | bestimmt drei mögliche Wachstumspfade | keine direkte Wirkung |
| TER und Tracking Difference | reduzieren Rendite bei Bruttoannahme | keine direkte Wirkung |
| Ausführungskosten | reduzieren investierte Beiträge | keine direkte Wirkung |
| Inflation | reduziert den ausgewiesenen Realwert | keine direkte Wirkung |
| Basiszins und Depotwerte | keine direkte Wirkung | bestimmen Basisertrag und Begrenzung |
| Teilfreistellung und Pauschbetrag | vereinfachte Verkaufssteuer | reduzieren steuerpflichtige Vorabpauschale |
Risiko, Renditepfade und Steuergrenzen richtig einordnen
Konstante Jahresrenditen glätten reale Marktschwankungen. Zwei Sparpläne mit derselben durchschnittlichen Rendite können wegen unterschiedlicher Reihenfolge der Jahresergebnisse verschiedene Zwischenstände und bei Entnahmen unterschiedliche Ergebnisse haben. Die drei Szenarien sind daher Sensitivitätsrechnungen, keine Wahrscheinlichkeiten.
Teilfreistellung, Sparer-Pauschbetrag und Kirchensteuer werden nur nach den eingegebenen Angaben modelliert. Verlustverrechnung, individuelle Depotbuchungen, ausländische Quellensteuern, Fondsstatusänderungen und weitere steuerliche Sachverhalte können das reale Ergebnis verändern. Erfinden Sie keine verfügbaren Freibeträge, wenn sie bereits bei anderen Instituten genutzt werden.
Kosten sollten nicht doppelt abgezogen werden. Wenn eine Renditeannahme bereits nach Fondskosten gemeint ist, verwenden Sie den Netto-Modus. Wer eine Brutto-Indexrendite eingibt, kann TER und Tracking Difference separat berücksichtigen. Orderkosten gehören zur Ausführung, nicht zur laufenden Fondsrendite.
Häufige Fragen zum ETF-Sparplan-Rechner
Ist das Basis-Szenario eine erwartete Rendite?
Nein. Es ist eine frei gewählte konstante Annahme, mit der die Empfindlichkeit des Ergebnisses geprüft wird.
Soll ich TER bei einer Nettorendite noch einmal abziehen?
Nein. Wenn Ihre Annahme bereits nach Fondskosten gemeint ist, verwenden Sie den Netto-Modus, um Doppelabzüge zu vermeiden.
Ist die Vorabpauschale jedes Jahr gleich?
Nein. Basiszins, Jahresanfangswert, Wertentwicklung, Ausschüttungen, Haltedauer und steuerliche Angaben können sich ändern.
Berücksichtigt der Rechner alle steuerlichen Sonderfälle?
Nein. Er bildet die dokumentierten Standardkomponenten vereinfacht ab und ersetzt keine Depotabrechnung oder Steuerberatung.
Quellen und Grundlagen
§ 32d EStG enthält den gesonderten Steuertarif für bestimmte Kapitaleinkünfte.
§ 32d EStG§ 20 Absatz 9 EStG regelt den Sparer-Pauschbetrag. Der Rechner verwendet nur den als noch verfügbar eingegebenen Betrag.
§ 20 EStGBaFin erläutert Funktionsweise und Risiken börsengehandelter Indexfonds.
BaFin: ETF im Überblick§ 20 InvStG enthält Teilfreistellungen für bestimmte Fondsarten und Anlegergruppen.
§ 20 InvStG§ 18 InvStG regelt die Vorabpauschale und ihre Begrenzung durch die Wertentwicklung des Fonds.
§ 18 InvStGDas BMF hat den Basiszins für die Vorabpauschale 2026 zum 2. Januar 2026 mit 3,20 Prozent bekannt gegeben.
BMF: Basiszins für die Vorabpauschale 2026