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Solarförderungs-Rechner 2026 — KfW, BAFA und Landesförderung

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Wie viel Förderung bekomme ich für meine Solaranlage? PV-Leistung und Bundesland eingeben — KfW-Kredit, Einspeisevergütung und alle aktuellen Förderprogramme sofort.

kWp

Ihre Solarförderung

Einspeisevergütung pro Jahr (€)
Einspeisevergütung 20 Jahre gesamt (€)
KfW 270 Kreditvolumen (Richtwert €)
Steuerersparnis (MwSt. 0 % auf PV ≤30 kWp)
Amortisation (Jahre, ohne Förderung)
Was bedeutet das?
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So wird der Rechner verwendet
  1. Einspeisevergütung 2026 — aktueller Stand — Die Einspeisevergütung nach EEG 2023 beträgt 2026 für neue Anlagen: Teileinspeisung (Eigenverbrauch + Einspeisung) ≤ 10 kWp: 8,11 ct/kWh. Volleinspeisung (alles einspeisen) ≤ 10 kWp: 12,87 ct/kWh. Anlagen 10–40 kWp Teileinspeisung: 7,03 ct/kWh. Volleinspeisung 10–40 kWp: 10,86 ct/kWh. Die Vergütung ist für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert und wird monatlich ausgezahlt.
  2. 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen — Seit Januar 2023 gilt für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp Nullsteuersatz (0 % MwSt.) auf Kauf und Installation. Das spart bei einer 10 kWp-Anlage für 14.000 € (brutto): 2.353 € Mehrwertsteuer. Für eine 20 kWp-Anlage für 25.000 €: 4.202 € Ersparnis. Diese Maßnahme gilt ohne Antrag automatisch — der Installationsbetrieb stellt die Rechnung ohne MwSt. aus.
  3. KfW 270 Erneuerbare Energien Standard — KfW-Kredit 270: zinsgünstiger Kredit für PV-Anlagen, auch mit Speicher. Kreditbetrag: bis 50 Mio. € (für EFH: typisch 20.000–100.000 € benötigt). Laufzeit: bis 20 Jahre. Zinssatz: aktuell 3,85–5,5 % p.a. (zinsgünstiger als Markt durch Bundeszuschuss). Antrag: über jede Hausbank (Durchleitungsprinzip, KfW zahlt an die Bank). Nicht kombinierbar mit anderen zinsgünstigen KfW-Programmen für dieselbe Maßnahme. Kein Tilgungszuschuss für PV allein (nur für Gebäude-Effizienz).

Förderkompass PV 2026 — alle Bundesförderprogramme

FörderungWas wird gefördertFörderhöheAntrag bei
EEG EinspeisevergütungStrom-Einspeisung 20 Jahre8,11–12,87 ct/kWhNetzbetreiber
0 % MwSt. (Nullsteuersatz)Kauf + Montage ≤ 30 kWp19 % gespart (auto.)automatisch
KfW 270PV + Speicher, Kredit3,85–5,5 % Zinsüber Hausbank
KfW 442 (Balkon)Balkonkraftwerk bis 800Wbis 600 € ZuschussKfW-Förderportal
BEG EM (Speicher allein)Batteriespeicher ≥ 5 kWh15 % ZuschussBAFA
Netzentgelt-BefreiungEigenverbrauch PV-Strom~10–20 ct/kWh gespartauto. bei Messung

EEG-Vergütungssätze 2026 nach §21 EEG 2023. KfW 442 Balkon-Solarstrom: Pilotprogramm, Verfügbarkeit prüfen. BEG EM Speicher: nur wenn Speicher nicht gleichzeitig mit PV-Anlage gefördert wird (Kombinationsverbot beachten). Landesförderungen: Bayern, NRW, Sachsen, Thüringen und weitere — variieren stark, Übersicht unter foerder-navi.de oder klimaschutz.de. Quelle: KfW, BAFA, Netzbetreiber-Infos Juni 2026.

Einspeisevergütung nach Anlagengröße und Typ 2026

AnlagengrößeTeileinspeisungVolleinspeisungDauer
≤ 10 kWp8,11 ct/kWh12,87 ct/kWh20 Jahre
10,01–40 kWp7,03 ct/kWh10,86 ct/kWh20 Jahre
40,01–100 kWp5,74 ct/kWhnicht möglich20 Jahre
> 100 kWpAusschreibungAusschreibung20 Jahre
Balkonkraftwerk ≤ 800 W8,11 ct/kWh20 Jahre
Mieterstrom ≤ 100 kWp7,03 ct/kWh + Mieterstromzuschlag20 Jahre

Quelle: EEG 2023 §21 Anlage 1, Vergütungssätze gültig ab 01.02.2026. Vergütung wird monatlich degressive abgesenkt (ca. 1 % pro Halbjahr) — wer früher installiert, sichert sich höhere Vergütung. Volleinspeisung: lohnt sich nur wenn Eigenverbrauch niedrig (Leerstand, Gewerbe). Für Eigenheim: Teileinspeisung fast immer wirtschaftlicher wegen 37 ct Eigenverbrauchsersparnis vs. 8,11 ct Einspeisung.

Balkonkraftwerk — das vereinfachte Förderprogramm 2026

Balkonkraftwerke (Stecker-Solar-Geräte) bis 800 W Wechselrichterleistung sind seit 2024 deutlich einfacher genehmigt: Anmeldepflicht beim Netzbetreiber (online, kostenlos, kein Elektriker nötig für einfache Installation), Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (online, 5 Minuten). Kein Widerspruchsrecht des Netzbetreibers mehr. Der KfW 442 Balkon-Zuschuss: bis 600 € pro Anlage — je nach Verfügbarkeit des Programms (häufig schnell ausgebucht). Alternativ: viele Kommunen und Energieversorger bieten eigene Balkonkraftwerk-Zuschüsse (50–300 €).

Wirtschaftlichkeit Balkonkraftwerk 2026: 800 W-Anlage, Ertrag in Deutschland ca. 700 kWh/Jahr. Eigenverbrauch (30–60 % direkter Eigenverbrauch, Rest wird ohne Vergütung eingespeist): ca. 350–450 kWh/Jahr × 37 ct = 130–165 €/Jahr Ersparnis. Anschaffungskosten: 400–700 € komplett. Amortisation: 3–5 Jahre. Lebensdauer: 25+ Jahre. Rendite: sehr gut, besonders wenn Eigenverbrauch hoch ist.

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Häufige Fragen zur Solarförderung

Muss ich meine PV-Anlage beim Finanzamt anmelden?

Seit dem 1. Januar 2023 gilt für PV-Anlagen bis 30 kWp (Einfamilienhaus) die Einnahmen-Steuerbefreiung: Einnahmen aus dem Betrieb der PV-Anlage (Einspeisevergütung, Eigenverbrauch) sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Keine Gewerbesteuer, keine Umsatzsteuer-Abführung nötig. Anmeldepflicht beim Finanzamt: entfällt für Anlagen ≤ 30 kWp seit 2023. Ausnahme: Anlagen über 30 kWp oder bei gewerblicher Nutzung. Netzbetreiber-Anmeldung und Marktstammdatenregister sind weiterhin Pflicht.

Was ist der Unterschied zwischen KfW 270 und KfW 442?

KfW 270 (Erneuerbare Energien Standard): Kredit für alle PV-Anlagen, Windkraft, Biogas. Für Hauseigentümer mit PV-Anlage: zinsgünstiger Kredit (Zins unter Markt), Kreditvolumen bis 50 Mio. €, keine Obergrenze für Eigenheime. Kein Tilgungszuschuss. KfW 442 (Solarstrom für Elektroautos): Zuschuss-Programm für Balkonkraftwerke und Wallboxen. Begrenzte Mittel (schnell ausgebucht). Zuschuss bis 600 € für Balkon-PV. Beide Programme schließen sich nicht aus — Kombination möglich wenn verschiedene Komponenten gefördert werden.

Lohnt sich die Volleinspeisung (alles einspeisen) statt Teileinspeisung?

Rechnerisch: Volleinspeisung ≤ 10 kWp: 12,87 ct/kWh. Teileinspeisung mit Eigenverbrauch: 8,11 ct Einspeisevergütung + 37 ct Eigenverbrauchsersparnis für den selbst genutzten Anteil. Bei 30 % Eigenverbrauch: effektiv (0,30 × 37 + 0,70 × 8,11) = 11,1 + 5,68 = 16,78 ct/kWh Ø-Rendite auf den erzeugten Strom. Das übertrifft Volleinspeisung (12,87 ct) deutlich. Fazit: Teileinspeisung mit Eigenverbrauch ist fast immer wirtschaftlicher als Volleinspeisung — außer bei dauerhafter Abwesenheit oder leerstehendem Gebäude.

Wie beantrage ich die Einspeisevergütung?

Die Einspeisevergütung wird nicht beantragt im eigentlichen Sinne — sie entsteht automatisch mit der Inbetriebnahme der Anlage und Anmeldung beim Netzbetreiber. Ablauf: (1) PV-Anlage installieren lassen. (2) Anlage beim Netzbetreiber anmelden (online, meist Formular auf Website, mit Inbetriebnahmeprotokoll des Elektrikers). (3) Anlage im Marktstammdatenregister (MaStR, mastr.bnetza.de) anmelden (Pflicht für alle PV-Anlagen, kostenlos). (4) Netzbetreiber installiert Einspeisezähler (kostenlos) und zahlt monatlich die Vergütung.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Energie. Weitere Rechner für Solarertrag, Solare Autarkie und Batteriespeicher finden Sie in der Übersicht.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Einspeisevergütung: kWp × 950 kWh/kWp Ø-Ertrag × Einspeisequote × Vergütungssatz × 20 Jahre. KfW 270: Kreditvolumen ca. 1.400 €/kWp. 0 % MwSt.: seit Jan 2023 für ≤ 30 kWp automatisch. Landesförderung: variiert jährlich, immer aktuell prüfen. Stand: Juni 2026.