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Photovoltaik-Rechner 2026

Von  ·  Aktualisiert Juni 2026

Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage für mein Dach? Anlagengröße und Standort eingeben — Jahresertrag, Einnahmen und Amortisationsdauer sofort.

kWp
ct/kWh

Ihre PV-Anlage

Jahresertrag (kWh)
Eigenverbrauchsersparnis/Jahr (30 % Eigenverbrauch)
Einspeisevergütung/Jahr (70 % Einspeisung)
Gesamteinnahmen/-ersparnis pro Jahr
Amortisationsdauer (ohne Förderung)
Was bedeutet das?
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So funktioniert es
  1. Einspeisevergütung 2026 — Die Einspeisevergütung für Anlagen bis 10 kWp beträgt ab 2026 ca. 8,11 ct/kWh (Volleinspeisung) bzw. 8,11 ct/kWh (Teileinspeisung). Für 10–40 kWp: ca. 7,04 ct/kWh. Die Vergütung ist 20 Jahre garantiert ab Inbetriebnahme (§ 21 EEG 2023).
  2. Eigenverbrauch maximieren — Eigenverbrauch (selbst genutzter Solarstrom) spart den vollen Strompreis (37 ct/kWh) — dreimal mehr als die Einspeisevergütung (8 ct). Hoher Eigenverbrauch durch: Verbraucher tagsüber betreiben, Wärmepumpe mit Solarstrom koppeln, Solarstromspeicher (erhöht Eigenverbrauch auf 70–80 %).
  3. Anlagenkosten 2026 — Turnkey-Installationspreise 2026: ca. 1.400–1.800 €/kWp für Anlagen bis 10 kWp (inkl. Montage, Wechselrichter, Anmeldung). 8-kWp-Anlage: ca. 11.200–14.400 €. Mit Solarstromspeicher (7,5 kWh): ca. 6.000–9.000 € zusätzlich.

Solarertrag nach Bundesland und Ausrichtung (kWh pro kWp/Jahr)

BundeslandSüdSüdost/SWOst/West
Bayern~1.250~1.150~1.000
Baden-Württemberg~1.200~1.100~960
Hessen / Thüringen~1.100~1.010~880
NRW~1.000~920~800
Niedersachsen / SH~980~900~785
Brandenburg / MV~1.050~965~840
Sachsen~1.080~990~860

Quelle: DWD Globalstrahlungsdaten, PVGIS-SARAH2, Richtwerte für Dachneigung 30°. Ost/West-Zweidach: ca. 80 % des Süd-Ertrags, dafür gleichmäßigere Tagesverteilung. Abweichungen durch Verschattung, Dachneigung, Systemverluste.

Amortisation nach Anlagengröße (Bayern, Süd, 37 ct Strom, 8,11 ct EEV)

AnlagengrößeJahresertragEinnahmen/J.Amortisation
3 kWp (Kleindach)~3.750 kWh~580 €~10–13 Jahre
5 kWp~6.250 kWh~965 €~9–12 Jahre
8 kWp (typisch EFH)~10.000 kWh~1.540 €~8–10 Jahre
10 kWp (max. EEV)~12.500 kWh~1.925 €~8–10 Jahre
8 kWp + 7,5 kWh Speicher~10.000 kWh~2.090 €~11–14 Jahre

Eigenverbrauch: ohne Speicher 30 %, mit Speicher 65 %. Einnahmen: Eigenverbrauchsersparnis + Einspeisevergütung. Anlagenpreise: 1.600 €/kWp ohne Speicher, Speicher ca. 7.500 €. Förderung und Preissteigerungen nicht eingerechnet.

Einspeisevergütung 2026 — was sich geändert hat

Die Einspeisevergütung ist seit Jahren rückläufig — 2012 waren es noch über 20 ct/kWh, heute sind es 8,11 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp. Das klingt schlecht, ist es aber nicht: Gleichzeitig sind die Installationspreise um über 70 % gefallen (2012: über 3.000 €/kWp, heute: ~1.600 €/kWp). Und der eigene Strompreis ist auf 37 ct/kWh gestiegen — sodass jede selbst verbrauchte Kilowattstunde fast fünfmal mehr wert ist als die eingespeiste.

Das verschiebt die Wirtschaftlichkeitsrechnung: Maximaler Eigenverbrauch ist wichtiger als maximale Einspeisung. Wer seinen PV-Strom selbst verbraucht, spart 37 ct statt 8 ct zu verdienen. Deshalb sind Solarstromspeicher, gesteuerte Wärmepumpen, Elektroauto-Ladung und Hausautomation sinnvolle Ergänzungen zur PV-Anlage.

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Häufige Fragen zur Photovoltaik

Brauche ich eine Genehmigung für eine PV-Anlage?

In den meisten Bundesländern ist eine Dach-PV-Anlage bis 30 kWp baugenehmigungsfrei. Ausnahme: Denkmalschutz, besondere Bebauungspläne. Erforderlich ist immer: Anmeldung beim Netzbetreiber (vor Inbetriebnahme), Eintragung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme, kostenlos online), ggf. Elektriker-Abnahme je nach Bundesland. Der Solarinstallateur übernimmt diese Anmeldungen in der Regel.

Wie wird PV-Strom steuerlich behandelt?

Seit 2023 ist die Einkommensteuerpflicht für PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern komplett entfallen (§ 3 Nr. 72 EStG) — auch rückwirkend. Keine Steuererklärungspflicht mehr für kleine Anlagen. Umsatzsteuer: Seit 1.1.2023 gilt der Nullsteuersatz für Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Speichern bis 30 kWp — keine Mehrwertsteuer auf den Kauf. Das spart direkt ca. 19 % Anschaffungskosten.

Lohnt sich ein Solarstromspeicher?

Kommt auf den Strompreis und Eigenverbrauchsprofil an. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch von ~30 % auf ~65–70 %. Der zusätzliche Eigenverbrauch spart ~35 ct/kWh statt 8 ct Einspeisung. Bei 8-kWp-Anlage: ~3.500 kWh mehr Eigenverbrauch × 27 ct Differenz = ~945 €/Jahr zusätzliche Ersparnis. Speicherpreis 7.500 €: Amortisation ca. 8 Jahre. Zusammen mit PV-Anlage: Gesamtamortisation etwas länger, aber hoher Unabhängigkeitsgrad.

Was passiert nach 20 Jahren Einspeisevergütung?

Nach 20 Jahren Garantievergütung läuft der EEG-Vertrag aus. Der Strom kann dann: weiter eingespeist werden zu Marktpreis (aktuell 3–6 ct/kWh an der Strombörse), vollständig selbst verbraucht werden, oder über Direktvermarktung zu besseren Konditionen verkauft werden. Die Anlage ist nach 20 Jahren abgeschrieben und produziert noch ~85 % des ursprünglichen Ertrags (jährliche Degradation ~0,5 %). Die Stromerzeugung "ab Stunde Null" nach Ablauf ist damit fast kostenlos.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Energie. Dort finden Sie weitere Rechner für Balkonkraftwerk, Strom, Heizkosten und CO₂.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Einspeisevergütung 8,11 ct/kWh (< 10 kWp, Teileinspeisung, Bundesnetzagentur 2026). Ertragswerte nach PVGIS/DWD. Eigenverbrauchsquote pauschal 30 % (ohne Speicher). Individuelle Verhältnisse abweichend.