Photovoltaik-Rechner: Ertrag, Eigenverbrauch und Wirtschaftlichkeit
Projektwirtschaftlichkeit aus dokumentierter Erzeugung, chronologischer Energiebilanz und eingegebenen Cashflows.
Wählen Sie PVGIS, Messung, Angebot oder einen dokumentierten spezifischen Ertrag. Der Rechner erzeugt keinen versteckten Standortwert.
Installierte Generatorleistung der betrachteten Anlage in kWp. Sie muss zur gewählten Ertragsquelle und zum Projektumfang passen.
Jahresertrag aus der gewählten Quelle in kWh. Bei manuellem spezifischem Ertrag wird die passende Quelle separat dokumentiert.
PVGIS-Datensatz des verwendeten Laufs, beispielsweise SARAH3. Genau aus dem Ergebnis übernehmen.
Abruf- oder Messdatum des Ertragswerts.
Das Referenzprofil liefert eine reproduzierbare Orientierung; eine synchronisierte Jahres-Zeitreihe ist projektnäher.
Jahresstromverbrauch derselben Systemgrenze wie die Eigenverbrauchsbilanz. Er ersetzt kein zeitliches Lastprofil.
Tatsächliches oder geplantes Inbetriebnahmedatum. Es bestimmt, ob ein geladener EEG-Zeitraum unterstützt wird.
Teileinspeisung oder Volleinspeisung entsprechend dem konkreten Anlagen- und Vermarktungsmodell.
Anschaffungskosten der Anlage vor weiteren Anfangskosten und vor dem separat erfassten bestätigten Zuschuss.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle8 Bereiche
Ertragsgrundlage 1 Feld
Dokumentierter spezifischer Ertrag in kWh je kWp für den manuellen Modus; keine pauschale Deutschlandzahl verwenden.
Ertragsdokumentation 2 Felder
Name des PVGIS-Laufs, Messsystems, Angebots oder Planungsdokuments.
Standort oder eindeutige Projektbezeichnung, auf den sich Ertrag, Last und Kosten beziehen.
Last und Speicher 4 Felder
Nutzbare Speicherkapazität in kWh, nicht die Brutto- oder Nennkapazität aus dem Datenblatt.
Maximale Lade- und Entladeleistung, die in der vereinfachten Speicherbilanz angesetzt wird.
Ladewirkungsgrad in Prozent. Speicherverluste nicht zusätzlich im Ertragswert abziehen.
Entladewirkungsgrad in Prozent. Zusammen mit dem Ladewirkungsgrad bestimmt er die Speicherverluste.
Synchronisierte Zeitreihe 5 Felder
Je Zeile PV-Erzeugung und Last desselben Intervalls im Format pv_kWh;last_kWh. Beide Reihen müssen vollständig synchronisiert sein.
Dauer jedes Datenintervalls in Stunden, passend zu allen Zeilen der Zeitreihe.
Eindeutiger Name der Datei oder des verwendeten Profils.
Herkunft der PV- und Lastdaten, beispielsweise Zählerexport, Monitoringportal oder Planungsdatensatz.
Datenstand oder Abrufdatum der verwendeten Zeitreihe.
EEG und Erlöse 1 Feld
Arbeitspreis der vermiedenen Netzstrom-kWh. Grundpreis, Boni und einmalige Gutschriften nicht einrechnen.
Investition 2 Felder
Weitere einmalige Projektkosten, die nicht bereits im Kaufpreis enthalten sind.
Nur einen bereits bestätigten und mit dem Projekt kompatiblen Zuschuss eintragen.
Laufende Kosten 3 Felder
Jährliche Wartungs- und Servicekosten des betrachteten Projekts.
Jährliche zusätzliche Versicherungskosten der PV-Anlage.
Jährliche Mess-, Abrechnungs- oder Vermarktungskosten, soweit sie tatsächlich anfallen.
Langfristige Wirtschaftlichkeit 5 Felder
Analysezeitraum der Cashflow-Rechnung. Er ist keine Garantie für technische Lebensdauer oder störungsfreien Betrieb.
Kalkulationszins für die Abzinsung zukünftiger Cashflows.
Angenommener jährlicher Rückgang der Erzeugung. Nur als dokumentierte Szenarioannahme verwenden.
Jahr einer optionalen Ersatzinvestition; 0 bedeutet, dass kein Ersatz angesetzt wird.
Kosten der Ersatzinvestition im angegebenen Jahr. Nur zusammen mit einem Ersatzjahr verwenden.
Projekt- und Energieflussbilanz
- Datengrundlage zuerst wählen — Messwerte, PVGIS-Ergebnis, synchronisierte Zeitreihe und technische Prüffakten werden als getrennte Modi behandelt.
- Quellen und Stichtage nennen — Standortdaten, Datensatz, Abrufdatum, Tarifzeitraum und bestätigte Programme werden nicht still ergänzt.
- Ergebnisgrenze beachten — Die Rechner liefern nachvollziehbare Arithmetik und Routenhinweise, aber keine Montage-, Netzanschluss-, Förder- oder Steuerfreigabe.
Kapitalwert der PV-Anlage aus Energiefluss und Cashflow
Der Rechner verbindet einen dokumentierten Jahresertrag mit einer chronologischen Eigenverbrauchsbilanz und einem Projekt-Cashflow. Im Standardfall erzeugt eine 10-kWp-Anlage 9.500 kWh pro Jahr. 4.116 kWh werden selbst genutzt, 5.152 kWh eingespeist und 809 kWh aus dem Netz bezogen. Bei 18.000 Euro Anfangsauszahlung, 20 Jahren, 3 Prozent Diskontsatz und den eingegebenen Kosten ergibt sich ein Kapitalwert von 984,96 Euro. Das ist ein Szenario, keine Ertrags- oder Renditegarantie.
Dachstatik, Netzanschluss, Steuer, Finanzierung und Förderfähigkeit bleiben außerhalb der Rechenarithmetik.
Von der Erzeugungsquelle zum Projekt-Cashflow
Energie- und Wirtschaftlichkeitsrechnung
Kontrollbeispiel für 10 kWp
| Kennzahl | Wert | Annahme oder Ergebnis |
|---|---|---|
| Erzeugungsquelle | EU JRC PVGIS 5.3 / SARAH3 | Abrufdatum 19.07.2026 |
| Jahresertrag | 9.500 kWh | 10 kWp × 950 kWh/kWp |
| Eigenverbrauch / Bezug | 4.116 / 809 kWh | offengelegtes Referenzprofil, 8-kWh-Speicher |
| Einspeisung | 5.152 kWh | EEG-Satz 7,78 ct/kWh im Modell |
| Kapitalwert | 984,96 € | 20 Jahre, 3 % Diskont, 0,5 % Degradation |
| Amortisation / IRR | 15 Jahre / 3,6 % | aus denselben Cashflows |
Ertrag, Last und Speicher als getrennte Datenebenen
Ein spezifischer Ertrag in kWh je kWp benötigt Standort, Ausrichtung, Neigung, Systemverluste und Datenquelle. PVGIS kann eine standortbezogene Grundlage liefern. Ein Angebotsertrag oder Messwert darf ebenfalls verwendet werden, wenn Zeitraum und Systemgrenze dokumentiert sind. Der Rechner mischt diese Quellen nicht unbemerkt und erfindet keinen Standortwert.
Eigenverbrauch entsteht nicht aus Jahressummen allein. Entscheidend ist, wann PV-Erzeugung und Haushaltslast auftreten. Der Schnellmodus verwendet ein offengelegtes Referenzprofil und ist eine Orientierung. Für ein Projekt sollte eine synchronisierte Zeitreihe mit Intervalllänge, Quelle und Datum genutzt werden. Ein Speicher verschiebt Energie, erzeugt aber wegen Lade- und Entladeverlusten keine zusätzliche kWh.
Die verfügbare Dachfläche und Modulbelegung lassen sich vor der Wirtschaftlichkeitsrechnung mit dem Dachflächen-Rechner plausibilisieren. Eine konkrete Speicherinvestition sollte zusätzlich im Batteriespeicher-Rechner auf derselben Ertrags- und Lastbasis geprüft werden. Lokale Netzentgelte gehören zum Strombezug und können im Netzentgelt-Rechner getrennt dokumentiert werden. Solche Ergebnisse dürfen nur mit einheitlichem Zeitraum und derselben Strompreisdefinition in ein Szenario übernommen werden.
Cashflow-Annahmen vollständig dokumentieren
Die Anfangsauszahlung umfasst Kaufpreis und weitere Projektkosten abzüglich bestätigter Zuschüsse. Wartung, Versicherung und Messkosten gehören als jährliche Auszahlungen in den Cashflow. Ein Wechselrichter- oder Speicherersatz wird nur im eingegebenen Jahr und mit dem eingegebenen Betrag angesetzt. Finanzierungskosten gehören nicht still in den Diskontsatz und sollten als eigener Finanzierungsfall modelliert werden.
Der Strompreis bestimmt den Wert des vermiedenen Netzbezugs. Eine konstante Eingabe ist keine Preisprognose. Für robuste Entscheidungen rechnen Sie einen niedrigen, einen Basis- und einen hohen Preisfall. Dasselbe gilt für Ertrag, Eigenverbrauch, Betriebskosten und Ersatzkosten. Jede Variante sollte eine beschriftete Annahme statt einer beliebigen Prozentänderung besitzen.
Der EEG-Satz wird nur für geladene und verifizierte Inbetriebnahmezeiträume verwendet. Die Inbetriebnahme, Anlagengröße und Vermarktungsart müssen zum Projekt passen. Lokale Zuschüsse, KfW-Programme und steuerliche Behandlung sind eigenständige Prüfpfade. Ein positiver Kapitalwert bestätigt weder Förderfähigkeit noch technische Umsetzbarkeit.
Kapitalwert, IRR und Amortisation einordnen
Der Kapitalwert bewertet alle modellierten Zahlungen zum gewählten Diskontsatz. Ein positiver Wert bedeutet nur, dass der Szenario-Cashflow diese Vergleichsrendite übersteigt. Der interne Zinsfuß ist der Diskontsatz mit Kapitalwert null und kann bei ungewöhnlichen Vorzeichenfolgen mehrdeutig sein. Die einfache Amortisationszeit ignoriert spätere Cashflows und ersetzt deshalb weder Kapitalwert noch Liquiditätsplanung.
Stromgestehungskosten verteilen abgezinste Projektkosten auf abgezinste Erzeugung. Sie sind nicht direkt mit einem Endkundenpreis vergleichbar, wenn Netzentgelte, Steuern, Umlagen oder der zeitliche Wert von Eigenverbrauch fehlen. Bewahren Sie Energiefluss- und Cashflow-Ergebnisse gemeinsam auf, damit jede Kennzahl auf dieselben Annahmen zurückgeführt werden kann.
Quellen und Grundlagen
Die aktuelle PVGIS-Nutzungsdokumentation nennt PVGIS 5.3 als Standardversion und erläutert, wie Standort, Eingaben, Datensatz und Ergebnis zusammengehören.
EU JRC – Using PVGIS 5Das offizielle PVGIS-Werkzeug liefert die dokumentierte Ertragsquelle für den Beispielpfad; Ergebnis, Datensatz und Abrufdatum sollten gemeinsam gespeichert werden.
EU JRC PVGISDie Bundesnetzagentur veröffentlicht die EEG-Fördersätze nach Inbetriebnahmezeitraum, installierter Leistung und Einspeisemodell. Der Rechner verwendet nur geladene offizielle Zeiträume.
Bundesnetzagentur – EEG-FördersätzeDer Verbraucherzentrale-Solarrechner dient als externer Transparenzbenchmark für vereinfachte Solarannahmen.
Verbraucherzentrale – Solarrechner