Kreditrechner 2026: Rate, Laufzeit oder Kreditbetrag berechnen
Berechnet wahlweise Rate, Laufzeit, Kreditbetrag, Jahreszins oder Restschuld und trennt Sollzins, Effektivzins und vollständige Zahlungsströme.
Wählen Sie nur die Größe, die im Vertrag oder Szenario noch unbekannt ist. Alle übrigen Werte müssen vollständig eingetragen werden.
Für einen normalen Tilgungsverlauf wird meist der nominale Sollzins benötigt. Nutzen Sie den vollständigen Zahlungsstrom nur, wenn Auszahlung, Pflichtkosten und Termine bekannt sind.
Tragen Sie den zu Beginn finanzierten Kreditbetrag ein, nicht die spätere Gesamtrückzahlung.
Der Zinssatz muss zur gewählten Zinsdefinition passen. Sollzins und effektiver Jahreszins sind nicht austauschbar.
Geben Sie die Anzahl der Zahlungen passend zur Frequenz ein: 60 bei fünf Jahren mit monatlichen Raten, nicht 5.
Die Rate gilt je gewählter Zahlungsperiode, zum Beispiel pro Monat oder Quartal.
Betrag, der nach der letzten regulären Rate noch offen bleiben oder als Schlussrate gezahlt werden soll. Für vollständige Tilgung 0 € eintragen.
Nur verpflichtende Kosten eintragen, die von der Auszahlung einbehalten werden und im Zahlungsstrom berücksichtigt werden sollen.
Datum, an dem der Kreditbetrag tatsächlich ausgezahlt wird.
Vertragliches Fälligkeitsdatum der ersten Rate.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle2 Felder
Nachschüssig bedeutet Zahlung am Periodenende, vorschüssig am Periodenanfang.
Eine Zeile pro Zahlung im Format Periode;Betrag;after|before;Bezeichnung, zum Beispiel 12;1000;after;Bonus.
Ihr Ergebnis
- Unbekannte Größe wählen — Bestimmen Sie zuerst, ob Rate, Laufzeit, Kreditbetrag, Zinssatz oder Restschuld gesucht wird.
- Vertragswerte einheitlich erfassen — Zinsart, Zahlungsfrequenz, Laufzeit und Schlussrate müssen aus demselben Angebot oder Szenario stammen.
- Nicht nur die Rate vergleichen — Lesen Sie Gesamtrückzahlung, Zinskosten und verbleibende Restschuld gemeinsam.
Was der Kreditrechner berechnet
Mit dem Kreditrechner berechnen Sie wahlweise die periodische Rate, die Zahl der Zahlungen, den möglichen Kreditbetrag, den Jahreszins oder eine verbleibende Restschuld. Der Rechner unterstützt monatliche, vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Zahlungen. Im Sollzinsmodus wird der Jahreszins auf die Zahlungsperioden verteilt; ein effektiver Jahreszins wird mathematisch äquivalent umgerechnet. Sind Auszahlung, verpflichtende Kosten und Fälligkeiten bekannt, kann zusätzlich ein Effektivzins aus den datierten Zahlungsströmen ermittelt werden.
Eine niedrige Rate allein sagt wenig aus. Entscheidend sind auch Laufzeit, Gesamtrückzahlung, Pflichtkosten und eine mögliche Schlussrate.
Sollzins, Effektivzins und Zahlungszeitpunkt unterscheiden
Der Sollzins wird auf die jeweilige Restschuld angewendet. Der effektive Jahreszins dient dem Preisvergleich und berücksichtigt nach den zugrunde liegenden Angaben weitere Kosten und Zahlungszeitpunkte. Geben Sie deshalb niemals einen Effektivzins als nominalen Monatszins ein. Für Immobilienkredite mit Anfangstilgung und Sollzinsbindung ist der Annuitätenrechner passender.
Bei einer Umschuldung müssen alter Saldo, Ablösekosten und das neue Angebot gemeinsam betrachtet werden. Dafür ist der Umschuldungsrechner vorgesehen. Der allgemeine Kreditrechner bildet dagegen einen einzelnen Zahlungsstrom ab.
Auch der Zahlungszeitpunkt verändert das Ergebnis: Eine Zahlung am Periodenanfang reduziert die Restschuld früher als eine Zahlung am Periodenende. Einen ausführlichen Verlauf mit einzelnen Perioden zeigt der Tilgungsplan-Rechner.
Vom Kreditvertrag zum vollständigen Zahlungsstrom
Formeln für Rate, Laufzeit und Effektivzins
Die konkrete Formel hängt davon ab, welche Größe gesucht wird und ob Zahlungen vor- oder nachschüssig erfolgen.
Rechenbeispiel: 10.000 Euro über 60 Monate
Im Beispiel werden 10.000 € Kreditbetrag, 60 monatliche Zahlungen am Periodenende und ein effektiver Jahreszins von 6,26 % verwendet. Gesucht ist die Monatsrate; eine Schlussrestschuld und zusätzliche Pflichtkosten sind nicht vorgesehen. Der Rechner wandelt den effektiven Jahreszins in einen äquivalenten Monatszins um.
Die Monatsrate beträgt 193,73 €. Über 60 Monate werden insgesamt 11.624,04 € zurückgezahlt; 1.624,04 € entfallen auf Zinsen und erfasste Kosten. Der äquivalente Effektivzins wird gerundet mit 6,3 % ausgegeben. Ein kleiner Rundungsrest wird mit der letzten Rate ausgeglichen.
Eine Rate von 193,73 € ist nur unter genau diesen Eingaben gültig. Wird die Laufzeit verlängert, sinkt häufig die Monatsrate, während die gesamte Zinsbelastung steigt. Wird eine Schlussrate zugelassen, kann die laufende Rate ebenfalls kleiner erscheinen, obwohl am Ende ein zusätzlicher Betrag finanziert oder bezahlt werden muss.
Was beim Angebotsvergleich gleich bleiben muss
| Merkmal | Warum relevant | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Nettokreditbetrag | bestimmt die tatsächlich verfügbare Auszahlung | Bruttobetrag mit Auszahlung verwechseln |
| Zinsdefinition | nominal und effektiv sind nicht austauschbar | Jahreszins einfach durch zwölf teilen |
| Laufzeit und Frequenz | bestimmen Zahl der Verzinsungsperioden | 60 Monate mit 60 Quartalen verwechseln |
| Schlussrate | verschiebt Rückzahlung ans Laufzeitende | nur Monatsrate vergleichen |
| Pflichtkosten | verändern den vollständigen Effektivzins | Gebühren außerhalb des Cashflows lassen |
Rate, Sonderzahlungen und Schlussrate richtig einordnen
Der Rechner prüft nicht, ob eine Rate zu Ihrem Haushalt passt. Eine tragbare Belastung hängt von dauerhaftem Überschuss, bestehenden Verpflichtungen, schwankenden Ausgaben und einer Liquiditätsreserve ab. Eine mathematisch mögliche Rate kann finanziell trotzdem zu hoch sein.
Sonderzahlungen reduzieren je nach Vertrag die Restschuld, die Laufzeit oder die letzte Rate. Tragen Sie nur Zahlungen ein, die vertraglich erlaubt und realistisch verfügbar sind. Eine erwartete Prämie oder ein noch unsicherer Verkaufserlös sollte nicht wie festes Einkommen behandelt werden.
Eine Schlussrate senkt die laufende Rate, verschiebt aber einen Teil der Rückzahlung ans Vertragsende. Prüfen Sie deshalb immer, ob dieser Betrag aus eigenen Mitteln bezahlt oder erneut finanziert werden müsste. Negative Zinsen sind nur als mathematischer Sonderfall zulässig und keine Marktannahme.
Häufige Fragen zum Kreditrechner
Warum unterscheiden sich Sollzins und Effektivzins?
Der Sollzins verzinst die Restschuld. Der Effektivzins ist eine Vergleichsgröße und kann weitere preisbestimmende Zahlungsbestandteile berücksichtigen.
Senkt eine längere Laufzeit immer die Kosten?
Nein. Sie senkt häufig die Rate, erhöht aber meist die Zahl der Zinsperioden und damit die Gesamtrückzahlung.
Kann der Rechner meine tragbare Rate bestimmen?
Nicht ohne vollständige Haushalts- und Risikodaten. Er berechnet Kreditmathematik, keine individuelle Kreditwürdigkeitsentscheidung.
Wann ist der vollständige Cashflow-Modus sinnvoll?
Wenn Auszahlung, Pflichtkosten, Ratentermine und Schlusszahlung bekannt sind und daraus ein mathematischer Effektivzins gelöst werden soll.
Welche Laufzeit muss ich eingeben?
Die Anzahl der Zahlungen passend zur gewählten Frequenz. Bei fünf Jahren und monatlicher Zahlung sind es 60 Zahlungen.
Quellen und Grundlagen
§ 16 PAngV regelt die Angabe des effektiven Jahreszinses bei Verbraucherdarlehen und verweist auf die Berechnung nach der Anlage.
§ 16 PAngV – VerbraucherdarlehenDie Anlage zur PAngV beschreibt die Gleichung zwischen Auszahlungen und datierten Tilgungs-, Zins- und Kostenzahlungen.
Anlage zur PAngV – Effektiver Jahreszins