Solarertrag-Rechner 2026
Wie viel Strom erzeugt meine PV-Anlage pro Jahr? Anlagengröße, Standort und Dachausrichtung eingeben — Jahresertrag, Eigenverbrauch und Vergütung sofort.
Ihr Solarertrag
- kWp richtig einschätzen — 1 kWp (Kilowattpeak) entspricht ca. 5–7 m² Modulfläche mit modernen Modulen (420–450 Wp/Modul). Eine typische 10-kWp-Anlage benötigt ca. 50–60 m² Dachfläche. Haushalte verbrauchen im Schnitt 3.500 kWh/Jahr (4-Personen, ohne E-Auto/Wärmepumpe). Eine 10-kWp-Anlage in Bayern erzeugt ca. 9.000–9.500 kWh/Jahr — deutlich mehr als der Verbrauch.
- Ausrichtung und Neigung beeinflussen Ertrag stark — Optimale Ausrichtung: Süd, 30–35° Neigung. Ost-West-Aufteilung: statt einem Süd-Dach zwei Dachflächen Ost+West — Ertrag nur 5–8 % geringer, aber deutlich gleichmäßigere Produktion über den Tag (besser für Eigenverbrauch). Flachdach: Aufständerung Richtung Süd mit 15–25° empfohlen.
- Einspeisevergütung 2026 kennen — EEG-Einspeisevergütung Juli 2026: 8,11 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp (Volleinspeiser-Option: 12,87 ct/kWh). Ab 10 kWp: 7,03 ct/kWh. Die Vergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert. Für die meisten Haushalte lohnt sich Eigenverbrauch mehr als Einspeisung (37 ct Bezugspreis vs. 8,11 ct Vergütung → Eigenverbrauch 4,5× wertvoller).
Globalstrahlung Deutschland 2026 — Jahresertrag für 50 Städte
| Region / Stadt | kWh/m²/Jahr | kWh/kWp/Jahr | 10-kWp-Anlage |
|---|---|---|---|
| München / Bayern Süd | 1.230 | ~950 | ~9.500 kWh/J. |
| Freiburg / BW Süd | 1.190 | ~920 | ~9.200 kWh/J. |
| Stuttgart / BW | 1.120 | ~870 | ~8.700 kWh/J. |
| Nürnberg / Bayern Nord | 1.100 | ~855 | ~8.550 kWh/J. |
| Frankfurt / Hessen | 1.060 | ~820 | ~8.200 kWh/J. |
| Erfurt / Thüringen | 1.040 | ~805 | ~8.050 kWh/J. |
| Leipzig / Sachsen | 1.030 | ~800 | ~8.000 kWh/J. |
| Köln / NRW | 1.010 | ~785 | ~7.850 kWh/J. |
| Berlin / Brandenburg | 1.000 | ~775 | ~7.750 kWh/J. |
| Hamburg / Nord | 980 | ~760 | ~7.600 kWh/J. |
| Flensburg / SH | 960 | ~745 | ~7.450 kWh/J. |
Quelle: PVGIS EU-JRC Datenbasis 2025, Horizontalbestrahlung (kWh/m²/Jahr). Ertragsschätzung kWh/kWp: Globalstrahlung × 0,77 (Systemwirkungsgrad inkl. Wechselrichter, Verkabelung, Temperaturfaktor). Tatsächliche Erträge ±10–15 % je nach Lokalklima, Verschattung und Modulqualität.
Wirtschaftlichkeit nach Anlagengröße — Bayern Süd, 2026
| Anlagengröße | Jahresertrag | Einspeiseverg./J. | Stromersparnis/J. |
|---|---|---|---|
| 5 kWp (Kleinanlage) | ~4.750 kWh | ~122 € (30 % Einspeis.) | ~1.039 € (70 % EV) |
| 10 kWp (Standard) | ~9.500 kWh | ~230 € (30 % Einspeis.) | ~2.073 € (70 % EV) |
| 15 kWp (Groß) | ~14.250 kWh | ~346 € (30 % Einspeis.) | ~3.110 € (70 % EV) |
| 20 kWp (Betrieb) | ~19.000 kWh | ~462 € (30 % Einspeis.) | ~4.147 € (70 % EV) |
Eigenverbrauchsquote 70 % (mit Speicher). Eigenverbrauch bewertet mit Bezugspreis 37 ct/kWh. Einspeisung 30 % × 8,11 ct. Investitionskosten 10 kWp incl. Speicher: ca. 20.000–25.000 €. Amortisation: 8–12 Jahre. Förderung: BEG und 0 % MwSt. auf PV-Anlagen seit 2023.
PV-Anlage 2026: Lohnt sie sich noch?
Ja — und mehr denn je für Eigenverbraucher. Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist mit 37 ct/kWh Bezugspreis vs. 8,11 ct/kWh Einspeisevergütung fast 4,5-mal wertvoller als Einspeisung. Eine 10-kWp-Anlage in Bayern Süd mit 30 % Eigenverbrauch und Speicher für 70 % EV-Quote: ~2.300 €/Jahr Gesamtertrag (Ersparnis + Vergütung). Investition 10 kWp + Speicher: ca. 22.000–26.000 €. Amortisation: 9–12 Jahre bei stabilen Strompreisen.
Wichtige Änderungen 2023–2026: Seit Januar 2023 ist die Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen 0 % (§ 12 Abs. 3 UStG) — ein direktes Preisnachlass von 19 % gegenüber vor 2023. Anmeldung: Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden müssen seit 2023 vereinfacht gemeldet werden (Bundesnetzagentur Marktstammdatenregister). Balkonkraftwerke bis 800 W: separater Rechner. Für Neubauten: PV-Pflicht in einigen Bundesländern (BW, Bayern geplant).
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Häufige Fragen zum Solarertrag
Was bedeutet kWp und wie viel Dachfläche brauche ich?
kWp (Kilowattpeak) ist die nominale Spitzenleistung einer PV-Anlage unter Standardtestbedingungen (1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C). Ein modernes Modul leistet 400–450 Wp und belegt ca. 1,8–2,2 m² Fläche. Für 1 kWp benötigen Sie ca. 5–6 m² Dachfläche. Eine typische 10-kWp-Anlage: ~55–65 m² Dachfläche. Berücksichtigen Sie: Sicherheitsabstände, Gauben, Kamine und Verschattung können die nutzbare Fläche reduzieren.
Lohnt sich ein Batteriespeicher zusätzlich zur PV?
Mit Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote von ca. 25–30 % (ohne Speicher) auf 60–75 % — das maximiert den Wert des selbst erzeugten Stroms. Ein 10-kWh-Speicher kostet 2026 ca. 8.000–12.000 €. Zusätzliche jährliche Ersparnis: ca. 400–700 €/Jahr. Amortisation Speicher allein: 12–20 Jahre. Kombiniert mit PV macht der Speicher wirtschaftlich mehr Sinn als isoliert betrachtet. Für Haushalte mit E-Auto oder Wärmepumpe: Speicher sehr empfehlenswert.
Muss ich meine PV-Anlage beim Finanzamt anmelden?
Ja. Seit 2023 gilt: Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG) — keine Gewinnermittlung nötig, keine Steuererklärungspflicht für die PV-Einkünfte. Anmeldung trotzdem nötig: Bundesnetzagentur (Marktstammdatenregister, online, kostenlos). Anmeldung beim Netzbetreiber für Einspeisevertrag und Vergütung. Umsatzsteuer: 0 % auf Kauf und Installation seit 2023. Kleinunternehmerregelung: bis 22.000 € Jahresumsatz aus Einspeisung steuerfrei.
Welcher Wechselrichter ist der richtige?
Stringwechselrichter (1 zentraler Wechselrichter): günstig, effizient, aber bei Teilverschattung leidet die gesamte Anlage. Richtig für unverschattete Süddächer. Mikrowechselrichter (je Modul 1 Wechselrichter): teurer (~20–30 % Aufpreis), aber kein Verschattungsproblem — jedes Modul arbeitet unabhängig. Sinnvoll bei komplexen Dächern oder Teilbeschattung. Optimierer (Leistungsoptimierer an jedem Modul + 1 String-WR): Kompromiss zwischen Kosten und Leistung. Marktführer: SMA, Fronius, Huawei, SolarEdge, Enphase (Mikro).
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