Festgeldrechner 2026: Vertrag, Steuer und Festgeldleiter
Berechnet eine einzelne Festgeldanlage oder eine Festgeldleiter mit Vertragsdaten, Steuerannahmen und Fälligkeiten.
Einzelvertrag für eine Anlage wählen; Leiter für mehrere getrennte Tranchen mit eigenen Fälligkeiten.
Betrag, der im einzelnen Vertrag gebunden wird.
Vertraglicher Beginn der Verzinsung.
Vertragliche Fälligkeit beziehungsweise Ende der Zinslaufzeit.
Fest vereinbarter Jahreszins aus Angebot oder Vertrag.
Zeitpunkt der Zinszahlung laut Vertrag; Wiederanlage verändert die nächste Zinsbasis.
Jede Tranche mit Betrag, Laufzeit und Zinssatz separat eintragen.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle9 Felder
Vertragliche Tageszählung für gebrochene Jahre übernehmen.
Noch verfügbarer Sparer-Pauschbetrag für Jahre ohne eigenen Eintrag.
Optional unterschiedliche noch verfügbare Beträge je Kalenderjahr angeben.
Nur aktivieren, wenn eine mögliche Anschlussanlage separat durchgerechnet werden soll.
Angenommene Dauer der neuen Anlage, nicht die Restlaufzeit des aktuellen Vertrags.
Eigene Annahme für den Anschlusszins; keine Zusage der Bank.
Noch verfügbarer Freibetrag für das separate Verlängerungsszenario.
Nur für ein gewünschtes Kirchensteuer-Szenario aktivieren.
Geprüfte Sicherungsgrenze je Kunde und rechtlichem Institut eintragen.
Festgeld-Ergebnis
- Vertrag oder Leiter wählen — Einzelvertrag exakt datieren oder jede Tranche in einer eigenen Zeile beschreiben.
- Gutschrift übernehmen — Auszahlung, Kapitalisierung und Fälligkeitsgutschrift erzeugen unterschiedliche Steuer- und Zinsverläufe.
- Verlängerung separat halten — Künftiger Wiederanlagezins ist eine eigene Annahme, keine Eigenschaft des aktuellen Vertrags.
Was der Festgeldrechner aus Ihrem Vertrag berechnet
Der Festgeldrechner verarbeitet Anlagebetrag, Startdatum, Fälligkeit, vertraglichen Jahreszins, Tageszählung und Art der Zinsgutschrift. Er kann eine einzelne Anlage oder eine Festgeldleiter mit mehreren Tranchen rechnen. Bruttozins, modellierte Steuer, Nettozins, Endvermögen und der Anteil oberhalb einer von Ihnen eingegebenen Sicherungsgrenze werden getrennt ausgegeben. Eine optionale Verlängerung bleibt ein eigenes Szenario mit neuem Zinssatz und neuer Laufzeit. Der Rechner übernimmt keine aktuelle Marktverzinsung und unterstellt keine automatische Wiederanlage. Jede Kondition muss aus Angebot, Produktinformation oder Vertrag stammen.
Das Rechenergebnis bildet den eingegebenen Zahlungsstrom ab, nicht die Bonität oder künftige Kondition der Bank.
Laufzeit, Gutschrift und Steuer vor der Eingabe klären
Bei Festgeld sind Laufzeit und Verfügbarkeit vertraglich gebunden. Für eine isolierte einfache Zinsrechnung ohne Produktlogik, Sicherungsgrenze oder datierte Gutschriften genügt der Zinsrechner. Der Festgeldrechner bleibt an den konkreten Vertrags- und Steuerpfad gebunden. Prüfen Sie, ob Zinsen jährlich ausgezahlt, dem Kapital zugeschlagen oder erst bei Fälligkeit gutgeschrieben werden. Eine Kapitalisierung erzeugt innerhalb einer mehrjährigen Laufzeit Zinseszinseffekte. Der mathematische Unterschied kann mit dem Zinseszinsrechner separat nachvollzogen werden; für das Festgeld selbst bleibt jedoch die vertragliche Gutschrift maßgeblich.
Der Sparer-Pauschbetrag wird je Kalenderjahr nur in der von Ihnen eingetragenen Höhe berücksichtigt. Für eine isolierte Steuerbetrachtung steht der Kapitalertragssteuer-Rechner zur Verfügung. Der Festgeldrechner verteilt keine automatisch bekannten Freibeträge und weiß nicht, welcher Anteil bereits durch andere Kapitalerträge verbraucht wurde.
Das nominale Endvermögen sagt nichts über die zukünftige Kaufkraft. Für einen getrennten Vergleich mit einer angenommenen Preisentwicklung kann der Inflationsrechner verwendet werden. Inflation wird nicht in die Festgeldabrechnung eingemischt, weil sie weder Vertragszins noch Kontobuchung ist.
Einzelanlage und Festgeldleiter im Vergleich
Formeln für Festgeldzins, Steuer und Endvermögen
Der Zeitanteil folgt der im Vertrag ausgewählten Tageszählung und den tatsächlichen Datumsgrenzen.
Rechenbeispiel: 100.000 Euro für zwei Jahre zu 3 Prozent
Eine Festgeldanlage über 100.000 € läuft vom 1. Januar 2026 bis zum 1. Januar 2028. Der vertragliche Jahreszins beträgt 3,0 %, die Zinsen werden jährlich ausgezahlt und die Tageszählung ist act/365. Für jedes Jahr wird ein verfügbarer Pauschbetrag von 1.000 € eingegeben; Kirchensteuer wird im Beispiel nicht angesetzt.
Der Rechner ergibt 3.000 € Bruttozins pro Jahr und insgesamt 6.000 €. Nach der modellierten Steuer von 1.055 € verbleiben 4.945 € Nettozins. Weil die Zinsen jährlich ausgezahlt und nicht im Vertrag wiederangelegt werden, beträgt das Gesamtvermögen aus Anlagebetrag und Nettozins 104.945 €.
Bei jährlicher Wiederanlage derselben nominalen Kondition ergeben sich 6.074,17 € Bruttozins und 4.999,63 € Nettozins, weil gutgeschriebene Zinsen die nächste Zinsbasis erhöhen. Das macht das Angebot nicht automatisch besser; Auszahlungs-, Steuer- und Verfügbarkeitszeitpunkt unterscheiden sich.
Welche Vertragsmerkmale das Ergebnis verändern
| Merkmal | Rechenwirkung | Prüfung außerhalb des Rechners |
|---|---|---|
| Fälligkeit | bestimmt den gebundenen Zeitraum | vorzeitige Verfügung und Kündigungsregeln |
| Zinsgutschrift | entscheidet über Auszahlung oder Kapitalisierung | tatsächlicher Buchungszeitpunkt |
| Tageszählung | verändert den Zeitanteil | vertraglich genannte Konvention |
| Verlängerung | wird mit neuem Zinssatz separat modelliert | Kündigungsfrist und neue Kondition |
| Rechtlicher Einlagennehmer | ist für die Sicherungsgrenze relevant | Zuordnung mehrerer Marken und Konten |
Festgeldleiter, Verlängerung und Sicherungsgrenze einordnen
Eine Festgeldleiter verteilt den Gesamtbetrag auf mehrere Fälligkeiten. Dadurch wird nicht automatisch ein höherer Ertrag garantiert. Der Nutzen liegt in der zeitlichen Staffelung, während jede Tranche eigene Konditionen, Steuerjahre und Sicherungsfragen hat. Tragen Sie deshalb keine Durchschnittslaufzeit ein, sondern jede Tranche separat.
Eine automatische Verlängerung kann zu einer neuen Laufzeit und einem neuen Zinssatz führen. Der Rechner behandelt sie als unabhängiges Szenario. Der ursprüngliche Vertrag wird nicht rückwirkend mit dem Verlängerungszins vermischt. Prüfen Sie Kündigungsfrist, Informationspflichten und tatsächliche Anschlusskondition in den Unterlagen.
Die angezeigte ungedeckte Summe ist lediglich der Teil des modellierten Guthabens oberhalb Ihrer eingegebenen Sicherungsgrenze. Der Rechner bestätigt weder Sicherungsfall noch Anspruch. Entscheidend sind Institut, Einleger, Kontenaggregation, Währung und geltende Regeln.
Häufige Fragen zur Festgeld-Berechnung
Ist jährliche Auszahlung dasselbe wie Kapitalisierung?
Nein. Bei Auszahlung bleibt der Zins außerhalb des gebundenen Kapitals; bei Kapitalisierung erhöht er die Zinsbasis des nächsten Zeitabschnitts.
Kann ich den heutigen Zinssatz für eine Verlängerung übernehmen?
Nur als ausdrücklich eigene Annahme. Die tatsächliche Anschlusskondition muss aus dem neuen Angebot oder Vertrag stammen.
Ist eine Festgeldleiter automatisch sicherer?
Nicht automatisch. Sie staffelt Fälligkeiten. Institut, Sicherungssystem und Gesamtguthaben je Rechtsträger müssen weiterhin geprüft werden.
Kann ich vorzeitig über das Festgeld verfügen?
Das ist eine Vertragsfrage. Der Rechner modelliert Laufzeit und Fälligkeit, aber keine individuellen Kündigungs- oder Härtefallregeln.
Quellen und Grundlagen
BaFin erläutert typische Merkmale von Festgeld, insbesondere feste Laufzeit und vertragliche Konditionen.
BaFin: Festgeld§ 32d EStG regelt den gesonderten Steuertarif für bestimmte Kapitaleinkünfte.
§ 32d EStG§ 20 Absatz 9 EStG enthält den Sparer-Pauschbetrag. Der Rechner nutzt nur den als verfügbar eingegebenen Anteil.
§ 20 EStG§ 4 SolzG 1995 bildet die gesetzliche Grundlage für den Zuschlagsatz des Solidaritätszuschlags.
§ 4 SolzG 1995BaFin erläutert, dass die gesetzliche Einlagensicherung grundsätzlich bis zu 100.000 € je Kunde und Bank reicht. Maßgeblich bleiben rechtlicher Einlagennehmer und konkreter Sicherungsfall; der Rechner bestätigt keinen Anspruch.
BaFin: Einlagensicherung und Anlegerentschädigung