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Dividenden-Rechner 2026

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Wie viel Dividende erhalten Sie auf Ihr Depot — und was bleibt nach Abgeltungsteuer übrig? Depotwert und Dividendenrendite eingeben, Nettoertrag sofort sehen.

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So wird der Rechner verwendet
  1. Depotwert und Rendite eintragen — Geben Sie den aktuellen Wert Ihrer dividendenzahlenden Positionen ein. Die Dividendenrendite finden Sie bei Ihrem Broker oder auf Finanzportalen — sie ergibt sich aus Jahresdividende geteilt durch Aktienkurs. Für ein DAX-Depot sind ca. 3,2 % ein realistischer Durchschnitt 2026, dividendenstarke Einzelwerte erreichen 4–7 %.
  2. Sparerpauschbetrag richtig ansetzen — Pro Person bleiben 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei (Ehepaare: 2.000 €). Tragen Sie nur den Teil ein, der noch nicht durch andere Erträge (Zinsen, ETF-Ausschüttungen, realisierte Kursgewinne) verbraucht ist. Wichtig: Der Pauschbetrag wirkt nur, wenn Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilt haben.
  3. Steuerabzug verstehen — Auf Dividenden oberhalb des Pauschbetrags fallen 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf an — zusammen 26,375 %. Mit Kirchensteuer steigt die Gesamtbelastung auf ca. 27,8–28,0 %. Die Bank führt die Steuer automatisch ab; in der Steuererklärung ist nichts weiter nötig.
  4. Günstigerprüfung kennen — Liegt Ihr persönlicher Grenzsteuersatz unter 25 % (zu versteuerndes Einkommen grob unter ca. 19.000 € ledig), lohnt die Günstigerprüfung in der Anlage KAP: Das Finanzamt besteuert Kapitalerträge dann mit Ihrem niedrigeren Einkommensteuersatz und erstattet die Differenz.

Dividendenrendite bekannter DAX-Werte (historische Richtwerte)

AktieRendite ca.AusschüttungCharakter
Mercedes-Benz6–8 %jährlich (Mai)Zyklisch, hohe Quote
BMW5–7 %jährlich (Mai)Zyklisch
Allianz4–5 %jährlich (Mai)Stabiler Zahler
BASF4–6 %jährlich (Mai)Zyklisch, Chemie
E.ON4–5 %jährlich (Juni)Versorger, stabil
Münchener Rück3–4 %jährlich (Mai)Sehr verlässlich
Deutsche Telekom3–4 %jährlich (April)Defensiv
Siemens2–3 %jährlich (Feb.)Wachstum + Dividende

Renditen schwanken mit dem Kurs — eine hohe Rendite kann auch Zeichen eines gefallenen Kurses sein. Stand: historische Spannen bis 2026, keine Empfehlung einzelner Aktien.

Brutto vs. Netto: was von 1.000 € Dividende übrig bleibt

SituationSteuerabzugNetto von 1.000 €
Pauschbetrag noch frei0 €1.000 €
Ohne Kirchensteuer263,75 €736,25 €
Mit Kirchensteuer 9 %ca. 280 €ca. 720 €
Günstigerprüfung (Grenzsteuersatz 15 %)ca. 158 €ca. 842 €

Abgeltungsteuer 25 % + 5,5 % SolZ auf die Steuer = 26,375 % Gesamtabzug. Bei Kirchensteuer ermäßigt sich die Abgeltungsteuer leicht (§ 32d Abs. 1 EStG), die Gesamtbelastung liegt bei ca. 27,8–28,0 %.

Ausschüttend oder thesaurierend — was ist besser für Dividendenanleger?

Ausschüttende Aktien und Fonds zahlen die Dividende auf Ihr Verrechnungskonto — Sie sehen den Ertrag, müssen ihn aber selbst reinvestieren, wenn der Zinseszinseffekt wirken soll. Thesaurierende Fonds legen Erträge automatisch wieder an. Steuerlich nimmt die Vorabpauschale bei Thesaurierern seit 2018 einen Teil der Besteuerung vorweg, der große Unterschied ist aber psychologisch: Ausschüttungen fühlen sich wie passives Einkommen an und der Sparerpauschbetrag wird Jahr für Jahr genutzt, statt zu verfallen.

Eine bewährte Strategie: Ausschüttungen bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags steuerfrei vereinnahmen (bei 3,2 % Rendite entspricht das einem Depotwert von rund 31.000 € pro Person) und darüber hinaus thesaurierend anlegen. Wer von Dividenden leben will, braucht deutlich mehr Kapital: 1.000 € Nettodividende pro Monat erfordern bei 3,5 % Bruttorendite und voller Besteuerung ein Depot von rund 465.000 €.

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Häufige Fragen zur Dividendenbesteuerung

Wie hoch ist die Steuer auf Dividenden 2026?

25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer — zusammen 26,375 % des Bruttobetrags oberhalb des Sparerpauschbetrags. Kirchenmitglieder zahlen zusätzlich 8 % bzw. 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer, was die Gesamtbelastung auf ca. 27,8–28,0 % erhöht.

Was ist der Sparerpauschbetrag und wie nutze ich ihn?

1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleiben steuerfrei — für alle Kapitalerträge zusammen, also Dividenden, Zinsen und realisierte Gewinne. Damit die Bank ihn berücksichtigt, müssen Sie einen Freistellungsauftrag erteilen. Bei mehreren Depots können Sie den Betrag aufteilen.

Werden ausländische Dividenden doppelt besteuert?

Teilweise. Viele Länder behalten Quellensteuer ein (z. B. USA 15 % mit W-8BEN-Formular, Schweiz 35 %). Auf die deutsche Abgeltungsteuer werden meist bis zu 15 % angerechnet — den Rest müssen Sie sich je nach Land per Erstattungsantrag zurückholen. US-Aktien sind dank automatischer Anrechnung am unkompliziertesten.

Wann lohnt sich die Anlage KAP in der Steuererklärung?

In drei Fällen: wenn Ihr Grenzsteuersatz unter 25 % liegt (Günstigerprüfung), wenn Sie den Freistellungsauftrag vergessen oder falsch verteilt haben, oder wenn Verluste aus einem Depot mit Gewinnen aus einem anderen verrechnet werden sollen.

Wie viel Depot brauche ich für 500 € Dividende im Monat?

Bei 3,5 % Bruttorendite und voller Besteuerung (26,375 %): rund 233.000 €. Bei 5 % dividendenstarken Titeln: rund 163.000 €. Nutzen Sie den Rechner mit Ihrer Zielrendite — und denken Sie daran, dass hohe Renditen oft höheres Kursrisiko bedeuten.

Sind Dividenden sicheres passives Einkommen?

Nein. Dividenden können jederzeit gekürzt oder gestrichen werden — in der Finanzkrise 2009 und 2020 taten das auch DAX-Konzerne. Verlässlicher wird der Ertragsstrom durch Streuung über viele Titel, Branchen und Länder, etwa mit Dividenden-ETFs.

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Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Berechnung nach Abgeltungsteuersatz 2026 (25 % + SolZ, ggf. Kirchensteuer). Dividendenrenditen sind historische Richtwerte und keine Garantie für künftige Ausschüttungen. Keine Anlage- oder Steuerberatung.