Zinseszinsrechner 2026: einfacher Zins im Vergleich
Vergleicht einfachen Zins und Zinseszins unter identischen Zahlungs-, Zins- und Laufzeitannahmen.
Einmaliger Betrag zu Beginn des Vergleichs.
Betrag je gewählter Zahlungsperiode; 0 € ist zulässig.
Konstante Jahresrate für beide Vergleichswege. Sie ist eine Annahme, keine Renditezusage.
Effektivzins enthält die unterjährige Verzinsung; Nominalzins wird anhand der Periodenzahl umgerechnet.
Anzahl der Zinsgutschriften pro Jahr.
Wie oft die Sparrate pro Jahr eingezahlt wird.
Gesamtdauer des Vergleichs.
Eigene Annahme für die Kaufkraftumrechnung des Endwerts.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle2 Felder
Einzahlungen zu Periodenbeginn werden eine Periode länger verzinst als Zahlungen am Periodenende.
Jährliche prozentuale Änderung der Sparrate; 0 % hält sie konstant.
Vergleichsergebnis
- Identische Annahmen verwenden — Beide Varianten nutzen dieselben Zahlungen und Zeitpunkte.
- Zinsdefinition wählen — Effektivzins und Nominalzins führen bei mehreren Perioden zu unterschiedlichen Ergebnissen.
- Verdopplung einordnen — Exakte logarithmische Zeit und Regel-72-Näherung werden getrennt gezeigt.
Was der Zinseszinsrechner vergleicht
Der Rechner stellt zwei Rechenwege mit denselben Eingaben gegenüber: Beim einfachen Zins wird nur das eingezahlte Kapital verzinst, beim Zinseszins werden bereits gutgeschriebene Zinsen in späteren Perioden erneut verzinst. Wiederkehrende Einzahlungen, Zahlungszeitpunkt, Zinsperioden und Laufzeit bleiben in beiden Varianten gleich. So wird der zusätzliche Effekt der Wiederanlage sichtbar. Angezeigt werden außerdem nominaler Endwert, inflationsbereinigter Realwert, effektive Jahresrate und Jahresverlauf.
Eine hohe Modellzahl ist keine Renditeprognose. Sie beschreibt nur, was unter konstanten Eingaben mathematisch entstehen würde.
Welche Eingaben den Endwert am stärksten verändern
Startkapital und Sparrate bestimmen, wie viel Geld überhaupt verzinst werden kann. Die Laufzeit entscheidet, wie oft Zinsen wiederangelegt werden. Gerade in späten Jahren wächst deshalb der Abstand zwischen linearem Zins und Zinseszins deutlich. Wer die Kaufkraft statt des reinen Eurobetrags betrachten möchte, sollte die Inflationsannahme bewusst wählen und das Ergebnis zusätzlich mit dem Inflationsrechner prüfen.
Der ausgewählte Zinstyp ist ebenfalls wichtig. Ein effektiver Jahreszins beschreibt bereits die Wirkung der unterjährigen Verzinsung. Ein Nominalzins wird dagegen anhand der gewählten Zinsperioden umgerechnet. Dieselbe Prozentangabe kann daher bei monatlicher und jährlicher Verzinsung zu unterschiedlichen effektiven Jahresraten führen. Der Rechner zeigt diese Umrechnung offen, statt sie in einer unsichtbaren Standardannahme zu verstecken.
Für reale Angebote sollten Laufzeit, Zinsbindung, Gebühren und Steuern getrennt geprüft werden. Der Tagesgeldrechner eignet sich für ein konkretes Guthabenangebot; der Kapitalertragssteuerrechner ergänzt die steuerliche Betrachtung. Diese Seiten lösen andere Aufgaben und werden deshalb nicht als bloße Wiederholung in den verwandten Karten verwendet.
Warum sich die Kurven mit der Zeit trennen
Formeln und Rechenlogik
Der Rechner berechnet intern mit voller Genauigkeit und rundet erst die sichtbaren Euro- und Prozentwerte.
Rechenbeispiel: 10.000 Euro Startkapital und 200 Euro monatlich
Angenommen werden 10.000 € Startkapital, 200 € Einzahlung am Monatsende, 7 % effektive Jahresrendite, monatliche Perioden, 20 Jahre Laufzeit und 2 % Inflation. Insgesamt fließen 58.000 € ein: 10.000 € zu Beginn und 48.000 € über die monatlichen Raten. Unter der konstanten Zinseszinsannahme ergibt sich ein nominaler Endwert von 140.204,12 €.
Beim einfachen Zins erreicht derselbe Zahlungsstrom 105.460,00 €. Der zusätzliche Zinseszinseffekt beträgt damit 34.744,12 €. Das ist nur die Differenz zwischen beiden Rechenwegen, nicht der gesamte Gewinn. Inflationsbereinigt entspricht der nominale Zinseszins-Endwert in diesem Szenario rund 94.353,35 € heutiger Kaufkraft.
Steuern, Produktkosten, schwankende Renditen und Ausfallrisiken sind nicht enthalten. Bei einem echten Depot, Fonds oder Konto können diese Faktoren das Ergebnis deutlich verändern.
Kontrollwerte des Beispiels
| Kennzahl | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Einzahlungen gesamt | 58.000,00 € | Startkapital plus 240 Monatsraten |
| Endwert mit Zinseszins | 140.204,12 € | Modellwert bei konstanter effektiver Jahresrate |
| Endwert mit einfachem Zins | 105.460,00 € | Keine Wiederverzinsung früherer Zinsen |
| Zusätzlicher Zinseszinseffekt | 34.744,12 € | Differenz der beiden Methoden |
| Realwert bei 2 % Inflation | 94.353,35 € | Kaufkraftbezogener Modellwert |
Ergebnis richtig interpretieren
Der Endwert reagiert stark auf kleine Änderungen bei Rendite und Laufzeit. Eine um einen Prozentpunkt höhere konstante Rate wirkt über zwanzig oder dreißig Jahre nicht linear, sondern verändert jede spätere Verzinsungsstufe. Deshalb sollten mehrere Szenarien gerechnet werden: vorsichtig, mittig und optimistisch. Ein einzelner Wert ist keine belastbare Finanzplanung.
Bei negativen oder sehr niedrigen Raten kann der Realwert trotz nominalem Wachstum sinken. Das passiert, wenn die angenommene Inflation höher ist als die nominale Entwicklung. Die Verdopplungszeit wird bei nicht positiver Rate bewusst nicht angezeigt, weil eine Verdopplung unter diesen Annahmen nicht definiert ist.
Einzahlungen zu Periodenbeginn werden eine Periode länger verzinst als Einzahlungen am Periodenende. Auch die jährliche Dynamik der Sparrate verändert den Zahlungsstrom. Der Rechner hält diese Entscheidungen sichtbar, damit Ergebnisse aus verschiedenen Szenarien nicht fälschlich als direkt vergleichbar behandelt werden.
Annahmen, Grenzen und typische Fehler
Typische Fehler sind die Verwechslung von Nominal- und Effektivzins, eine unrealistische konstante Rendite, das Ignorieren von Gebühren und Steuern sowie eine falsche Interpretation des Realwerts. Der Realwert ist kein zusätzlicher Abzug vom Konto, sondern eine Kaufkraftumrechnung.
Der Rechner bildet keine Kursschwankungen, Steuerfreibeträge, Kapitalertragsteuer, Produktkosten, Einlagensicherung oder Insolvenzrisiken ab. Bei Wertpapieren ist eine konstante Jahresrendite nur eine Modellannahme. Bei Bankprodukten sind die konkrete Zinsperiode und mögliche Aktionszeiträume maßgeblich.
Häufige Fragen zum Zinseszinsrechner
Was ist der Unterschied zwischen einfachem Zins und Zinseszins?
Beim einfachen Zins wird nur die ursprüngliche Kapitalbasis verzinst. Beim Zinseszins werden gutgeschriebene Zinsen Teil der neuen Basis und in späteren Perioden erneut verzinst.
Warum unterscheiden sich Nominalzins und effektiver Jahreszins?
Ein Nominalzins muss zusammen mit der Zahl der Zinsperioden betrachtet werden. Der effektive Jahreszins enthält die Wirkung der unterjährigen Verzinsung bereits.
Ist die Regel 72 exakt?
Nein. Sie ist eine schnelle Näherung. Der Rechner zeigt zusätzlich die logarithmisch berechnete Verdopplungszeit.
Warum kann der Realwert niedriger als die Einzahlungen sein?
Wenn die Inflation über der modellierten Rendite liegt oder die Laufzeit kurz ist, kann die Kaufkraft des Endwerts trotz nominaler Zinsen schwach ausfallen.
Quellen und Grundlagen
Die Deutsche Bundesbank erklärt die wirtschaftliche Funktion von Zinsen und ordnet Zinsbegriffe ein.
Deutsche Bundesbank: Was sind Zinsen?Die Verbraucherzentrale zeigt anhand eines Beispiels, wie Inflation und Zinseszins den nominalen und realen Wert einer Geldanlage beeinflussen.
Verbraucherzentrale: Geldanlage und Inflation