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Wohnnebenkosten-Rechner 2026 — Zweite Miete berechnen

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Was sind meine tatsächlichen Gesamtwohnkosten? Wohnfläche und Lage eingeben — monatliche Nebenkosten nach Betriebskostenverordnung und Gesamtwohnkosten sofort.

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Ihre Wohnnebenkosten

Monatliche Nebenkosten gesamt (€)
Heizkosten (€/Mon.)
Betriebskosten ohne Heizung (€/Mon.)
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Gesamtbruttokosten Wohnen (Miete+NK, €/Mon.)
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So wird der Rechner verwendet
  1. Die zweite Miete — was Nebenkosten wirklich kosten — Laut Deutschem Mieterbund lagen die Betriebskosten 2025 im Bundesschnitt bei 2,83 €/m²/Monat — "die zweite Miete". Bei 80 m² Wohnung: 226 €/Monat nur für Nebenkosten (ohne Heizung). Typische Gesamtnebenkosten (inkl. Heizung): 3,50–5,50 €/m²/Monat. Bei 80 m²: 280–440 €/Monat obenauf zur Kaltmiete.
  2. Betriebskosten nach BetrKV — was ist umlagefähig? — §2 BetrKV listet alle umlagefähigen Betriebskosten: Heizung und Warmwasser, Kaltwasser/Abwasser, Aufzug, Hausmeister, Gartenpflege, Allgemeinstrom, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Sach- und Haftpflichtversicherungen, Schornsteinfeger, Kabelfernsehen/Breitband. NICHT umlagefähig: Reparaturen, Instandhaltung, Verwaltungskosten — das zahlt immer der Vermieter.
  3. Betriebskostenabrechnung prüfen — Fehler in der Betriebskostenabrechnung sind häufig (laut Mieterbund ca. 50 % fehlerhaft). Prüfpunkte: Abrechnungszeitraum korrekt (12 Monate), Umlageschlüssel korrekt angewendet, nur umlagefähige Kosten enthalten, Vorauszahlungen korrekt angerechnet, Nachzahlung bzw. Guthaben richtig ausgewiesen. Einspruchsfrist: 12 Monate nach Zugang der Abrechnung. Mieterbundberatung: ab 120 €/Jahr für Mitglieder.

Betriebskostenspiegel 2025 — Kosten nach Betriebskostenart

BetriebskostenartØ ct/m²/Mon.Bei 80 m²/Mon.Spanne
Heizkosten (Gas Ø)180 ct~144 €120–220 ct/m²
Warmwasser34 ct~27 €20–55 ct/m²
Kaltwasser und Abwasser39 ct~31 €25–60 ct/m²
Aufzug20 ct~16 €10–40 ct/m²
Hausmeister26 ct~21 €10–50 ct/m²
Müllabfuhr19 ct~15 €10–35 ct/m²
Gebäudeversicherung19 ct~15 €10–35 ct/m²
Gartenpflege10 ct~8 €5–25 ct/m²
Strom Allgemein6 ct~5 €3–15 ct/m²
Schornsteinfeger3 ct~2 €1–8 ct/m²
Sonstiges8 ct~6 €0–20 ct/m²
Gesamt ohne Heizung184 ct~147 €130–250 ct/m²

Quelle: Deutscher Mieterbund Betriebskostenspiegel 2025. Durchschnittswerte für Mehrfamilienhäuser Deutschland. EFH: keine Aufzugs- und Hausmeisterkosten, dafür Grundsteuer und ggf. höhere Versicherungskosten. Heizkosten 2025 Ø: 180 ct/m²/Mon. (ca. 21,60 €/m²/Jahr) bei Gas. Mit Heizung Gesamtnebenkosten: ca. 364 ct/m²/Mon. = 3,64 €/m²/Mon. Nicht umlagefähig: Verwaltung, Instandhaltung, Reparaturen.

Wohnkostenvergleich Miete vs. Eigentum — Gesamtkosten monatlich

WohnformKaltmiete/RateNebenkostenGesamtmonatlich
Mietwohnung 80 m² (Bundesschnitt)~1.000 €/Mon.~292 €/Mon.~1.292 €/Mon.
ETW Eigentum 80 m² (300T€ Darlehen)~1.500 €/Mon.~250 €/Mon.~1.750 €/Mon.
ETW nach 20 Jahren (abbezahlt)0 €~200 €/Mon.~200 €/Mon.
EFH Eigentum (400T€ Darlehen)~2.000 €/Mon.~350 €/Mon.~2.350 €/Mon.
EFH nach 25 Jahren abbezahlt0 €~300 €/Mon.~300 €/Mon.

Mietpreis Bundesschnitt 2026: 12,50 €/m² (Neuvertragsmiete). Kreditrate ETW: 300.000 € Darlehen, 4,05 %, 2 % Tilgung = 1.512 €/Mon. Nebenkosten ETW-Eigentümer: ohne Hausgeld (separat). EFH Kosten inkl. Instandhaltungsrücklage 1,5 €/m²/Mon. Gesamtkosten Eigentum sind anfangs höher als Miete — Vorteil: Schuldenfreiheit nach 25–30 Jahren und Vermögensaufbau.

Nebenkostenabrechnung anfechten — so geht es richtig

Der Vermieter muss die Betriebskostenabrechnung spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen (§ 556 BGB). Bei späterer Zustellung: keine Nachzahlung mehr forderbar. Formelle Prüfung: Absender, Anschrift, Abrechnungszeitraum, alle Positionen mit Gesamtkosten und Umlageschlüssel aufgeführt, Vorauszahlungen abgezogen. Inhaltliche Prüfung: nur umlagefähige Kostenarten enthalten, Umlageschlüssel aus dem Mietvertrag verwendet, Belegeinsicht verlangen (Recht des Mieters!).

Widerspruch: schriftlich, begründet, innerhalb von 12 Monaten nach Zugang. Muster-Widerspruch: Mieterbund oder Verbraucherzentrale. Häufigste Fehler: Nicht umlagefähige Kosten (Verwaltungsgebühren, Reparaturen) abgerechnet, falsche Wohnfläche als Basis, Falscher Verteilungsschlüssel (wenn Mietvertrag "nach Wohnfläche" vorsieht aber Kopfteile berechnet werden), Doppelte Abrechnung, Fehlende Belegeinsicht.

Wohnkostenquote im Städtevergleich: wie viel vom Netto fürs Wohnen draufgeht

StadtWarmmiete 70 m² ca.+ Strom & InternetQuote bei 2.800 € netto
München1.600–2.000 €ca. 110 €61–75 %
Frankfurt a. M.1.300–1.650 €ca. 110 €50–63 %
Hamburg1.250–1.550 €ca. 110 €49–59 %
Berlin1.150–1.500 €ca. 110 €45–58 %
Köln1.100–1.400 €ca. 110 €43–54 %
Leipzig780–980 €ca. 105 €32–39 %
Bundesdurchschnitt950–1.200 €ca. 110 €38–47 %

Richtwerte 2026 für Bestands- und Neuvermietung zusammen (Neuverträge liegen am oberen Rand). Die klassische Faustregel "max. 30 % des Nettos fürs Wohnen" ist in Großstädten für Normalverdiener kaum noch erreichbar — ab 40 % gilt die Belastung wohnungspolitisch als kritisch. Rechnen Sie oben Ihre persönliche Quote mit echten Zahlen.

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Häufige Fragen zu Wohnnebenkosten

Was ist der Unterschied zwischen Betriebs- und Nebenkosten?

Betriebskosten (§ 1 BetrKV): laufende Kosten die durch den Gebrauch des Gebäudes entstehen und umlagefähig sind — Heizung, Wasser, Müll, Aufzug, Hausmeister etc. Nebenkosten: umgangssprachlich alle Kosten neben der Kaltmiete — also Betriebskosten plus ggf. Strom, Internet, Telefon (die der Mieter selbst zahlt). Im Mietrecht ist "Nebenkosten" kein Rechtsbegriff — nur "Betriebskosten" nach BetrKV. Für Mieter gilt: nur Betriebskosten nach § 2 BetrKV sind umlagefähig, wenn das im Mietvertrag vereinbart ist.

Warum sind meine Nebenkosten so hoch?

Häufige Ursachen für hohe Nebenkosten: (1) Altes Gebäude mit schlechter Dämmung — Heizkosten 2–3× höher als Neubau. (2) Gasheizung 2026: Gaspreis 9,5 ct/kWh = hohe Heizkosten. (3) Aufzug in kleinem Haus — Kosten werden auf wenige Wohnungen umgelegt. (4) Gartenpflege oder Hausmeister bei kleiner WEG — teuer pro m². (5) Hohe Kabelfernsehen/Breitband-Umlage. Vergleich: Betriebskostenspiegel (mieterbund.de) zeigt Durchschnittswerte — wenn Ihre Kosten deutlich darüber liegen, Belege anfordern.

Darf der Vermieter Verwaltungskosten auf den Mieter umlegen?

Nein — Verwaltungskosten (Hausverwaltung, Buchführung, Kontoführung, Porto für Verwaltungskorrespondenz) sind ausdrücklich NICHT umlagefähig (§ 2 BetrKV). Das sind Kosten des Vermieters. Wenn Verwaltungskosten trotzdem in der Betriebskostenabrechnung auftauchen: Widerspruch einlegen und Rückzahlung verlangen. Manchmal werden Verwaltungskosten als "Hausmeister" oder "allgemeine Betriebskosten" verkleidet — Belege anfordern und prüfen lassen.

Wie hoch sind die Betriebskosten für ein Einfamilienhaus?

EFH-Eigentümer zahlen alle Betriebskosten selbst (keine Umlage, alles direkt). Typische monatliche Kosten für 120 m² EFH: Heizung Gas 220 €, Strom 130 €, Wasser/Abwasser 50 €, Müllabfuhr 25 €, Versicherungen (Gebäude, Haftpflicht, Hausrat) 80 €, Grundsteuer 60 €, Schornsteinfeger 5 €, Instandhaltungsrücklage 250 €. Gesamt: ca. 820 €/Monat Nebenkosten ohne Kreditrate oder Miete. Grundsteuer: nach Reform 2025 regional sehr unterschiedlich — eigene Berechnung nötig.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Immobilien. Weitere Rechner für Mietpreis, Hausgeld und Heizkosten finden Sie in der Übersicht.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Nebenkosten: Richtwerte DMB Betriebskostenspiegel 2025. Heizkosten: €/m²/Mon. × Fläche. Betriebskosten ohne Heizung: 2,83 €/m²/Mon. Bundesschnitt. Individuelle Abweichungen erheblich.