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Mietpreisrechner 2026 — Ortsübliche Miete ermitteln

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Was ist eine faire Miete in meiner Stadt? Wohnort und Wohnungsgröße eingeben — typische Kaltmiete pro m² und Gesamtmiete für Ihre Wohnung sofort.

Ortsübliche Mietpreise

Mittlere Kaltmiete (€/m²)
Kaltmiete gesamt (€/Monat)
Warmmiete (Schätzung inkl. 3 €/m² NK)
Jährliche Mietkosten
Mietbelastungsquote bei 3.000 € Netto
Was bedeutet das?
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So wird der Rechner verwendet
  1. Orientierungswerte — kein Rechtsanspruch — Die angezeigten Werte sind Marktdurchschnitte aus Inseraten und Transaktionsdaten (Q1 2026, IVD/Empirica). Sie geben eine Orientierung für marktübliche Mieten. Der rechtlich verbindliche Wert ist der qualifizierte Mietspiegel Ihrer Gemeinde — dort nachschlagen für konkrete Verhandlungen oder rechtliche Auseinandersetzungen. Mietspiegeldatenbank: mietrecht.com oder direkt beim Mieterverein.
  2. Mietpreisbremse beachten — In Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt darf die Miete bei Neuvermietung maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete (Mietspiegel) liegen. Verstöße können rückwirkend bis zu 30 Monate geltend gemacht werden. Wenn Sie eine Wohnung mieten die deutlich über dem Mietspiegel liegt: schriftlich rügen (Musterbrief beim Mieterverein). Das stoppt die Überschreitung und kann zur Rückzahlung führen.
  3. Warmmiete realistisch kalkulieren — Die Kaltmiete ist nur ein Teil der Wohnkosten. Nebenkosten (Heizung, Wasser, Müll, Hausmeister, Versicherung) betragen typisch 2,50–3,50 €/m²/Monat. In schlecht gedämmten Altbauten mit Fernwärme: bis 4–5 €/m². Warmmiete = Kaltmiete + Nebenkosten. Mietbelastungsquote: Warmmiete sollte idealerweise unter 30 % des Haushaltsnettoeinkommens liegen.

Mietpreisübersicht 20 Großstädte — Kaltmiete €/m² nach Wohnungsgröße 2026

Stadt1-Zi. (< 40 m²)2-Zi. (40–70 m²)3-Zi. (70–100 m²)
München25–35 €/m²20–28 €/m²18–24 €/m²
Frankfurt22–30 €/m²17–24 €/m²16–21 €/m²
Hamburg20–28 €/m²16–22 €/m²15–20 €/m²
Berlin20–27 €/m²16–21 €/m²15–19 €/m²
Stuttgart19–26 €/m²15–21 €/m²14–18 €/m²
Düsseldorf18–24 €/m²14–20 €/m²13–17 €/m²
Köln17–23 €/m²14–19 €/m²13–17 €/m²
Nürnberg16–22 €/m²13–18 €/m²12–16 €/m²
Hannover14–19 €/m²12–16 €/m²11–14 €/m²
Leipzig13–18 €/m²11–15 €/m²10–14 €/m²
Dresden12–16 €/m²10–14 €/m²9–13 €/m²
Dortmund12–16 €/m²10–14 €/m²9–12 €/m²
Essen11–15 €/m²9–13 €/m²8–11 €/m²
Magdeburg10–13 €/m²8–11 €/m²7–10 €/m²

Quelle: IVD Wohnimmobilienmarkt Deutschland Q1 2026, Empirica Preisdatenbank. Median Angebotsmieten (Neuverträge). 1-Zi.-Apartments: überproportional teurer pro m² (Mindestflächen-Effekt). 3-4-Zi.-Wohnungen: günstiger pro m², teurer absolut. Altbau mit Charakter (Jugendstil, Gründerzeit) in Toplagen kann deutlich über diesen Werten liegen.

Mietpreisentwicklung 2019–2026 — ausgewählte Städte

Stadt€/m² 2019€/m² 2026SteigerungReale Entwicklung
München16,50 €22,50 €+36 %Realer Anstieg (Inflation: +25 %)
Berlin11,00 €18,00 €+64 %Stark real gestiegen
Hamburg13,00 €18,50 €+42 %Über Inflation
Frankfurt14,50 €19,50 €+34 %Über Inflation
Leipzig7,50 €12,50 €+67 %Stärkste Steigerung (niedrige Basis)
Dortmund9,00 €13,00 €+44 %Über Inflation
Erfurt7,00 €10,00 €+43 %Über Inflation
Magdeburg6,50 €10,50 €+62 %Aufholeffekt Ost

Quelle: IVD Jahresberichte 2019–2026, Empirica. Kumulative Inflation Deutschland 2019–2026: ca. +25 %. Städte über diesem Wert: realer Mietanstieg. Berlin besonders auffällig: trotz Mietpreisbremse und Mietendeckel (2020–2021 verfassungswidrig) starker Anstieg durch Bevölkerungswachstum und Angebotsmangel.

Warum die Mieten in Deutschland so stark steigen

Die deutschen Mietmärkte befinden sich seit 2015 in einem strukturellen Ungleichgewicht: Die Nachfrage — getrieben durch Urbanisierung, Zuwanderung und Haushaltszunahme — übersteigt das Angebot deutlich. Der Wohnungsneubau liegt 2025/2026 bei ca. 200.000–230.000 Einheiten pro Jahr, der Bedarf wird auf 370.000–400.000 geschätzt (Pestel-Institut). Das kumulierte Defizit seit 2015: über 800.000 Wohnungen. Besonders betroffen: Ballungsräume, Universitätsstädte, Pendlereinzugsgebiete.

Die Zinswende 2022 hat die Situation paradoxerweise verschärft: Höhere Hypothekenzinsen haben potenzielle Käufer am Immobilienerwerb gehindert — diese bleiben in Mietwohnungen und erhöhen die Nachfrage im Mietmarkt zusätzlich. Gleichzeitig haben höhere Baukosten den Neubau verteuert und verlangsamt. Ergebnis: weniger Angebot, mehr Nachfrage — Mietpreise steigen weiter. Entlastung ist erst zu erwarten wenn Bautätigkeit strukturell steigt oder Bevölkerungswachstum nachlässt.

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Häufige Fragen zum Mietpreisrechner

Was ist der Unterschied zwischen Mietspiegel und diesem Rechner?

Dieser Rechner zeigt Marktdurchschnitte aus Inseratsdatenbanken — er gibt eine schnelle Orientierung für neue Mieter oder Vermieter. Der qualifizierte Mietspiegel Ihrer Stadt ist rechtlich relevanter: Er basiert auf einer statistischen Erhebung tatsächlicher Bestandsmieten (nicht nur Neuangebote) und wird von Mieter- und Vermieterverbänden gemeinsam erstellt. Beim qualifizierten Mietspiegel haben Mieter das Recht, eine Mieterhöhung oder überhöhte Neuvermietung anzufechten — nicht bei diesem Richtwert.

Kann ich die Miete selbst verhandeln?

Bei Neuvermietung: Ja, die Miete ist verhandelbar — aber am angespannten Markt (München, Berlin, Frankfurt) haben Vermieter oft genug Bewerber und keine Verhandlungsbereitschaft. Trotzdem lohnt es: höflich auf andere Angebote hinweisen, Zahlungssicherheit (Schufa, Gehaltsnachweis) betonen. Bei Mieterhöhung im laufenden Mietverhältnis: Prüfen ob Mietspiegel eingehalten wird (Kappungsgrenze 15 % oder 20 % in 3 Jahren). Widerspruch einlegen wenn Grenze überschritten.

Was bedeutet "kalt" und "warm" bei der Miete?

Kaltmiete: Nur der Mietzins für die Nutzung der Wohnung selbst, ohne Betriebskosten. Warmmiete: Kaltmiete + Vorauszahlungen für Heizung, Wasser, Müll, Hausmeister, Gebäudeversicherung etc. (Betriebskosten-Vorauszahlung). Nach Ende des Jahres kommt die Nebenkostenabrechnung: Differenz zwischen tatsächlichen Kosten und geleisteten Vorauszahlungen wird nachgezahlt oder erstattet. Für den Haushaltsplan: immer die Warmmiete als monatliche Belastung kalkulieren.

Gibt es ein Recht auf Wohnungsmangel-Auskunft?

Indirekt: Über den Mietspiegel haben Mieter Anspruch auf Einsicht in die Datengrundlage. SCHUFA-Auskunft über die eigene Person ist kostenlos erhältlich (§ 34 BDSG, selbst anfragen). Vermieter dürfen Mieter nach Einkommen, Beschäftigung und SCHUFA fragen — aber nicht nach Nationalität, Religion oder Familienplanung (Antidiskriminierungsgesetz AGG). Mieterselbstauskunft: Formular verbreitet, Angaben müssen wahrheitsgemäß sein.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Immobilien. Dort finden Sie weitere Rechner für Nebenkostenabrechnung, Mieterhöhung, Miete vs. Kauf und Wohngeld.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Mietpreise: Medianwerte Inseratsdatenbank IVD/Empirica Q1 2026. Lage- und Ausstattungsfaktoren aus Mietspiegel-Systematik. Keine Rechtsverbindlichkeit. Für rechtliche Einschätzung: qualifizierten Mietspiegel der Gemeinde prüfen.