Estrich-Rechner — Estrichmenge berechnen
Wie viel Estrich brauche ich? Fläche und Schichtdicke eingeben — Menge, Trocknungszeit und DIN 18560 Mindestdicken sofort.
Ihr Estrichbedarf
- Mindestdicken nach DIN 18560 einhalten — Zementestrich auf Dämmschicht (schwimmend): mind. 45 mm, bewehrt mind. 35 mm. Mit Fußbodenheizung: mindestens 45 mm Überdeckung über dem Rohr. Anhydritestrich: 35 mm ohne Heizung, 40 mm mit Heizung. Zu dünner Estrich bricht — vor allem am Rand.
- Trockenzeit nicht unterschätzen — Zementestrich CT: ca. 1 Tag pro mm Dicke bei Normklima. CT 60 mm: ca. 60 Tage. Anhydritestrich CA: ca. 0,5 Tage/mm. CA 50 mm: ca. 25 Tage. Mit Bauteilheizung (Estrich einfahren): Zementestrich ca. 30–40 Tage, Anhydritestrich ca. 12–15 Tage.
- Fußbodenheizung: Einfahren vor dem Belegen — Vor dem Verlegen von Bodenbelägen auf Estrich mit FBH: Einfahrprogramm nach DIN EN 1264 obligatorisch. 3–4 Wochen nach dem Einbau: Vorlauf 25°C, jeden Tag 5°C erhöhen bis zur Maximaltemperatur, 4 Tage halten, dann abkühlen. Danach: CM-Messung (Belegreife): Zementestrich < 2 %, Anhydritestrich < 0,5 %.
Trocknungszeiten nach DIN 18560 und Estrichart
| Estrichart | Dicke | Normalklima | Mit Bauteilheizung |
|---|---|---|---|
| Zementestrich CT | 40 mm | ~40 Tage | ~25–30 Tage |
| Zementestrich CT | 60 mm | ~60 Tage | ~35–40 Tage |
| Zementestrich CT | 80 mm | ~80 Tage | ~50–55 Tage |
| Anhydritestrich CA | 40 mm | ~20 Tage | ~10–12 Tage |
| Anhydritestrich CA | 60 mm | ~30 Tage | ~15–18 Tage |
| Anhydritestrich CA | 80 mm | ~40 Tage | ~20–22 Tage |
Normalklima: 20°C, 60 % rel. Luftfeuchtigkeit. Bauteilheizung: Einfahrprogramm nach DIN EN 1264 vorher durchführen. Vor Belegreife: CM-Messung (Calciumcarbid-Methode) durchführen — Grenzwerte: CT ≤ 2 %, CA ≤ 0,5 %. Quelle: DIN 18560, Ardex Technisches Merkblatt.
Mindestdicken Estrich nach DIN 18560-2
| Einbauart | Zementestrich CT | Anhydritestrich CA | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Auf Rohdecke (verbunden) | 35 mm | 30 mm | Verbundestrich |
| Auf Trennlage (nicht verbunden) | 40 mm | 35 mm | Trennestrich |
| Auf Dämmschicht (schwimmend) | 45 mm | 35 mm | Schwimmender Estrich |
| Mit FBH (schwimmend) | 45 mm (+ Rohr) | 45 mm (+ Rohr) | Überdeckung über Rohr mind. 30 mm |
| Mit FBH, bewehrt | 35 mm (+ Rohr) | 35 mm (+ Rohr) | Baustahlmatte einlegen |
Quelle: DIN 18560-2:2009 und -4:2012. Mindestdicken für Nutzlasten ≤ 2 kN/m² (Wohnungsbau). Bei höheren Lasten oder besonderen Anforderungen: Statiker hinzuziehen.
Zementestrich oder Anhydritestrich — welcher ist besser?
Zementestrich (CT): universell, innen und außen geeignet, wasserbeständig, kostengünstiger. Nachteile: längere Trocknungszeit, neigt zu Schwindrissen (Dehnfugen einplanen bei Flächen über 40 m²). Anhydritestrich (CA): trocknet schneller (halbierte Trocknungszeit), kaum Schwindrisse, fließfähiger Einbau möglich (selbstverdichtend). Nachteile: nicht für Außen oder dauerhaft feuchte Räume (löst sich auf), teurer, CA-Estrich muss sorgfältig vorangrundiert werden wenn er verputzt oder direkt belegt wird.
Für Wohnungsbau mit Fußbodenheizung: Anhydritestrich ist fast immer erste Wahl — schnellere Trocknung verkürzt die Bauzeit erheblich, und mit CA kann die FBH früher gestartet werden. Für Kellerböden, Garagen, Terrassen und Feuchträume: immer Zementestrich. Für Industrie und Gewerbe: Zementestrich C25 F4 oder höher, je nach Beanspruchung.
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Häufige Fragen zum Estrichrechner
Was ist der Unterschied zwischen Estrich und Beton?
Beton: Zement + Sand + Kies (Zuschlag bis 32 mm), für tragende Fundamente, Bodenplatten, Wände. Estrich: feinkörnigeres Gemisch (Zuschlag bis 8 mm), für Bodenaufbauten auf tragfähigem Untergrund. Estrich ist keine tragende Schicht — er verteilt Lasten, schafft eine ebene Oberfläche für Bodenbeläge und bettet Fußbodenheizungsrohre ein. Für tragende Konstruktionen: immer Beton nach DIN 1045, kein Estrich.
Kann Estrich repariert werden wenn er gerissen ist?
Kleinere Risse (Haarisse < 0,3 mm): oft unbedenklich, können mit Epoxidharz injiziert werden. Breite Risse oder sich bewegende Risse: Estrich ist nicht mehr tragfähig und muss herausgestemmt werden. Beim Reparieren immer Schrumpfriss-Mörtel verwenden — Standard-Zementmörtel reißt wieder. Sinnvoller Ansatz: Ursache des Risses beheben (fehlende Dehnfuge, mangelhafte Ausführung) und dann reparieren. Rissursache ohne Behebung: Reparatur hält nicht.
Wann brauche ich Dehnfugen im Estrich?
Pflicht nach DIN 18560 bei: Estrichflächen über 40 m², Raumübergängen (Türschwellen), L- oder T-förmigen Räumen, Anschlüssen an Wände und feste Einbauten. Dehnfugen (Bewegungsfugen) laufen durch die gesamte Estrichdicke. Raumübergänge: Dehnfuge in Türöffnung mit Fugenprofil abdecken. Fehlende Dehnfugen: häufigste Ursache für Estrichrisse im Wohnungsbau. Faustregel: max. 8 m × 8 m Felder, max. Verhältnis 1:2.
Was kostet professioneller Estricheinbau?
Estricharbeiten durch Estrichleger 2026: Zementestrich maschinell eingebaut, 60 mm: 25–40 €/m² (Material + Einbau, ohne Grundierung). Anhydritestrich 55 mm: 30–45 €/m². Preise stark regional unterschiedlich. Gesamtkosten 100 m² Estrich (CT 60 mm): ca. 2.500–4.000 €. Eigenleistung nur sinnvoll bei kleinen Flächen (< 20 m²) — bei größeren Flächen: Maschinell eingebaut ist qualitativ deutlich besser.
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