Über uns Kontakt Impressum

Maklergebühren-Rechner 2026 — Courtage berechnen

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Wie viel Maklergebühr zahle ich beim Immobilienkauf oder -verkauf? Kaufpreis und Bundesland eingeben — Courtage Käufer, Verkäufer und Gesamtmaklerprovision sofort.

Ihre Maklergebühren

Maklergebühr Käufer (€)
Maklergebühr Verkäufer (€)
Gesamtprovision Makler (€)
Maklergebühr als % vom Kaufpreis
Kaufnebenkosten gesamt inkl. Makler (ca. €)
Was bedeutet das?
Teilen

Code in jede Webseite einfügen:

Kostenlos einbettbar — ein Link zu FlinkRechner.de wird geschätzt.

So wird der Rechner verwendet
  1. Splitregelung seit 2020 — wer zahlt was? — Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das Gesetz zur Provisionsteilung (§ 656c BGB): wenn ein Makler für Käufer UND Verkäufer tätig ist, darf er von keiner Partei mehr verlangen als von der anderen. Typisch: je 3,57 % des Kaufpreises (inkl. 19 % MwSt.) für Käufer und Verkäufer = 7,14 % Gesamtprovision. Ausnahme Hamburg: Makler wird nur vom Verkäufer bezahlt (3,57 % vom Verkäufer), Käufer zahlt nichts.
  2. Wann fällt keine Maklergebühr an? — Privatverkauf (ohne Makler): keine Courtage. Neubauwohnungen direkt vom Bauträger: oft ohne Makler. Vermieter an Mieter: seit 2015 Bestellerprinzip — Vermieter zahlt den Makler, nicht der Mieter. Erbfall oder Scheidungsverkauf unter Familienmitgliedern: meist ohne Makler. In der Praxis: ca. 50 % aller Immobilienverkäufe in Deutschland laufen ohne Makler (besonders unter Bekannten).
  3. Maklergebühr verhandeln — Die Maklergebühr ist nicht gesetzlich festgeschrieben — 3,57 % je Seite ist Marktübung, kein Pflicht. In Käufermärkten (viel Angebot, wenig Nachfrage) und bei teureren Immobilien ist Verhandlungsspielraum vorhanden. Manche Makler bieten 2,38 % statt 3,57 % an (= 4 statt 6 % netto). Bei Kapitalanlage-Immobilien: Käufer kaufen oft provisionsfreie Objekte (direkt vom Eigentümer).

Makler-Splitregelung seit 2020 — wer zahlt was in welchem Bundesland

BundeslandCourtage KäuferCourtage VerkäuferGesamt
Bayern3,57 % vom KP3,57 % vom KP7,14 %
Baden-Württemberg3,57 %3,57 %7,14 %
Hessen3,57 %3,57 %7,14 %
NRW3,57 %3,57 %7,14 %
Niedersachsen3,57 %3,57 %7,14 %
Rheinland-Pfalz3,57 %3,57 %7,14 %
Berlin3,57 %3,57 %7,14 %
Hamburg0 %3,57 %3,57 % (nur Verkäufer)
Bremen2,38–3,57 %2,38–3,57 %4,76–7,14 %

Alle Courtagen inkl. 19 % MwSt. (netto: 3 % bei 3,57 %). Quelle: IVD Provisionsübersicht 2026. Hamburg: historisch Bestellerprinzip auch bei Verkauf. Seit 2020: Split-Pflicht bedeutet dass der Makler nicht mehr nur vom Käufer bezahlt werden darf wenn er für beide tätig ist. Verhandlung möglich: 2,38 % je Seite (4 % netto) ist marküblich als Verhandlungsergebnis.

Maklerkosten bei verschiedenen Kaufpreisen — Beispiele 2026

KaufpreisMakler Käufer (3,57 %)Makler Verk. (3,57 %)Kaufnebenkosten gesamt (NRW)
200.000 €7.140 €7.140 €~34.000 € (17 %)
300.000 €10.710 €10.710 €~49.000 € (16,3 %)
400.000 €14.280 €14.280 €~65.000 € (16,3 %)
500.000 €17.850 €17.850 €~81.000 € (16,2 %)
700.000 €24.990 €24.990 €~112.000 € (16 %)

Kaufnebenkosten NRW gesamt: GrESt 6,5 % + Notar 1,5 % + Makler 3,57 % = ca. 11,6 %. Plus Reserve und Einrichtung: realistisch 14–17 % Gesamtnebenkosten. Verkäufer: Courtage ist steuerlich bei Vermietungsobjekten als Werbungskosten absetzbar (im Verkaufsjahr). Käufer: Maklercourtage erhöht die Anschaffungskosten der Immobilie (AfA-Basis bei Vermietung).

Ohne Makler verkaufen — lohnt sich das?

Der Privatverkauf spart die Maklercourtage (7,14 % Gesamtprovision), erfordert aber erheblichen Eigenaufwand: Exposé erstellen (Grundriss, professionelle Fotos, Beschreibung), Inserate auf ImmoScout24, Immowelt, eBay Kleinanzeigen, Besichtigungstermine koordinieren, Käufer-Bonität prüfen, Kaufvertrag mit Notar vorbereiten. Zeitaufwand: 20–60 Stunden für einen erfolgreichen Privatverkauf. Risiken: Preisfindung (zu günstig = Geldverlust, zu teuer = kein Verkauf), rechtliche Fehler beim Kaufvertrag.

Mittelweg: Discount-Makler (Homeday, McMakler) verlangen 0,5–1,5 % statt 3,57 % — Teilservice (professionelle Fotos, Exposé, Verhandlungsführung). Fazit: bei einfachen Standardimmobilien in gefragter Lage: Privatverkauf möglich. Bei komplexen Objekten (Denkmal, Erbbaurecht, Mängel), schlechter Lage oder wenn Zeit knapp ist: professioneller Makler lohnt sich oft. Maklerleistung: Zeitersparnis, Rechtssicherheit, Marktzugang und Verhandlungserfahrung.

Ähnliche Rechner

Häufige Fragen zu Maklergebühren

Muss ich als Käufer immer Maklergebühren zahlen?

Nein — in folgenden Fällen nicht: Privatverkauf ohne Makler, Neubau direkt vom Bauträger (meist maklerprovisionsfreier Direktvertrieb), Immobilien in Hamburg (nur Verkäufer zahlt Makler) und wenn der Makler ausschließlich im Auftrag des Verkäufers tätig ist (Innen-Courtage). Seit 2020: Wenn ein Makler für beide tätig ist, muss er von Käufer und Verkäufer gleich viel verlangen — einer zahlt nie mehr als der andere. Maklercourtage null ist nicht erzwingbar wenn der Makler eine Provision vereinbart hat.

Kann ich die Maklergebühr von der Steuer absetzen?

Als Privatkäufer (Eigennutzung): nein — Maklercourtage ist Anschaffungsnebenkosten der Immobilie und nicht direkt absetzbar. Als Kapitalanleger (Vermietung): Maklergebühr gehört zu den Anschaffungskosten der Immobilie und erhöht die AfA-Bemessungsgrundlage (nicht sofortige Absetzung, sondern Abschreibung über 50 Jahre). Als Verkäufer einer Mietimmobilie: Maklercourtage ist Veräußerungskosten und mindert den steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn. Als Privatverkäufer nach 10 Jahren Haltefrist: steuerfrei, also Courtage egal.

Was kostet ein Makler wenn er nur beauftragt wird, keinen Käufer findet?

Makler verdienen nur bei Erfolg (Abschluss eines notariellen Kaufvertrags) — das nennt sich Erfolgsprinzip (Maklerrecht § 652 BGB). Kein Abschluss = keine Courtage. Ausnahmen: Aufwandsentschädigungen (Fotografen, Exposé) können vereinbart werden, aber nur wenn das vorab schriftlich vereinbart wurde. Exklusivmakler-Verträge (Alleinauftrag): Verpflichtung nicht parallel andere Makler zu beauftragen, aber keine Zahlung ohne Verkauf. Schäden durch Makler-Fehler: können zivilrechtlich geltend gemacht werden.

Lohnt sich immer ein professioneller Makler?

Für Käufer: Makler ist selten eine Hilfe (arbeitet primär für Verkäufer), aber in Zeiten knapper Angebote können Makler-Kontakte Zugang zu noch nicht öffentlich inserierten Objekten geben. Für Verkäufer: Makler lohnt sich wenn Zeitaufwand zu hoch, Markt unbekannt oder Objekt schwer zu verkaufen. Discount-Makler (Homeday, McMakler: 1–1,5 %) sind 2026 eine gute Mittelklasse-Option für unkomplizierte Objekte. Premium-Makler: bei Luxusimmobilien über 1 Mio. € lohnt sich Spezialist.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Immobilien. Weitere Rechner für Kaufnebenkosten, Grunderwerbsteuer und Mietrendite finden Sie in der Übersicht.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Maklergebühren: Kaufpreis × Provisionssatz ÷ 100. Split: je Seite gleich nach § 656c BGB. Nicht alle Bundesländer identisch. Seit 2020: Splitregelung für Wohnimmobilien Pflicht. Quelle: IVD 2026.