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Wärmepumpen-Rechner 2026

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Juni 2026

Lohnt sich die Wärmepumpe gegenüber meiner Gasheizung? Gebäude und Heizungsdaten eingeben — Jahreskosten, Amortisation mit Förderung und Break-Even sofort.

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Ihre Wärmepumpen-Wirtschaftlichkeit

Jahresbetriebskosten Wärmepumpe
Stromverbrauch Wärmepumpe (kWh/J.)
Jahreskosten Gasheizung (Vergleich)
Jahresersparnis Wärmepumpe vs. Gas
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So wird der Rechner verwendet
  1. JAZ realistisch einschätzen — Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist das Verhältnis von erzeugter Wärme zu verbrauchtem Strom über ein ganzes Jahr. JAZ 3,5 = aus 1 kWh Strom werden 3,5 kWh Wärme. Gut gedämmtes Haus mit Fußbodenheizung (Vorlauf 35°C): JAZ 3,8–4,5. Teilsanierter Altbau (Vorlauf 50°C): JAZ 2,8–3,5. Unsanierter Altbau (Vorlauf 65°C): JAZ 2,0–2,8. Unter JAZ 2,5 ist Gas aktuell günstiger.
  2. BEG-Förderung 2026 vollständig ausschöpfen — Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG): Basis-Förderung 30 %. Einkommens-Bonus: +30 % bei unter 40.000 € Haushaltsnettoeinkommen. Effizienz-Bonus: +5 % bei besonders effizienter WP. Klimageschwindigkeit: +20 % wenn alte Gasheizung ersetzt wird. Maximum: 70 % der förderfähigen Investitionskosten (max. Investition 30.000 €). Bei 20.000 € Investition und 55 % Förderung: 11.000 € Zuschuss, nur 9.000 € selbst zahlen.
  3. Strom-Gas-Preisverhältnis ist entscheidend — Wirtschaftlichkeits-Formel: Wärmepumpe günstiger wenn Strompreis ÷ Gaspreis < JAZ. Aktuell: 37 ct Strom ÷ 9,5 ct Gas = 3,9. Bei JAZ 3,5: Wärmepumpe günstiger. Bei JAZ 2,8: Gasheizung günstiger. Das Verhältnis kann sich ändern — Risiko sinkender Gaspreise oder steigender Strompreise einplanen.

Amortisationsszenarien nach Investition und Gaspreis (JAZ 3,5, Strom 37 ct)

Investition (n. Förd.)Gas 8 ct/kWhGas 9,5 ct/kWhGas 12 ct/kWh
5.000 €~11 Jahre~9 Jahre~7 Jahre
8.000 €~17 Jahre~14 Jahre~11 Jahre
12.000 €~26 Jahre~21 Jahre~16 Jahre
15.000 €~32 Jahre~26 Jahre~20 Jahre
20.000 €~43 Jahre~35 Jahre~26 Jahre

Basis: 15.000 kWh Jahresheizenergiebedarf. Jährliche Betriebskostenersparnis = Gaskosten − Stromkosten WP. Bei 9,5 ct Gas: Gaskosten 15.000 × 0,095 ÷ 0,95 = 1.500 €. Stromkosten WP: 15.000 ÷ 3,5 × 0,37 = 1.586 € → leicht teurer! Mit JAZ 4,0: Stromkosten 1.388 € → 112 €/Jahr günstiger. Niedriger Gaspreis und hoher Strompreis verschlechtert den Business Case erheblich.

BEG-Förderung 2026 — Zuschuss nach Förderkombination

FörderbausteinProzentsatzVoraussetzung
Grundförderung30 %Immer, alle Wärmepumpen
Klimageschwindigkeits-B.20 %Ersatz funktionierende Gas-/Ölheizung
Einkommens-Bonus30 %HH-Nettoeinkommen ≤ 40.000 €/Jahr
Effizienz-Bonus5 %Luft/Wasser-WP mit COP ≥ 3,0 (A7/W35)
Maximum kombiniert70 %Alle Boni kumulierbar, max. 70 %

Quelle: BAFA BEG-Merkblatt 2026. Antrag muss VOR Auftragsvergabe gestellt werden (Förderzusage zuerst!). Förderfähige Kosten: max. 30.000 € für Einfamilienhaus → maximaler Zuschuss 21.000 €. Antrag: unter energie.de oder über zugelassenen Energieberater. KfW-Kredit ergänzend möglich.

Wann ist eine Wärmepumpe wirtschaftlich sinnvoll?

Die Wärmepumpe ist wirtschaftlich sinnvoll, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: (1) Das Gebäude ist gut bis mittel gedämmt — mindestens 70–100 kWh/m²/Jahr Heizenergiebedarf oder besser. In schlecht gedämmten Gebäuden braucht man Vorlauftemperaturen von 65–70°C, bei denen die JAZ auf 2,0–2,5 sinkt — dann ist Gas günstiger. (2) Das Strom-Gas-Preisverhältnis ist unter dem JAZ-Wert (aktuell: 37 ÷ 9,5 = 3,9 — bei JAZ 3,5 ist es knapp). (3) Die BEG-Förderung wird vollständig ausgeschöpft, um die hohen Investitionskosten zu reduzieren.

Strategisch betrachtet ist die Wärmepumpe langfristig attraktiv: Erdgas-Preise werden durch CO₂-Bepreisung (aktuell 55 €/Tonne CO₂, steigend auf 65 € in 2027) langfristig steigen. Strom wird durch Ausbau erneuerbarer Energien tendenziell günstiger. Das Verhältnis Strom/Gas verbessert sich also strukturell zugunsten der Wärmepumpe. Wer heute mit JAZ 3,5 und aktuellem Gaspreis noch knapp gleichauf liegt, hat in 5–10 Jahren wahrscheinlich einen klaren Kostenvorteil.

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Häufige Fragen zum Wärmepumpen-Rechner

Welche Wärmepumpenarten gibt es und welche ist die richtige für mich?

Luft-Wasser-Wärmepumpe (LWWP): nutzt Außenluft als Wärmequelle. Günstigste Installation (8.000–15.000 € ohne Förderung), geringste JAZ (2,5–4,0). Für die meisten Haushalte empfohlen. Sole-Wasser (Erdwärme): nutzt Erdwärme über Tiefenbohrung oder Erdkollektor. Höhere Installation (15.000–25.000 €), bessere JAZ (3,5–5,0), gleichmäßigere Leistung. Wasser-Wasser (Grundwasser): sehr hohe JAZ (4,5–6,0), aber Genehmigungspflicht, nicht überall möglich. Empfehlung: LWWP für 90 % der Fälle, Erdwärme bei gutem Grundstück und Langzeitperspektive.

Funktioniert eine Wärmepumpe in einem Altbau?

Ja, aber mit Einschränkungen. Die größte Herausforderung: Altbauten mit Heizkörpern brauchen hohe Vorlauftemperaturen (55–70°C), bei denen die JAZ schlecht ist. Lösungen: (1) Heizkörper durch größere Niedertemperatur-Heizkörper ersetzen (Vorlauf dann 40–50°C, bessere JAZ). (2) Fußbodenheizung nachrüsten (kostspielig aber ideal). (3) Hydraulischen Abgleich durchführen (günstig, verbessert Effizienz). Ohne Sanierungsmaßnahmen: Wärmepumpe im unsanierten Altbau oft nicht wirtschaftlich. Mit Fassadendämmung und neuen Heizkörpern: sinnvoll.

Muss ich für eine Wärmepumpe einen neuen Stromtarif abschließen?

Empfohlen: Ja. Wärmepumpen-Sondertarife ("Wärmepumpen-Strom") bieten günstigere Arbeitspreise (oft 25–32 ct/kWh statt 37 ct) gegen eine separate Zählergebühr. Netzbetreiber können die Wärmepumpe zu Spitzenlastzeiten kurz abschalten (max. 2 Stunden/Tag). Das ist bei gut dimensioniertem Pufferspeicher kein Problem. Ersparnis: 5–10 ct/kWh weniger Arbeitspreis bei 3.000–5.000 kWh Jahresverbrauch = 150–500 €/Jahr. Lohnt sich fast immer.

Was ist ein Pufferspeicher und brauche ich einen?

Ein Pufferspeicher (200–500 L) speichert Warmwasser als "Wärmepuffer" — die Wärmepumpe läuft effizienter wenn sie in längeren Blöcken läuft statt häufig kurz anzuspringen. Ohne Puffer: viele kurze Zyklen schaden dem Kompressor. Mit Puffer: weniger Starts, bessere JAZ, längere Lebensdauer. Kostenpunkt: 1.000–3.000 € inkl. Einbau. Empfehlung: fast immer einplanen, insbesondere bei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Trinkwarmwasser-Speicher (Brauchwasserwärmepumpe) ist eine sinnvolle Ergänzung.

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Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Betriebskosten: Heizenergie ÷ JAZ × Strompreis. Gasheizung: Heizenergie × Gaspreis ÷ Wirkungsgrad (95 %). BEG-Förderung: Antrag vor Auftragsvergabe bei BAFA stellen. Amortisation: Investition nach Förderung ÷ jährliche Betriebskostenersparnis. Individuelle Verhältnisse abweichend.