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Krankengeld-Rechner 2026

Von · Aktualisiert Juni 2026 · Geprüft Januar 2026

Wie viel Krankengeld bekomme ich nach 6 Wochen Lohnfortzahlung? Gehalt und Krankenkasse eingeben — Krankengeldhöhe, Bezugsdauer und Versorgungslücke sofort.

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Ihr Krankengeld

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So wird der Rechner verwendet
  1. Krankengeld beginnt erst nach 6 Wochen — In den ersten 6 Wochen zahlt der Arbeitgeber das volle Gehalt fort (Entgeltfortzahlungsgesetz). Ab dem 43. Krankheitstag (bei einer Erkrankung) übernimmt die GKV mit Krankengeld. Dieses beträgt 70 % des Bruttoentgelts, jedoch maximal 90 % des Nettoentgelts. Das Netto-Limit ist oft der bindende Wert.
  2. Beitragsbemessungsgrenze deckt ab — Krankengeld wird maximal aus dem Entgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) berechnet: 5.812,50 €/Monat in 2026. Wer mehr verdient, bekommt trotzdem nur Krankengeld auf Basis von 5.812,50 €. Tagesanspruch: 5.812,50 € × 12 ÷ 365 × 70 % = max. 127,18 €/Tag (2026). Der maximale Monatsbetrag Krankengeld (30 Tage): ca. 3.815 € brutto.
  3. 78-Wochen-Regel kennen — Für dieselbe Krankheit hat man maximal 78 Wochen (= 546 Tage) Krankengeldanspruch innerhalb von 3 Jahren. Nach 78 Wochen: kein GKV-Krankengeld mehr. Dann greifen Bürgergeld (bei Bedürftigkeit) oder Erwerbsminderungsrente (bei dauerhafter Einschränkung). Verschiedene Erkrankungen starten neue 78-Wochen-Perioden — sofern zwischen beiden Erkrankungen eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 6 Monaten liegt.

Krankengeld GKV vs. Krankentagegeld PKV — Vergleichsrechnung

BruttogehaltKrankengeld GKV/Mon.Nettoverlust/Mon.PKV-Tagegeld Ausgleich
2.500 €~1.194 €/Mon.~306 €/Mon.~10 €/Tag reicht
3.000 €~1.433 €/Mon.~367 €/Mon.~12 €/Tag
4.000 €~1.910 €/Mon.~490 €/Mon.~16 €/Tag
5.000 €~2.388 €/Mon.~612 €/Mon.~20 €/Tag
6.000 €+~3.815 € (max)~985 €+/Mon.~33 €/Tag für Vollausgleich

GKV-Krankengeld: 70 % Brutto, davon ~10 % KV/PV abgezogen = Netto-Krankengeld ca. 63 % des Bruttogehalts. "Nettoverlust" = Nettogehalt minus Netto-Krankengeld. PKV-Krankentagegeld-Beitrag für 20 €/Tag: ca. 30–80 €/Monat je nach Alter und Gesundheit. Ab 6.000 € Brutto: GKV gedeckelt, Verlust deutlich höher.

Krankengeld für Selbstständige — Optionen im Überblick

OptionBeginn KGKosten/Mon.Für wen geeignet
GKV freiwillig, kein KG-TarifKeinsGünstigster BeitragNur für sehr kurze Krankheiten
GKV Wahltarif KG ab 43. TagAb 43. TagGeringe AufzahlungStandard für Selbstständige GKV
GKV Wahltarif KG ab 15. TagAb 15. TagMittlere AufzahlungMit kurzer Absicherung
PKV-Krankentagegeld ab 1. TagAb 1. Tag50–150 €/Mon.Optimale Absicherung PKV
PKV-Krankentagegeld ab 43. TagAb 43. Tag20–60 €/Mon.Kombination mit Rücklage

Selbstständige ohne KG-Absicherung: Nach 6 Wochen kein Einkommen, keine Absicherung. Das ist existenzgefährdend. Empfehlung: Mindestens GKV-Wahltarif Krankengeld ab 43. Tag abschließen. Besser: PKV-Krankentagegeld mind. 70 % des Nettoverdienstes ab 43. Tag. Kosten ca. 50–100 €/Monat je nach Alter.

Was viele GKV-Versicherte über ihr Krankengeld nicht wissen

Wichtig: Krankengeld wird von der GKV ausgezahlt, aber es entstehen weiterhin Sozialversicherungsbeiträge. Vom Brutto-Krankengeld werden KV (ca. 8,15 %) und PV abgezogen — den AG-Anteil trägt man als Krankengeldbezieher selbst. Das Netto-Krankengeld ist damit etwa 87–90 % des Brutto-Krankengelds. Das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt: Es ist zwar steuerfrei, erhöht aber den Steuersatz auf andere Einkünfte (z. B. Teilzeitarbeit im selben Jahr). Steuererklärung mit Progressionsvorbehalt ist bei Krankengeldbezug Pflicht.

Besonders wichtig für Arbeitnehmer kurz vor der Rente: Krankengeld zählt als Anrechnungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung — nicht als Beitragszeit. Das kann zu geringeren Rentenansprüchen führen wenn die Krankheit lange dauert. Bei drohender langer Arbeitsunfähigkeit (über 6 Monate): unbedingt Rentenberater und ggf. Sozialdienst des Krankenhauses einschalten.

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Häufige Fragen zum Krankengeld

Was passiert wenn ich nach 78 Wochen Krankengeld noch immer krank bin?

Nach Ausschöpfung der 78 Wochen endet das GKV-Krankengeld. Dann bestehen je nach Situation mehrere Optionen: (1) Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Deutschen Rentenversicherung — wenn dauerhaft nicht mehr als 3 Stunden/Tag arbeitsfähig. (2) Bürgergeld (Grundsicherung), wenn keine andere Leistung greift und Bedürftigkeit vorliegt. (3) Nahtlosigkeitsregelung der Bundesagentur für Arbeit: wer arbeitsunfähig und arbeitssuchend ist, erhält überbrückend ALG I ohne Nachweis der Arbeitsfähigkeit.

Zählen Urlaubstage und Feiertage zur 6-wöchigen Lohnfortzahlung?

Nein. Die 6-Wochen-Lohnfortzahlung (§ 3 EFZG) umfasst nur Arbeitstage — Wochenenden, Feiertage und Urlaub werden nicht eingerechnet. Konkret: 6 Wochen = 42 Kalendertage, aber es können mehr Arbeitstage sein. Wenn Sie an einem Freitag erkranken und bis zum dritten Montag krank sind, zählen Sie rückwärts 42 Kalendertage ab dem ersten Krankheitstag. Endet die 42. Nacht, beginnt theoretisch am nächsten Tag der Krankengeld-Anspruch — wenn die Krankschreibung weiterhin vorliegt.

Muss ich dem Arbeitgeber eine Krankschreibung vorlegen?

Ja. Seit dem 1. Januar 2023 stellt der Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB) digital (eAU) aus und übermittelt sie direkt an die Krankenkasse. Der Arbeitgeber kann die AUB dann bei der Krankenkasse abrufen. Arbeitnehmer müssen den Arzt weiterhin persönlich aufsuchen (oder Videokonsultation), die Bescheinigung läuft aber automatisch. Wichtig: Sie müssen dem Arbeitgeber mitteilen, dass Sie krank sind (formlose Mitteilung) — die eAU-Übermittlung gilt als Nachweis.

Was versteht man unter "nahtloser Krankmeldung"?

Wenn Sie nach einer Krankheit wieder arbeiten gehen und kurz darauf erneut an derselben Erkrankung erkranken, kann die Krankenkasse die Abwesenheitszeiten zusammenrechnen (§ 48 SGB V). Das ist relevant für die 78-Wochen-Grenze: Rückfälle innerhalb von 3 Jahren wegen derselben Grunderkrankung werden addiert. Schützen kann man sich durch eine Arbeitsfähigkeitspause von mindestens 6 Monaten — dann startet der 78-Wochen-Zähler neu. Bei chronischen Erkrankungen: unbedingt mit der Krankenkasse sprechen.

Dieser Rechner gehört zur Kategorie Versicherungen. Dort finden Sie weitere Rechner für GKV vs. PKV, Krankenversicherung und Pflegeversicherung.


Aktualisiert Juni 2026 · Zur Methodik
Krankengeld: 70 % des Regelentgelts, max. 90 % des Nettoentgelts (§ 47 SGB V). BBG 2026: 5.812,50 €/Mon. Max. Tageskrankengeld brutto: 127,18 €. Von Krankengeld werden KV (ca. 8,15 %) und PV (je nach Kinder/kinderlos) abgezogen. Netto-Krankengeld ca. 90 % des Brutto-Krankengelds.