PKV-Beitragsrechner 2026
Was kostet die private Krankenversicherung und wie entwickelt sich der Beitrag? Alter und Tarif eingeben — PKV-Beitragsschätzung, Altersanstieg und langfristiger Vergleich.
Ihr PKV-Beitrag
- JAEG 2026 prüfen — bin ich überhaupt berechtigt? — Arbeitnehmer dürfen erst in die PKV wechseln wenn ihr Bruttoeinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt: 73.800 €/Jahr = 6.150 €/Monat in 2026. Diese Grenze muss im aktuellen UND im Vorjahr überschritten worden sein. Selbstständige und Freiberufler: jederzeit PKV-berechtigt. Beamte: fast immer PKV durch Beihilfeanspruch.
- Altersrückstellungen verstehen — PKV-Versicherer müssen Altersrückstellungen bilden — ein Teil des Beitrags wird gespart um den Beitragsanstieg im Alter zu dämpfen. Trotzdem: PKV-Beiträge steigen mit dem Alter. Assekurata-Studie 2025: Durchschnittlicher PKV-Beitragsanstieg der letzten 10 Jahre: 3,1 % p.a. Bei einem Beitrag von 400 € heute: in 20 Jahren ca. 730 € — bei gleicher Inflationsrate.
- AG-Zuschuss beachten — Arbeitnehmer in der PKV erhalten vom Arbeitgeber denselben Zuschuss wie GKV-Versicherte (die Hälfte des GKV-Beitrags, maximal). Bei 4.000 € Brutto: AG-Zuschuss ca. 326 € (= 8,15 % × 4.000 €). Bei höherem PKV-Beitrag zahlt man trotz AG-Zuschuss mehr als ein GKV-Versicherter.
PKV-Beitrag nach Alter und Tarif — Einstiegsbeiträge Standardtarif 2026
| Einstiegsalter | Basisbeitrag/Mon. | Mit AG-Zuschuss (AN) | Mit 65 Jahren (Proj.) |
|---|---|---|---|
| 25 Jahre | ~280–380 € | ~0–80 €/Mon. Eigenanteil | ~510–690 € (3 % Anstieg/J.) |
| 30 Jahre | ~340–460 € | ~14–134 €/Mon. | ~545–735 € |
| 35 Jahre | ~420–570 € | ~94–244 €/Mon. | ~583–788 € |
| 40 Jahre | ~530–720 € | ~204–394 €/Mon. | ~637–864 € |
| 45 Jahre | ~660–900 € | ~334–574 €/Mon. | ~706–963 € |
| 50 Jahre | ~820–1.120 € | ~494–794 €/Mon. | ~780–1.067 € |
Quelle: Assekurata Beitragsanalyse Standardtarife 2025 (Einbettzimmer, Chefarzt, Zahnersatz 80 %). AG-Zuschuss: 50 % bis max. GKV-Beitrag (~326 € bei 4.000 € Brutto). Projektion 65 Jahre: 3,1 % Anstieg p.a. (historischer Ø Assekurata). Tatsächliche Beiträge: je nach Versicherer und Gesundheitszustand stark abweichend. Günstige PKV-Versicherer 2025: Debeka, HUK, DKV, Axa, Barmenia.
PKV vs. GKV — Gesamtkosten über das Leben (Hochrechnung)
| Szenario | GKV gesamt | PKV gesamt | Differenz |
|---|---|---|---|
| Single 3.000 €/Mon., Einstieg 30 J. | ~250.000 € | ~210.000 € | PKV −40.000 € |
| Single 5.000 €/Mon., Einstieg 35 J. | ~320.000 € | ~245.000 € | PKV −75.000 € |
| Paar (2 Kinder) 6.000 €, Einstieg 3… | ~350.000 € (1 Person) | ~490.000 € (4 Personen) | GKV −140.000 € |
| Selbstständige/r, 4.000 € Gewinn, 4… | ~370.000 € | ~290.000 € | PKV −80.000 € |
| Rentner ab 67 (30 J.) | ~180.000 € | ~220.000 € | GKV −40.000 € |
Hochrechnung vereinfacht, 2026-Preise, 3 % jährl. Beitragsanstieg. GKV: 16,3 % auf Ø-Einkommen bis BBG + Rentnerbeiträge. PKV Rentner: ohne AG-Zuschuss, voller Beitrag selbst. Fazit: PKV im Erwerbsleben für Singles mit hohem Einkommen oft günstiger. Im Rentenalter: GKV fast immer günstiger. Familie: GKV fast immer günstiger (kostenfreie Familienversicherung). Quelle: GKV-Spitzenverband, PKV-Verband, eigene Projektionen.
Der PKV-Rentner-Nachteil: Was viele beim PKV-Einstieg vergessen
Im Rentenalter verlieren PKV-Versicherte den Arbeitgeber-Zuschuss vollständig. Als Angestellter mit 500 €/Monat PKV-Beitrag zahlt der AG ca. 330 €/Monat — der Eigenanteil beträgt nur 170 €. Mit Rentenbeginn: kein AG-Zuschuss mehr — voller Beitrag von 700–900 €/Monat (nach 30 Jahren Beitragsanstieg) aus der eigenen Rente. GKV-Rentner dagegen: zahlen 16,3 % auf die gesetzliche Rente — bei 2.000 €/Monat Rente ca. 326 €/Monat. Die PKV-Beitragslücke im Rentenalter kann 400–600 €/Monat betragen.
Gegenmaßnahmen für PKV-Versicherte: (1) Altersrückstellungen aufbauen — der Sparanteil im PKV-Beitrag wird für das Alter angespart. (2) Rückkehrmöglichkeit zur GKV prüfen: möglich durch Einkommensabsenkung unter JAEG (Elternzeit, Teilzeit, Arbeitgeberwechsel). (3) Zusätzliche private Altersvorsorge für den Beitrag im Rentenalter aufbauen (Faustregel: 100 €/Monat ETF-Sparplan ab 35 für spätere PKV-Beitragsfinanzierung). (4) Beim PKV-Wechsel: Tarif mit guten Altersrückstellungs-Konditionen wählen.
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Häufige Fragen zur privaten Krankenversicherung
Wie wird der PKV-Beitrag berechnet?
PKV-Beiträge basieren auf dem individuellen Risiko des Versicherten: Alter bei Eintritt (je jünger, desto günstiger), Gesundheitszustand (Vorerkrankungen führen zu Zuschlägen oder Ausschlüssen), gewählter Tarif (Selbstbeteiligung, Leistungsumfang), Versicherer. Im Gegensatz zur GKV ist das Einkommen NICHT relevant für den Beitrag — ein Versicherter zahlt unabhängig davon ob er 7.000 oder 20.000 €/Monat verdient denselben PKV-Beitrag.
Was ist der PKV-Basistarif und wann wechsle ich dorthin?
Der PKV-Basistarif (§ 152 VAG) ist ein gesetzlich vorgeschriebener Tarif für alle PKV-Versicherer: Leistungen wie GKV, Beitrag maximal Höchst-GKV-Beitrag. Jeder PKV-Versicherte hat das Recht in den Basistarif zu wechseln — ohne Gesundheitsprüfung, ohne Kündigung. Sinnvoll bei: drohender Pflegebedürftigkeit, sehr hohen regulären PKV-Beiträgen, wirtschaftlicher Notlage. Nachteil: deutlich schlechtere Leistungen als der reguläre Tarif.
Kann ich von der PKV zurück in die GKV wechseln?
Ja, aber nur unter bestimmten Umständen. Hauptweg: Einkommen dauerhaft unter JAEG (73.800 €/Jahr) senken — durch Arbeitszeitvereduzierung, Elternzeit, Jobwechsel. Dann: GKV-Pflichtmitglied werden. Wichtig: Aufgebaute PKV-Altersrückstellungen gehen beim Wechsel NICHT mit — sie verbleiben beim PKV-Versicherer (können nicht auf GKV übertragen werden). Für Rentner: Rückkehr zur GKV als KVdR-Mitglied möglich wenn die 9/10-Vorversicherungszeit in der GKV erfüllt ist (schwierig für langjährige PKV-Versicherte).
Lohnt sich eine hohe Selbstbeteiligung in der PKV?
Ja, für gesunde Versicherte sehr oft. Eine Selbstbeteiligung von 1.000–2.000 €/Jahr senkt den monatlichen Beitrag um 80–150 €/Monat = 960–1.800 €/Jahr. Wenn Sie weniger als die Selbstbeteiligung pro Jahr an Arztkosten entstehen, sparen Sie die Differenz. Statistisch gilt: jüngere gesunde PKV-Versicherte haben deutlich geringere Arztkosten als die einkalkulierten Durchschnittswerte. Die gesparte Prämie kann in den Gesundheitsjahren angespart werden. Rechenbeispiel: 1.000 € SB spart 1.200 €/Jahr → in 10 Jahren 12.000 € gespart, selbst wenn die SB jedes 4. Jahr voll ausgeschöpft wird.
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