Dachflächen-Rechner 2026 — Dachfläche berechnen
Wie groß ist meine Dachfläche wirklich? Grundriss und Dachneigung eingeben — genaue Dachfläche, Materialmenge und Kosten für Eindeckung und Dämmung sofort.
Ihre Dachfläche
- Neigungsfaktor richtig anwenden — Die geneigte Dachfläche ist immer größer als die Grundfläche darunter. Formel: Geneigte Fläche = Grundfläche × Neigungsfaktor. Bei 30° Neigung: Faktor 1,155 — ein Haus mit 10 × 12 m Grundfläche (120 m²) hat beim Satteldach 120 × 1,155 = 138,6 m² geneigte Dachfläche (2 Seiten). Dachüberstand: vergrößert die Eindeckungsfläche zusätzlich.
- Dachform beeinflusst Komplexität und Kosten — Satteldach: einfachste Form, günstigste Eindeckung, gut für Solar. Walmdach: 4 Seiten, mehr Kehlen und Grat = 15–25 % höhere Eindeckungskosten. Pultdach: eine Seite, modernes Aussehen, ideal für Flachdachanschlüsse. Mansarddach: geknickter Dachstuhl, nutzbares Dachgeschoss, teuerste Konstruktion. Für Solaranlage: Satteldach mit 30–35° Neigung nach Süden ist optimal (höchster Ertrag).
- Dachziegel vs. Dachpfannen vs. Bitumen — Dachziegel (Ton): 20–40 €/m² Material, Lebensdauer 50–100 Jahre, Gewicht 40–70 kg/m². Dachpfannen (Beton): 15–30 €/m², 30–50 Jahre, schwerer (50–80 kg/m²). Faserzement (Eternit): 15–35 €/m², 30–50 Jahre, leichter (15–25 kg/m²). Bitumenschindeln: 10–20 €/m², 20–30 Jahre, sehr leicht, für flache Neigungen. Stehfalzdach (Metall): 25–60 €/m², 50+ Jahre, modern, leicht.
Dachneigung-Flächenfaktor-Tabelle — geneigte Fläche je Neigungsgrad
| Neigung | Faktor | Beispiel (100 m² Grundfläche) | Typische Dachdeckung |
|---|---|---|---|
| 5° | 1,004 | 100,4 m² | Flachdach (Bitumen/EPDM) |
| 10° | 1,015 | 101,5 m² | Pultdach, Bitumenschindeln |
| 15° | 1,035 | 103,5 m² | Flach-Pultdach |
| 20° | 1,064 | 106,4 m² | Flaches Satteldach, Trapezblech |
| 25° | 1,103 | 110,3 m² | Mittleres Satteldach |
| 30° | 1,155 | 115,5 m² | Standard Satteldach (häufigste Neigung D) |
| 35° | 1,221 | 122,1 m² | Steileres Satteldach |
| 40° | 1,305 | 130,5 m² | Steiles Dach, historisch |
| 45° | 1,414 | 141,4 m² | Sehr steiles Dach, Turmspitzen |
| 50° | 1,556 | 155,6 m² | Mansarddach oberer Teil |
Faktor = 1/cos(Neigung in Grad). Bei Satteldach: Grundfläche × Faktor × 2 (beide Seiten). Bei Walmdach: Grundfläche × Faktor × 1,2 (Mehrfläche durch Walme). Überstand: beidseitig addieren (z. B. 0,5 m je Seite = 1 m auf jeder Längs- und Breitseite extra). Quelle: DIN 277, eigene Berechnungen.
Dachsanierung Kosten 2026 — Eindeckung nach Material
| Material | Kosten/m² Material | Verlegen/m² | Lebensdauer |
|---|---|---|---|
| Dachziegel (Ton) | 20–40 €/m² | 30–55 €/m² | 50–100 Jahre |
| Betonpfannen | 15–30 €/m² | 28–50 €/m² | 30–50 Jahre |
| Faserzement (Eternit) | 15–35 €/m² | 25–45 €/m² | 30–50 Jahre |
| Stehfalzdach (Zink) | 35–60 €/m² | 45–80 €/m² | 50–80 Jahre |
| Stehfalzdach (Stahl) | 25–45 €/m² | 40–70 €/m² | 40–60 Jahre |
| Bitumenschindeln | 10–20 €/m² | 18–30 €/m² | 20–30 Jahre |
| Solarziegel (integriert) | 150–300 €/m² | im Preis | 25–30 Jahre |
Gesamtkosten = Material + Verlegen + Dachlatten + Unterspannbahn (8–15 €/m²) + Gerüst (10–20 €/m² nach Grundfläche). Bei vollständiger Dachsanierung inkl. Dämmung: 150–250 €/m² Dachfläche. BEG-Förderung: 15 % auf Dachsanierung mit Dämmung. Quelle: BKI Baukosten 2026.
Dachfläche für Solaranlage optimal nutzen
Die geneigte Dachfläche ist die Basis für die Dimensionierung einer Photovoltaik-Anlage. Faustregel: 1 kWp PV-Anlage benötigt ca. 6–8 m² Dachfläche (moderne Module 2026). Ein Satteldach mit 100 m² Grundfläche und 30° Neigung hat ca. 116 m² Süddachfläche — darauf passen ca. 15 kWp. Bei optimalem Süddach (30–35° Neigung) produziert 1 kWp ca. 1.000–1.100 kWh/Jahr in Deutschland. 15 kWp = 15.000–16.500 kWh/Jahr — weit mehr als ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht (3.500–4.000 kWh).
Wichtig: Dachflächen in Ost-West-Ausrichtung liefern ca. 20–25 % weniger Ertrag als Süddach, aber gleichmäßigere Tagesverteilung. Verschattung durch Kamine, Gauben oder Nachbarbäume: erheblicher Ertragsminderung (1 verschattete Zelle reduziert String-Ertrag). Für die genaue Planung einer PV-Anlage: solarrechner.bsh.bund.de oder Fachbetrieb mit Solarsimulation beauftragen.
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Häufige Fragen zum Dachflächen-Rechner
Wie berechne ich die Dachfläche meines Hauses selbst?
Satteldach: (Gebäudelänge + 2 × Überstand) × (halbe Gebäudebreite + Überstand) ÷ cos(Neigung) × 2 Seiten. Einfachere Formel: Grundfläche × 2 × Neigungsfaktor. Neigungsfaktor bei 30°: 1,155. Beispiel 10 × 12 m, 30° Neigung, 0,5 m Überstand: (12 + 1) × (5 + 0,5) ÷ cos(30°) × 2 = 13 × 5,5 × 1,155 × 2 = 165,5 m². Für genaue Werte: Dachstuhlplan vom Architekten oder Zimmermann anfordern.
Wann muss ein Dach saniert werden?
Anzeichen für Sanierungsbedarf: undichte Stellen (Wasserflecken im Dachgeschoss), gebrochene oder verrutschte Ziegel (sichtbar von außen), Moosbefall (beschleunigt Verwitterung, Moos entfernen lassen), undichte Dachanschlüsse an Gauben/Kaminen (häufigste Leckageursache), Dachstuhl mit Schädlingsbefall oder Fäulnis. Lebensdauer Tonziegel: 50–80 Jahre, Betonpfannen: 30–50 Jahre. Bei Alter über 30 Jahren: regelmäßige Inspektion durch Dachdecker empfohlen.
Was kostet eine komplette Dachsanierung für ein Einfamilienhaus?
Einfamilienhaus 120 m² Wohnfläche, Satteldach ca. 130 m² geneigte Fläche: Eindeckung Dachziegel mittel: 130 m² × (30 € Material + 45 € Verlegen) = 9.750 €. Unterspannbahn + Latten: 130 × 12 € = 1.560 €. Gerüst: 120 m² Grundfläche × 15 € = 1.800 €. Dampfbremsfolie innen: 130 × 5 € = 650 €. Dachflächenfenster (2 Stück): 2.000 €. Gesamt ohne Dämmung: ca. 15.000–18.000 €. Mit Zwischensparrendämmung 20 cm: +5.000–8.000 €. BEG-Förderung (15 %): bis ca. 3.600 € Zuschuss.
Welche Dachneigung ist in Deutschland am häufigsten?
Das klassische deutsche Satteldach hat typisch 35–45° Neigung — historisch bedingt durch die schneereichen Winter (Schneelastabtrag) und die Nutzung des Dachgeschosses als Wohnraum. Moderne Neubauten (ab 2000) tendieren zu flacheren Dächern (20–30°) oder sogar Flachdächern für kubischen Architekturstil. Flachdächer unter 5°: erfordern spezielle Abdichtung (Bitumenbahn, EPDM), höhere Wartungsintensität aber einfachere Solar-Montage. Pultdächer: 5–15°, modern, gut für Dachbegrünung.
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