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Tilgungsrechner 2026: Tilgungsplan und Restschuld

Von  ·  Aktualisiert Juli 2026  ·  Geprüft 26. Juli 2026

Erstellt einen periodengenauen Tilgungsplan für Annuitäten- oder Tilgungsdarlehen und zeigt Rate, Zinsen, Sondertilgungen und Restschuld.

Annuitätendarlehen: grundsätzlich konstante Rate. Tilgungsdarlehen: konstante Tilgung und im Zeitverlauf sinkende Rate.

Wählen Sie, ob der Annuitätenplan aus Anfangstilgung oder aus einer fest vorgegebenen Monatsrate aufgebaut wird.

Darlehenssaldo zu Beginn des Tilgungsplans.

% p. a.

Nominaler Sollzins für den jeweiligen Zeitraum.

% p. a.

Anfänglicher Tilgungssatz bei einem Annuitätendarlehen.

Vertragliche Monatsrate. Sie muss mindestens die laufenden Zinsen decken.

Monate

Gesamtdauer eines echten Tilgungsdarlehens, nicht die Sollzinsbindung.

Jahre

Zeitraum, bis zu dem der aktuelle Sollzins gilt und die Ausgabe ausgewertet wird.

Sondertilgungen mit tatsächlicher Periode und Betrag eintragen.

Zins- oder Ratenänderungen nur ab dem vertraglich wirksamen Zeitpunkt erfassen.

% p. a.

Eigene Annahme für die Zeit nach der Sollzinsbindung.

Optional festgelegte Rate für die Anschlussphase.

Vertragliche Cent-Rundung nur wählen, wenn sie aus dem Zahlungsplan bekannt ist.

Ihr Ergebnis

Erste Monatsrate
Restschuld nach Sollzinsbindung
Zinsen bis zur Sollzinsbindung
Rechnerische Gesamtlaufzeit
Gesamtzinsen im Szenario
Was bedeutet das?
So funktioniert es
  1. Darlehensart korrekt wählen — Annuität bedeutet konstante Rate; Tilgungsdarlehen bedeutet konstante Tilgung.
  2. Ereignisse periodengenau erfassen — Sondertilgungen, Zins- und Ratenänderungen benötigen die tatsächliche Periode.
  3. Bindung und Gesamtlaufzeit trennen — Die Restschuld zur Bindung ist bekannt; die spätere Laufzeit bleibt ein Szenario.
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Kostenlos einbettbar — Quellenangabe FlinkRechner.de erwünscht.


Was der Tilgungsrechner zeigt

Der Tilgungsrechner erstellt einen periodengenauen Zahlungs- und Restschuldverlauf für Annuitätendarlehen und echte Tilgungsdarlehen. Er trennt Zinsanteil, reguläre Tilgung, Sondertilgungen sowie spätere Zins- oder Ratenänderungen. Dadurch sehen Sie, wie viel jeder Zahlung die Restschuld reduziert und welcher Betrag zum Ende der Sollzinsbindung noch finanziert werden muss.

Annuität oder konstante TilgungRestschuld zur ZinsbindungEreignisse periodengenau

Die Ergebnisse gelten nur für die eingetragenen Vertrags- und Zukunftswerte. Eine spätere Anschlussrate wird nicht heimlich mit dem alten Zinssatz fortgeschrieben.

Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen unterscheiden

Beim Annuitätendarlehen bleibt die regelmäßige Rate grundsätzlich konstant, solange Zinssatz und Zahlungsplan unverändert sind. Mit sinkender Restschuld nimmt der Zinsanteil ab und der Tilgungsanteil zu. Der Annuitätenrechner eignet sich, wenn Rate, anfängliche Tilgung oder Darlehensbetrag als Planungsgröße gelöst werden sollen.

Beim echten Tilgungsdarlehen bleibt dagegen die reguläre Tilgung je Periode konstant. Weil die Zinsen auf eine sinkende Restschuld berechnet werden, fällt die Gesamtzahlung im Verlauf. Die beiden Modelle dürfen nicht nur unterschiedlich beschriftet, sondern müssen mathematisch getrennt werden; genau das übernimmt der gemeinsame Darlehensrechner.

Sondertilgungen und Ratenänderungen wirken ab der eingetragenen Periode. Sie dürfen nicht rückwirkend über den gesamten Plan verteilt werden. Nach Ende der Sollzinsbindung kann ein neuer Zinssatz oder eine neue Rate eingetragen werden. Für diese Phase bietet der Anschlussfinanzierungs-Rechner eine gesonderte Szenarioprüfung.

Wie sich Rate, Zins und Tilgung verschieben

Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen im VergleichBeim Annuitätendarlehen bleibt die Rate konstant. Beim Tilgungsdarlehen bleibt die Tilgung konstant und die Gesamtzahlung sinkt.Zwei Darlehensmodelle im VergleichGleiche Restschuldentwicklung, anderer ZahlungsverlaufAnnuitätendarlehenGesamtrate konstantZins sinktTilgung steigtTilgungsdarlehenTilgungsbetrag konstantGesamtzahlung sinktTilgung bleibt gleich
Die Grafik zeigt das Prinzip. Tatsächliche Zahlungen hängen von Frequenz, Vertrag, Rundung und eingetragenen Ereignissen ab.

Berechnungslogik des Tilgungsplans

Zinsen werden auf die jeweilige Anfangsrestschuld der Periode berechnet; intern wird erst bei der Anzeige gerundet.

PeriodenzinsZinsanteil = Anfangsrestschuld × PeriodenzinssatzDer Periodenzinssatz folgt aus dem eingetragenen Jahreszins und der Zahlungsfrequenz.
AnnuitätTilgungsanteil = Rate − ZinsanteilDie neue Restschuld ergibt sich aus Anfangsrestschuld minus Tilgung und Sondertilgung.
Konstante Tilgungreguläre Tilgung = Darlehen ÷ Anzahl der PeriodenDie Gesamtzahlung sinkt, weil der Zinsanteil mit der Restschuld abnimmt.
RestschuldEndrestschuld = Anfangsrestschuld − reguläre Tilgung − SondertilgungEine Schlussrate wird nur angepasst, wenn der konfigurierte Rundungs- und Zahlungsmodus dies verlangt.

Rechenbeispiel: 300.000 Euro Darlehen, 4 Prozent Zins und 1.500 Euro Rate

Das Beispiel startet mit 300.000 € Darlehen, 4 % nominalem Sollzins, monatlicher Zahlung und einer konstanten Rate von 1.500 €. Der Kontrollzeitraum beträgt 120 Monate beziehungsweise zehn Jahre. Sondertilgungen und spätere Änderungen sind nicht eingetragen.

Nach 120 Zahlungen beträgt die Restschuld 226.375,10 €. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 180.000 € gezahlt. Davon entfallen 106.375,10 € auf Zinsen und 73.624,90 € auf die Reduzierung des Darlehens. Die Rate wirkt also nicht vollständig als Tilgung, besonders in den frühen Jahren mit hoher Restschuld.

Nach zehn Jahren ist der Kredit noch nicht vollständig getilgt. Die verbleibenden 226.375,10 € müssen mit neuen Vertragsbedingungen weitergeführt, teilweise zurückgezahlt oder anderweitig finanziert werden.

Kontrollwerte des Tilgungsbeispiels

KennzahlWert nach 10 JahrenBedeutung
Ausgangsdarlehen300.000,00 €Restschuld zu Beginn
Monatsrate1.500,00 €unveränderte Annuität im Beispiel
Zahlungen gesamt180.000,00 €120 Monatsraten
Zinsen gesamt106.375,10 €Finanzierungskosten bis Monat 120
Restschuld226.375,10 €Betrag für weitere Tilgung oder Anschlussfinanzierung

Sollzinsbindung, Anschlusszins und Vorfälligkeit

Die Sollzinsbindung legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzins gilt. Die Gesamtlaufzeit kann deutlich länger sein. Vor dem Ende bestimmter Bindungen bestehen gesetzliche Informationspflichten; der Rechner ersetzt diese Vertragsinformation nicht. Tragen Sie einen Folgezins oder eine Folgerate nur als eigenes Szenario ein und vergleichen Sie mehrere Werte.

Eine vorzeitige Ablösung kann vertragliche und gesetzliche Folgen haben. Der Vorfälligkeitsentschädigungs-Rechner strukturiert dokumentierte Vertragsdaten, entscheidet aber ebenfalls nicht pauschal über einen Anspruch. Kündigungsrechte und Entschädigung hängen von Vertrag, Zeitpunkt und Rechtslage ab.

Effektiver Jahreszins, Sollzins und Rate sind nicht austauschbar. Der Tilgungsplan verwendet den eingetragenen Zinssatz für den Zahlungsstrom. Gebühren und weitere Kosten können für einen Angebotsvergleich relevant sein, gehören aber nicht automatisch in die reine Restschuldformel.

Sondertilgungen, Rundung und typische Fehler

Sondertilgungen verkürzen die Laufzeit oder reduzieren spätere Zinskosten, sofern der Vertrag sie zulässt. Sie müssen zum richtigen Zeitpunkt erfasst werden. Eine jährliche Sondertilgung am Jahresende wirkt anders als derselbe Betrag zu Jahresbeginn. Der Rechner führt Ereignisse periodengenau aus und verhindert, dass sie stillschweigend auf frühere Perioden wirken.

Frühes Runden kann einen langen Tilgungsplan verzerren. Deshalb wird intern mit voller Genauigkeit gerechnet und erst bei der Anzeige gerundet. Ein vertraglicher Zahlungsplan kann dennoch eigene Cent-Rundungen oder eine angepasste Schlussrate vorsehen; für verbindliche Werte bleibt der Kreditvertrag maßgeblich.

Häufige Eingabefehler sind eine Rate unterhalb der laufenden Zinsen, die Verwechslung von Monaten und Jahren sowie ein Anschlusszins ohne klaren Beginn. Unplausible Kombinationen werden blockiert, statt daraus einen scheinbar brauchbaren Plan zu erzeugen.

Häufige Fragen zum Tilgungsplan

Ist die Sollzinsbindung gleich der Kreditlaufzeit?

Nein. Nach dem Ende der Bindung kann noch eine erhebliche Restschuld bestehen. Die Gesamtlaufzeit hängt von Rate, Zinsen, Tilgung und späteren Ereignissen ab.

Warum sinkt der Zinsanteil bei einer Annuität?

Die Zinsen werden auf die jeweilige Restschuld berechnet. Wenn die Restschuld sinkt, bleibt bei konstanter Rate mehr für die Tilgung übrig.

Verkürzt eine Sondertilgung immer die Laufzeit?

Im Modell ja, wenn die Rate unverändert bleibt. Der tatsächliche Vertrag kann stattdessen eine Ratenanpassung oder andere Bedingungen vorsehen.

Warum kann eine zu niedrige Rate nicht berechnet werden?

Wenn die Rate die laufenden Zinsen nicht deckt, sinkt die Schuld nicht. Ohne ausdrücklich unterstütztes negatives Amortisationsmodell wäre eine normale Laufzeitangabe irreführend.

Quellen und Grundlagen

§ 488 BGB beschreibt die grundlegenden Pflichten aus einem Darlehensvertrag. Die konkrete Zahlungsvereinbarung bleibt dem Vertrag entnommen.

§ 488 BGB

§ 489 BGB regelt ordentliche Kündigungsrechte in bestimmten Fällen. Der Rechner leitet daraus keine automatische Kündigungsentscheidung ab.

§ 489 BGB

§ 493 BGB enthält Informationspflichten während des Vertragsverhältnisses, darunter Regelungen im Umfeld auslaufender Sollzinsbindungen.

§ 493 BGB

§ 16 PAngV regelt Effektivzinsangaben bei Verbraucherdarlehen. Diese Vergleichsgröße ist nicht identisch mit dem Sollzins des Tilgungsplans.

§ 16 PAngV – Verbraucherdarlehen

Die BaFin erläutert Anschlussfinanzierungen und typische Handlungsoptionen für Verbraucherinnen und Verbraucher.

BaFin: Anschlussfinanzierung

Aktualisiert Juli 2026 · Zur Methodik
Tilgungsplan unter den eingegebenen Vertrags- und Zukunftsannahmen. Rechtliche Kündigungsrechte, Bankabrechnungen und künftige Zinssätze werden nicht verbindlich festgestellt.