Annuitätenrechner 2026: Monatsrate und Restschuld planen
Berechnet Monatsrate, Anfangstilgung oder Darlehensbetrag und zeigt die Restschuld am Ende der Sollzinsbindung sowie ein frei wählbares Anschluss-Szenario.
Wählen Sie, ob Monatsrate, Anfangstilgung oder Darlehensbetrag berechnet werden soll.
Auszahlungs- beziehungsweise Finanzierungsbetrag zu Beginn der Berechnung.
Nominalen Sollzins aus dem Angebot eintragen, nicht den effektiven Jahreszins.
Anfänglicher Tilgungssatz im ersten Jahr. Der Tilgungsanteil steigt später bei konstanter Rate.
Gewünschte Monatsrate. Sie wird nur verwendet, wenn die Rate oder der daraus ableitbare Darlehensbetrag relevant ist.
Zeitraum, für den der Sollzins fest vereinbart ist. Er ist nicht automatisch die Gesamtlaufzeit.
Eigene Annahme für die Anschlussphase. Der Rechner prognostiziert keinen zukünftigen Marktzins.
Tilgungssatz, der im Anschluss-Szenario auf die Restschuld angewendet wird.
Weitere Angaben Optional für genauere oder besondere Fälle2 Felder
Einmalige Sondertilgungen nur mit tatsächlich vereinbartem Zeitpunkt und Betrag eintragen.
Zins- oder Ratenänderungen innerhalb der Bindung periodengenau erfassen.
Ihr Ergebnis
- Gesuchte Größe wählen — Legen Sie fest, ob Rate, Anfangstilgung oder Darlehensbetrag berechnet werden soll.
- Sollzins und Bindung aus dem Angebot übernehmen — Verwenden Sie den nominalen Sollzins und die tatsächliche Dauer der Zinsbindung.
- Restschuld mit mehreren Anschlusszinsen testen — Der spätere Zinssatz ist eine Szenarioannahme und sollte in mehreren Varianten geprüft werden.
Was der Annuitätenrechner berechnet
Der Annuitätenrechner berechnet wahlweise die anfängliche Monatsrate, den möglichen Darlehensbetrag oder die erforderliche Anfangstilgung. Aus Darlehenssumme, nominalem Sollzins und Sollzinsbindung wird der Zahlungsplan Monat für Monat fortgeschrieben. Dadurch werden Zinsanteil, Tilgungsanteil, Zinskosten und Restschuld zum Ende der Bindung sichtbar. Sondertilgungen und Änderungen innerhalb der Bindung können periodengenau berücksichtigt werden; die Anschlussphase bleibt ein ausdrücklich eingegebenes Szenario.
Entscheidend ist nicht nur die Startrate, sondern welche Restschuld nach der vereinbarten Zinsbindung tatsächlich übrig bleibt.
Eingaben aus Angebot und Finanzierungsplan übernehmen
Übernehmen Sie den nominalen Sollzins aus dem Finanzierungsangebot. Der effektive Jahreszins ist eine Vergleichsgröße und enthält je nach Angebot weitere Kosten; er ist nicht der Zinssatz, mit dem die Restschuld Monat für Monat fortgeschrieben wird. Einen detaillierten Zahlungsplan erhalten Sie zusätzlich im Tilgungsrechner.
Die Sollzinsbindung gibt nur an, wie lange der vereinbarte Zinssatz gilt. Sie ist häufig kürzer als die gesamte Rückzahlungsdauer. Deshalb sollte die Restschuld am Bindungsende nicht als Nebenwert behandelt werden. Der Anschlussfinanzierungs-Rechner vergleicht später konkrete Folgeangebote.
Bei einer Immobilienfinanzierung gehören Eigenkapital, Kaufnebenkosten, Beleihung, Haushaltsreserve und mögliche Modernisierungskosten ebenfalls in die Entscheidung. Der Baufinanzierungsrechner verbindet diese Größen zu einer breiteren Finanzierungsplanung. Der Annuitätenrechner konzentriert sich bewusst auf die Mathematik des Darlehens und erfindet keine tragbare Rate aus einem pauschalen Einkommensprozentsatz.
Wie sich eine konstante Rate zusammensetzt
Formeln für Startannuität und Restschuld
Die Startformel beschreibt die anfängliche Rate. Die Restschuld wird anschließend Monat für Monat mit voller interner Genauigkeit fortgeschrieben.
Rechenbeispiel: 300.000 Euro Darlehen mit zehn Jahren Bindung
Im Beispiel werden 300.000 € Darlehen, 3,65 % nominaler Sollzins, 2,0 % Anfangstilgung und zehn Jahre Sollzinsbindung eingegeben. Daraus ergibt sich eine anfängliche Monatsrate von 1.412,50 €. In der ersten Rate entfallen 912,50 € auf Zinsen und 500,00 € auf Tilgung.
Nach zehn Jahren weist die geprüfte Kontrollrechnung eine Restschuld von 227.717,88 € aus. Während der Sollzinsbindung wurden 97.217,88 € Zinsen gezahlt. Die Restschuld zeigt, warum eine scheinbar tragbare Anfangsrate nicht allein genügt: Ein erheblicher Darlehensbetrag muss nach dem Ende der Bindung weiterfinanziert, getilgt oder anderweitig zurückgeführt werden.
Für die Anschlussphase werden im Beispiel 4,5 % Sollzins und 2,0 % Anfangstilgung angenommen. Daraus entstehen rechnerisch 1.233,47 € Monatsrate und eine Szenariolaufzeit von etwa 36,25 Jahren. Das ist keine Vorhersage des späteren Marktzinses. Sinnvoll sind mehrere Varianten, etwa ein höherer Anschlusszins, eine höhere Tilgung und eine zusätzliche Sonderzahlung.
Welche Änderung wirkt wie?
| Änderung | Direkte Wirkung | Wichtige Nebenwirkung |
|---|---|---|
| Höhere Anfangstilgung | höhere Startrate, schnellere Entschuldung | geringere Restschuld am Bindungsende |
| Längere Sollzinsbindung | Zins länger festgeschrieben | nicht automatisch niedrigere Gesamtkosten |
| Frühe Sondertilgung | Restschuld sofort geringer | spätere Zinsen sinken stärker als bei später Zahlung |
| Niedrigere Monatsrate | mehr Liquidität im Haushalt | höhere Restschuld oder längere Laufzeit möglich |
| Höherer Anschlusszins | Anschlussrate steigt | Tragbarkeit nach der Bindung kann sich verschlechtern |
Typische Fehler bei Annuität und Anschlussfinanzierung
Sollzins und effektiver Jahreszins erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Für den Tilgungsverlauf wird der vertragliche Sollzins benötigt; der Effektivzins dient dem Preisvergleich. Ebenso ist die Anfangstilgung kein dauerhaft gleichbleibender Tilgungsbetrag: Bei konstanter Rate wächst der Tilgungsanteil, während der Zinsanteil sinkt.
Eine höhere Anfangstilgung senkt die Restschuld schneller, erhöht aber die Monatsrate. Sondertilgungen wirken nur, wenn sie vertraglich möglich und zum richtigen Zeitpunkt eingetragen sind. Prüfen Sie deshalb nicht nur die Restschuld, sondern auch die verbleibende Liquiditätsreserve.
Der eingegebene Anschlusszins ist keine Prognose. Testen Sie mehrere Szenarien und vergleichen Sie die daraus entstehende Rate mit dem Haushaltsbudget. Ein heutiger Sollzins sollte nicht ungeprüft über Jahrzehnte fortgeschrieben werden.
Häufige Fragen zum Annuitätendarlehen
Bleibt die Monatsrate immer konstant?
Nur solange Zins, Zahlungsplan und vertragliche Bedingungen unverändert bleiben. Änderungen, Sondertilgungen oder eine Anschlussfinanzierung können die Rate verändern.
Ist eine höhere Anfangstilgung immer besser?
Sie reduziert Restschuld und Zinskosten, erhöht aber die laufende Rate. Die passende Höhe hängt von tragbarer Liquidität und Sicherheitsreserve ab.
Warum ist nach zehn Jahren noch so viel Restschuld vorhanden?
Ein Annuitätendarlehen wird bei üblichen Anfangstilgungen häufig nicht innerhalb der ersten Sollzinsbindung vollständig zurückgezahlt.
Berechnet der Rechner einen zukünftigen Marktzins?
Nein. Der Anschlusszins ist eine frei eingegebene Szenarioannahme und muss ausdrücklich als solche interpretiert werden.
Quellen und Grundlagen
Die BaFin erläutert Aufbau, Rate, Tilgung und Risiken eines Immobilienkredits.
BaFin: Immobilienkredit§ 16 PAngV regelt die Angabe des effektiven Jahreszinses bei Verbraucherdarlehen.
§ 16 PAngV – VerbraucherdarlehenDie Anlage zur PAngV beschreibt mathematische Grundlagen für die Berechnung des effektiven Jahreszinses.
Anlage zur PAngV – Effektiver Jahreszins§ 488 BGB beschreibt die grundlegenden Pflichten aus einem Darlehensvertrag.
§ 488 BGB